Donnerstag, 22. Dezember 2016

Rezension zu "Loreley" von Kai Meyer

Zum Buch


Das dunkle Geheimnis der Loreley

Im Jahre 1319: Die 14-jährige Ailis wächst auf Burg Rheinfels auf, die direkt am Rhein gelegen ist. Jenseits der Biegung, auf der anderen Seite des Stroms, liegt der Lurlinberg, heute bekannt als der Loreleyfelsen. Genau dorthin, hoch oben zu den Ruinen einer alten Wehranlage führt Ailis eines Tages ihren Weg, weg von der Jagdgruppe des Grafen. Doch was sie an diesem Tag erlebt, lässt sie nie wieder die Alte werden...
Ein Jahr später ist von der damaligen Ailis nicht viel übrig: Sie ist bei dem Burgschmied Erland in die Lehre gegangen, hat ihre enge Freundschaft zu Fee, der Nichte des Grafen, beendet und ist sehr verschlossen.  Doch sie hat eine ganz besondere Gabe und diese führt sie schließlich zurück auf den Lurlinberg,  zu den Ruinen und den Brunnenschacht, in dem ein kleines Mädchen eingesperrt ist. Doch dieses Mädchen, dass mit ihren Gesang betört, hat ein dunkles Geheimnis. Mysteriöse Vorgänge häufen sich. Etwas Schreckliches braut sich zusammen, wie Ailis bald ahnt. Um mehr herauszufinden und vielleicht das Schlimmste zu verhindern, begibt sie sich auf eine ganz besondere Reise, die sie auf die Spielmannswege führt...


"Er verschwand jenseits der Regenvorhänge, und erneut  begann sich vor Ailis' Augen das Gefüge der Welt  zu verziehen und zu drehen, wie ein nasses Wams, aus dem man die Feuchtigkeit herauswringt. Nur das hier nicht Wasser entwich, sondern der Lug und Trug dessen, was sie bisher für die Wirklichkeit gehalten hatte." - Seite 56


Dieser Roman von Kai Meyer erschien erstmals im Jahre 1998 und wurde nun vom Blitz-Verlag in einer auf 333 Exemplare limitierten, nummerierten und signierten Sonderausgabe neu veröffentlicht.
Was mir hier besonders gut gefallen hat, ist die gekonnte Mischung von historischem Roman, Unheimlichem und Phantastischem. Auch die vielen Legenden und Mythen, die sich um den Loreleyfelsen rankten, wurden hier vom Autor in spezieller und auf eigene Weise aufgegriffen. So gibt es hier ein mysteriöses Mädchen, das hoch oben im Felsen in einem fest vergitterten Brunnenschacht sitzt und mit ihrem mystischem Gesang bestimmte Lebewesen in ihren gefährlichen Bann zieht. Völlig überraschend ist, wie sich die Geschichte nach und nach entwickelt - ich möchte nicht zu viel verraten, aber es wird außergewöhnlich und im wahrsten Sinne des Wortes phantastisch.
Das neue Cover , im dunklen Blau/Violett gehalten mit einem Mädchen, dass durch eine Öffnung schaut, passt perfekt zur Geschichte und meiner Meinung nach auch besser als das alte Cover. Es gibt das Unheimliche, was den Leser erwartet, sehr gut wieder. Auch gibt es hier ein neues, interessantes Vorwort von Kai Meyer.


"Willkommen", sagte eine sanfte, helle Stimme aus der Dunkelheit des Brunnenschachtes". -Seite 62


Mein Fazit: Mit seiner Mischung aus Historischem, Unheimlichen und gut eingesetzten phantastischen Elementen ist  Kai Meyer hier ein wirklich guter Roman gelungen. Facettenreich und mit tollen, bildhaften Beschreibungen der Loreley und der Umgebung des Rheins kann man sich die Schauplätze sehr gut vorstellen. Der Roman lässt sich flüssig lesen, ist gut verständlich und bietet so manche Überraschung. Ein packender Roman, der mir mit seiner unheimlichen Atmosphäre sehr gut gefallen und daher fünf Sterne verdient hat. Sehr Lesenswert!

Meine Bewertung: 



Titel: Loreley
Autor: Kai Meyer
Genre: Historischer Roman/Mystery/Phantastik
Seitenanzahl: 448
Verlag: Blitz 


Zu den limitierten und signierten Sammlerausgaben von Kai Meyer kommt ihr hier: Blitz-Verlag

Dort sind bereits folgende Sammlerausgaben erschienen:
Band 1 ~ Das zweite Gesicht
Band 2 ~ Göttin der Wüste
Band 3 ~ Der Schattenesser
Band 4 ~ Loreley

1 Kommentar:

  1. Liebe Nicole,
    eine schöne Rezi, die mich neugierig macht.....
    Viele Lesegrüße, Heike

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