Mittwoch, 28. Februar 2018

Rezension zu "Die Jury" von John Grisham

Zum Buch


Band 1 um Anwalt Jake Brigance

Die 10-jährige Tonya Hailey ist gerade auf dem Heimweg, als sie von zwei Männern überfallen und brutal misshandelt wird. Das Mädchen ist schwer verletzt, die Täter bald darauf gefasst. Doch Carl Lee Hailey, der Vater von Tonya, ist eine Verurteilung nicht genug:  Nach einer Anhörung vor Gericht erschießt er die beiden Täter noch im Gerichtsgebäude. War es Mord oder Hinrichtung? Rache oder Gerechtigkeit? Die Verteidigung von Carl Lee Hailey übernimmt der junge Anwalt Jake Brigance, der damals auch schon dessen Bruder in einer anderen Anklage erfolgreich verteidigt hat. Das Verfahren wird schließlich zum Sensationsprozess: Denn Richter und Staatsanwalt sind Weiße, Hailey ist ein Schwarzer. Alte Rassenkonflikte brechen auf, die Menge brodelt…Wie wird die Jury entscheiden?


"Kurz vor zwei Uhr am Montagnachmittag trat er durch die Verandatür und zündete sich eine Zigarette an. Eine seltsame Stille umhüllte das Zentrum von Clanton im Staat Mississippi.“ – Seite 91


Die Jury erschien erstmals im Jahr 1989 (die deutsche Ausgabe im Jahr 1992) und ist John Grishams erster Roman. Er gehört neben Die Firma und Der Regenmacher mit zu seinen besten Justiz-Thrillern. Die Geschichte spielt im fiktiven Ort Clanton in Mississippi und ist von Anfang an ergreifend und dramatisch: Nachdem zwei weiße Männer seine Tochter brutal vergewaltigt haben, erschießt der Vater Carl Lee Hailey die beiden Täter. Der Prozess gegen ihn schlägt große Wellen – Medien aus dem ganzen Land reisen an und es wird schnell klar, dass sich die Lage in dem kleinen Ort bald dramatisch zuspitzen wird. Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite flüssig zu lesen –die Dialoge der sehr gut ausgearbeiteten Charaktere sind packend geschrieben, auch die Abschnitte der Gerichtsverhandlungen sind unheimlich interessant zu verfolgen. Es wird oft erschreckend, wenn man liest, was in machen Menschen vorgeht - gerade die ersten Seiten sind schockierend – doch es gibt auch immer wieder Hoffnung. Der Prozess gegen Carl Lee Hailey selbst ist packend, dramatisch und überraschend.


„Die beiden Gruppen musterten sich gegenseitig und warteten darauf, dass irgend etwas geschah. Alle wollten vermeiden, was sich nun anbahnte. Die einzigen Geräusche waren das Schluchzen des Mädchens, der Mutter und des jüngsten Bruders.“ – Seite 94


Mein Fazit: John Grishams Debüt ist nun schon über fünfundzwanzig Jahre alt und hat von seiner Intensität bis heute nichts verloren. Die Jury ist detailreich ausgearbeitet, Dialoge und die Gerichtsverhandlungen sind packend zu verfolgen. Es wird zwar dramatisch, oft erschreckend und traurig, aber auch die Hoffnung kommt nicht zu kurz. Ein packender Justizthriller, der mit zu John Grishams besten Werken gehört – sehr lesenswert!

Meine Bewertung: 



Titel: Die Jury
Autor: John Grisham
Genre: Justiz-Thriller
Seitenanzahl: 640
Verlag: Heyne

Die Bücher um Anwalt Jake Brigance:
Band 1 - Die Jury
Band 2 - Die Erbin

Dienstag, 27. Februar 2018

Gemeinsam Lesen #145

Die Aktion findet ihr jeden Dienstag bei Schlunzen-Bücher.


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade "Die Jury" von John Grisham und bin auf Seite 320 von 640.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Zum Buch


"Fragen Sie ihn", sagte Agee und deutete auf Reverend Henry Hillman, den Vorsitzenden des Staatsverbandes.


