Sonntag, 19. November 2017

Rezension zu "Darkmouth - Die dunkle Bedrohung" von Shane Hegarty

Zum Buch


Band 4 der Darkmouth-Reihe

Nach dem letzten großen Abenteuer ist in Darkmouth nichts mehr so, wie es mal war. Finns Karriere als Legendenjäger steuert gerade auf einen Tiefpunkt zu und außerdem hat der machtgierige Lucien das Kommando in der kleinen Stadt übernommen. Ausgerechnet jetzt, wo Finn genug eigene Probleme hat, bekommt er einen Hilferuf von der  Verseuchten Seite – ein furchtbares Knochenmoster bedoht die Heimat der Legenden. Auch Darkmouth und der Rest der Welt ist dadurch in Gefahr. Finn scheint der Einzige zu sein, der die Gefahr stoppen kann und muss dafür ein großes Risiko eingehen. Dabei spielt ein alter und mächtiger Feind eine große Rolle: Gantrua…



„Aber er wusste, dass das nicht so sein würde. Er wusste es einfach. Hatte so ein Gespür. Hörte ein Warnsignal, das in seinem Kopf überdeutlich pochte. Er musste zuende bringen, was er angefangen hatte. Die Verschwörung aufdecken. Darkmouth zurückgewinnen.“ – Seite 152


Die dunkle Bedrohung ist inzwischen der 4. Teil der Reihe um das Städchen Darkmouth, das immer noch regelmäßig von Monstern –sogenannten Legenden- heimgesucht wird. Bisher war Finns Vater Darkmouths Legendenjäger und Finn sollte sein Nachfolger werden. Doch die Ereignisse im letzten Band haben einiges durcheinandergewirbelt und dadurch hat Finn einige Probleme am Hals. Doch dann taucht eine mächtige Bedrohung auf. Eine große Gefahr - sowohl für die Verseuchte Seite, als auch für die ganze Welt…
Wie bei seinen Vorgängern auch, ist dieses Buch wieder locker und sehr gut verständlich geschrieben – die Monster sind wieder zahlreich vertreten, ein neues Abenteuer wartet auf den Nachwuchslegendenjäger Finn, dessen Ruf zurzeit nicht der Beste ist. Die Handlung ist gut aufgebaut und auch der regelmäßige Wechsel zwischen den Welten hat mir gefallen. Neben der Verseuchten Seite, der Heimat der Legenden, geht es natürlich wieder nach Darkmouth. Dieses Mal spielt aber noch eine andere Stadt mit einem äußerst interessanten Namen eine zentrale Rolle.
Was ich als kleinen Kritikpunkt anbringen muss: Es dauert hier eine ganze Weile, bis etwas Schwung in die Geschichte kommt. Gerade das fand ich bei den Vorgängern immer sehr gelungen. Doch das Finale ist dafür wieder sehr spannend, was über den langsamen Anfang hinwegtröstet.
Neben den neuen Abenteuern gibt es auch hier immer mal wieder kleine Momente zum schmunzeln. Gerade das verleiht der monsterreichen Geschichte eine schöne Lockerheit:


Er beugte sich nach vorn. „Die Tuichnichtarier sind ein merkwürdiger Haufen. Sie glauben, dass man durch Waschen Reinheit erlange. Wir hingegen wissen natürlich, dass gestank der Weg zu Ruhm und Ehre ist.“ Er schnüffelte an Finn. „Mann merkt sofort, dass du unserer Meinung bist.“ – Seite 206


Was natürlich auch erwähnt werden muss, ist die unheimlich tolle Buchgestaltung. Im Stil der Vorgänger gehalten und mit geschwärztem Buchschnitt wieder ein absoluter Hingucker. Auch die Innengestaltung kann sich sehen lassen:
Es gibt viele tolle Illustrationen, zwischendurch sind die Seiten immer mal komplett schwarz, auf denen der Text dann in weiß abgebildet ist. Sehr cool.
Nach wie vor bin ich der Meinung, dass diese Buchreihe, die ja eigentlich im Kinder-/ und Jugendbereich angesiedelt ist, auch Erwachsene begeistern kann. Ich finde sie großartig.

