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Mokhtar Alkhanshali ist ein junger Amerikaner jemenitischer
Herkunft und in San Francisco aufgewachsen. Lange wusste er nicht, wohin ihn
seine berufliche Laufbahn führen soll und probierte verschiedenes aus. Doch
eines Tages entdeckt er durch Zufall die uralte Kaffeetradition seiner Heimat
wieder und hat von nun an ein Ziel: Mokhtar möchte unter fairen Bedingungen
Kaffee im Jemen anbauen und diesen dann in die USA exportieren. Doch sein Plan
ist nicht ganz ungefährlich, da die Sicherheitslage dort schon seit Langem
angespannt ist. Als im Jahr 2015 schließlich der Bürgerkrieg ausbricht und die
Bomben der Saudis sein Leben bedrohen, versucht er unter dramatischen Umständen,
das Land zu verlassen. Dieses gelingt ihm schließlich und sein Traum, dem
Kaffee aus dem Jemen zu neuer Bedeutung zu verhelfen und zu fairen Preisen für
alle an der Produktion Beteiligten zu verkaufen ist aktueller denn je. Zurück
in den USA gründet er seine eigene Firma – mit großem Erfolg.
„Im 21. Jahrhundert konsumieren allein die Amerikaner 25 Prozent der globalen Kaffeeproduktion, und im Jahr 2014 war Kaffee eines der wertvollsten Agrarerzeugnisse der Welt, ein Siebzig-Millionen-Dollar-Geschäft, für das in Kolumbien, Vietnam, Kambodscha, Kenia, Uganda, Guatemala, Mexiko, Hawaii, Jamaika und Äthiopien Kirschen angebaut werden.
Aber der Jemen, das Land, in dem der Anbau der Kaffeepflanze überhaupt erst begonnen hatte, war ein winziger und größtenteils vergessener Player auf dem Weltmarkt für Kaffee. Mokhtar hatte die Vorstellung, dass er das ändern könnte.“ – Seite 80, eBook
Der Mönch von Mokka ist ein besonderes Buch, das die
Lebensgeschichte von Mokhtar Alkhanshali
erzählt, der seine Liebe zum Kaffee entdeckte. Zunächst erfährt man, wie der
junge Mann mit jemenitischen Wurzeln in San Francisco aufgewachsen ist und wie
er nach einigen Umwegen schließlich auf die Idee gekommen ist, Im- und
Exporteur von Kaffee zu werden. Er hat den Plan, das alte Kaffeehandwerk seines
Herkunftslandes wiederzubeleben. Der Weg dorthin ist nicht einfach: Mokhtar
lernt zunächst alles, was mit dem Kaffee zu tun hat – und so erfahren wir auch die sehr interessante
historische Geschichte des Kaffees: Wie er vor mehreren Jahrhunderten entdeckt
wurde und wie die Kaffeepflanze vom Ursprungsland Jemen in die ganze Welt
gelangt ist. Auch über die Zusammensetzung der Kaffeefrucht und dem Herstellungsprozess
von der Frucht bis hin zum Rösten erfährt man einiges. All diese interessanten Informationen in Kombination
mit Mokhtars Geschichte, die so manches Abenteuer bereithält, ist auf eine
besondere Weise unheimlich packend zu lesen.
Der Schreibstil ist klar und lässt sich flüssig lesen, man
lernt Mokhtar und sein Umfeld sofort sehr gut kennen. Zudem erfährt der Leser
auch mehr über den Jemen, den Kaffeebauern vor Ort und die oft gefährliche Lage
dort. Vorne im Buch findet man zudem noch eine Karte, auf der die Lage der
handelnden Orte abgebildet ist. Auch die Bezeichnung Der Mönch von Mokka, der gleichzeitig der
Titel des Buches ist, hat eine bestimmte
Bedeutung, die man im Laufe der Geschichte erfährt.
Mein Fazit: Ein besonderes Buch, das zum einen die
Lebensgeschichte eines Amerikaners mit jemenitischen Wurzeln erzählt, zum
anderen aber auch die Geschichte des Kaffees – diese Kombination ist dem Autor
sehr gelungen. Dieser biografische Roman mit vielen interessanten Fakten rund um
den Kaffee ist ein wirkliches Lesehighlight, das ich gerne weiterempfehle!
Meine Bewertung:
Titel: Der Mönch von Mokka
Autor: Dave Eggers
Genre: Biografischer Roman
Seitenanzahl: 384
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Erstveröffentlichung: 04. Oktober 2018
Noch mehr Infos rund um den Port of Mokha findet ihr auf der Website: https://www.portofmokha.com/
Vielen Dank an Kiepenheuer & Witsch für das Rezensionsexemplar!

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