Mittwoch, 31. Juli 2024

Rezension zu "Der Honigmann" von Peter Huth

 

Zum Buch

Wenn die idyllische Fassade bröckelt

Für Fine und Tim ist das malerische Fischbach vor den Toren der Großstadt das Familienparadies, von dem sie geträumt haben. Unter den anderen Eigenheimbesitzern finden sie schnell Freunde für sich und ihre Tochter. Als ein älterer Herr einen kleinen Laden für Honig, Tee und Deko eröffnet, scheint er das letzte Mosaiksteinchen im Idyll zu sein: Immer hat er ein offenes Ohr für die Mütter und einen Kakao für die Kinder.
Jeder in Fischbach liebt den Honigmann – bis ein schockierendes Gerücht über seine Vergangenheit die Runde macht. Plötzlich steht alles, das so sicher schien, zur Disposition: Freundschaften, Beziehungen, Wohlstand. Wie weit wird Fine gehen, um ihre Vorortidylle zu beschützen? (Quelle: Auszug aus der Inhaltsangabe - Droemer Knaur Verlag)



Der Honigmann
ist der neue Roman von Autor Peter Huth und erzählt von einer vermeintlichen Vorstadtidylle – mit einer unheimlichen Entwicklung.

Im Mittelpunkt steht das kleine Städtchen Fischbach – ein Vorort, wie er idyllischer nicht sein kann. Das einstige Dorf bekam im letzten Jahrzehnt großen Zulauf von jungen, wohlhabenden Familien aus der Stadt – so entstanden neue Wohnsiedlungen am malerischen und namensgebenden Bach.
Eines Tages zieht ein älterer Mann in den Ort und eröffnet einen kleinen Laden, in dem er neben Dekoartikeln auch rumänischen Honig und Tee verkauft. Schnell schauen die Mütter regelmäßig bei dem Honigmann vorbei und für die Kinder aus der nahegelegenen Schule hat er immer einen Kakao bereit.

„Fischbach, das ist für uns eigentlich gar kein Wohnort, sondern eine Art Ferienresort, nur eben für das ganze Leben. Dachten wir. Hier ist alles gut.“ (Tim) – Seite 18, eBook


Alles könnte so harmonisch sein, bis eines Tages ein Gerücht die Runde macht – über die Vergangenheit des Honigmanns. Plötzlich ändert sich in Fischbach einiges: Nicht nur wird der Honigmann gemieden, auch entsteht eine andere Dynamik – unerschütterliche Freundschaften bekommen Risse.

„Alles hatte sich verändert. Die Grillparty, als das Drama nur eine Andeutung über einen ominösen Brief war, lag gefühlt Monate zurück. Aber noch war nicht alles geklärt. Und das Schlimmste konnte noch kommen." – Seite 124/125, eBook


Die Handlung entwickelt sich langsam – zunächst lernt man die Hauptfiguren kennen: Diese sind drei Familien die einer kleinen Siedlung am Bach wohnen und sich zu einer Grillparty im Garten von Fine und Tim treffen. Besonders zu Beginn wird Fischbach sehr detailliert aus den Augen verschiedener Figuren beschrieben – und natürlich mit der vollkommenen Idylle, die sie alle schätzen. Doch diese beginnt schnell zu bröckeln – es werden kleine Unstimmigkeiten zwischen den Personen sichtbar und als dann noch ein dunkles Gerücht über den beliebten Honigverkäufer die Runde macht, wird plötzlich alles anders.

Überraschend ist, dass wir sehr schnell erfahren, um welches Gerücht es geht – ein Geheimnis aus der Vergangenheit des Honigmanns, wie es dunkler und schrecklicher nicht sein kann. Darum herum entwickelt sich die Geschichte weiter, es taucht eine Unsicherheit auf, wie man sich jetzt verhalten soll und natürlich brodelt es unter der Oberfläche. Bis Fine etwas lostritt, deren Ausmaße sie so nicht geplant hatte.

