Sonntag, 30. Dezember 2018

Monatsrückblick Dezember 2018

Hallo ihr Lieben,

nun ist das Jahr 2018 schon fast vorbei - Zeit, um auf den Dezember zurückzublicken. In diesem Monat haben mich einige Bücher sehr positiv überrascht: Auf Der Mönch von Mokka von Dave Eggers bin ich zufällig beim Stöbern gestoßen - Das Buch hat mich sofort angesprochen und habees schon bald darauf gelesen. Der biografische Roman hat ich sehr begeistert und gehört mit zu meinen Monatshighlights. Ebenfalls beeindruckt hat mich die Autobiografie von Michelle Obama. In BECOMING erzählt sie ihre besondere Lebensgeschichte - sehr lesenswert.
Anfang Dezember habe ich auch mit meinem Winter-Leseprojekt begonnen: Die Zwergen-Saga von Markus Heitz. Aktuell bin ich mitten im 3. Band, die ersten beiden Bände konnten mich schon sehr begeistern!

Zu Weihnachten lagen auch einige Bücher und Buchgutscheine unter dem Baum und das waren folgende:
- Feuer und Blut: Erstes Buch von George R.R. Martin
- Oneiros von Markus Heitz
- Palast der Finsternis von Stefan Bachmann
- Eine Geschichte der Zitrone von Jo Cotterill

Dank eines Gutscheins sind dann noch diese wunderbaren Bücher bei mir eingezogen:
- Die Sprache der Dornen von Leigh Bardugo
- Das Buch der vergessenen Artisten von Vera Buck
- Hologrammatica von Tom Hillenbrand (eBook)


Dann habe ich seit den Feiertagen auch einen neuen kleinen Mitbewohner ❤:



Blicken wir noch kurz zurück auf die Aktion #18für2018 - unter diesem Hashtag konnten Leser eine Bücherliste mit 18 Bücher erstellen, die sie im Laufe des Jahres lesen wollten. Ich habe nicht alle von der Liste geschafft, aber immerhin 12 von 18 Büchern. In den nächsten Tagen veröffentliche ich dann meine Leseliste für 2019. Hier findet ihr meine Liste von diesem Jahr, sowie die Links zu den Rezensionen der gelesenen Bücher:


Hier kommt nun meine Monatsstatistik:



 Mein Lesemonat in Zahlen

  
7 gelesene Bücher
3.433 gelesene Seiten
durchschnittlich 110 gelesene Seiten pro Tag

Bewertungen
5 x 5 Sterne
2 x 4 Sterne



Gelesene Bücher im Dezember

Stephen King - Friedhof der Kuscheltiere (re-read)
 
Markus Heitz - Die Zwerge1: Die Zwerge
 
Markus Heitz - Die Zwerge 2: Der Krieg der Zwerge
 
Anne Meredith - Das Geheimnis der Grays
 
William Ritter - Jackaby 3: Der leichenbleiche Mann
 
Dave Eggers - Der Mönch von Mokka
 
Michelle Obama - BECOMING: Meine Geschichte



Monatshighlights
 



BECOMING
Michelle Obama

Der Mönch von Mokka
Dave Eggers

Die Zwergen-Saga 1: Die Zwerge
Markus Heitz





Lesepläne und Neuerscheinungen

Folgende Bücher möchte ich gern im Januar lesen:

Markus Heitz - Die Zwerge 3: Die Rache der Zwerge (bereits begonnen)
Christine Féret-Fleury - Das Mädchen, das in der Metro las
Robert Galbraith - Cormoran Strike 4: Weißer Tod
Vera Buck - Das Buch der vergessenen Artisten

Welche Bücher ich ansonsten noch lese, entscheide ich spontan. :)

Neuerscheinungen, auf die ich mich freue:

Diane Wynne Jones - Fauler Zauber ~ erscheint am 11.01.2019
Jeffrey Archer - Triumph und Fall ~ erscheint am 14.01.2019 (Wiederveröffenlichung)



Ich wünsche euch nun einen guten Rutsch - startet gut ins neue Lesejahr! 
Liebste Grüße, eure Nicole