3. Was willst du unbedingt zu deinem Buch loswerden?


John Grishams Erstingswerk wollte ich schon ewig lesen - es lag knapp zehn Jahre auf dem SuB. Jetzt ist es endlich soweit und ich muss sagen, dass es neben Die Firma und Der Regenmacher mit zu seinen besten Werken gehört. Ich bin jetzt ungefähr bei der Hälfte und es ist bisher ein sehr packender Justizthriller.


4.Kaufst du noch Reiseführer in Buchformat und wenn ja, welchen Verlag kannst du besonders empfehlen? 

Ich selbst habe leider nicht die Möglichkeit oft zu verreisen, aber mein Bruder und ich haben meinen Eltern für ihren geplanten Wochenendurlaub in Hamburg einen Reiseführer geschenkt. Wir haben uns für einen Reiseführer von MARCO POLO entschieden, der sehr gute Tipps hat, einen kleinen Stadtplan enthält, sowie eine Karte vom U-Bahn-Netz. Von daher kann ich diesen empfehlen. :)


Sonntag, 25. Februar 2018

Rezension zu "Die Krone der Sterne - Hexenmacht" von Kai Meyer

Zum Buch


Band 2 der Reihe Die Krone der Sterne

Ein Jahr ist es nun her, seitdem Iniza und Glanis nach einer dramatischen Flucht den Planeten Noa erreicht haben – die Heimat von Inizas Onkel Fael, dem Anführer der Piraten. Inzwischen ist ihre kleine Tochter Tanys sechs Monate alt und Iniza fürchtet mehr den je um deren Sicherheit. Was niemand ahnt: Die Ruhe auf dem abgelegenen Planeten trügt – Verschwörungen und Intrigen brodeln unter der Oberfläche. Schließlich überschlagen sich die Ereignisse…
Auch die Alleshändlerin Shara und der Waffenmeister Kranit geraten auf einem ihrer Flüge in einen Hinterhalt, der sie an Orte ihrer Feinde führt – die mächtigen Hexen, die ein ganz bestimmtes Ziel verfolgen…
Zudem versucht Iniza herauszufinden, was es mit dem geheimnisvollen Pilgerkorridor auf sich hat, einer uralten Sternenstraße, von der niemand weiß, wohin sie führt und was sich auf ihr verbirgt. Vielleicht kann jemand Licht ins Dunkel bringen, um die sich selbst weiterhin viele Geheimnisse ranken – die Muse. Doch der Pilgerkorridor ist noch für weitere Personen von großem Interesse…


„Die Atmosphäre verblasste, und vor ihnen öffnete sich der unendliche Raum mit seinen Schwärmen aus Lichtern, die meisten weiß und gold, ein paar auch blau und karmesin. Ferne Sternhaufen funkelten auf tiefem Schwarz, mäandernde Schlieren kosmischer Nebel zogen sich wie verlaufende Farben durch das Panorama der Unendlichkeit.“ – Seite 80, eBook


Am 22. Februar ist der mit Spannung erwartete zweite Band der phantastischen Space-Opera Die Krone der Sterne erschienen und verspricht neue, galaktische Abenteuer. Bereits auf den ersten Seiten wird klar, dass Hexenmacht seinem Vorgänger in nichts nachsteht. Nach einem ausführlichen Prolog, der nochmal alle wichtigen Details und Geschehnisse des Vorgängers wiedergibt, beginnt die Geschichte ein Jahr nach den letzten Ereignissen. Es gibt ein Wiedersehen mit bekannten Charakteren – neben Glanis und Iniza, deren kleine Tochter Tanys inzwischen geboren ist,  warten auch auf den Waffenmeister Kranit und Alleshändlerin Shara neue Abenteuer. Nach und nach erfährt man auch immer mehr über die einzelnen Charaktere – denn jeder hat Geheimnisse aus der Vergangenheit.
Auch die Muse spielt hier wieder eine zentrale Rolle – gerade diese Figur und ihr Handeln ist packend zu verfolgen und bringt erstaunliche Details ans Tageslicht. Ein weitere Punkt bei ihr ist, dass man sie so gar nicht einschätzen kann – genau das macht es so spannend.


