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Montag, 30. Dezember 2024

Rezension zu "Helden" von Frank Schätzing

 

Zum Buch

Jacop der Fuchs – Band 2


1263: Jacop der Fuchs steckt in Schwierigkeiten. Und zwar gewaltig, so wie vor drei Jahren, als er in eine Intrige Kölner Patrizier geriet und nur knapp dem Tod entging.

Danach hat sein Schicksal eine vielversprechende Wendung genommen. Er wurde ehrbar, vom Dieb zum Kaufmannslehrling. Doch wieder muss er um sein Leben laufen, kämpfen, schwimmen… gejagt von Geistern der Vergangenheit, schottischen Söldnern und der furchteinflößenden Blonden Hexe. Hineingeworfen in einen Sturm, der ganz Europa erfasst, ausgelöst durch englische Barone, die nichts Geringeres planen, als ihren König zu entmachten und die absolute Monarchie abzuschaffen.

Was ist schiefgegangen? Wäre Jacop bloß in Köln geblieben, bei seinen Freunden. Doch auch da spitzen sich die Machtkämpfe dramatisch zu… (Quelle: Auszug aus der Inhaltsangabe - KiWi-Verlag)



Helden ist der aktuelle Roman von Frank Schätzing, der am 16. Oktober 2024 erschienen ist. Es ist der zweite Band einer geplanten Trilogie um die Hauptfigur Jacop, der wegen seiner feuerroten Haare auch ‚der Fuchs‘ genannt wird. Hier führt Schätzing die Geschichte fort, die mit seinem Debütroman Tod und Teufel begann. Dieser erschien erstmals im Jahr 1995 und wurde im Oktober 2024 in überarbeiteter Neuausgabe veröffentlicht.

Nach einem Prolog, der Jahre zurück in die Vergangenheit führt, geht es ins Jahr 1263, wo eine Handelsfahrt nach England einen dramatischen Verlauf nimmt. Danach geht es drei Jahre zurück ins Jahr 1260 – hier startet der Roman kurz nach den letzten Ereignissen in „Tod und Teufel“.
Da ich vor kurzem den Roman nochmals gelesen habe, war ich direkt wieder mitten im Geschehen – jedoch sind gerade am Anfang einige Rückblicke in die Geschichte eingeflochten, sodass man einen guten Überblick über das Vergangene bekommt.

Jacops Leben hat eine komplette Wendung genommen: Der ehemalige Dieb befindet sich nun in der Lehre zum Kaufmann und bekommt von Richmodis‘ Onkel Jaspar, der ihm bereits eine große Hilfe war, Unterricht in Sprachen und Rechnungswesen. Auch Handelsfahrten auf See stehen auf dem Plan. So bekommt Jacop nach und nach einen Einblick in das Handelsgeschehen außerhalb von Köln, lernt einiges dazu, geht Risiken ein und erlebt einige Abenteuer.

Bis hin zu der schicksalhaften Seefahrt nach England, wo plötzlich alles aus dem Ruder gerät und eine mysteriöse blonde Frau Jagd auf die Kaufmänner macht. Mitten zwischen den politischen und monarchischen Umwälzungen in England und Frankreich, sowie Intrigen zwischen den Ländern muss Jacop seinen Weg finden, der mehr als nur gefährlich ist…

„Überall konnten sich Rebellen herumtreiben. Keine Fackel, kein Kienspan brannte an Bord. Dunkel wie die See selbst glitt das Schiff dahin. Befehle wurden gezischt, statt geschrien, wie sonst üblich auf einer achtzig Fuß langen Kogge (…)
Jacop fixierte das makellose Rund am Himmel. Der Vollmond versilberte die Nacht. Und gab das Schiff der Entdeckung preis.“
– Seite 25, eBook


