Dienstag, 31. Dezember 2024

Ein Goodbye und ein Dankeschön

 



Hallo ihr Lieben,

Nun ist das Lesejahr 2024 fast vorbei und auch ich beende das Jahr mit einem Goodbye:
Ich habe mich nach langer Überlegung dazu entschlossen, meinen Buchblog zu schließen.

Im April 2015 bin ich mit Nicoles Bücherwelt gestartet und habe in den fast zehn Jahren eine tolle Buchcommunity gefunden und viele wunderbare Bücher gelesen und rezensiert. Ein Blog ist eine schöne Sache, doch er kostet auch Zeit und Kraft. Meine Entscheidung, nicht mehr zu bloggen war nicht leicht und hat vorallem gesundheitliche Gründe.

Meine Liebe zu Büchern und dem Lesen ist natürlich nicht verloren gegangen - ich möchte wieder mehr Zeit zum Lesen haben und freue mich schon, all meine Lesepläne umzusetzen. Ich bin inzwischen lieber im Hintergrund und stille Mitleserin.

Mein Blog wird noch eine zeitlang online bleiben, bevor ich ihn später als privates Lesetagebuch weiterführe. Ansonsten werde ich auf Lovelybooks weiterhin meine virtuelle Bibliothek pflegen und auch Rezensionen schreiben. 
Ihr findet mich ansonsten noch auf Bluesky, wo ich über meine aktuellen Lesepläne und Buchiges berichte.

Bei Twitter / X bin ich nicht mehr aktiv.

An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal herzlich bedanken:
Bei allen Leserinnen und Lesern meines Blogs, bei der Buchcommunity, die mich damals so toll aufgenommen hat, bei den Autorinnen und Autoren und natürlich bei den Buchverlagen, die mir viele ihrer großartigen Bücher zum Lesen und Rezensieren zur Verfügung gestellt haben.


Goodbye und viele liebe Grüße! 💕
Nicole


Monatsrückblick Dezember 2024

 




Hallo ihr Lieben,

hier kommt mein buchiger Monatsrückblick auf den Lesemonat Dezember  - mit Neuzugängen, Lieblingszitaten, Buchhighlights und Leseplänen für den Dezember. Insgesamt habe ich 5 1/2  Bücher gelesen. Weiter unten findet ihr die Links zu den Rezensionen. Viel Spaß beim Stöbern!


Neuzugänge


Printbücher

Durch Nikolaus- und Weihnachtsbuchgutscheine sind ein paar wundervolle Printausgaben bei mir eingezogen:

  • Bram Stoker - Dracula (illustrierte Schmuckausgabe aus dem Coppenrath-Verlag)


 


  • Gareth Brown - Das Buch der tausend Türen
  • Hafsah Faizal - Die Reiche von Arawiya 1: We hunt the Flame
  • Andrew O'Hagan - Caledonian Road


 

  • Sarah Brooks - Handbuch für den vorsichtigen Reisenden durch das Ödland


eBooks

  • Kerstin Gier - Vergissmeinnicht 3: Was die Welt zusammenhält (bereits gelesen)
  • Alan Bradley - Flavia de Luce 11: Des Henkers letzte Mahlzeit (bereits gelesen)
  • Chelsea Abdullah - The Sandsea Chronicles 1: Der Sternenstaubdieb (ET 15.02.2025)
  • T. Kingfisher - The Hollow Places: Kara und die rätselhafte Welt hinter den Dingen (eBook-Deal)
  • Evie Woods - Der verschwundene Buchladen 
  • Jane Austen - Die sechs Romane: Emma / Kloster Northanger / Mansfield Park / Stolz und Vorurteil / Überredung / Verstand und Gefühl (Romansammlung - eBook-Deal) 



#24für2024

Von meiner Leseliste habe ich in diesem Monat leider kein Buch gelesen.