„Das Lächeln der Muse wirkte engelhaft und teuflisch zugleich, obwohl es sich nicht verändert hatte.“ – Seite 93, eBook


Wie schon im ersten Band sind auch hier wieder die detailreichen Beschreibungen der Schauplätze einzigartig. Ob es die Planeten, die Galaxie oder die beeindruckenden Raumkathedralen der Hexen sind – alles wird bildgewaltig wiedergegeben. Unterstützt wird dieses durch sehr gelungene Skizzen, die auf mehreren Doppelseiten am Anfang des Buches zu finden sind – wie schon zuvor gezeichnet von Jens-Maria Weber.
Neben dem klaren Schreibstil, der die Geschichte aus mehreren Blickwinkeln wiedergibt, haben mir besonders die unvorhersehbaren Entwicklungen und Wendungen gefallen, mit denen man so nie gerechnet hat – genau sowas macht unter anderem ein gutes Buch aus. Zudem gibt es spektakuläre Verfolgungsjagden und phantastische Entdeckungen.
Die Buchgestaltung ist an der des Vorgängers angelehnt und sehr gelungen. In der Klappenbroschur finden sich wieder hilfreiche Karten, die sehr schön gestaltet sind.

Mein Fazit: Nach dem gelungenen ersten Band gibt es auch hier wieder Space-Fantasy vom Feinsten! Phantastische Schauplätze, spannende Verfolgungsjagden und unvorhersehbare Entwicklungen machen Hexenmacht zu einer packenden Geschichte. Das Tempo ist rasant und der Spannungsbogen bleibt die ganze Zeit über aufrecht. Die Story entwickelt sich toll mit immer neuen Ideen, die der Autor perfekt umgesetzt hat. Nach einem großen Finale bin ich unheimlich gespannt, wie es weitergeht. Sehr lesenswert!


Meine Bewertung: 




Titel: Die Krone der Sterne 2 - Hexenmacht

Autor: Kai Meyer
Genre: Space-Fantasy / Science-Fiction
Seitenanzahl: 480
Verlag: FISCHER Tor

Die Bücher der Reihe:
Band 1 - Die Krone der Sterne
Band 2 - Die Krone der Sterne - Hexenmacht
Band 3 - ?



Weitere Rezensionen:

Donnerstag, 22. Februar 2018

Top Ten Thursday #92

Bei dem Top Ten Thursday geht es um Bücherlisten, die jeden Donnerstag zu einem vorgegebenen Thema erstellt werden können. Die Aktion findet bei Aleshanee von Weltenwanderer statt.

Das Thema in dieser Woche:


10 Bücher die dich vor allem durch den besonderen Schreibstil beeindruckt haben


Ich finde es immer großartig, wenn Autoren und deren Bücher einen besonderen, einzigartigen Schreibstil haben. Mir sind vorallem diese Bücher im Gedächtnis geblieben:





