Sonntag, 17. April 2016

Rezension zu "Die unheimliche Bibliothek" von Haruki Murakami

Zum Buch

Eine Bibliothek mit dunklen Geheimnissen...

Als der Junge am späten Nachmittag die örtliche Bibliothek betritt, ahnt er noch nicht, welcher Albtraum ihn erwartet. Eigentlich wollte er nur seine zwei ausgeliehenen Bücher zurückgeben und noch etwas stöbern - hat er doch gerade erst ein sehr spezielles Thema entdeckt, was ihn interessiert. Sein Weg führt ihn schließlich in den dunklen Keller der Bibliothek, wo ein mysteriöser Bibliothekar auf ihn wartet. Doch anstatt ihn in den Lesesaal zu bringen, führt der alte Mann den Jungen durch ein Labyrinth dunkler Gänge und sperrt ihn in einem kleinen Raum ein. Dort begegnet er zwei Figuren, die sich freundlich um ihn kümmern - doch dass er weiter in Lebensgefahr schwebt, kann er nicht vergessen. Nach und nach ist der Junge sich nicht mehr sicher, was Traum oder Wirklichkeit ist...

"Bald endete das Labyrinth, und wir standen vor einer großen Eisentür, an der ein Schild mit der Aufschrift LESESAAL hing. Es war still, wie ein Friedhof um Mitternacht." - Seite 15 eBook
In dieser Kurzgeschichte geht es in den düsteren Keller einer unscheinbaren Stadtbibliothek, der ungeahnte, dunkle Geheimnisse birgt. Hauptfigur ist ein Junge, der eigentlich nur etwas stöbern wollte - und sich plötzlich in einer Art Kerker wiederfindet, wo er entsetzt erfährt, was der alte Bibliothekar wirklich mit ihm vorhat. Die gewählte Ich-Perspektive aus Sicht des Jungen ist sehr gut gewählt. Auch das Cover ist sehr passend, insgesamt ein unheimlich schön gestaltetes Buch.

Mein Fazit: Eine etwas unheimliche Erzählung mit einem guten Gruselfaktor. Unterstrichen werden diese dunklen Abschnitte noch durch schöne, düsteren Illustrationen.  Sie ist gut geschrieben, dennoch hätte ich mir irgendwie mehr erhofft, gerade weil der Klappentext so vielversprechend klang. Sie lässt mich etwas ratlos zurück, einige Stellen sind etwas undurchsichtig, wodurch einige Fragen offen bleiben.  Mir hat das gewisse Etwas gefehlt.  Auch wenn sie mich letztendlich nur teilweise überzeugt hat, die düstere Atmosphäre ist Haruki Murakami hier gut gelungen. 

Meine Bewertung:

Titel: Die unheimliche Bibliothek 
Autor: Haruki Murakami
Zeichnungen: Kat Menschik
Genre: Kurzgeschichten / Erzählungen
Seitenanzahl: 64
Verlag DuMont

Kommentare:

  1. Hallo Nicole,

    das Büchlein hatte ich auch schon in der Hand. Besonders die Illustrationen darin gefielen mir, wie auch die Story selbst (die irgendwie etwas künstlerisch angehaucht war) sehr. Allerdings waren mir die 64 Seiten zu dem Zeitpunkt dann ein wenig zu wenig ;o)

    Schön, dass du das Buch hier einmal vorgestellt hast. Ich habe es auf anderen Blogs noch nicht entdeckt.

    Liebe Grüße Tanja

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    1. Hallo Tanja,

      ich bin der Meinung, dass die Story das Zeug zu einem richtigen Roman hätte, so mit allem drum und dran. :D
      Die Illustrationen haben mir auch sehr gut gefallen. :)

      Liebe Grüße
      Nicole

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