Meine 24 ausgewählten Bücher findet ihr in meinem Beitrag:  #24für2024 - Meine Leseliste. Dort gibt es regelmäßig Updates zu den gelesenen Büchern.
Der Endstand liegt bei 13 von 24 Büchern

Die Monatsstatistik:


Mein Lesemonat in Zahlen

6 gelesene Bücher
2.992 gelesene Seiten

Bewertungen
2 x 5 Sterne
2 x 4,5 Sterne
2 x 4 Sterne






Lieblingszitate des Monats

„Sie drehte den Türknauf, und im nächsten Moment standen wir in einem schier unendlich langen, unendlich verzweigten Korridor voller Türen, von denen keine der anderen glich. Das hier war der Untergrund, der unterirdische Teil des Saums und der natürliche Lebensraum von Nachtmahren, Vampirmotten und diversen Dämonen."
- aus Vergissmeinnicht 3: Was die Welt zusammenhält von Kerstin Gier (Seite 105, eBook)


'Du tust etwas Verbotenes', flüsterte das schlechte Gewissen aufgebracht.
'Ja', antwortete ihm die Abenteuerlust. 'Ist das nicht wunderbar?'
– aus Brunnengeister von Christian Handel (Seite 76, eBook)


„Vor drei Jahren hatte Jacop den Teufel gesehen, und der Teufel hatte ihn gesehen.
Nun sah er seine Falknerin.
Und sie, im Schein der Sterne, wandte den Kopf.“
– aus Helden von Frank Schätzing (Seite 44, eBook)


Gelesene Bücher im Dezember


Ewald Arenz - Zwei Leben

Ein bewegender Roman, der atmosphärisch dicht und mit einem einnehmenden Schreibstil erzählt wird. 4,5 / 5 Sterne

Joachim Meyerhoff - Alle Toten fliegen hoch 6: Man kann auch in die Höhe fallen

Wieder ein lesenswertes Buch aus der besonderen Romanreihe -mal ernst und nachdenklich, dann auch wieder sehr unterhaltsam und tragikomisch. 4,5 / 5 Sterne

Christian Handel - Brunnengeister: Ich verspreche die alles, was du willst...

Eine gelungene Märchenadaption vom "Froschkönig" - märchenhaft düster, geheimnisvoll und besonders. Sehr lesenswert! 5/5 Sterne


Monatshighlight

Kerstin Gier - Vergissmeinnicht 3: Was die Welt zusammenhält

Ein gelungenes Finale der Fantasy-Trilogie - magisch, abenteuerlich und spannend! 5/5 Sterne

Monatshighlight



Alan Bradley - Flavia de Luce 11: Des Henkers letzte Mahlzeit

Ein gelungener 11. Band um die besondere Hobbydetektivin Flavia de Luce. Sehr überraschend, denn so manches Geheimnis wird gelüftet. 4/5 Sterne

 
Frank Schätzing - Jacop der Fuchs-Trilogie 2: Helden

Ein lesenswertes historisches Drama, das den Roman "Tod und Teufel" sehr gut fortsetzt. Sehr detailreich und gut recherchiert. 4/5 Sterne



Lesepläne im Januar

T.J. Klune - Jenseits des Ozeans
Gareth Brown - Das Buch der tausend Türen
Hafsah Faizal - Die Reiche von Arawiya 1: We hunt the Flame
Evie Woods - Der verschwundene Buchladen
Barbara Kingsolver - Demon Copperhead
Ken Follett - Die Kingsbridge-Saga 5: Die Waffen des Lichts

...ansonsten entscheide ich wie immer spontan.


NEUIGKEITEN ZUM BLOG: Dieses war mein letzter Monatsrückblick, da ich nach langer Überlegung entschieden habe, Nicoles Bücherwelt zum 31.12.2024 zu schließen.
Alles weitere dazu findet ihr in meinem Abschiedsbeitrag:



Ich wünsche euch heute einen guten Rutsch und ein schönes neues Jahr mit vielen großartigen Büchern!
Nicole


Montag, 30. Dezember 2024

Rezension zu "Helden" von Frank Schätzing

 

Zum Buch

Jacop der Fuchs – Band 2


1263: Jacop der Fuchs steckt in Schwierigkeiten. Und zwar gewaltig, so wie vor drei Jahren, als er in eine Intrige Kölner Patrizier geriet und nur knapp dem Tod entging.