Die Knochenuhren
David Mitchell

Ein Gentleman in Moskau
Amor Towles







Der Koffer
Robin Roe

Ein wenig Leben
Hanya Yanagihara







Die Seiten der Welt
Kai Meyer

Der Übergang
Justin Cronin





Des Teufels Gebetbuch
Markus Heitz

Der Schatten des Windes
Carlos Ruiz Zafón



Der Turm der Welt
Benjamin Monferat

Alles Licht, das wir nicht sehen
Anthony Doerr


Mittwoch, 21. Februar 2018

Rezension zu "Die letzten Tage der Nacht" von Graham Moore

Zum Buch


Der Patentkrieg zwischen George Westinghouse und Thomas Edison

New York im Jahr 1888: Als der junge Anwalt Paul Cravath einen Fall annimmt, ahnt er zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass dieser zu dem größten Patentkrieg aller Zeiten wird. Als Anwalt von George Westinghouse steht er dem wohl bekanntesten Erfinder gegenüber: Thomas Edison. In diesem Rechtsstreit geht es um eine bahnbrechende Erfindung, die alles verändern könnte: Die Glühbirne. Beide Erfinder beharren darauf, diese erfunden zu haben und hoffen auf den Gewinn dieses Rechtsstreits – denn es geht letztendlich um die Macht, das ganze Land zu elektrifizieren. Der junge Anwalt gerät schon bald in mysteriöse Verstrickungen, gefährliche Gegner und Spione lauern an jeder Ecke. Auch wenn Paul gegen Edison kämpft, hat er eines mit ihm gemeinsam: Das Ziel, zu gewinnen…


„Gefällt Ihnen die Aussicht?“ Edison sah aus dem Fenster. Jenseits der Scheiben erhob sich der untere Teil Manhattans aus dem Meer. Die Stadt flimmerte im Zwielicht von brennendem Öl und Gas, durchsetzt vom gelegentlichen Funkeln einer elektrischen Glühbirne. „Man kann die Freiheitsstatue von hier aus sehen.“ – Seite 24


Wer hat die Glühbirne erfunden? Um diese Frage dreht sich dieser Roman und mit ihr ein Rechtsstreit ungeahnten Ausmaßes. Denn der bekannte Erfinder Thomas Edison beharrt darauf, dass er die Glühbirne erfunden hat und behauptet, dass George Westinghouse das Patentrecht verletzt hat. Hauptfigur ist neben den beiden Erfindern ist aber der siebenundzwanzigjährige Anwalt Paul Cravath, der von Westinghouse engagiert wurde. Und so wird Paul mitten hinein in den größten Patentkrieg aller Zeiten hineingezogen, der damals als „Stromkrieg“ bekannt wurde.
Die Geschichte beginnt im Jahr 1888 - der Zeit, in der die Elektrizität gerade in New York Einzug erhält. Das dieses unerforschte Element auch Gefahren birgt, wird gleich auf den ersten Seiten klar. Der Autor verbindet hier gekonnt historische Fakten mit einer fiktiven Geschichte. Inwieweit die Fakten der Wahrheit entsprechen, erzählt er ausführlich in dem sehr lesenswerten Nachwort. 
Aus dem Blickwinkel von Paul Cravath geschrieben ist es spannend zu verfolgen, welche Schritte dieser als nächstes plant. Auch gibt es einige wissenschaftliche und interessante Details rund um Gleich- und Wechselstrom, der hier neben der Glühbirne eine sehr zentrale Rolle spielt. Doch es wird nie zu kompliziert – die Fakten, die immer wieder auftauchen sind sehr gut platziert. Die Story nimmt einen spannenden Verlauf, denn auf New Yorks Straßen ist es für Paul nicht ganz ungefährlich…
Der Schreibstil ist außergewöhnlich, aber sehr klar und gut verständlich. Er hat eine ganz persönliche Note.
Die Gestaltung des Hardcovers ist unheimlich gut gelungen. Das Blau wirkt sehr schön und sieht in natura noch um einiges besser aus als auf dem Foto. Die Freiheitsstatue in Kombination mit dem Umriss der Glühbirne ist sehr treffend.


Ruhig sagte er: „Paul, ich verlasse mich darauf, dass sie solche Dinge kommen sehen.“ Westinghouse‘ Worte waren wie ein kalter Luftzug. Sie kamen so leise, dass sie fast unhörbar waren, und ließen Paul trotzdem an Ort und Stelle erstarren. – Seite 131


Mein Fazit: Ein packendes Buch, das den damaligen Patentkrieg zwischen Edison und Westinghaouse schildert. Gekonnt platziert der Autor historische Fakten in die fiktive Geschichte, die sehr gut recherchiert ist. Der sogenannte Stromkrieg ist spannend zu verfolgen, die wissenschaftlichen Fakten rund um Elektrizität sind interessant. Ein gelungener historischer Roman, der mit einem guten und speziellen Schreibstil überzeugt. 