Donnerstag, 27. Dezember 2018

Rezension zu "BECOMING" von Michelle Obama

Zum Buch

Die persönliche Geschichte von Michelle Obama

Michelle Obama ist eine der überzeugendsten und beeindruckendsten Frauen der Gegenwart. Als erste afro-amerikanische First Lady der USA trug sie maßgeblich dazu bei, das gastfreundlichste und offenste Weiße Haus zu schaffen, das es je gab. Sie wurde zu einer energischen Fürsprecherin für die Rechte von Frauen und Mädchen in der ganzen Welt, setzte sich für einen dringend notwendigen gesellschaftlichen Wandel hin zu einem gesünderen und aktiveren Leben ein und stärkte außerdem ihrem Ehemann den Rücken, während dieser die USA durch einige der schmerzlichsten Momente des Landes führte. Ganz nebenbei zeigte sie uns noch ein paar lässige Dance-Moves, glänzte beim „Carpool Karaoke“ und schaffte es obendrein auch, zwei bodenständige Töchter zu erziehen – mitten im gnadenlosen Blitzlichtgewitter der Medien.
In diesem Buch erzählt sie nun erstmals ihre Geschichte – in ihren eigenen Worten und auf ihre ganz eigene Art. Sie nimmt uns mit in ihre Welt und berichtet von all den Erfahrungen, die sie zu der starken Frau gemacht haben, die sie heute ist. Warmherzig, weise und unverblümt erzählt sie von ihrer Kindheit an der Chicagoer South Side, von den Jahren als Anwältin und leitende Angestellte, von der nicht immer einfachen Zeit als berufstätige Mutter sowie von ihrem Leben an Baracks Seite und dem Leben ihrer Familie im Weißen Haus. Gnadenlos ehrlich und voller Esprit schreibt sie sowohl über große Erfolge als auch über bittere Enttäuschungen, den privaten wie den öffentlichen. Dieses Buch ist mehr als eine Autobiografie. Es enthält die ungewöhnlich intimen Erinnerungen einer Frau mit Herz und Substanz, deren Geschichte uns zeigt, wie wichtig es ist, seiner eigenen Stimme zu folgen.  

 
Der Klappentext, den ich vom Buch übernommen habe, beschreibt sehr gut, was den Leser in diesem Buch erwartet: Die Autobiografie von Michelle Obama – in einem sehr angenehmen Schreibstil erzählt sie ihre ganz persönliche Geschichte: Angefangen von ihrer Kindheit, die sie in der South Side von Chicago verbrachte, über ihre Schul-und Collegezeit, ihren beruflichen Werdegang und natürlich auch von dem Moment, der ihr Leben veränderte: Wie sie ihren zukünftigen Mann Barack Obama kennen lernte und sie später die First Lady der USA wurde. Michelle Obama gibt tiefe und sehr persönliche Einblicke in Ihr Leben – Man erfährt viel Privates über sie, sie erzählt von Kindheitserinnerungen, Träume und Zukunftsplänen, aber auch über einige sehr traurige Ereignisse. Doch nicht nur sie lernt man hier besser kennen, auch über die Lebensgeschichte ihrer Familie und Freunde erfährt mal viel und natürlich über ihren Mann Barack. Diese gesamten Einblicke sind unheimlich interessant – besonders auch, wie sie die acht Jahre als First Lady erlebt hat und wie es hinter den Kulissen des Weißen Hauses aussieht.


„Ich hatte einen Job bei einer großen, erfolgreichen Anwaltskanzlei. Ich hatte meine Eltern und Großeltern stolz gemacht. Aber als ich Barack zuhörte, begann ich zu verstehen, dass seine Version von Hoffnung weit über meine hinausging. Es war eine Sache, einen Ort hinter sich zu lassen, an dem man nicht weiterkam. Doch es war etwas ganz anderes, zu versuchen, diesen Ort so zu verändern, dass dort auch niemand anderes mehr steckenblieb. Wieder traf mich die Erkenntnis, wie besonders er doch war.“ – Seite 160


Schon der Prolog lässt erahnen, dass Michelle Obama viel zu erzählen hat. Zu dieser Zeit ist die Amtszeit ihres Mannes gerade einige Zeit vorüber und sie ist mit ihrer Familie aus dem weißen Haus ausgezogen. Diese Zeit lässt sie Revue passieren:


„(…) Und bis vor Kurzem war ich die First Lady der Vereinigten Staaten von Amerika – ein Beruf, der offiziell gar kein Beruf ist, mir aber trotzdem ein Podium geboten hat, wie ich es mir nie hätte träumen lassen. Er hat mich herausgefordert, mich demütig gemacht, mich emporgehoben und niedergestreckt, nicht selten sogar beides gleichzeitig. Ich fange gerade erst an, als das zu verarbeiten, was in den vergangenen Jahren geschehen ist – angefangen mit dem Moment im Jahr 2006, als mein Mann erstmals von seiner Präsidentschaftskandidatur zu sprechen begann. (…)" – Seite 9/10


Mein Fazit: Eine beeindruckende Autobiografie, die sehr lesenswert ist. Michelle Obama gibt einen detaillierten Einblick in ihr Leben – sie berichtet von ihrer Kindheit bis hin zur ihrer Zeit als Mutter und First Lady. Doch auch von der Zeit danach erzählt sie. Michelle Obama ist eine beeindruckende und sympathische Frau, die vieles erlebt und auch Hürden sehr gut gemeistert hat. Ein besonderes Buch, das ich sehr empfehlen kann.