Mein Fazit: Ein sehr guter Nachfolger, in dem wieder ein monsterreiches Abenteuer auf Legendenjäger Finn wartet. Flüssig geschrieben, sehr gut verständlich und mit einer wirklich gelungenen Buchgestaltung. Bis auf kleine Schwächen am Anfang ist die Handlung wieder toll aufgebaut und es wartet ein spannendes Finale.  Ich vergebe 4,5 Sterne und eine Leseempfehlung! 

Meine Bewertung:




Titel: Darkmouth 4 - Die dunkle Bedrohnung

Autor: Shane Hegarty
Genre: Jugendbuch / Fantasy
Seitenanzahl: 400
Verlag: Oetinger


Die Bücher der Darkmouth-Reihe
Band 1: Der Legendenjäger
Band 2: Die Andere Seite
Band 3: Die Legenden schlagen zurück 


Zusatzband: Darkmouth - Broonie und der Tag vor Darkmouth (Kurzgeschichte, nur als eBook erhältlich)


Donnerstag, 16. November 2017

Rezension zu "Origin" von Dan Brown

Zum Buch


Band 5 der Robert Langdon-Reihe

Der Milliardär und Zukunftsforscher Edmond Kirsch hat eine bahnbrechende Entdeckung gemacht, die er demnächst der ganzen Welt vorstellen möchte. Doch zuerst bittet er drei der bedeutendsten Religionsvorsteher der Welt um ein Gespräch – und diese sich reichlich skeptisch, denn Kirsch ist ein bekennender Atheist. Doch nachdem sie Kirschs Präsentation gesehen haben, herrscht nur noch blankes Entsetzen – denn seine Entdeckung wird den Glauben in ihren Grundfesten erschüttern…

Wenig später hat Edmond Kirsch ein großes Event geplant, auf dem er in einer fesselnden Präsentation das Geheimnis um seine Entdeckung lüften will. Auch der Symbolforscher und Harvard-Professor Robert Langdon ist eingeladen – vor vielen Jahren war Edmond Kirsch ein Student von ihm.
Doch dann passiert das unglaubliche: Kurz vor der Enthüllung bricht das Chaos aus – es gibt Gegner, die mit allen Mitteln verhindern wollen, dass die Entdeckung publik gemacht wird.
Doch Robert Langdon möchte das große Geheimnis lüften und es der Welt zugänglich machen. Eine abenteuerliche Suche nach der Wahrheit beginnt und ungeahnte Hindernisse tauchen auf…


„Viele Kilometer weiter, draußen über dem Mittelmeer, ballten sich bedrohliche dunkle Unwetterwolken. Wie passend, dachte Kirsch, als er an die Turbulenzen dachte, die er bald verursachen würde – zuerst in diesem Raum, dann auf der ganzen Welt.“ – Seite 18


Ich habe schon mit Begeisterung die ersten vier Romane um den Symbolforscher Robert Langdon gelesen und war dementsprechend gespannt auf sein neuestes Abenteuer. Und dieses hat es in sich: Eine Entdeckung, die scheinbar die Antwort auf die beiden grundlegenden Fragen hat: Woher kommen wir?  und Wohin gehen wir?. Da dieses Geheimnis aber wohl eine Relevanz für Millionen Gläubige auf der ganzen Welt haben könnte, gibt es Gegner, die diese Veröffentlichung um jeden Preis verhindern möchten. Ohne es im Vorfeld zu ahnen, befindet Robert Langdon sich plötzlich mittendrin in einer Verschwörung – wilde Spekulationen nehmen ihren Lauf. Doch Langdon hat nur ein Ziel: Die Öffentlichkeit an Kirschs Entdeckung teilhaben zu lassen. Bei dieser lebensgefährlichen Mission hat er neben einer jungen Frau noch ganz besondere Unterstützung…
Neben der spannenden Handlung, die sehr gut aufgebaut ist und regelmäßig zwischen den Charakteren wechselt, gibt es immer wieder detailreiche und beeindruckende Beschreibungen der besonderen Schauplätze, zu den u. a. das Guggenheim-Museum in Bilbao und die 1906 von Antoni Gaudí in Barcelona erbaute Casa Milà gehören. Falls man die Gebäude vorher noch nie gesehen hat: Ein Blick auf Wikipedia lohnt sich.
Die Geschichte entwickelt sich nach und nach, Verschwörungen, unglaubliche Verzweigungen und gut gehütete Geheimnisse kommen ans Licht und als Leser fragt man sich die ganze Zeit: WAS hat Edmond Kirsch so Bahnbrechenden entdeckt? Es bleibt spannend!!