Auf den über 1000 Seiten bekommen wir einen umfassenden Einblick in die historischen Ereignisse des 13. Jahrhunderts. Der Anschluss an den Vorgänger ist sehr gut gelungen und die Geschichte um Jacop und seine Freunde und Verbündete geht spannend weiter. Zudem versucht er, ein Geheimnis aus der Vergangenheit zu lösen, was sich interessant und überraschend entwickelt.
Der Roman wechselt regelmäßig zwischen den aktuellen Ereignissen im Jahr 1263 und den Geschehnissen ab 1260 – nach und nach verbinden sich die beiden Erzählstränge und beantwortet einige Fragen.
„Aber welcher Weg hätte ihn nicht durchs Verderben geführt? Was wogen tausend richtige Entscheidungen gegen die eine, die das Leben kostete? Und sie hatten das meiste richtig gemacht nach ihrer denkwürdigen Begegnung im ‚Crown & Trout‘ am Morgen“ – Seite 312, eBook

Der Schreibstil von Frank Schätzing ist besonders und vielleicht auch etwas speziell: Seinen Büchern geht immer eine umfangreiche und akribische Recherche voran, was auch hier unheimlich gut sichtbar wird. Es wird sehr detailreich und ausführlich – sowohl bei der Beschreibung der historischen Ereignisse als auch bei den Geschehnissen rund um Jacop und verschiedensten Kölner Kaufmannsfamilien. Zudem gibt es einen interessanten Einblick in den damaligen Handel, die Seefahrt und die Finanzierung.
Mal sind die Sätze etwas verschnörkelt und Passagen etwas ausschweifend, gleichzeitig schwingt oft auch immer eine gewisse Lockerheit mit. Zugleich wird es in rasanten Kapiteln auch schnell und knapp, was die Spannung ausmacht. Man sollte sich aber auf jeden Fall Zeit nehmen für das Buch.

In diesem historischen Roman wird es neben ruhigeren Abschnitten immer mal wieder spannend und dramatisch, aber auch etwas mysteriös – gerade zu Anfang, als die rätselhafte Frau auftaucht.

„Vor drei Jahren hatte Jacop den Teufel gesehen, und der Teufel hatte ihn gesehen.
Nun sah er seine Falknerin.
Und sie, im Schein der Sterne, wandte den Kopf.“
– Seite 44, eBook


Auch wenn ich Schätzings umfangreiche Romane gerne lese, gab es hier zwischendurch immer mal ein paar Längen. Doch insgesamt hat mir das Buch aber gut gefallen.

Sehr interessant sind noch das Nachwort und die Danksagung. Hier gibt der Autor Einblicke in seine ausführlichen Recherchen und was aus dem Leben im 13. Jahrhundert historisch überliefert ist und was eher unklar ist. Zudem gibt es im eBook noch eine Leseprobe von Tod und Teufel.

Perfekt ist natürlich, wenn man den Vorgänger schon gelesen hat. So versteht man die Einzelheiten und lernt wichtige Charaktere genauer kennen, die auch hier eine zentrale Rolle spielen. Ich denke aber, dann man Helden auch ohne Vorkenntnisse lesen könnte, da die wichtigsten Ereignisse anfangs wiederholt und in die Geschichte eingeflochten wurden.


Mein Fazit: Ein lesenswertes historisches Drama, das den Roman Tod und Teufel sehr gut fortsetzt. Die Hauptfigur erlebt einiges und gerät mitten hinein in historische Umwälzungen, die hier sehr detailreich geschildert werden. Sofort wird die sehr gute Recherche sichtbar. Mal spannend und dramatisch, dann wieder ruhiger mit einem interessanten Einblick in den Alltag des 13. Jahrhunderts. Bis auf kleine Längen zwischendurch ein gutes Buch, das ich gern weiterempfehle – ich bin gespannt auf den dritten Band.



Meine Bewertung:



Titel: Helden
Autor: Frank Schätzing
Genre: Historischer Roman 
Seitenanzahl: 1.040
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Erstveröffentlichung: 16. Oktober 2024


Die Bücher der Jacop der Fuchs-Trilogie:
Band 1 - Tod und Teufel
Band 2 - Helden




Vielen Dank an den KiWi-Verlag und Netgalley für das Rezensionsexemplar!


