Donnerstag, 11. Mai 2017

Rezension zu "Fingerhut-Sommer" von Ben Aaronovitch

Zum Buch


Band 5 der Rivers of London-Reihe

Nachdem es bei Peter Grants letztem Fall in luftige Höhen ging, geht es für den Police Constable und Zauberlehrling nun aufs Land. Für Peter, der sich kaum mal in die Londoner Randbezirke wagt, fast schon unvorstellbar. Doch in Herefordshire im kleinen Örtchen Rushpool sind zwei Mädchen verschwunden. Möglicherweise erfolgte dieses unter magischen Umständen. Um dieses zu überprüfen, reist Peter in die tiefste Provinz und macht sich mit Flusstochter Beverly Brook auf die Suche. Schon bald erfahren sie etwas über die berühmt-berüchtigten magischen Geschichten von Wales, das direkt an Herefordshire grenzt. Ihre Ermittlungen führen sie schließlich in die umliegenden Wälder, wo die beiden ungeahntes erwartet...


"Jenseits des Flüsschens Teme gab es dann nur noch verschlungene, einspurige Sträßchen, die durch ein derart fotogenes ländliches Idyll führten, dass ich nicht überrascht gewesen wäre, wenn mir hinter der nächsten Kurve Bilbo Beutlin persönlich entgegengekommen wäre, immer vorausgesetzt, der hatte sich inzwischen einen Nissan Micra angeschafft." -Seite 17


Auch im 5. Band gibt es für Peter Grant  wieder einiges zu tun - sein neuer Fall führt den Police Constable und Zauberer in Ausbildung  in die tiefste Provinz, nicht ganz einfach für den Vollblut-Städter. Doch da an dem Verschwinden von zwei elfjährigen Mädchen vielleicht etwas Magisches dran sein könnte, macht er sich auf den Weg und ahnt nicht, auf WAS er während seiner Ermittlungen schließlich stoßen wird. Dieses ist in der Tat überraschend und auch noch einige Punkte mehr.
Wie schon gewohnt ist Fingerhut-Sommer auch wieder in der Ich-Perspektive geschrieben - Hauptfigur Peter erzählt somit in schon gewohnt lockerem-frechen Stil seine Geschichte selbst.  Neben normaler Polizeiarbeit gibt es auch wieder allerhand magische Ermittlungen. Diese Fantasy-Elemente sind in die scheinbar ganz normale ländliche Gegend sehr gut verwoben. Die Charaktere und Figuren sind sehr interessant und vielfältig. Lasst euch überraschen!
Das Cover -diesmal im leuchtendem grün gehalten- reiht sich sehr schön in die Reihe seiner bunt gestalteten Vorgänger ein und ist in jedem Fall ein Hingucker.


"In der Nähe dieses Tors war etwas machtvoll Magisches geschehen und ließ alle anderen Spuren in dem magischen Äquivalent von weißem Rauschen verschwinden." - Seite 141


Mein Fazit: Ein lesenswerter Fantasy-Krimi mit Überraschungen. Neben unheimlichen Elementen, gibt es auch mal Momente, die zum schmunzeln sind, bevor es dann wieder spannend wird. Eine gelungene Kombination. Bis auf einige kleine Schwächen im Mittelteil, wo sich die Geschichte kurz im Kreis zu drehen scheint, (aber danach wieder an Fahrt aufnimmt) erneut eine tolle Geschichte mit ordentlich Magie. Von mir gibt es vier Sterne und ich bin gespannt, was mich im 6. Band erwartet, der gerade erschienen ist. Lesenswert!

Meine Bewertung: 




Titel: Rivers of London 5: Fingerhut-Sommer

Autor: Ben Aaronovitch
Genre: Krimi /Fantasy
Seitenanzahl: 416
Verlag: dtv


Die Bücher der Rivers of London-Reihe:
Band 4 ~ Der böse Ort
Band 5 ~ Fingerhut-Sommer 
Band 6 ~ Der Galgen von Tyburn

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