„Langdon starrte auf das Phablet, während er versuchte, einen Sinn in dem zu erkennen, was er soeben gesehen und gehört hatte. Trotz des Wirbelsturms aus Fragen, der in seinem Inneren tobte, war ihm eines vollkommen klar: Ich bin in großer Gefahr.“ – Seite 369


Auch das Cover gefällt mir sehr gut und ist im typischen Stil gehalten, den man schon von den Vorgängern kennt. Im Roman selbst gibt es ab und an Abbildungen von Symbolen und verschiedenen Grafiken, was mir persönlich sehr gefallen hat. Auch merkt man als Leser sofort, wie gut und ausführlich Dan Brown hier recherchiert hat.

Mein Fazit: Wieder ein gelungener Thriller um den Symbolforscher Robert Langdon. Die Handlung ist spannend und voller Geheimnisse. Während des Lesens kann man miträtseln, wie alles zusammenpasst, was hinter der großen Entdeckung steckt und wie Robert Langdon sich bei seinem neuesten Abenteuer schlägt. Es ist packend, meisterhaft recherchiert und hält so manche Überraschung bereit! Mir hat es sehr gut gefallen und kann es allen Fans, die besondere Verschwörungs- und/oder Wissenschafts-Thriller mögen, wärmstens empfehlen!


Meine Bewertung: 




Titel: Origin

Autor: Dan Brown
Genre: Thriller
Seitenanzahl: 672
Verlag: Bastei Lübbe

Die Bücher der Reihe um Robert Langdon:
Band 1 - Illuminati
Band 2 - Sakrileg
Band 3 - Das verlorene Symbol
Band 4 - Inferno
Band 5 - Origin


Hier noch ein sehr interessantes Video über Dan Brown und seinen Besuch bei der diesjährigen Frankfurter Buchmesse, wo er "Origin" dem Publikum vorstellt:


Dienstag, 14. November 2017

Gemeinsam Lesen #131

Die Aktion findet ihr jeden Dienstag bei Schlunzen-Bücher.


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade "Origin" von Dan Brown und bin auf Seite 333 von 672.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Zum Buch

"Endlich sah Langdon das Gebäude, zweihundert Meter voraus."


3. Was willst du unbedingt zu deinem Buch loswerden?

Ich bin ja begeisterte Leserin der Robert Langdon-Reihe und war da natürlich besonders gespannt auf den 5. Band. Dieser stand im Vorfels schon lange auf meiner Wunschliste und konnte es kaum glauben, dass ich diesen Roman bei einem Lovelybooks-Gewinnspiel gewonnen habe, das im Rahmen von #lblive veranstaltet wurde. Das war wirklich eine große Überraschung!
Bisher gefällt es mir sehr gut, die Story ist interessant und ich bin gespannt, wie sich das alles noch weiter entwickelt. Ich werde berichten. :)



4. Rezensierst du jedes Buch? Oder nur Rezensionsexemplare oder Bücher, die du unbedingt mit anderen teilen möchtest? 

Ja, ich rezensiere tatsächlich jedes Buch - egal ob Rezensionsexemplar oder Selbstgekauft. Das mache ich, weil es mir einfach unheimlich Spaß macht, meine Eindrücke niederzuschreiben und das Gelesene so nochmal Revue passieren zu lassen. :) 


Montag, 13. November 2017

Montagsfrage #108

Die Montagsfrage gibt es jede Woche bei Buchfresserchen.
Die Frage in dieser Woche:
 
Siehst du dir Bestsellerlisten an?
 
