Sonntag, 5. Februar 2017

Rezension zu "Die Federn des Windes" von Manuel Timm

Zum Buch


Eine Reise in eine geheimnisvolle Parallelwelt...

Als es eines Abends an der Haustür klingelt, ahnen die beiden Schwestern Ellie und Anna noch nicht, dass sie bald Unglaubliches erwartet. Vor der Tür steht ein Mann namens Horace Finton, der auf der Suche nach einem besonderen Buch ist, dass sich im Besitz ihrer verstorbenen Großmutter befinden soll. Nachdem sie den Fremden abgewiesen haben, macht Anna sich auf die Suche - und findet das sagenumwobene Buch. Plötzlich geht alles ganz schnell: Sie wird von Horace entdeckt und von ihm samt Buch durch ein Portal in eine andere Welt entführt. Ellie, die das Verschwinden ihrer kleinen Schwester fassungslos mit ansehen muss, kann in letzter Sekunde noch durch das sich bereits schließende Portal treten. Allein, und ohne Ahnung, wo Anna sich in dieser fremden Welt befindet begegnet sie dem geheimnisvollen jungen Mann Kellan, der ihr schließlich das Leben rettet. Doch irgendwas scheint er zu verbergen. Kann sie ihm trauen?
Auch Anna ist zunächst überwältigt von der  unbekannten Landschaft. Doch nach und nach erfahren die beiden mehr über Iphosia, deren Völker und Pläne. Schon bald wird klar, dass die geheimnisvolle Welt lange nicht so märchenhaft ist, wie sie auf den ersten Blick scheint...


"Anna war erschrocken und fasziniert zugleich. Die Stadt wirkte wie aus einem  Science-Fiction-Roman. Sie war kunstvoll errichtet, überall leuchteten und blinkten Lampen in unterschiedlichen Farben, erschufen aus dem Straßennebel bunte Watte." -Seite 110


Mit Die Federn des Windes hat Autor Manuel Timm ein neues spannendes Fantasy-Abenteuer geschaffen. Bisher nur als drei einzelne Episoden erhältlich, gibt es diese nun als Gesamtausgabe. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen die beiden Schwestern Ellie und Anna, die aufgrund eines unglücklichen Zufalls durch ein Portal in einer anderen Welt landen - getrennt voneinander. Auf der Suche nach ihrer kleinen Schwester lernt die achtzehnjährige Ellie den jungen Kellan kennen und erfährt schließlich mehr über die fremde Welt, in der es alles andere als friedlich und ungefährlich ist...
Die Parallelwelt namens Iphosia ist gut konstruiert, man erfährt nach und nach mehr über die beiden herrschenden Völker, die seit Ewigkeiten zerstritten sind - die derzeitige Waffenruhe droht zu zerbrechen. Die Magischen und die Techniker leben völlig unterschiedliche Leben, gerade hier erhält man einen übersichtlichen und detailreichen Einblick. Bei der Umgebung der Techniker kommt sogar ein kleiner Hauch von Steampunk auf - auch wenn dieses nur am Rande ist, hat mir das sehr gut gefallen.
Anhand der Karte vorn im Buch kann man sich über Iphosia einen sehr guten Überblick verschaffen. Die Handlung beginnt anfangs sehr ruhig, nimmt dann aber schnell an Fahrt auf und wird spannend und abenteuerlich. Sehr gut gefallen haben mir hier auch die Abschnitte um das geheimnisvolle Buch, das viel wichtiger ist, als es zunächst aussieht.
Die einzelnen Kapitel, die regelmäßig zwischen den einzelnen Charakteren wechseln, sind kurz, flüssig zu lesen und gut verständlich. Der ständige Wechsel ist sehr gut gewählt, da durch die verschiedenen Blickwinkel die Spannung die ganze Zeit über aufrecht erhalten wird.
Sehr interessant ist auch, was es mit dem Buchtitel auf sich hat - im Laufe der Geschichte erfährt man, welche Bedeutung Die Federn des Windes hat.
Das Cover, das für diese Gesamtausgabe komplett neu gestaltet wurde ist ein richtiger Blickfang - eher dunkel gehalten mit verschiedenen Personen, ist es sehr gut abgestimmt auf den Roman.


"Viele Fäden des Schicksals verliefen in der Dunkelheit, unsichtbar für den Betrachter, und fügten sich erst zu ihrer gesamten Macht zusammen, wenn es nicht mehr zu verhindern war.  Jedenfalls sollte es so sein und Horace Finton tat alles, was in seiner Macht stand, um die Fäden in der Dunkelheit zu belassen." - Seite 226


Mein Fazit: Ein gelungenes Fantasy-Abenteuer, die den Leser in eine fremde Welt entführt. Spannend aufgebaut und gut konstruiert, findet man sich in Iphosia sehr gut zurecht. Die Handlung entwickelt sich schnell und spannend, die Geheimnisse, die sich um die verschiedenen Charaktere ranken, werden nach und nach gelüftet. Alles ist sehr gut aufeinander abgestimmt, einzig das geheimnisvolle Buch, das mir persönlich sehr gut gefallen hat, gerät im Laufe der Geschichte etwas zu sehr in den Hintergrund. Gerade zu diesem Thema hätte ich mir noch mehr Ausführungen gewünscht. Doch davon abgesehen hält die Geschichte einige Überraschungen bereit, zum Ende gibt es einige dramatische Wendungen, mit denen man so nicht gerechnet hat. Ein sehr lesenswertes Fantasy-Abenteuer! 

Meine Bewertung: 





Titel: Die Federn des Windes - Gesamtausgabe
Autor: Manuel Timm
Gerne: Fantasy
Seitenanzahl: 408
Verlag: TWENTYSIX

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