Freitag, 13. Mai 2016

Rezension zu "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" von Joel Dicker

Zum Buch

Die gefährliche Suche nach der Wahrheit...

Marcus Goldman hat es mit seinem ersten Roman auf die Bestseller-Liste geschafft und ist nun ein gefeierter Autor. Doch beim Verfassen eines zweiten Buches befällt ihn die "Schriftstellerkrankheit": Die Seiten bleiben leer, kein einziges Wort hat er geschrieben.  Um diese Blockade zu überwinden, besucht er für einige Zeit seinen ehemaligen Professor und guten Freund Harry Quebert, der im Jahre 1975 mit einem Roman seinen großen Durchbruch als Schriftsteller hatte. In dem kleinen Städtchen Aurora in New Hampshire und Harrys idyllischem Heim hofft Marcus auf die zündende Idee. Beim Stöbern in dessen Bibliothek stößt er plötzlich auf etwas brisantem aus Harrys Vergangenheit: Seine heimliche Liebe zu dem Mädchen Nola, das 1975 plötzlich verschwand.
Wieder zurück in New York erreicht ihn kurz darauf eine schockierende Nachricht. Im Garten von Harry Quebert wurde ein Skelett gefunden, bei dem es sich um ein seit 33 Jahren vermisstes Mädchen handelt: Nola. Plötzlich steht Harry unter dringendem Mordverdacht. Markus ist fest von dessen Unschuld überzeugt und beginnt mit Nachforschungen, die nicht ganz ungefährlich sind und ungeahntes ans Tageslicht bringt...


"Überstürzt stieg er aus dem Wagen, um ihr die Tür zu öffnen: Sie musste gehen, schnell: Es fiel ihm so schwer, ihr nicht zu sagen, wie sehr er sie liebte." - Seite 136, eBook

Dieses Buch gehört zu denjenigen, die man -einmal angefangen- nicht mehr aus der Hand legen kann. Die Geschichte wird überwiegend aus der Sicht des jungen, erfolgreichen Schriftstellers Marcus Goldman erzählt, der, nachdem sein bester Freund und Mentor Harry Quebert wegen angeblichen Mordes verhaftet wird, sofort nach Aurora reist um dessen Unschuld zu beweisen. Besonders spannend ist zu verfolgen, was er bei seinen Recherchen alles aufdeckt.
Neben den aktuellen Geschehnissen (im Jahr 2008), gibt es auch immer wieder Rückblenden  in die Vergangenheit - wo dramatisches geschah. Diese Zeitsprünge sind sehr gut gesetzt und keineswegs verwirrend. Besonders ist auch, dass die Kapitel absteigend nummeriert sind und immer mit einem interessanten kleinen Dialog zwischen Harry und Marcus beginnt, der seinem Schützling einige Weisheiten mit auf den Weg gibt.

"Schriftsteller sind so zerbrechliche Wesen, Marcus, weil sie zwei Arten von Seelenqual kennen, also doppelt so viele wie normale Menschen: den Liebeskummer und den 'Bücherkummer'. Ein Buch zu schreiben ist, wie jemanden zu lieben: Es kann sehr wehtun." - Seite 109, eBook

Mein Fazit: Was für ein Buch! Joel Dicker überzeugt mit einer richtig spannenden Geschichte, die einen sehr interessanten Verlauf nimmt. Die Story ist eine Mischung aus vielem: Ein fesselnder Roman, der viele Krimi-Elemente, aber auch viel Dramatisches enthält. Und das Buch hält auf seinen 736 Seiten so einige Überraschungen und ungeahnte Wendungen bereit. Nach und nach kommt jedes einzelne Puzzleteil schließlich an seinen Platz. Ich finde den Roman unheimlich gut gelungen, spannend, anders, packend! Sehr lesenswert.

Meine Bewertung: 

Titel: Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert
Autor: Joel Dicker
Genre: Gegenwartsliteratur / Krimi / Drama
Seietenanzahl: 736
Verlag Piper

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