Mittwoch, 24. August 2016

Rezension zu "Die Verwandlung des Schmetterlings" von Federico Axat

Zum Buch


Ein Sommer, der alles verändert...

Im Jahr 1985: Die beiden 12-jährigen Freunde Billy und Sam freuen sich auf einen unbeschwerten, schönen Sommer. Lange Fahrradtouren und abenteuerliche Streifzüge durch den Wald stehen an. Bald lernen sie auch das Mädchen kennen, dass mit ihrer Familie in die verlassene Villa eingezogen ist. Schnell freunden sich die beiden mit Miranda an und sind fortan immer gemeinsam unterwegs.
Doch die Vorfreude auf dem Sommer ist etwas getrübt: Der Grund ist der Junge Orson, der zusammen mit Sam und weiteren Adoptivkindern auf einem Hof lebt. Er macht Sam das Leben schwer. Bis das Trio ein dunkles Geheimnis aus Orsons Vergangenheit aufdeckt...
Und noch etwas beschäftigt sie, insbesondere Sam: Was geschah wirklich vor zehn Jahren mit seiner Mutter, die nach einem Autounfall auf mysteriöse Weise verschwand? Für Sam, Billy und Miranda wird der Sommer schließlich anders als gedacht...


"Du versteckst dich nicht vor der Wirklichkeit - Es mussten noch einige Jahre vergehen, bis ich die wahre Bedeutung hinter den Worten verstand. Aus einem Grund, der mir in diesem Augenblick noch nicht bewusst war, bewegte mich dieser Satz dazu, meine selbst gesetzten Grenzen zu überschreiten." - Seite 185


Bei diesem Buch fällt einem als erstes das schöne Cover ins Auge. Schlicht gehalten, und genau deshalb so auffallend. Und genau so wie der Junge auf dem Bild stellt man sich auch den 12-jährigen Sam Jackson vor, der in diesem Roman die Hauptrolle spielt. Als Erwachsener erzählt er (geschrieben  der Ich-Perspektive) die Geschehnisse des Sommers 1985, der einiges in seinem Leben veränderte. Gemeinsam mit seinem besten Freund Billy und der gleichaltrigen Miranda, verbringt er schöne, aber auch sehr bedrückende Momente, die das zukünftige Leben des Trios prägen. Immer wieder gibt es Zeitsprünge zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart, die aber sehr gut gesetzt sind.


"Selten habe ich mich in meinem Leben so gefürchtet, wie in diesem Augenblick, auf diesem Dachboden voller staubiger Monster. Ich umarmte mich selbst und verlor plötzlich das Bewusstsein." - Seite 232


Mein Fazit: Die Verwandlung des Schmetterlings ist ein ganz besonderer Roman. Die vielschichtige und sehr berührende Geschichte ist wirklich gut erzählt. Die einzelnen, manchmal so verschiedenen Momente werden vom Autor mit dem nötigen Feingefühl wiedergegeben. Auch die Spannung kommt nicht zu kurz. Eine große Überraschung hält das Ende bereit, damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Mein Tipp: Unbedingt auch das Nachwort lesen.
Auch wenn einzelne Fragen ungeklärt bleiben (daher ziehe ich einen halben Stern ab), ist es doch ein sehr beeindruckendes Buch, das mit seinem Schreibstil überzeugt. 

Meine Bewertung: 



Titel: Die Verwandlung des Schmetterlings
Autor: Federico Axat
Genre: Roman / Gegenwartsliteratur
Seitenanzahl: 482
Verlag: Langen-Müller / Herbig

Vielen Dank an Langen-Müller / Herbig für das Rezensionsexemplar! :)

1 Kommentar:

  1. Liebe Nicole,

    das klingt ja gut! Ich habe heute einen Thriller mit 5sternen bewertet. Der Traummacher von Max Bentow, ist super und wäre sicherlich auch was für dich! :-)

    Herzliche sommerliche Grüße
    Barbara!

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