Danach hat sein Schicksal eine vielversprechende Wendung genommen. Er wurde ehrbar, vom Dieb zum Kaufmannslehrling. Doch wieder muss er um sein Leben laufen, kämpfen, schwimmen… gejagt von Geistern der Vergangenheit, schottischen Söldnern und der furchteinflößenden Blonden Hexe. Hineingeworfen in einen Sturm, der ganz Europa erfasst, ausgelöst durch englische Barone, die nichts Geringeres planen, als ihren König zu entmachten und die absolute Monarchie abzuschaffen.

Was ist schiefgegangen? Wäre Jacop bloß in Köln geblieben, bei seinen Freunden. Doch auch da spitzen sich die Machtkämpfe dramatisch zu… (Quelle: Auszug aus der Inhaltsangabe - KiWi-Verlag)



Helden ist der aktuelle Roman von Frank Schätzing, der am 16. Oktober 2024 erschienen ist. Es ist der zweite Band einer geplanten Trilogie um die Hauptfigur Jacop, der wegen seiner feuerroten Haare auch ‚der Fuchs‘ genannt wird. Hier führt Schätzing die Geschichte fort, die mit seinem Debütroman Tod und Teufel begann. Dieser erschien erstmals im Jahr 1995 und wurde im Oktober 2024 in überarbeiteter Neuausgabe veröffentlicht.

Nach einem Prolog, der Jahre zurück in die Vergangenheit führt, geht es ins Jahr 1263, wo eine Handelsfahrt nach England einen dramatischen Verlauf nimmt. Danach geht es drei Jahre zurück ins Jahr 1260 – hier startet der Roman kurz nach den letzten Ereignissen in „Tod und Teufel“.
Da ich vor kurzem den Roman nochmals gelesen habe, war ich direkt wieder mitten im Geschehen – jedoch sind gerade am Anfang einige Rückblicke in die Geschichte eingeflochten, sodass man einen guten Überblick über das Vergangene bekommt.

Jacops Leben hat eine komplette Wendung genommen: Der ehemalige Dieb befindet sich nun in der Lehre zum Kaufmann und bekommt von Richmodis‘ Onkel Jaspar, der ihm bereits eine große Hilfe war, Unterricht in Sprachen und Rechnungswesen. Auch Handelsfahrten auf See stehen auf dem Plan. So bekommt Jacop nach und nach einen Einblick in das Handelsgeschehen außerhalb von Köln, lernt einiges dazu, geht Risiken ein und erlebt einige Abenteuer.

Bis hin zu der schicksalhaften Seefahrt nach England, wo plötzlich alles aus dem Ruder gerät und eine mysteriöse blonde Frau Jagd auf die Kaufmänner macht. Mitten zwischen den politischen und monarchischen Umwälzungen in England und Frankreich, sowie Intrigen zwischen den Ländern muss Jacop seinen Weg finden, der mehr als nur gefährlich ist…

„Überall konnten sich Rebellen herumtreiben. Keine Fackel, kein Kienspan brannte an Bord. Dunkel wie die See selbst glitt das Schiff dahin. Befehle wurden gezischt, statt geschrien, wie sonst üblich auf einer achtzig Fuß langen Kogge (…)
Jacop fixierte das makellose Rund am Himmel. Der Vollmond versilberte die Nacht. Und gab das Schiff der Entdeckung preis.“
– Seite 25, eBook


Auf den über 1000 Seiten bekommen wir einen umfassenden Einblick in die historischen Ereignisse des 13. Jahrhunderts. Der Anschluss an den Vorgänger ist sehr gut gelungen und die Geschichte um Jacop und seine Freunde und Verbündete geht spannend weiter. Zudem versucht er, ein Geheimnis aus der Vergangenheit zu lösen, was sich interessant und überraschend entwickelt.
Der Roman wechselt regelmäßig zwischen den aktuellen Ereignissen im Jahr 1263 und den Geschehnissen ab 1260 – nach und nach verbinden sich die beiden Erzählstränge und beantwortet einige Fragen.
„Aber welcher Weg hätte ihn nicht durchs Verderben geführt? Was wogen tausend richtige Entscheidungen gegen die eine, die das Leben kostete? Und sie hatten das meiste richtig gemacht nach ihrer denkwürdigen Begegnung im ‚Crown & Trout‘ am Morgen“ – Seite 312, eBook

