Eine ungewöhnliche Mordermittlung und rätselhafte
Ereignisse…
Maskenball auf dem Anwesen der Familie Hardcastle. Am Ende
des Abends wird Evelyn, die Tochter des Hauses, sterben. Und das nicht nur ein
Mal. Tag für Tag wird sich ihr mysteriöser Tod wiederholen – so lange, bis der
Mörder endlich gefasst ist.
Familie Hardcastle lädt zu einem Ball auf ihr Anwesen Blackheath. Alle Gäste
amüsieren sich, bis ein fataler Pistolenschuss die ausgelassene Feier beendet.
Evelyn Hardcastle, die Tochter des Hauses, wird tot aufgefunden. Unter den
Gästen befindet sich jemand, der mehr über diesen Tod weiß, denn am selben Tag
hat Aiden Bishop eine seltsame Nachricht erreicht: Heute Abend wird jemand
ermordet werden. Es wird nicht wie ein Mord aussehen, und man wird den Mörder
daher nicht fassen. Bereinigen Sie dieses Unrecht, und ich zeige Ihnen den Weg
hinaus. Tatsächlich wird Evelyn nicht nur ein Mal sterben. Bis der Mörder
entlarvt ist, wiederholt sich der dramatische Tag in Endlosschleife. Doch damit
nicht genug: Immer, wenn ein neuer Tag anbricht, erwacht Aiden im Körper eines
anderen Gastes und muss das Geflecht aus Feind und Freund neu entwirren. Jemand
will ihn mit allen Mitteln davon abhalten, Blackheath jemals wieder zu
verlassen. (Quelle: Klappentext)
„Der Lakai“, wiederhole ich für mich. Ich habe keine Ahnung,
wer sich dahinter verbirgt, aber das Gefühl, das dieses Wort in mir auslöst,
ist unverkennbar. Aus irgendeinem Grund habe ich schreckliche Angst vor dieser
Person. – Seite 40, eBook
Auf dieses Debüt des Autors Stuart Turton bin ich zufällig
gestoßen – der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht. Tatsächlich hat
sich dieses Buch zu einer positiven Überraschung entpuppt, das mich mit seinem
außergewöhnlichen Stil überzeugt hat.
Es geht um Evelyn Hardcastle, die am Abend eines Balls tot
aufgefunden wird. Doch wer ist der Mörder? Zudem stellt sich die Frage, welche
dunklen Geheimnisse das heruntergekommene Anwesen Blackheath, sowie die
illustren Gäste noch verbergen.
„Jedes Gespräch scheint mit Nadelstichen gespickt, überall
lauert Gefahr, die Luft ist voller Dornen.“ – Seite 102, eBook
Dieser Krimi ist wirklich besonders: Nicht nur, dass dieser einen
historischen Charme versprüht, er hat auch eine ganz einzigartige Erzählweise:
Die anfangs noch unbekannte Hauptfigur erlebt den Tag, an dem der Mord
geschehen soll, acht Mal – aus völlig unterschiedlichen Perspektiven. Der
Erzähler (aus dessen Sicht das Buch in der Ich-Perspektive geschrieben ist)
wacht morgens auf - im Körper einer Person, die an diesem Wochenende auf dem
Anwesen Blackheath anwesend sind. Wer denkt, dass das nach ermüdender
Wiederholung klingt, wird überrascht: Denn genau dieser Perspektivwechsel ist
sehr spannend und dem Autor wirklich gelungen. Neben der komplexen Geschichte
und dem Rätsel, wer Freund und wer Feind ist, kommt noch eine andere Frage auf:
Wer ist Aiden Bishop wirklich?
Nach und nach setzen sich die anfangs rätselhaften
Geschehnisse zu einem Gesamtbild zusammen, dass mehr als überrascht. Viele
einzelne Fäden werden entwirrt – manchmal wird es etwas verwirrend, aber
dennoch ist es unheimlich spannend zu lesen, da man als Leser fleißig
miträtseln kann. Eines kann ich an dieser Stelle verraten: Es kommt völlig
anders, als man denkt.
Am Anfang des Buches findet man die Einladung an die Gäste,
die zugleich auch ein kleines Personenregister enthält, was ab und an sehr
hilfreich ist.
Mein Fazit: Ein gelungenes Krimi-Debüt, das mit seinem
historischen Charme und einer ganz besonderen Erzählweise überrascht. Es wird
komplex und manchmal etwas verwirrend, aber dennoch spannend und richtig gut! Die
Geschichte steckt voller Überraschungen, dunkler Geheimnisse, rätselhafter
Charaktere und ungeahnten Entwicklungen. Es fällt schwer, das Buch aus der Hand
zu legen. Wer besondere Krimis mag, dem kann ich dieses Buch wärmstens
empfehlen!
Meine Bewertung:
Titel:
Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle
Autor
: Stuart Turton
Genre:
Krimi
Seitenanzahl:
605
Verlag:
Tropen / Klett Cotta