Meine Bewertung: 








Titel: Becoming - Meine Geschichte
Autorin: Michelle Obama
Genre: Biografie
Seitenanzahl: 544
Verlag: Goldmann
Erstveröffentlichung: 13. November 2018

Samstag, 22. Dezember 2018

Rezension zu "Der Mönch von Mokka" von Dave Eggers


Zum Buch
Die Geschichte von Mokhtar und dem Port of Mokha

Mokhtar Alkhanshali ist ein junger Amerikaner jemenitischer Herkunft und in San Francisco aufgewachsen. Lange wusste er nicht, wohin ihn seine berufliche Laufbahn führen soll und probierte verschiedenes aus. Doch eines Tages entdeckt er durch Zufall die uralte Kaffeetradition seiner Heimat wieder und hat von nun an ein Ziel: Mokhtar möchte unter fairen Bedingungen Kaffee im Jemen anbauen und diesen dann in die USA exportieren. Doch sein Plan ist nicht ganz ungefährlich, da die Sicherheitslage dort schon seit Langem angespannt ist. Als im Jahr 2015 schließlich der Bürgerkrieg ausbricht und die Bomben der Saudis sein Leben bedrohen, versucht er unter dramatischen Umständen, das Land zu verlassen. Dieses gelingt ihm schließlich und sein Traum, dem Kaffee aus dem Jemen zu neuer Bedeutung zu verhelfen und zu fairen Preisen für alle an der Produktion Beteiligten zu verkaufen ist aktueller denn je. Zurück in den USA gründet er seine eigene Firma – mit großem Erfolg.


„Im 21. Jahrhundert konsumieren allein die Amerikaner 25 Prozent der globalen Kaffeeproduktion, und im Jahr 2014 war Kaffee eines der wertvollsten Agrarerzeugnisse der Welt, ein Siebzig-Millionen-Dollar-Geschäft, für das in Kolumbien, Vietnam, Kambodscha, Kenia, Uganda, Guatemala, Mexiko, Hawaii, Jamaika und Äthiopien Kirschen angebaut werden.

Aber der Jemen, das Land, in dem der Anbau der Kaffeepflanze überhaupt erst begonnen hatte, war ein winziger und größtenteils vergessener Player auf dem Weltmarkt für Kaffee. Mokhtar hatte die Vorstellung, dass er das ändern könnte.“ Seite 80, eBook


Der Mönch von Mokka ist ein besonderes Buch, das die Lebensgeschichte von Mokhtar  Alkhanshali erzählt, der seine Liebe zum Kaffee entdeckte. Zunächst erfährt man, wie der junge Mann mit jemenitischen Wurzeln in San Francisco aufgewachsen ist und wie er nach einigen Umwegen schließlich auf die Idee gekommen ist, Im- und Exporteur von Kaffee zu werden. Er hat den Plan, das alte Kaffeehandwerk seines Herkunftslandes wiederzubeleben. Der Weg dorthin ist nicht einfach: Mokhtar lernt zunächst alles, was mit dem Kaffee zu tun hat – und  so erfahren wir auch die sehr interessante historische Geschichte des Kaffees: Wie er vor mehreren Jahrhunderten entdeckt wurde und wie die Kaffeepflanze vom Ursprungsland Jemen in die ganze Welt gelangt ist. Auch über die Zusammensetzung der Kaffeefrucht und dem Herstellungsprozess von der Frucht bis hin zum Rösten erfährt man einiges.  All diese interessanten Informationen in Kombination mit Mokhtars Geschichte, die so manches Abenteuer bereithält, ist auf eine besondere Weise unheimlich packend zu lesen. 

Der Schreibstil ist klar und lässt sich flüssig lesen, man lernt Mokhtar und sein Umfeld sofort sehr gut kennen. Zudem erfährt der Leser auch mehr über den Jemen, den Kaffeebauern vor Ort und die oft gefährliche Lage dort. Vorne im Buch findet man zudem noch eine Karte, auf der die Lage der handelnden Orte abgebildet ist. Auch die Bezeichnung  Der Mönch von Mokka, der gleichzeitig der Titel des Buches ist, hat eine  bestimmte Bedeutung, die man im Laufe der Geschichte erfährt.

