Dienstag, 31. Mai 2016

Rezension zu "Romeo & Romy" von Andreas Izquierdo

Zum Buch
Romeo & Julia mal anders...

Schon seit ihrer Kindheit hat Romy einen großen Traum: Schauspielerin werden und auf den Bühnen der Welt spielen! Doch die Realität sieht anders aus: Sie ist Souffleuse in einem Theater, dabei würde sie nur zu gern selbst als Julia Capulet auf der Bühne stehen. Enttäuscht kehrt sie schließlich in ihre Heimat zurück, ein kleines idyllisches Dorf im Erzgebirge. Mittlerweile leben nur noch die älteren Menschen in dem Örtchen, die ein beängstigendes Ziel verfolgen: Auf dem hübschen Friedhof im Dorf begraben zu werden, wo allerdings nur noch zwei Plätze frei sind. Den Unsinn kann Romy sich  nicht länger anschauen und bringt mit ihrer gewagten Idee frischen Wind in die Gemeinde: Sie möchte aus ihrer baufälligen Scheune ein elisabethanisches Theater bauen und dort Shakespeares "Romeo & Julia" aufführen - Zusammen mit den Alten aus dem Dorf. Erfahrungen haben sie zwar keine, aber dafür einen richtigen Star mit an Bord: Herzensbrecher Ben, das bekannte Geschichte aus der Waschmittelwerbung. Eine aufregende Zeit beginnt für alle. Kann Romy sich ihren großen Traum erfüllen?


"Kinder hatten immer Zeit, weil sie Zeit nicht zählten. Weder Minuten noch Stunden noch Tage noch Monate noch Jahre. Im Gegensatz zu Erwachsenen, die nie Zeit hatten und immer zählten und deswegen Kalender und Planer brauchten." - Seite 57


"Und da gestand sich Romy ein, warum Bella all diese toten Dinge zum Leben erweckt hatte. Sie war einsam. Alle im Dorf waren das. Sie waren gemeinsam einsam." - Seite 81

Ich hatte dieses Buch schon länger auf meiner Wunschliste, umso mehr habe ich mich gefreut, dass "Romeo & Romy" mit in der letzten Lovelybox war. Es ist eine schöne und besondere Geschichte: Im Mittelpunkt eine junge Frau, die sich ihren großen Traum erfüllen möchte - und mit Herz und Seele alles dafür tut. An ihrer Seite: Die schrulligen, sympathischen älteren Leute aus ihrem Heimatdörfchen, für die Romy schon immer ein großer Star war - und der etwas chaotische Ben, der Star aus einer Waschmittelwerbung.

Mein Fazit: Eine sehr schöne Geschichte! Nachdem ich erst einige Seiten brauchte, um in das Buch hineinzufinden, lässt es sich danach aber sehr gut lesen. Es ist zugleich eine sehr herzerwärmende Geschichte, zum Teil sehr traurig, aber auch erfrischend humorvoll. Die Charaktere sind vielfältig und sehr gut gewählt, es ist unheimlich interessant, den Weg von Romy zu verfolgen. Auch die Entwicklung der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, es gibt einige ungeahnte Wendungen. Ein rundum gelungenes Wohlfühlbuch!

Meine Bewertung: 



Titel: Romeo und Romy
Autor: Andreas Izquierdo
Genre: Unterhaltungsroman
Seitenanzahl: 491
Verlag: insel-taschenbuch

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