 
Höchstens nur nebenbei. Meine Buchauswahl richtet sich nicht nach den Bestsellerlisten, sondern nach meinem Geschmack. Da ist es nicht relevant, ob das Buch nun ein Bestseller ist oder nicht. Aber wenn ich mal in der Buchhandlung stöbere, schaue ich natürlich, welche Bücher gerade aktuell auf den Listen stehen und freue mich, wenn Bücher dabei sind, die mir selbst sehr gut gefallen haben. :)
 
Wie sieht es bei euch aus? Richtet ihr euer Leseverhalten nach den Bestsellerlisten aus? 


Freitag, 10. November 2017

Top Ten Thursday #88

Bei dem Top Ten Thursday geht es um Bücherlisten, die jeden Donnerstag zu einem vorgegebenen Thema erstellt werden können. Die Aktion findet nun bei Aleshanee von Weltenwanderer statt.

Das Thema in dieser Woche:

Erstelle deinen eigenen Buchburger

Diese Woche mit einem Tag Verspätung, aber bei diesem witzigen Thema mache ich gerne mit! :)
Los geht's:


Brötchen (Boden): Suche einen ersten Band einer Buch-Reihe aus, der dir besonders gut gefallen hat


Die Seiten der Welt - Kai Meyer

Ich liebe Bücher, in denen es um Bücher geht.
Dieses ist der Auftakt zur Seiten der Welt-Trilogie, die mir unheimlich gut gefallen hat.








Patty: Wähle ein Buch, das mindestens 400 Seiten hat


Die Spiegelstadt - Justin Cronin

Der dritte Band der Passage-Trilogie ist ein gelungener Abschluss der Reihe und mit 992 Seiten ein wenig umfassender. Ich persönlich mag ja 1000-Seiten-Bücher. :)








Käse: Das Käse-Buch soll ein Buch sein, das du gelesen und geliebt hast


Lieber Daddy-Long-Legs - Jean Webster

Dieser Klassiker ist vor kurzem erst im Königskinder-Verlag neu veröffentlicht worden und einfach wundervoll.









Mayonnaise: Als Saucen-Buch sollst du bitte ein Überraschungsbuch auswählen. Also ein solches, bei dem du entweder gedacht hast, du würdest es nicht mögen und es dann doch geliebt hast oder eines von dem du gedacht hast du würdest es mögen, es dann jedoch echt enttäuschend fandest


Ein ganzes halbes Jahr - Jojo Moyes

Ich hatte im Vorfeld etwas Bedenken, dass dieses Buch vielleicht etwas zu kitschig sein könnte, doch das ist überhaupt nicht so - ein ist ein wirklich tolles, berührendes Buch, das mir sehr gefallen hat.








Ketchup: Wähle für das Ketchup-Buch ein Buch, bei dem du dich richtig gruseln musstest 



ES - Stephen King

Gerade erst passend vor dem Filmstart im September zum zweiten Mal gelesen - immer noch ein Meisterwerk der Horrorliteratur.









Salat: Das Salat-Buch soll ein Buch sein, welches du unbedingt noch lesen möchtest


Das Foucaultsche Pendel - Umberto Eco

Ich habe schon oft gehört, dass dieses Buch eine große Leseherausforderung ist, weil es etwas kompliziert sein soll. Mich interessiert es sehr und hoffe, es bald mal zu lesen. Es liegt schon auf dem SuB.








Tomate: Wähle für das Tomaten-Buch bitte ein Buch aus, das du gelesen hast und nicht so gerne mochtest


Das Haus / House of Leaves - Mark Z. Danielewski

Eine unheimlich tolle Grundidee, leider viel zu überladen. Leider habe ich hierfür nur zwei Sterne vergeben.









Gurke: Das Gurken-Buch soll ein Buch sein, vor dem du Angst hattest es zu lesen, weil du z. B. nicht wolltest, dass die Reihe zu Ende ist


Die Seiten der Welt 3: Blutbuch
- Kai Meyer

Hier komme ich nochmal auf meine Lieblingstrilogie zurück. Ich habe mich unheimlich auf das Finale gefreut, war aber gleichzeitig traurig, dass es der Abschlussband ist.
Aber es gibt ja nun einen Trost: Die Spur der Bücher - Das Prequel zu den Seiten der Welt, das ebenfalls sehr gelungen ist.