„Fine spürte die Blicke der anderen Gäste, als ob feine Fäden aus deren Augen zu ihr herübergeschossen würden und auf ihrem Körper landeten. Als sie über den Hof ging, (…) zog sie ein ganzes Knäuel dieser Fäden der Aufmerksamkeit hinter sich her.“ – Seite 163, eBook



Die Geschichte ist mit 256 Seiten relativ kurz und wird aus ständig wechselnden Blickwinkeln erzählt – auch von Figuren, die nur ganz am Rande vorkommen. Dieses fand ich bei der überschaubaren Romanlänge etwas zu viel. In die Leben der Hauptfiguren gibt es gerade am Anfang einen guten Einblick, jedoch blieben die immer etwas blass. Für mich waren sie nicht richtig greifbar. Auch ging der rote Faden (wo es um ein schweres und sensibles Thema geht) ab und an durch Nebensächlichkeiten verloren.
Doch trotz meiner Kritik gab es auch Abschnitte, die gut geschrieben waren und ich das Buch nur schwer aus der Hand legen konnte.


Mein Fazit: Ein Roman, der seine Stärken und Schwächen hat. Der Schreibstil ist gut, gerade anfangs wird alles sehr detailreich beschrieben, auch bekommt man einen guten Einblick in die Idylle, die dann nach und nach anfängt zu bröckeln. Jedoch geht durch zu viele Blickwinkel und Nebensächlichkeiten der rote Faden ab und an leider etwas verloren, auch konnte ich mich mit den Figuren nicht richtig anfreunden. Manches war nicht richtig greifbar.
Dennoch gab es auch immer wieder Abschnitte, die mich dann doch wieder neugierig gemacht haben wohin alles führen wird. Ich vergebe drei Sterne für dieses Buch und kann es durchaus empfehlen.



Meine Bewertung:




Titel: Der Honigmann
Autor: Peter Huth
Genre: Roman / Gegenwartsliteratur
Seitenanzahl: 256
Verlag: Droemer-Knaur
Erstveröffentlichung: 01. August 2024



Vielen Dank an Droemer Knaur für das Rezensionsexemplar!

Samstag, 27. Juli 2024

Rezension zu "Career Suicide" von Bill Kaulitz


Zum Buch
Die Autobiografie von Bill Kaulitz

Als Gesicht der Band Tokio Hotel wurde Bill Kaulitz für sein exzentrisches Auftreten geliebt, belächelt, bewundert und gehasst wie kein Zweiter. Fans verehrten seinen androgynen Style, die Presse reagierte mit Ratlosigkeit und Spekulationen über seine sexuelle Identität. Als der Rummel um die eigene Person gefährliche Ausmaße annahm, floh Bill mit seinem Zwillingsbruder Tom nach Los Angeles.

Von dort blickt er auf die ersten dreißig Jahre seines Lebens zurück. Aufgewachsen in der Nähe von Magdeburg, war Bill Anfeindungen und Unverständnis gewohnt, ließ sich aber nie beirren und verfolgte konsequent seine künstlerischen Visionen und seinen Traum eines Lebens abseits von provinzieller Enge. Zum ersten Mal erzählt er hier offen von seiner Kindheit im Nirgendwo, von Tokio Hotels überwältigendem Erfolg, aber auch von Eskapaden, Einsamkeit und der besonderen Beziehung zu seinem Bruder Tom. (Quelle: Auszug aus der Inhaltsangabe – Ullstein Verlag)



Career Suicide ist die Autobiografie von Bill Kaulitz, in der er seine ersten dreißig Jahre Revue passieren lässt - überraschend, ehrlich und schonungslos.

Bill und sein Zwillingsbruder Tom kamen am 01. September 1989 zur Welt und sind im Jahr 2005 mit ihrer Band Tokio Hotel schlagartig berühmt geworden. Mit gerade mal 15 Jahren mussten sie mit der großen Berühmtheit, kreischenden Teenagern und auch Hatern zurechtkommen. Als alles zu viel und auch gefährlich wurde und die Bekanntheit ein normales Leben unmöglich machte, flohen Bill und Tom im Jahr 2010 nach Amerika – in Los Angeles fanden sie schließlich eine neue Heimat und lernten, ein normaleres Leben abseits vom Rampenlicht zu führen.

