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Band 3 der Jackaby-Reihe
New Fiddleham, 1892: Es ist zehn Jahre her, dass Jenny
Cavanaugh ermordet wurde, doch sie hat noch lange keine Ruhe gefunden und lebt
als Geist in Jackabys Haus weiter. Als sich in New Fiddleham auf einmal
Mordfälle ereignen, die Jennys Fall verblüffend ähneln, nehmen Jackaby und
seine Assistentin Abigail den Fall von damals wieder auf – mit der Absicht, den
aktuellen Fall dabei ebenfalls zu lösen. Ihre Suche treibt sie in die Arme
eines leichenbleichen Feindes … (Quelle: Klappentext vom Verlag)
„Ich habe Sie kurz aus den Augen verloren, Sir. Sie haben mich fast zu …“
Die Worte bleiben mir im Hals stecken. Das Gesicht in der Finsternis war nicht Jackabys.
„… zu Tode erschreckt?“ Es war rund und leichenblass und um das Kinn zog sich ein blauer Bartschatten. Der bleiche Mann lächelte und tippte sich grüßend an den Hut.“ – Seite 69, eBook
Da mir bereits die ersten beiden Bände um R.F. Jackaby, dem
Detektiv für unerklärliche Phänomene, und seiner Assistentin Abigail Rook gut
gefallen haben, war ich dementsprechend gespannt auf den dritten Band. Hier
rückt eine bereits bekannte Person in den Vordergrund: Jenny Cavanaugh, die
seit zehn Jahren als Geist in ihrem eigenen Haus lebt (das Jackaby übernommen
hat), findet keine Ruhe, denn der Mord an sie und das Verschwinden ihres
damaligen Verlobten ist weiterhin ungeklärt. Doch nun scheint Licht ins Dunkel
zu kommen, da sich ihr Fall mit einigen Aktuellen ähnelt.
Die Geschichte ist, wie schon aus den Vorgängern bekannt,
wieder in der Ich-Perspektive aus der Sicht der sympathischen Assistentin Abigail
Rook geschrieben, die meiner Meinung nach noch mehr im Vordergrund steht als
Jackaby. Doch beide sind ein tolles Team. Jackabys manchmal herrlich schräge
und spezielle Art kommt auch hier wieder zum Vorschein:
„Wie haben Sie davon erfahren?“, fragte Jackaby. „Unser Verbindungsmann bei der Polizei sagte, Sie seien schon fort gewesen, als man Ihnen die Nachricht vom grauenhaften Zustand Ihres Gatten überbringen wollte.“
„Sir“, mahnte ich. „Etwas mehr Feingefühl bitte.“
„Verzeihung“, sagte er. „Vom grauenhaften Zustand Ihres verstorbenen Gatten.“ – Seite 110, eBook
An diesem Band hat mir besonders gefallen, das zum einen das
Schicksal eines schon bekannten Charakters aufgeklärt wird, und zum anderen
erfahren wir hier einiges aus Jackabys Vergangenheit. Die Handlung ist
abwechslungsreich und führt auch an Orte, die nicht ganz von dieser Welt sind. Allerdings
fand ich genau diese Abschnitte etwas zu wirr und „zu viel“. Jedoch sind im
dritten Band die Unterhaltungen etwas lebhafter und interessanter gestaltet als
im Vorgänger. Ebenfalls sind die Charaktere hier besser ausgearbeitet und
wirken nicht mehr ganz so blass. Ganz besonders gefallen hat mir der Nachtrag
am Ende.
Mein Fazit: Ein gelungener dritter Band, der sehr gut mit
seinen Vorgängern mithalten kann. Auf Detektiv Jackaby und seiner Assistentin
Abigail wartet hier ein interessanter Fall mit viel Übernatürlichem und tollen
Fantasy-Elementen. Das Ende ist gut gelungen und macht neugierig auf den
Folgeband. Bis auf kleinere Schwächen wieder ein spannender
All-Age-Mystery-Krimi.
Meine Bewertung:
Titel: Jackaby 3: Der leichenbleiche Mann
Autor: William Ritter
Genre: All Age / Mystery
Seitenanzahl: 352
Verlag: cbj/cbt
Erstveröffentlichung: Dezember 2018
Die Bücher der JACKABY-Reihe:
Band 1 - Jackaby
Band 2 - Die verschwundenen Knochen
Band 3 - Der leichenbleiche Mann
Band 4 - Der gnadenlose König
Vielen Dank an das Bloggerportal
und cbj/cbt
für das Rezensionsexemplar! :)

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