Donnerstag, 29. September 2016

Rezension zu "Die Geheimnisse des Nicholas Flamel 2: Der dunkle Magier" von Michael Scott

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Die Geheimnisse des Nicholas Flamel - Band 2

Im letzten Augenblick konnte Nicholas Flamel zusammen mit der Kriegerprinzessin Scathach und den Zwillingen Josh und Sophie dem dunklen Magier Dr. John Dee entkommen. Nun befinden sie sich in Paris - Flamels Geburtsstadt. Doch die Ruhe währt nur kurz. Schon bald ist ihnen einer von Dee's Verbündeten auf der Spur - Niccolo Machiavelli, ebenfalls ein mächtiger Magier. Beide verfolgen ein ganz bestimmtes Ziel, welches die ganze Welt ins Chaos stürzen könnte. Nachdem John Dee es bereits gelungen ist, das mächtige Buch der Magie zu stehlen und Flamels Frau Perenelle zu entführen, fehlt noch etwas ganz Entscheidendes - und das befindet sich in Flamels Besitz. Eine wilde Verfolgungsjagd beginnt. Doch es ist auch ein Wettlauf gegen die Zeit - ohne das Buch ist die Unsterblichkeit von Nicholas und Perenelle in Gefahr. Es gibt nur einen Menschen, der ihm jetzt noch helfen kann: Der Graf von Saint Germain - inzwischen erfolgreicher Musiker, aber auch  Alchemyst, Unsterblicher und im Besitz der Feuer-Magie. Doch während sich die vier vorerst in Sicherheit wiegen, überschlagen sich plötzlich die Ereignisse...


"Eines der größten Geheimnisse der Alchemie war die Formel der Unsterblichkeit. Und die gesamte Alchemie - und möglicherweise sogar die gesamte moderne Wissenschaft - hatte nur eine einzige Quelle: das Buch von Abraham dem Magier." - Seite 62, eBook


Auch die Fortsetzung beginnt sehr rasant und schließt nahtlos an die Geschehnisse des ersten Bandes an. Sofort müssen sich Nicholas, Scatty, Josh und Sophie gegen einen weiteren Widersacher behaupten- der mächtige Magier Niccolo Machiavelli.
Im zweiten Band der Fantasy-Saga lernt man neben der die Kriegerin Scathach, die über zweitausend Jahre alt ist, auch Flamels sympathische Frau Perenelle besser kennen. Zwischen den Geschehnissen in Paris geht es immer wieder zurück nach San Francisco, wo Perenelle alles tut, um Dee's Gefangenschaft zu entkommen. Besonders diese Abschnitte sind sehr spannend.
Zudem werden noch einige Geheimnisse um Abrahams Buch der Magie gelüftet und unter anderem die Frage beantwortet, warum Nicholas das Buch Monat für Monat immer wieder von Neuem aufschlagen muss, um die Formel für den Unsterblichkeitstrank zu erfahren. Doch Der Codex, wie das Buch auch genannt wird ist noch weit mächtiger und darf keinesfalls vollständig in die falschen Hände gelangen...
Leider gibt auch etwas, was mir hier gefehlt hat: Die Präsenz der Hauptfigur. Die Abschnitte, in denen es nur um Nicholas Flamel geht, sind etwas kurz, dadurch wirkt er als Hauptprotagonist etwas blass und geht in dem ganzen Geschehen etwas unter. Ich hoffe, dass er in den nächsten Bänden wieder etwas mehr in den Vordergrund rückt.
Sehr informativ ist wieder die Nachbemerkung des Autors, wo er etwas über die Katakomben von Paris etwas näher erläutert, einen der Schauplätze im Buch.


"Als Josh so auf der Rue de Dunkerque stand, dem Alchemysten in die Augen sah und die Wahrheit in ihnen las, hatte er das Gefühl, als verblasste die ganze Welt um ihn herum, bis nichts mehr übrig war außer ihm und Flamel und dem Stückchen Pflaster, auf dem sie standen." - Seite 91, eBook


Mein Fazit: Die Fortsetzung kann nur teilweise mit dem spannenden Auftakt mithalten. Einige Charaktere sind hier zwar noch etwas mehr ausgearbeitet, nur  Nicholas Flamel wirkt noch etwas blass. Es wird sehr abenteuerlich, die magischen Geschehnisse werden sehr gut wiedergegeben. Dennoch wirkt die Handlung hier etwas überladen und verliert sich dadurch manchmal etwas. Die Fantasy-Wesen, die hier auftauchen sind beeindruckend, doch es sind einfach viel zu viele. Das wirkt etwas verwirrend. Auch wenn ich für den 2. Band nur drei Sterne vergebe, ist das Ende gut geschrieben und macht neugierig auf den Folgeband. Kurz gesagt: Eine gute Fantasy-Geschichte, wo noch Luft nach oben ist.