Meine Bewertung: 






Titel: Die letzten Tage der Nacht
Autor: Graham Moore
Genre: Historischer Roman
Seitenanzahl: 464
Verlag: Eichborn

Dienstag, 20. Februar 2018

Gemeinsam Lesen #144

Die Aktion findet ihr jeden Dienstag bei Schlunzen-Bücher.


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese gerade "Die letzten Tage der Nacht" von Graham Moore und bin auf Seite 330 von 464.


2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Zum Buch


"Es war eine lange Zugfahrt nach Pittsburgh."


3. Was willst du unbedingt zu deinem Buch loswerden?

Dieses Buch stand lange auf der Wunschliste und ich habe es mir vor kurzem von einem Weihnachtsbuchgutschein gekauft. Und die Geschichte ist wirklich spannend. Es geht um den Patentstreit zwischen George Westinghouse und Thomas Edison mit der Frage, wer die Glühbirne wirklich erfunden hat. Neben interessanten wissenschaftlichen Fakten ist es unheimlich packend zu verfolgen, wie sich die ganze Geschichte entwickelt. 


4. Viele AutorInnen haben für ihre Geschichten eine Playlist angelegt. Wie wichtig ist euch Musik in der Literatur? Habt ihr vielleicht dank eines Buches schon einmal Lied für euch entdeckt?

Ich verbinde die Band ASP oft mit Kai Meyer. Die Band gehört seit zwölf Jahren zu meinen Lieblingsbands und bin durch sie damals auf die Bücher von Kai Meyer aufmerksam geworden. Der Sänger hat oft erwähnt, das ihn die Bücher zu manchen Songs inspiriert haben. (z.B. Den Song "Die Löcher in der Menge" - Arkadien-Trilogie)

Ansonsten ist mir im Gedächtnis geblieben, das Stephenie Meyer beim Schreiben der Twilight-Saga oft die Musik von MUSE gehört hat. Der Song "Supermassive Black Hole" ist klasse und kommt auch im ersten Film vor (Baseballspiel).


Montag, 19. Februar 2018

Montagsfrage #114

Die Montagsfrage gibt es jede Woche bei Buchfresserchen.
Die Frage in dieser Woche: 


Wenn die Welt untergehen würde und du ins All oder auf einen anderen Planeten entkommen könntest, welche 3 Bücher/Reihen würdest du retten, damit sie kommenden Generationen erhalten bleiben? 


Eine schwierige Frage, denn ich würde sooo viele Bücher retten wollen. :)
Aber ich habe mich für diese drei Reihe entschieden:

  1. Harry Potter von J. K. Rowling - die Reihe darf auf keinen Fall fehlen
  2. Die Seiten der Welt von Kai Meyer - meine Lieblingstrilogie und eine wunderfolle Geschichte, in der die Bücher im Mittelpunkt stehen.
  3. Die Waringham-Saga von Rebecca Gablè - etwas historisches darf auch nicht fehlen und diese Reihe ist wirklich gelungen.

Die Liste könnte ich natürlich noch ewig fortführen.... ;) Ich bin gespannt, für welche Bücher ihr euch entschieden habt.

Freitag, 16. Februar 2018

Rezension zu "Die andere Schwester" von Kristin Hannah

Zum Buch

Vergangenheit und Gegenwart…

In ihrer Kindheit waren die beiden Schwestern Meghann und Claire unzertrennlich, denn sie hatten es nicht immer leicht. Bis plötzlich alles anders wurde. Heute, viele Jahre später haben die beiden kaum Kontakt. Doch nun möchte die 35-jährige Claire heiraten – einen Mann, den sie erst seit kurzem kennt. Doch sie ist fest davon überzeugt, dass er der Richtige ist. Meghann ist alamiert – sie möchte ihre jüngere Schwester unbedingt vor einer Enttäuschung bewahren, denn diese hat sie selbst schon zu oft erlebt. Doch plötzlich lernt sie selbst jemanden kennen, bei  dem sie sich vorstellen könnte, ihn in ihr sonst so einsames Leben zu lassen.
Und dann gerät ihr Leben von einem auf den anderen Tag aus den Fugen – etwas dramatisches bringt  die beiden Schwestern an einen Punkt, an dem sie sich ihrer schweren Vergangenheit stellen müssen. Werden sie die schweren Hürden überwinden können?