Der Schreibstil von Frank Schätzing ist besonders und vielleicht auch etwas speziell: Seinen Büchern geht immer eine umfangreiche und akribische Recherche voran, was auch hier unheimlich gut sichtbar wird. Es wird sehr detailreich und ausführlich – sowohl bei der Beschreibung der historischen Ereignisse als auch bei den Geschehnissen rund um Jacop und verschiedensten Kölner Kaufmannsfamilien. Zudem gibt es einen interessanten Einblick in den damaligen Handel, die Seefahrt und die Finanzierung.
Mal sind die Sätze etwas verschnörkelt und Passagen etwas ausschweifend, gleichzeitig schwingt oft auch immer eine gewisse Lockerheit mit. Zugleich wird es in rasanten Kapiteln auch schnell und knapp, was die Spannung ausmacht. Man sollte sich aber auf jeden Fall Zeit nehmen für das Buch.

In diesem historischen Roman wird es neben ruhigeren Abschnitten immer mal wieder spannend und dramatisch, aber auch etwas mysteriös – gerade zu Anfang, als die rätselhafte Frau auftaucht.

„Vor drei Jahren hatte Jacop den Teufel gesehen, und der Teufel hatte ihn gesehen.
Nun sah er seine Falknerin.
Und sie, im Schein der Sterne, wandte den Kopf.“
– Seite 44, eBook


Auch wenn ich Schätzings umfangreiche Romane gerne lese, gab es hier zwischendurch immer mal ein paar Längen. Doch insgesamt hat mir das Buch aber gut gefallen.

Sehr interessant sind noch das Nachwort und die Danksagung. Hier gibt der Autor Einblicke in seine ausführlichen Recherchen und was aus dem Leben im 13. Jahrhundert historisch überliefert ist und was eher unklar ist. Zudem gibt es im eBook noch eine Leseprobe von Tod und Teufel.

Perfekt ist natürlich, wenn man den Vorgänger schon gelesen hat. So versteht man die Einzelheiten und lernt wichtige Charaktere genauer kennen, die auch hier eine zentrale Rolle spielen. Ich denke aber, dann man Helden auch ohne Vorkenntnisse lesen könnte, da die wichtigsten Ereignisse anfangs wiederholt und in die Geschichte eingeflochten wurden.


Mein Fazit: Ein lesenswertes historisches Drama, das den Roman Tod und Teufel sehr gut fortsetzt. Die Hauptfigur erlebt einiges und gerät mitten hinein in historische Umwälzungen, die hier sehr detailreich geschildert werden. Sofort wird die sehr gute Recherche sichtbar. Mal spannend und dramatisch, dann wieder ruhiger mit einem interessanten Einblick in den Alltag des 13. Jahrhunderts. Bis auf kleine Längen zwischendurch ein gutes Buch, das ich gern weiterempfehle – ich bin gespannt auf den dritten Band.



Meine Bewertung:



Titel: Helden
Autor: Frank Schätzing
Genre: Historischer Roman 
Seitenanzahl: 1.040
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Erstveröffentlichung: 16. Oktober 2024


Die Bücher der Jacop der Fuchs-Trilogie:
Band 1 - Tod und Teufel
Band 2 - Helden




Vielen Dank an den KiWi-Verlag und Netgalley für das Rezensionsexemplar!


Dienstag, 24. Dezember 2024

Rezension zu "Flavia de Luce - Des Henkers letzte Mahlzeit" von Alan Bradley


Zum Buch


Flavia de Luce – Band 11


Major Greyleigh, ein ehemaliger Henker, wird tot aufgefunden. Todesursache: der Verzehr giftiger Pilze. Schnell gerät die Köchin Mrs Mullet ins Visier der Polizei. Doch ganz so einfach ist die Lösung nicht – Flavia ermittelt auf eigene Faust. Auf der Suche nach dem Mörder wird sie auf einige Familien aufmerksam, die durch den Henker Angehörige verloren und damit alle ein Motiv haben. Oder hat etwa ihre unerträgliche Cousine Undine etwas mit dem Tod des Henkers zu tun? Am Ende ihrer Nachforschungen kommt Unvorstellbares ans Licht: Flavia erfährt, was wirklich mit ihrem toten Vater geschah – das wohl größte Rätsel ihres Lebens.
(Quelle: Inhaltsangabe - Penhaligon Verlag)