„Irgendwann hatten wir irgendwo die Kontrolle über unser Leben verloren. (…)
Es war, als jagten wir unserem eigenen Leben hinterher und versuchten krampfhaft, wieder das Steuer zu übernehmen.“
– Seite 298


Den Hype um Tokio Hotel habe ich damals natürlich mitbekommen – ich war zu der Zeit nicht mehr im Teenageralter und habe das Geschehen eher am Rande verfolgt. Ich finde, dass Bill eine interessante Persönlichkeit ist und war daher neugierig auf seine Autobiografie, die schon länger bei mir im Regal steht.

Da ich vor kurzem die Netflix-Serie Kaulitz & Kaulitz gesehen habe und auch den Podcast Kaulitz Hills – Senf aus Hollywood regelmäßig höre (beides unheimlich unterhaltsam und empfehlenswert) war nun der perfekte Zeitpunkt, um dieses Buch zu lesen.



Nach einem ausführlichen und etwas wirr-verschnörkelten Vorwort von Benjamin Stuckrad-Barre beginnt Bill im Prolog mit einer Momentaufnahme seines aktuellen Lebens, um dann ganz zum Anfang zurückzukehren: Der Geburt von ihm und seinem Zwillingsbruder Tom. Ausführlich berichtet er von seiner Kindheit (und einigen speziellen Erlebnissen), über die eher verhasste und auch schwere Schulzeit bis hin zum plötzlichen Weltruhm mit gerade einmal fünfzehn Jahren.

Das war der Moment, in dem wir verstanden haben: „Okay, ab jetzt ist unser Leben ein anderes!“
Irgendwo zwischen Love, Wahnsinn und Hass würde es sich in Zukunft abspielen.
– Seite 196


Auch die schwierigen Jahre danach und die völlige Überforderung mit dem Ruhm bis hin zur rettenden Flucht nach Los Angeles beschreibt Bill direkt und ehrlich, ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Von Armut bis hin zum plötzlichen Reichtum, zwischen Beliebtheit und extremen Hass bis hin zu seinem aktuellen Leben in der neuen Heimat, wo die beiden Brüder nochmal neu anfangen und sich neu sortieren konnten – er gibt in alles einen umfangreichen Einblick.

Auch wird hier sehr deutlich, wie nah sich die Zwillinge stehen. Gemeinsam wehrten sie sich gegen Mobbing, das extreme Ausmaße angenommen hat und hielten immer zusammen.

„Je dunkler die Zeiten wurden, desto mehr rückten wir zusammen. Nichts und niemand konnte uns drei auseinanderbringen.“ – Seite 93

Bills Lebensweg lässt sich sehr gut verfolgen – oft extrem, nicht immer einfach und manchmal auch dunkel – aber später auch hoffnungsvoll gestimmt, als er endlich ohne Angst leben konnte und seine Heimat und sein Traumhaus fand.

Der Erzählstil ist einfach und eher locker gehalten. Wir bekommen einen detaillierten Einblick hinter die Kulissen von Tokio Hotel und wie es anfangs wirklich war mit den vielen Managern, Produzenten und Reporten, die nicht immer Gutes wollten. Es wird mal emotional und auch bewegend, aber oft auch nicht ganz jugendfrei.
Allerdings gab es auch etwas, was ich eher negativ empfand: Ab und an wirkte er mit seinen Aussagen etwas arrogant und abgehoben – und auch mal etwas herablassend. Doch wie hinterher im Epilog klar wird, war ihm das durchaus bewusst und war dann so gewollt.

Ab und an war mir die Sprache etwas zu overload mit zu vielen Ausrufezeichen. Andere Abschnitte wiederum ließen sich besser lesen, zeigen das auf und ab in seinem Leben und schließlich auch eine andere Seite von Bill, die alles andere als arrogant ist und ihn zu einem herzlichen Menschen macht, der nach einem glücklichen Leben sucht und sich nicht verbiegen lässt. In der Netflix-Serie und auch im Podcast hat Bill eine herrlich erfrischende und ehrliche Art.