Freitag, 29. November 2024

Rezension zu "Das Haus der Bücher und Schatten" von Kai Meyer

 

Zum Buch

Das Graphische Viertel - Band 3

Baltikum, kurz vor Beginn des Ersten Weltkriegs. Tiefer Schnee und endlose Wälder schneiden ein Herrenhaus von der Welt ab. Hierher reist die junge Lektorin Paula Engel aus Leipzig, um das Manuskript des Schriftstellers Aschenbrand einzusehen. Paula und ihr Verlobter Jonathan begegnen einem faszinierenden Exzentriker, der ein dunkles Mysterium wahrt.
Leipzig, 1933. Im legendären Graphischen Viertel rettet der von den Nazis entlassene Kommissar Cornelius Frey einem Mädchen das Leben. Bei ihrem Abschied flüstert sie „Sie weinen alle im Keller ohne Treppe“. In der nächsten Nacht liegt sie ermordet neben einem toten Polizisten. Auf der Spur des Mörders kämpft Cornelius sich zurück in seinen alten Beruf und stößt auf ein Netz aus Okkultisten und Verschwörern, Freimaurern und Fanatikern. In welcher Verbindung standen sie zu Paula und Jonathan, die vor zwanzig Jahren spurlos im Baltikum verschwanden? (Quelle: Auszug aus der Inhaltsangabe - Knaur-Verlag)


Nach Die Bücher, der Junge und die Nacht und Die Bibliothek im Nebel ist Das Haus der Bücher und Schatten der dritte Roman von Autor Kai Meyer, der im damaligen Graphischen Viertel in der Bücherstadt Leipzig angesiedelt ist.

„Alles war vom Büchergeruch erfüllt, ein Duft, der nichts anderem gleicht.“ – Seite 241



Die Handlung wechselt regelmäßig zwischen zwei Zeitebenen.
Im Jahr 1913 reist die junge Lektorin Paula Engel zusammen mit ihrem Verlobten Jonathan von Leipzig ins tief verschneite Baltikum. Dort lebt der Schriftsteller Aschenbrand in einem abgelegenen Herrenhaus und arbeitet aktuell an seinem dritten Buch. Paula, die den Autor betreut, möchte das Manuskript, das noch niemand zu Gesicht bekommen hat, einsehen und es dann zum Leipziger Verlag bringen. Doch die Reise entwickelt sich anders als gedacht – das weitläufige und abgelegene Anwesen scheint einige Geheimnisse zu haben – genauso wie der Autor selbst…

Zwanzig Jahre später, im Jahr 1933, arbeitet der ehemalige Kommissar Cornelius Frey als Nachtwächter im Graphischen Viertel und rettet eines nachts einer jungen Frau das Leben. Bevor sie geht, flüstert sie ihm einen Satz zu, den er nie vergessen wird: „Sie weinen alle im Keller ohne Treppe.“
In der Nacht darauf wird sie zusammen mit einem Polizisten tot aufgefunden. Cornelius kehrt daraufhin in seinen Beruf zurück und macht sich auf die Suche nach dem Mörder. Bei seinen Ermittlungen gerät er in Kreise, die mysteriöser und auch manchmal gefährlicher nicht sein können. Dabei stößt er auf ein weiteres Rätsel, das viele Jahre zurückliegt…

„Es dauerte lange, bis die Worte durchs Zimmer herüberwehten, als müssten sie Wände von Eis durchdringen.
„Sie weinen“, wisperte die brüchige Stimme. „Sie weinen alle im Keller ohne Treppe.“
– Seite 173


Wie auch schon in den beiden Vorgängern wird hier wieder der klare und detaillierte Schreibstil sichtbar. Gekonnt wechselt Kai Meyer regelmäßig zwischen den beiden Zeitebenen und gibt die jeweilige Atmosphäre dort sehr gut wieder. Langsam erfahren wir mehr über die unterschiedlichen Charaktere, von denen manche einige Geheimnisse umgeben.
Nach und nach werden die anfangs lose wirkenden Fäden miteinander verknüpft – dadurch werden Verbindungen sichtbar, die überraschen.

„Ich spürte, dass ich belogen wurde, aber ich konnte die Lüge nicht greifen.“ – Seite 251


Der historische Krimi enthält an einigen Stellen eine gute Portion Mystery, was mir sehr gut gefallen hat. Vieles bleibt zunächst sehr rätselhaft und auch geheimnisvoll, doch später wird einiges sichtbar.

