Dienstag, 6. Juni 2017

Rezension zu "Layers" von Ursula Poznanski

Zum Buch
Wahrheit oder Vision?

Ein halbes Jahr ist es nun her, seit Dorian von Zuhause abgehauen ist. Seitdem schlägt sich der 17-jährige auf der Straße durch, was ihm bisher ganz gut gelungen ist. Doch eines Morgen ändert sich plötzlich alles - er wacht neben einem toten Obdachlosen auf. Was ist passiert? Dorian gerät in Panik, er kann sich an nichts erinnern. In dieser schwierigen Lage bietet ihm plötzlich ein Fremder seine Hilfe an: Er bringt Dorian in eine Villa, dessen Besitzer sich für Jugendliche in Not einsetzt und ihnen ein normales Leben  ermöglichen will. Und tatsächlich sieht es zuerst so aus: Dorian hat ein eigenes Zimmer, bekommt Unterricht und eine regelmäßige Mahlzeit. Als Gegenleistung für diese Annehmlichkeiten müssen die Jugendlichen Flyer verteilen oder geheimnisvolle Werbegeschenke verteilen. Doch nach und nach stellt sich Dorian immer mehr Fragen - als er nach einer missglückten Übergabe das Werbegeschenk behält, wird er plötzlich gnadenlos gejagt...


"Er fühlte sich nach wie vor nicht schuldig, weil er die Gelegenheit genutzt und durch die Lücke geschlüpft war - doch immer stärker wuchs in ihm das Gefühl, es könnte ein Fehler gewesen sein." - Seite 82


Nachdem mich schon Ursula Poznanskis andere Jugendthriller sehr begeistert haben, war ich im Vorfeld sehr gespannt auf Layers. Wie schon in Erebos, Saeculum und Elanus greift die Autorin wieder ein top aktuelles Thema auf - dieses kann ich hier leider nicht verraten, weil es erst im Laufe der Handlung enthüllt wird. Von daher: Lasst euch überraschen!
Hauptfigur ist hier der 17-jährige Dorian, der vor seinem gewalttätigen Vater geflohen ist und sich auf der Straße durchschlägt. Doch plötzlich überschlagen sich die Ereignisse. Ein Toter liegt neben ihm, er kann sich an nichts erinnern. Er wird schließlich von dem sympathischen  Nico aufgegriffen, der ihn zu einer Villa bringt, die sich als Einrichtung für wohnungslose Jugendliche herausstellt. Doch was wirklich hinter alldem steckt, ahnt Dorian zu diesem Zeitpunkt noch nicht...
Der Schreibstil ist flüssig, man ist sofort mittendrin in der Geschichte. Die Handlung entwickelt sich gut und sehr interessant. Nur in der Mitte kommt die Story für kurze Zeit nicht richtig von der Stelle. Doch die Kurve kommt und es geht danach mit einigen Überraschungen weiter.


Das Cover der Klappenbroschur ist toll gestaltet - es hat ein viereckiges Loch in der Mitte, das passend zum Titel  aus mehreren Schichten besteht, die man aufklappen kann. Ein toller Hingucker.


"Dorian presste sich an die Hauswand, bedacht darauf, sich im Schatten zu halten. Die Angst kroch nicht langsam in ihm hoch, sondern war mit einem Schlag da." - Seite 150



Mein Fazit: Ein gelungener Jugendthriller mit einem aktuellen Thema. Vielleicht ein klein wenig schwächer als die anderen Romane von Ursula Poznanski, da die Spannung in der Mitte kurz mal abflaut. Jedoch nur minimal, danach geht es rasant weiter. Der Schreibstil ist flüssig und die Handlung sehr gut verständlich. Besonders die starke Hauptfigur überzeugt - man kann jeden Schritt von Dorian detailliert verfolgen, was mir besonders gut gefallen hat. Layers ist sehr lesenswert!

Meine Bewertung: 




Titel: Layers
Autorin: Ursula Poznanski
Genre: Jugendbuch/ -thriller
Seitenanzahl: 448
Verlag: Loewe

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