Das Cover sowie der Titel sind sehr passend – die Kombination aus dem Schwarz-weiß-Foto und dem pinken Schriftzug, sowie dem geschwärztem Buchschnitt bei dem Hardcover hat mir sehr gefallen. Zudem gibt es am Anfang der einzelnen Kapitel es ein paar schwarz-weiß Bilder aus den jeweiligen Lebensabschnitten.





„Jetzt, mit 27, fühlte ich wieder etwas, wenn ich da oben stand und den Monsun über das kreischende Publikum regnen ließ. Ich ließ Emotionen zu und die ekstatischen und weinenden Gesichter in der ersten Reihe bedeuteten mir was. Sie berührten mich.“ – Seite 363


Mein Fazit: Eine bewegende Biografie – Bill Kaulitz schreibt ehrlich, schonungslos und offen über seine ersten dreißig Jahre. Sein Weg lässt sich gut verfolgen – von speziellen Kindheitserinnerungen bis hin zum Ruhm mit all seinen Schattenseiten und dem Aufbruch nach Los Angeles. Spannend zu verfolgen, nur ab und an ab war der Erzählstil zu überladen und die eingestreuten vulgären Sätze waren jetzt so auch nicht unbedingt nötig. Abgesehen von diesen kleinen Kritikpunkten ist es dennoch eine interessante und lesenswerte Biografie mit tiefen Einblicken.


Meine Bewertung:





Titel: Career Suicide - Meine ersten dreissig Jahre
Autor: Bill Kaulitz
Genre: Biografie
Seitenanzahl: 384
Verlag: Ullstein
Erstveröffentlichung: 01. Februar 2021





Montag, 22. Juli 2024

Rezension zu "Das Lied des Propheten" von Paul Lynch

 

Zum Buch

Wenn die Welt aus den Fugen gerät

An einem regennassen Abend in Dublin öffnet die Wissenschaftlerin und vierfache Mutter Eilish Stack ihre Haustür und steht zwei Beamten der neu gegründeten irischen Geheimpolizei gegenüber. Sie sind gekommen, um ihren Mann Larry, einen bekannten Gewerkschafter, zu verhören. Kurz nach dieser Begegnung verschwindet Larry, und sehr schnell beginnen die Dinge in Eilishs Welt aus dem Ruder zu laufen.

Irland befindet sich in der Gewalt einer Regierung, die auf dem Weg in die Tyrannei ist. Eilish findet sich in der alptraumhaften Logik einer kollabierenden Gesellschaft wieder, angegriffen von unsichtbaren Kräften, die sich ihrer Kontrolle entziehen. Sie ist gezwungen, alles zu tun, um ihre Familie zu schützen und alle zusammenzuhalten. Wie soll sie ihren Kindern erklären, was passiert ist, wenn sie nach dem Vater fragen? Wie wird ihr eigener zunehmend dementer Vater auf die gravierenden Veränderungen seines Alltags reagieren? Und wie weit wird Eilish selbst gehen, um sich und ihre Familie zu retten?
(Quelle: Auszug aus Inhaltsangabe - Klett-Cotta Verlag)



Das Lied des Propheten ist der neue Roman von Paul Lynch und Gewinner des Booker Prize 2023. Hier erzählt er mit einem eindringlichen Schreibstil wie die Welt aus den Fugen gerät.

Hauptfiguren sind die Mitglieder der Familie Stack – die Eltern Eilish und Larry mit ihren vier Kindern Mark, Molly, Bailey und Ben. Sie leben ein normales Familienleben in Irland, bis die Regierung eine sogenannte Notverordnung einführt – fortan steht alles – besonders die Kritiker der neuen Regierung- unter strengster Beobachtung. Als eines Abends zwei Beamte der neu gegründeten irischen Geheimpolizei vor Eilishs Haustür stehen und ihren Mann sprechen wollen, ahnt sie Schlimmes. Larry ist stellvertretener Generalsekretär der Lehrergewerkschaft und setzt sich für deren Rechte ein, was von der Regierung nicht gern gesehen wird.