Die Geschehnisse in beiden Zeitebenen lassen sich gut verfolgen, die verschiedensten Schauplätze sind detailreich beschrieben.
Die Ereignisse im 1913 sind in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Paula Engel geschrieben – hier hat mir besonders die leicht unheimliche Atmosphäre rund um das Anwesen gefallen.

„Und nun standen wir hier, in der Einsamkeit der Winterwelt, und wussten zu viel und irgendwie doch nichts übereinander, denn die beiden Menschen, die sich diese Briefe geschrieben hatten, hätten auch andere gewesen sein können.“ – Seite 165


Im Jahr 1933 begleiten wir Cornelius Frey, der bei seinen Ermittlungen u.a. auch auf Okkultes stößt. Hier ist die Atmosphäre oftmals beklemmend – die dunkle Zeit von damals ist spürbar.

Auch wenn es der dritte Roman ist, in dem das ehemalige Graphische Viertel in Leipzig eine Rolle spielt, kann man dieses Buch unabhängig von den anderen lesen. Sehr gefallen hat mir, dass es ein Wiedersehen mit einigen Figuren gibt, die kurz am Rande auftauchen.


Mein Fazit: Ein spannender historischer Krimi mit einigen Geheimnissen und gelungener Mystery. Der regelmäßige Wechsel zwischen zwei Zeitebenen ist sehr gelungen – atmosphärisch dicht und detailreich schildert der Autor die Geschehnisse, die sich nach und nach miteinander verknüpfen und überraschende Verbindungen offenlegen. Mal spannend und mysteriös, manchmal auch etwas dunkel und unheimlich – besonders im letzten Drittel nimmt die Geschichte an Fahrt auf und offenbart einiges. Sehr lesenswert!


Meine Bewertung:




Titel: Das Haus der Bücher und Schatten
Autor: Kai Meyer
Genre: Historischer Krimi/ Mystery
Seitenanzahl: 528
Verlag: Droemer Knaur
Erstveröffentlichung: 04. November 2024



Die Bücher um das verlorene Graphische Viertel der Bücherstadt Leipzig:
Band 1 - Die Bücher, der Junge und die Nacht
Band 2 - Die Bibliothek im Nebel
Band 3 - Das Haus der Bücher und Schatten





Vielen Dank an Droemer Knaur für das Rezensionsexemplar!


Mittwoch, 13. November 2024

Rezension zu "Tod und Teufel" von Frank Schätzing


Zum Buch

Jacop der Fuchs – Band 1

1260: In Köln strebt die spektakulärste Kathedrale der Christenheit dem Himmel entgegen. Glanz und Bedeutung wachsen mit jedem Tag. Für Abenteurer und Pilger aus aller Welt wird die Stadt zur Verheißung – für Jacop den Fuchs, liebenswerter Herumtreiber und Dieb, wird sie zur Hölle. Ungewollt beobachtet er, wie ein riesiger Schatten den Dombaumeister in die Tiefe stößt. Er hat den Mord als Einziger gesehen. Aber der Schatten hat auch ihn gesehen. Wenig später ist jeder, dem Jacop davon erzählt, tot. Von Verschwörern und dem gespenstischen Mörder gejagt, findet er schließlich Unterschlupf beim versoffenen Kleriker Jaspar und seiner Nichte Richmodis. Sie beschließen, Jacop zu helfen – in einem Kampf  David gegen Goliath! Doch Richmodis ist smart, Jaspar schlau, und der Fuchs trägt seinen Beinamen nicht von ungefähr ...
(Quelle: Auszug aus der Inhaltsangabe - Emons-Verlag)




Tod und Teufel war Frank Schätzings Debütroman und erschien erstmals im Jahr 1995. Nun bildet der historische Krimi den Auftakt der Jacop der Fuchs-Trilogie. Am 16. Oktober 2024 ist mit Helden der zweite Band erschienen. Bevor ich Schätzings neuestes Buch lese, habe ich mich für einen re-read von Tod und Teufel entschieden – der Roman ist passend zur Fortsetzung am gleichen Tag als überarbeitete Neuausgabe erschienen.