Mein Fazit: Ein besonderes Buch, das zum einen die Lebensgeschichte eines Amerikaners mit jemenitischen Wurzeln erzählt, zum anderen aber auch die Geschichte des Kaffees – diese Kombination ist dem Autor sehr gelungen. Dieser biografische Roman mit vielen interessanten Fakten rund um den Kaffee ist ein wirkliches Lesehighlight, das ich gerne weiterempfehle!


Meine Bewertung: 





Titel: Der Mönch von Mokka
Autor: Dave Eggers
Genre: Biografischer Roman
Seitenanzahl: 384
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Erstveröffentlichung: 04. Oktober 2018


Noch mehr Infos rund um den Port of Mokha findet ihr auf der Website: https://www.portofmokha.com/



Vielen Dank an Kiepenheuer & Witsch für das Rezensionsexemplar!

Mittwoch, 19. Dezember 2018

Rezension zu "Der Krieg der Zwerge" von Markus Heitz

Zum Buch

Die Zwergen-Saga - Band 2

Nachdem es dem Zwerg Tungdil zusammen mit seinen Freunden gelungen ist, den düsteren Magus Nod‘onn zu besiegen, hat er allen Grund zu feiern. Doch die Freude währt nicht lang: Ein großes Heer von Orks marschiert unaufhaltsam auf das fünfte Zwergenreich zu, um  es zu vernichten. Tungdil und die anderen Zwerge schweben in höchster Gefahr, denn das Schwarze Wasser, ein dunkles Geheimnis, hat die Kreaturen unsterblich gemacht…
Auch aus dem Jenseitigen Land droht eine große Gefahr: Mysteriöse Feinde, die Unheimliches umgibt, erheben sich: Ihr Heer nähert sich immer schneller der Westgrenze des Geborgenen Landes – was haben sie vor?
Doch nicht nur gefährliche Kreaturen bedrohen das Land – ein abtrünniger Zwergenstamm sinnt zudem noch auf Rache – Tungdil, seine Freunde und weitere Verbündete stellen sich den zahlreichen Feinden entgegen…


„Will eine finstere Macht, dass wir später als geplant bei den Ersten angelangen? Was geht im Geborgenen Land vor? Aus der Unruhe und Sorge erwuchs eine nicht erklärbare Beklemmung, auch der Sieg des Vortages über die Orks vermochte daran nichts zu ändern.“ – Seite 47


Dies ist nur ein kleiner Einblick in den zweiten Band der Zwergen-Saga, der sofort abenteuerlich beginnt. Wieder erwarten den Leser spektakuläre Schlachten, geheimnisvolle Magie und mysteriöse Gegner. Doch zwischen den rasanten Abschnitten lernt man auch die Hauptfiguren noch besser kennen, allem voran den Zwerg Tungdil, dessen zweiter Name nach einem Ereignis von „Bolofar“ in „Goldhand“ geändert wurde. Er erfährt endlich mehr über seine Herkunft und dem Schicksal, das damit verbunden ist und fasst daraufhin einen finsteren Plan. Es gibt verschiedene Blickwinkel, auch bekommen wir hier einen Einblick in das unheimliche Dson Balsur, dem dunklen Reich der Albae.
Die Schauplätze sind wieder beeindruckend und bildgewaltig beschrieben, auch ein geheimnisvolles Zwergenreich ist dabei. Aber auch weitere Orte im Geborgenen Land spielen hier eine große Rolle – nicht alle sind idyllisch und bergen finstere Geheimnisse…
Die Handlung lässt sich sehr gut verfolgen -  am Ende gibt es ein packendes Finale, dass zudem noch einige Überraschungen bereithält.


„Der Nebel hatte ihn in die Irre geführt. Er stand irgendwo, der hereingebrochenen Dunkelheit nach zu urteilen in einer Höhle, und zwar in einer gewaltigen Höhle. Seine Nerven waren gespannt wie Schleppseile, die Stille machte ihn fahrig. Die Schleier verwirbelten und narrten ihn mit Trugbilden von schemenhaften Orks und namenlosen Scheusalen.“ - Seite 150


Mein Fazit: Auch der zweite Band um die Zwerge steht seinem Vorgänger in nichts nach: Spektakuläre Schlachten, düstere Magie und unsterbliche Kreaturen – es wird spannend!  Natürlich sind auch Verschwörungen, Intrigen und Machtkämpfe nicht weit. Markus Heitz hat hier eine sehr gelungene Fortsetzung mit vielen Überraschungen geschaffen. High-Fantasy vom Feinsten – sehr lesenswert!


Meine Bewertung: 




Titel: Der Krieg der Zwerge
Autor: Markus Heitz
Genre: High-Fantasy
Seitenanzahl: 608
Verlag: Piper
Erstveröffentlichung: 2004