„Der dunkelnde Garten birgt keine Wünsche mehr, denn etwas von diesem Dunkel ist ins Haus gekommen.“ – Seite 11, eBook


Plötzlich verschwindet Larry spurlos und mit ihm geraten viele weitere Regierungskritiker in Haft.
Eilishs Leben und das ihrer Kinder verändert sich unaufhaltsam – fortan lebt sie in Angst. Doch was anfangs nur in dunklen Ecken lauerte, wird mit einem Mal sichtbar. Das Leben der Menschen in Irland ändert sich radikal und bewegt sich auf einen Abgrund zu…

„Sie sieht vor sich das Bild einer zerschlagenen Ordnung, wie die Welt in ein dunkles, fremdartiges Meer abdreht. Sie hält ihn in den Armen, versucht, für ihren Sohn flüsternd die alte Welt der Gesetze, die zerbrochen zu seinen Füßen liegt, wiederherzustellen, denn was ist die Welt für ein Kind, wenn der Vater ohne ein Wort verschwinden kann?“ - Seite 39, eBook


Sofort wird der spezielle und eindringliche Schreibstil des Autors sichtbar. Mit direkten Sätzen, die manchmal aber auch etwas verschnörkelt sind, beschreibt er die Veränderung im Land – zunächst leise und dann mit voller Wucht. Schritt für Schritt kann man verfolgen, wie sich das Leben von Eilishs Familie nach dem Verschwinden von Larry verändert. Besonders Momentaufnahmen den einzelnen Personen und den Ereignissen um sie herum werden sehr klar und intensiv wiedergegeben. Auch die Angst um ihre Kinder wird bei Eilish spürbar.

„Eilish blickt auf die Uhr und horcht auf die Tür. Es ist viertel nach acht, es ist zehn vor neun, bald wird es zehn Uhr sein. Marks Handy klingelt immer weiter. Ich werde das Gefühl nicht los, dass bald etwas Schreckliches passiert, sagt Eilish.“ Seite 70, eBook


Die eher beklemmende und unheimliche Atmosphäre ist sehr gut gelungen – ein Drama, das dystopische Ausmaße annimmt und eine Entwicklung schildert, wie sie schlimmer nicht sein kann.

Auch wenn der Roman eine gute und sehr eindringliche Erzählweise hat, hat es etwas länger gedauert, bis ich mich eingefunden habe. Speziell bei diesem Roman fand ich es etwas unübersichtlich, dass es bei den kurzen Dialogen keine Anführungszeichen gab. Manchmal stört mich das überhaupt nicht, aber hier ist es etwas verwirrend, weil der Satz des einen in dem des anderen übergeht. Abgesehen davon ist die spezielle Art, wie der Autor das Düstere manchmal etwas kunstvoll beschreibt, gut gelungen. Man sollte sich jedoch Zeit beim lesen nehmen.

Sie (…) läuft zur Hintertür, dreht den Griff zur Probe, schaut durch die Scheibe hinaus.
„Die falschen Nachtfarben, die Welt, die bleibt, trotz der Schatten, die das Leid verbergen, das da angerichtet wird.“
– Seite 71, eBook


Mein Fazit: Ein bewegendes Drama, das dystopische Ausmaße annimmt – eindringlich erzählt. Von einer Familie, für die plötzlich nichts mehr ist, wie es mal war und einem Land, das auf einen Abgrund zusteuert – die etwas unheimliche und beklemmende Atmosphäre ist gut gelungen und Momentaufnahmen einzelner Figuren werden sehr nah geschildert. Bis auf die fehlenden Anführungszeichen, die die Dialoge etwas unübersichtlich machen ein lesenswertes Buch, das zum Nachdenken anregt und noch nachhallt.



Meine Bewertung:




Titel: Das Lied des Propheten
Autor: Paul Lynch
Übersetzt von: Eike Schönfeld
Genre: Drama / Dystopie
Seitenanzahl: 320
Verlag: Klett-Cotta
Erstveröffentlichung: 13. Juli 2024


Vielen Dank an Klett-Cotta und Netgalley für das Rezensionsexemplar!