Hauptschauplatz hier ist Köln im Jahre 1260: Im Mittelpunkt steht der junge Jacop, der wegen seinen feuerroten Haaren auch 'der Fuchs' genannt wird. Er ist vor kurzem nach Köln zurückgekehrt, versucht sich mit kleinen Diebstählen über Wasser zu halten und vergisst auch seine wenigen Freunde nicht. Doch plötzlich ändert sich Jacops Leben schlagartig: Er ist zur falschen Zeit am falschen Ort und wird Zeuge, wie der Dombaumeister Gerhard Morart von einem Baugerüst gestoßen wird. Jacop kann den Mörder nur als dunklen Schatten ausmachen. Dieser jedoch scheint ihn gesehen zu haben - denn plötzlich wird er zum Gejagten und die Todesfälle um ihn herum häufen sich. Ständig auf der Flucht vor dem mysteriösen Mörder bleibt Jacop nur eine Möglichkeit, um am Leben zu bleiben: Er muss schnellstens den Täter entlarven. Dabei wird er unterstützt von einer kleinen Gruppe, die schon bald selbst um ihr Leben fürchten muss. Auch bleibt noch weitere Fragen offen: Warum wurde der Dombaumeister ermordet? Wusste er etwas, was niemand wissen darf? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt…

„Dann war die Straße für die Dauer eines Augenblicks menschenleer bis auf den dahineilenden Schlapphutträger, der zu viel gesehen und zu viel gehört hatte.“ – Seite 46, eBook


Ich habe Tod und Teufel vor ungefähr fünfzehn Jahren zum ersten Mal gelesen und hatte die Handlung nur noch teilweise in Erinnerung. Daher war es spannend, noch einmal in die Geschichte einzutauchen. Nach und nach entwickelt sich der historische Roman zu einem Krimi, in dem sich langsam die einzelnen Puzzleteile zusammensetzen. Alles beginnt mit dem Mord an dem Dombaumeister, der aber nur der Anfang von Allem ist. Die Hauptfigur Jacop ist sehr gut gezeichnet und mit ihm auch weitere wichtige Nebenfiguren, wie unter anderem die junge und sympathische Richmodis.
Die Blickwinkel wechseln regelmäßig, sodass man über verschiedene Vorgänge in der Stadt einiges erfährt - und über so manche Figur.
Neben der Story, die einige Geheimnisse, Intrigen und Verschwörungen enthält, werden auch die Schauplätze und das Leben in Köln des 13. Jahrhunderts sehr detailreich beschrieben. Schnell wird deutlich, dass alles sehr gut recherchiert wurde. Die Mischung aus historischen Fakten, Krimi und mysteriösen Geschehnissen ist gut gelungen.

Nur ab und an wird es etwas zu ausschweifend, wodurch der Spannungsbogen immer mal wieder kurz unterbrochen wird. Aber abgesehen davon hat die Story einiges zu bieten mit interessanten Entwicklungen.

"Urquhart ging schneller, während sein Verstand mit jedem Schritt mehr über den anderen herauszufinden suchte. Beobachtungen fügten sich zusammen wie buntes Glas zu einem Mosaik.“ – Seite 46, eBook


Passend zur Neuausgabe wurde auch das Cover komplett neu gestaltet, was mir mit dem etwas düsteren Look sehr gut gefällt.

Mein Fazit: Ein spannender historischer Krimi mit detailreichen Schauplatzbeschreibungen von Köln im 13. Jahrhundert. Von Intrigen und Verschwörungen, einem Mord und einem mysteriösen Fremden bis hin zu einem Wettlauf mit der Zeit – dazwischen gibt es noch einiges an historischen Fakten. Bis auf wenige Längen ein lesenswerter Roman, der mich nun neugierig auf Schätzings neuen Roman Helden gemacht hat.


Meine Bewertung:



Titel: Tod und Teufel
Autor: Frank Schätzing
Genre: Historischer Roman
Seitenanzahl: 528
Verlag: Emons
Erstveröffentlichung: 1995
Neuveröffentlichung: 16. Oktober 2024


Die Bücher der Jacop der Fuchs-Trilogie:
Band 1 - Tod und Teufel
Band 2 - Helden