Meine Bewertung: 



Titel: Die Geheimnisse des Nicholas Flamel 2: Der dunkle Magier
Autor: Michael Scott
Genre: Fantasy / Jugendfantasy
Seitenanzahl: 512
Verlag: cbj

Sonntag, 25. September 2016

Rezension zu " Die Geheimnisse des Nicholas Flamel 1: Der unsterbliche Alchemyst" von Michael Scott

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Die Geheimnisse des Nicholas Flamel - Band 1

Die 15-jährigen Zwillinge Josh und Sophie Newman verbringen die Sommerferien in San Francisco bei ihrer Tante, wo sie sich etwas Geld mit ihren Ferienjobs verdienen möchten. Sophie arbeitet in einem Café, während Josh gegenüber in der kleinen Buchhandlung eines sympathischen Ehepaars aushilft. Doch schon bald überstürzen sich die Ereignisse: Josh wird Zeuge, wie seltsame Gestalten die Buchhandlung überfallen und auf der Suche nach einem äußerst wertvollen Buch sind. So lernen die beiden schließlich den Mann kennen, der sich hinter dem unscheinbaren Buchhändler verbirgt: Der unsterbliche Alchemyst Nicholas Flamel, der über 670 Jahre alt ist. Er hat vor vielen Jahrhunderten das Geheimnis ewigen Lebens entdeckt. Doch die Mächte des Bösen sind hinter ihm her und haben seinen wertvollsten Besitz gestohlen, ohne dessen sein bisher ewiges Leben in Gefahr ist. Doch es steht auch noch viel mehr auf dem Spiel. Für die Zwillinge beginnt ein magisches und auch gefährliches Abenteuer...


"Er steckte den Kopf durch die Kellertür und schaute sich um. Und in diesem Augenblick wusste Josh Newman, dass die Welt nie mehr so sein würde wie bisher." -Seite 12,  eBook


Der Auftakt um die Geheimnisse des Nicholas Flamel beginnt sofort mit viel Magie und Action: Ein Magier, der für die Dunkle Seite arbeitet, hat es auf Nicholas' wertvollsten Besitz abgesehen - ohne dessen seine Unsterblichkeit in Gefahr ist und die Welt aus ihren Fugen gerissen werden könnte. Anfangs ahnen die Zwillinge Josh und Sophie noch nicht, welch wichtige Rolle sie in Zukunft spielen werden...
Im ersten Band der sechsteiligen Reihe lernt man nicht nur den unsterblichen, fast 677 Jahre alten Nicholas Flamel sehr gut kennen, sondern auch die sympathischen Zwillinge Josh und Sophie, deren Leben sich plötzlich komplett verändert. Sehr gut beschrieben ist auch die Welt der Magie, sowie die Schilderungen von Hekates Schattenreich. Mir persönlich gefällt besonders, dass in dieser  Geschichte ein geheimnisvolles Buch eine große Rolle spielt. Was es genau damit auf sich hat, erfährt man im Laufe der Geschichte.

Sehr interessant ist auch das Nachwort des Autors, in dem er schildert, wie ihm die Idee für die große Fantasy-Saga kam und dass seine hier aufgeführten Figuren fast alle auf historischen Persönlichkeiten oder mythologischen Wesen basieren.


"Keine sechs Monate nach ihrer ersten Begegnung heirateten sie. Inzwischen waren sie seit über 600 Jahren zusammen." - Seite 75, eBook

"In einer bitterkalten Winternacht  hatte sie über den Seiten gebrütet und zugeschaut, wie die Wörter darüber gekrochen waren und die Buchstaben sich immer wieder neu geformt hatten, und einen Herzschlag lang hatte sie die Formel für den Stein der Weisen gesehen und sofort gewusst, dass in diesem Buch das Geheimnis ewigen Lebens lag." -Seite 75, eBook


Mein Fazit: Ein sehr guter Auftakt. Man ist sofort mittendrin in einer Welt voller Magie und fantastischen Wesen, von denen einige erstaunliche Fähigkeiten besitzen. Das Buch lässt sich flüssig lesen, alles ist sehr gut verständlich. Im ersten Band warten schon einige Abenteuer und interessante Entwicklungen, besonders zum Ende hin wird es spannend. Einen Stern ziehe ich ab, da hier noch etwas Luft nach oben ist. Dennoch ein gelungenes Buch, das neugierig auf den zweiten Band macht - den ich nun lesen werde. :-)


Meine Bewertung:


Titel: Die Geheimnisse des Nicholas Flamel 1: Der unsterbliche Alchemyst
Autor: Michael Scott
Genre: Fantasy / Jugendfantasy
Seitenanzahl: 416
Verlag: cbj

Die Bücher der Reihe Die Geheimnisse des Nicholas Flamel:
Band 1 - Der unsterbliche Alchemyst
Band 2 - Der dunkle Magier
Band 3 - Die mächtige Zauberin
Band 4 - Der unheimliche Geisterrufer
Band 5 - Der schwarze Hexenmeister
Band 6 - Die silberne Magierin

Donnerstag, 22. September 2016

Rezension zu "Das Buch vom Meer" von Morten A. Stroksnes



Zum Buch

Das große Sehnsuchtsbuch vom Meer

Die beiden Freunde Hugo und Morten haben einen großen Traum: Sie möchten einen Eishai fangen - ein großes Wesen, das in den Tiefen des Nordatlantiks zuhause ist und nur selten an die Meeresoberfläche kommt. Als es die Wetterverhältnisse endlich zulassen, fahren die Freunde in Hugos Schlauchboot hinaus aufs Meer. Doch um einen Eishai zu fangen, braucht man Zeit und Geduld - während sie warten, erinnern sich die beiden an Legenden und Meeresmythen, erzählen von vergangenen Abenteuern und sagenumwobenen Meereswesen. Auch das Leben im Norden Norwegens hat viele Facetten - keiner weiß das besser als Hugo, der an einem großen Projekt arbeitet. Und natürlich ist der Eishai ein großes Thema - wird es ihnen gelingen, jenes Urzeitwesen zu fangen?


"Hugo hat in seinem ganzen Leben noch kein Fischstäbchen gegessen. Und er hat auch nicht die Absicht, den Geschmack davon zu ergründen." -Seite 12

"Wir genießen die Stille. Die Gedanken befreien sich von ihrer Vertäuung und lassen sich mit der Strömung treiben. Da oben die Sterne, hier unten das Meer. Die Sterne plätschern, das Meer glänzt und funkelt." - Seite 129


Dieses Buch ist mir vor allem durch die wunderschöne Covergestaltung aufgefallen.  Zusammen mit dem besonderen Titel passt diese perfekt zu der Geschichte.
Anfangs lernt man Mortens Freund Hugo Aasjord kennen, der auf die Idee kam, einen Eishai zu fangen. Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben. Neben den aktuellen Geschehnissen werden immer wieder interessante Fakten aufgelistet - wie etwa, welche Farbe das Meer wirklich hat oder das erstaunliche Alter, welches ein Eishai erreichen kann. Aber auch über aktuelle, ernste Themen wie der Klimawandel und die Verschmutzung der Meere äußert sich der Autor ausführlich.
Doch dieses sind nur kleine Einblicke in das Buch, in dem es noch so viel mehr zu entdecken gibt. Nicht nur über das Meer und dessen viele Bewohner erfährt man Einiges, sondern auch über das Leben im Norden Norwegens und den Fischfang. Zwischen den vielen interessanten Informationen über die man manchmal einfach nur staunen kann, wird auch sehr gut die Vorgehensweise des Eishaifangs der beiden beschrieben.

Copyright - © Morten A. Strøksnes


"Als Kind habe ich oft Eisenbahnschienen gesehen, die man auf flachen Felsen und Stränden verlegt hatte und auf denen man Boote zu einem Schuppen oder einer Helling zog. Ich hingegen stellte mir vor, dass sie für Züge gedacht waren, die zum Meeresgrund fuhren - mit wasserdichten Abteilen, durch deren Fenster man fantastische Dinge sehen konnte." - Seite 161


Mein Fazit: Ein wahres Sehnsuchtsbuch vom Meer, wunderbar geschrieben und sehr informativ. Ob es nun um Sagen, Meeresbewohner, Leuchttürme oder Norwegens Vestfjord geht - alles wird vom Autor sehr gut erzählt und detailreich beschrieben. Ein kleines Abenteuerbuch mit vielen interessanten Fakten, von denen ich vieles noch nicht wusste. Nicht nur inhaltlich gelungen, sondern auch äußerlich ein Schmuckstück: Das Buch hat keinen Papierumschlag, sondern ist aus Leinen.
Ein schönes Lesehighlight!

Meine Bewertung: 




Titel: Das Buch vom Meer oder Wie zwei Freunde im Schlauchboot ausziehen, um im Nordmeer einen Eishai zu fangen, und dafür ein ganzes Jahr brauchen
Autor: Morten A. Strogsnes
Genre: Sachbuch / Erzählung
Seitenanzahl: 368
Verlage: DVA (HC), Penguin (TB)

Vielen Dank an DVA und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar! :)