Zwiebeln: Wähle ein Buch, bei dem du weinen musstest


Ein wenig Leben - Hanya Yanagihara

Das mir bei einem Buch die Tränen kommen, passiert sonst eigentlich nie, aber dieses Buch ist so berührend und traurig, das ein kleines Tränchen da war.
Ein Meisterwerk.








Brötchen (Deckel): Zum krönenden Abschluss wähle bitte ein Buch aus, das du anderen ans Herz legen und weiter empfehlen willst


Das Lied der Krähen - Leigh Bardugo

Ein sehr gelungener Auftakt einer Fantasy-Saga, das mich positiv überrascht hat - Großartig! 

Dienstag, 7. November 2017

Rezension zu "Die Königschroniken 1: Ein Reif von Eisen" von Stephan M. Rother

Zum Buch


Band 1 der Königschroniken

Seit vielen Jahrhunderten wacht die heilige Esche über das Kaiserreich - doch nun drohen Unruhen. Die Blätter des mächtigen Baumes beginnen zu welken, alles deutet auf einen Machtwechsel hin.
Hoch im Norden versucht der Stammesfürst Morwa die Völker unter sein Banner zu vereinen, nur ein Volk muss noch besiegt werden. Der Weg führt ihn daher in den tiefsten Norden, in bitterer Kälte - und die Zeit drängt: Morwa ist gesundheitlich angeschlagen, einzig die geheimnisvolle Frau aus dem Süden kann sein Ende noch hinauszögern. Dazu steht das Oberhaupt noch vor einer wichtigen Entscheidung: Wer wird sein Nachfolger?
Auch in anderen Teilen des Landes gehen Veränderungen vor: Die junge Frau Leyken will einen Schwur erfüllen und macht sich auf die Suche nach ihrer entführten Schwester Ildris - eine Reise voller Gefahren. Auch Pol, seines Zeichens ein Dieb,  wird vor einer Aufgabe gestellt, die unmöglich zu bewältigen ist...
Schließlich liegt das Schicksal der Welt in den Händen von drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein können - wird eine von ihnen das Land aus der Dunkelheit führen können?


"Von jenem Tag an war der Baum gewachsen, Jahrhunderte um Jahrhunderte, hatte schillernde Feste gesehen und glanzvolle Versammlungen mächtiger Fürsten, die doch nichts als flüchtige Episoden waren in der dunklen Geschichte der Rabenstadt." - Seite 70


Nach den beiden gelungenen historischen Romanen, die Stephan M. Rother  unter dem Pseudonym Benjamin Monferat geschrieben hat, war ich schon sehr gespannt auf den Auftakt seiner neuen High-Fantasy-Saga mit dem Titel Die Königschroniken. Die Reihe ist auf mehrere Bände angelegt und besticht neben einer spannenden Handlung vor allem durch eines - dem speziellen Schreibstil. Ausführlich beschreibt Stephan M. Rother zu Anfang die verschiedenen Lande: Ob die Hoch-und Tieflande im Norden, die Hafenstadt Carcosa im Westen oder auch die Rabenstadt mit der heiligen Esche im Osten - man lernt die Städte, deren Völker und Lebensweisen sehr gut kennen.  Dennoch braucht man einige Seiten, um in der Geschichte Fuß zu fassen und die Zusammenhänge zu verstehen. Doch danach nimmt die Story an Fahrt auf und man erfährt nach und nach, wo die Reise für die Protagonisten hingeht.
Die einzelnen Kapitel sind übersichtlich und wechseln regelmäßig zwischen den verschiedenen Vorgängen. Im Laufe der Geschichte erfährt man unter anderem auf, was genau es mit dem Reif von Eisen auf sich hat. Was mir hier besonders gefallen hat, ist die Beschreibung und das ganze Ausmaß der heiligen Esche - hier gibt es viele phantastische Details zu entdecken.