„Ihre Vergangenheit war keine Ansammlung von Erinnerungen, die aufgearbeitet werden konnten. Sie war wie ein übergroßer Samsonite-Koffer mit kaputten Rädern. Das hatte Meghann schon vor langer Zeit begriffen. Sie konnte ihn nur hinter sich herschleifen.“  – Seite 14, eBook


Nach ihrem berührenden Buch Die Nachtigall war ich sehr gespannt auf diesen Roman von Kristin Hannah. Hier erzählt sie die Geschichte von zwei Schwestern, die sich in der Kindheit sehr nahestanden, heute aber kaum noch Kontakt haben. Ihre Leben könnten unterschiedlicher nicht sein: Claire lebt mit ihrer kleinen Tochter bei ihrem Vater und verwaltet mit ihm ein kleines Camping-Resort. Meghann hingegen wohnt mitten in der Stadt und ist erfolgreiche Scheidungsanwältin. Doch als diese erfährt, das Claire Hals über Kopf heiraten will, überwindet sie sich und besucht sie. Dieser Besuch entwickelt sich ganz anders als erwartet und stellt die beiden ungleichen Schwestern vor eine schwierige Aufgabe…
Die Geschichte wird aus drei Blickwinkeln erzählt: Neben Claire und Meghann gibt es noch eine weitere Person, die genau wie die Schwestern schwere Zeiten durchmachen musste. Anfangs tauchen viele Fragen auf, aber nach und nach erfährt man mehr über die Charaktere und deren Familien, manches ist oft sehr tragisch. Claire ist ein sehr angenehmer Charakter, mit Meghann hingegen konnte ich mich zuerst gar nicht anfreunden. Doch nach einiger Zeit habe ich gemerkt, dass alles gut zueinander passt – vorallem, wenn man langsam immer mehr von den Hintergründen erfährt. Später gibt es dann einen dramatischen Einschnitt, der alles verändert…
Ich muss zugeben, dass es ein paar Seiten gedauert hat, bis mich das Buch gepackt hat. Der Anfang ist etwas zäh – jedoch  wandelt sich das in der zweiten Hälfte. Von da an konnte ich das Buch nur noch schwer aus der Hand legen.
Das Cover gefällt mir unheimlich gut – es ist farblich im Stil von „Die Nachtigall“ gehalten – sehr schön.


„Hinter ihr betrat Meghann das Podest. Da waren sie nun, Seite an Seite. Zwei Frauen, die sich als Kinder näherstanden als Schwestern und einander jetzt unendlich fern waren.“ – Seite 164, eBook


Mein Fazit: Ein schöner emotionaler Roman, der von zwei ungleichen Schwestern erzählt. Die Geschichte entwickelt sich langsam, nach und nach werden Geheimnisse gelüftet, die manchmal mehr als traurig sind. Der Schreibstil ist angenehm, die Charaktere entwickeln sich gut. Nur den Anfang fand ich etwas zäh, es hat eine Weile gedauert, bis mich das Buch packen konnte – doch das ist dann wirklich gelungen und ich war von den verschiedenen Wendungen überrascht. Ein lesenswertes Buch!

Meine Bewertung: 




Titel: Die andere Schwester

Autorin: Kristin Hannah
Genre: Roman / Gegenwartsliteratur
Seitenanzahl: 528
Verlag: Aufbau

Weitere Bücher von Kristin Hannah:
Die Nachtigall




Vielen Dank an den Aufbau-Verlag und Netgalley für das Rezensionsexemplar! :)