Sehr hilfreich bei der Orientierung ist hier die wundervoll gestaltete Karte vorn im Buch, die eine sehr gut konstruierte Welt zeigt. Hinten im Buch gibt es zudem noch ein Personenregister - so verliert man nicht den Überblick. Die gesamte Gestaltung des Buches ist sehr edel und das Cover ein wirklicher Hingucker.
Noch kurz zum Schreibstil: Wie oben erwähnt ist er speziell, was nicht immer einen leichten Lesefluss ergibt - man benötigt vollste Konzentration. Doch die Art ist auch besonders und gibt der Geschichte eine persönlichen Note.


"Ein Gefühl hohen Alters schien den Raum zu erfüllen, als sei die Luft gesättigt mit den Erinnerungen an ferne Zeitalter der Welt, hier, im Archiv der Hohen Rates, tief unter den Fundamenten der Zwingfeste. Tausende und Abertausende zerfledderte Manuskripte, die die Worte und Gedanken von Menschen festhielten, deren Leiber seit Jahrhunderten zu Staub zerfallen waren. Als ob von ihnen selbst etwas gegenwärtig war, von den Geistern der Toten." - Seite 189


Mein Fazit: Der Auftakt der Königschroniken ist gelungen und sehr vielversprechend: Eine gut konstruierte Welt mit einem magischen Baum, der so manches Geheimnis birgt, tolle Charaktere, die man hier sehr gut kennen lernt und natürlich eine interessante Handlung. Für das Buch sollte man sich Zeit nehmen, es ist nichts für zwischendurch - doch es lohnt sich. Von wenigen Schwächen einmal abgesehen ist Ein Reif von Eisen ein sehr guter Auftakt, dessen Ende sehr neugierig auf den zweiten Teil macht. Eine Leseempfehlung, besonders für High Fantasy-Fans!



Meine Bewertung:



Titel: Die Königschroniken 1: Ein Reif von Eisen

Autor: Stephan M. Rother
Genre: High-Fantasy
Seitenanzahl: 384
Verlag: Rowohlt 


Die Bücher der Königschroniken:
Band 1 - Ein Reif von Eisen
Band 2 - Ein Reif von Bronze ~ erscheint am 27.03.2018



Weitere Infos rund um die Saga findet ihr ihr:


Gemeinsam Lesen #130

Die Aktion findet ihr jeden Dienstag bei Schlunzen-Bücher.


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade "Die Königschroniken 1: Ein Reif von Eisen" von Stephan M. Rother und bin auf Seite 293 von 384.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Zum Buch


"Doch konnte sie die Einzige sein, die das erkannt hatte?"


3. Was willst du unbedingt zu deinem Buch loswerden?

Nach den beiden gelungenen historischen Romanen, die Stephan M. Rother ja unter dem Pseudonym Benjamin Monferat geschrieben hat, war ich schon sehr gespannt auf den Auftakt seiner neuen High-Fantasy-Saga. Die Königschroniken sind außergewöhnlich, allein schon durch den speziellen Schreibstil. Mir gefällt es sehr gut und bin nun gespannt, was mich auf den letzten knapp hundert Seiten noch erwartet.


4. Gibt es eine übergeordnete Thematik (Geschwister, Magie, Diebe, Bücher,...), die du in Büchern besonders magst und bevorzugt liest?

Ich war in den vier genannten Thematiken schon unterwegs und die jeweiligen Bücher dazu haben mir immer sehr gut gefallen. :)
Natürlich liebe ich Bücher, in denen Bücher eine besondere Rolle spielen - das ist immer irgendwie etwas besonderes. Ansonsten bin ich in vielen verschiedenen Genren und Thematiken unterwegs.


Donnerstag, 2. November 2017

Rezension zu "Flugangst 7A" von Sebastian Fitzek

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Ein Nachtflug mit einer tödlichen Waffe an Bord...

Nach dem Tod seiner Frau ist der Psychiater Mats Krüger Hals über Kopf nach Argentinien ausgewandert - nun kehrt er zurück nach Berlin. Seine Tochter Nele erwartet ein Kind und wünscht sich Unterstützung von ihm. Mats, der unter panischer Flugangst leidet, schafft es schließlich, die Reise anzutreten - ein Langstreckenflug von Buenos Aires nach Berlin. Doch an Bord erwartet ihn schließlich etwas, dass viel schlimmer ist als seine Flugangst: Von ihm wird verlangt, einen seelisch labilen Passagier dazu zu bringen, das Flugzeug zum Absturz zu bringen - sonst stirbt seine hochschwangere Tochter. Für Mats beginnt ein Alptraum, der alles je dagewesene in den Schatten stellt...



"Jetzt sind wir eine von zehntausend", dachte Mats. Schweizer Wissenschaftler hatten herausgefunden, dass sich auf der Welt immer mindestens  zehntausend Maschinen gleichzeitig in der Luft befanden. Mit über einer Million Passagieren an Bord. Eine Großstadt an Bodenlosen. - Seite 49


Laut dem Ergebnis eines Crashtests  ist Sitz 7A der gefährlichste Platz in einem Flugzeug - diese und noch viele weitere Fakten hat der Psychiater Mats Krüger zusammengetragen, bevor er sich schließlich an Bord der Maschine begibt, die ihn nonstop von Buenos Aires nach Berlin bringen soll. Seine starke Flugangst bestimmt anfangs sein ganzen Denken ein - bis zu dem Punkt, als sich der Erpresser meldet und von ihm Unglaubliches verlangt...
In Flugangst 7A geht es sofort spannend los - die Handlung wechselt regelmäßig zwischen den Geschehnissen an Bord des Airbusses und denen in Berlin, wo Mats' Tochter Nele in großer Gefahr schwebt. Anfangs tauchen viele Fragen auf - Warum?, Wieso? und Wie? sind einige davon. Nach und nach erfährt man schließlich, wie alles zusammenhängt, was ein schreckliches Erlebnis in der Vergangenheit damit zu tun hat und ob überhaupt jemand diesen Albtraum überlebt. Nur so viel: Es gibt Entwicklungen, mit denen man so nicht gerechnet hat...
Die Handlung bleibt fast durchgehend spannend - im Mittelteil flacht sie kurz mal etwas ab, nimmt dann aber wieder an Fahrt auf. Manche Stellen haben es in sich.
Der Schreibstil ist flüssig, Fitzek kommt ohne viel drum herumreden sofort zum Punkt. Die Kapitel sind übersichtlich und enden oft mit einem kleinen Cliffhanger, die es natürlich umso spannender machen und wo einem nichts anderes übrigbleibt, als SOFORT weiterzulesen. Neben der fiktiven Geschichte baut der Autor aber auch aktuelle Fakten ein, auf die er in seinem sehr informativen und wirklich lesenswerten Nachwort u. a. noch genauer eingeht.
Das Cover ist gelungen und passend zum Thema gestaltet - eine Flugzeugtür mit kleinen Details, die schon darauf hinweisen, dass hier einiges passiert.


"Die Panik schnürte ihm den Atem ab und ließ den Druck in seinem Kopf steigen, als würde er wie ein Taucher immer tiefer und tiefer in den Ozean seiner Angst sinken." - Seite 302


Mein Fazit: Nichts ist, wie es scheint und es kommt anders als gedacht - ein typischer Fitzek-Pageturner! Von den ersten Seiten an packend - man kann fleißig miträtseln, wie alles zusammenhängt und sich entwickelt - dieses ist manchmal sehr düster und hält so einige Überraschungen bereit. Vielleicht nicht unbedingt eine Lektüre, die man auf einer Flugreise lesen sollte, ansonsten aber auf jeden Fall. Daher eine klare Leseempfehlung für alle Thriller-Fans!

Meine Bewertung: 






Titel: Flugangst 7A
Autor: Sebastian Fitzek
Genre: Psychothriller
Seitenanzahl: 400
Verlag: Droemer Knaur



Vielen Dank an Droemer Knaur für das Rezensionsexemplar! :)