Nachdem der 10. Band Todeskuss mit Zuckerguss im Juni 2019 erschienen war, habe ich mich nach der langen Zeit besonders gefreut, dass nun der 11. Band um die charmante Hobbydetektivin Flavia de Luce veröffentlicht wurde. In Des Henkers letzte Mahlzeit wartet nicht nur ein mysteriöser Mordfall auf Flavia – sie deckt auch einige lang gehütete Geheimnisse auf.

Für die inzwischen vierzehnjährige Hobbydetektivin Flavia de Luce wartet schon bald wieder ein neuer Fall: Major Greyleigh, der in der Vergangenheit als Henker tätig war, wird tot in seinem Haus aufgefunden. Die Todesursache steht schnell fest: Der Verzehr von giftigen Pilzen. Schon bald darauf gerät plötzlich Mrs Mullet in Verdacht – die Köchin, die auf Buckshaw (Flavias Zuhause) arbeitet, hat auch regelmäßig für den Major gekocht.
Während für die Polizei das Rätsel schon fast gelöst scheint, glaubt Flavia nicht an die Schuld der Köchin und ermittelt auf eigene Faust. So stößt sie schon bald auf Ungereimtheiten und auf Menschen, die sich seltsam verhalten. Auch in ihrem hauseigenen Chemielabor entdeckt sie Überraschendes.
Schon bald laufen die Ermittlungen anders als erwartet, denn Flavia kommt hinter ein Geheimnis, dass ihre Familie betrifft und alles auf den Kopf stellt…

„Weil das alles so verwirrend war, hielt ich ständig Ausschau nach Zeichen und Omen. Ich bin nicht abergläubisch, aber irgendwas Großes rollte auf mich zu – da war ich ganz sicher. Ich spürte es bis ins Mark.
Diese verkehrte Welt mit mir mittendrin musste ein für alle Mal wieder geradegerückt werden.“
(Flavia) – Seite 43, eBook


Die Handlung hat von Anfang an wieder diesen typischen, etwas speziellen „Flavia-Stil“ was sich auch im Schreibstil widerspiegelt. Die junge Hobbydetektivin mit Hang zu schwarzem Humor und einer Vorliebe für Chemie und Mordfälle ist hier wieder ganz in ihrem Element:

„Nach meiner Erfahrung ist nichts belebender, als auf einem verregneten, nebeligen Landfriedhof unter einem Schirm zu kauern. (…)
Darum hocke ich, kaum eine Viertelstunde nach einem hastigen, einsamen Frühstück auf Buckshaw, unter einem schwarzen Schirm auf dem alten Friedhof von St. Tankred – dem einzigen Ort, wo mich mit Sicherheit niemand stört.“
(Flavia) – Seite 11, eBook


In der Ich-Perspektive aus Flavias Sicht können wir alles gut verfolgen und erfahren ihre ganz eigene, interessante Sicht auf die Dinge. Es gibt ein Wiedersehen mit schon bekannten Figuren: Die Köchin Mrs Mullet und auch Dogger, der auf Buckshaw arbeitet und inzwischen zu Flavias engsten Verbündeten gehört, sowie auch ihre Cousine Undine. Diese ist etwas speziell und nicht Flavias liebste Mitbewohnerin. Doch sie rückt überraschend näher in den Fokus.

Anfangs eher ruhig, baut sich die Spannung in der Geschichte langsam auf. Nicht nur der mysteriöse Mordfall wird aufgelöst, sondern auch Geheimnisse, die die Familie de Luce und speziell Flavia betreffen. Dieses ist sehr überraschend und gut gelungen.

Zunächst hat es eine Weile gedauert, bis ich im Buch angekommen war – das erste Drittel hat ein paar Längen. Doch das alles legt sich später und somit hat dieser Band mich doch noch positiv überrascht.


Mein Fazit: Ein gelungener 11. Band um die besondere Hobbydetektivin Flavia de Luce, in dem nicht nur ein Mordfall aufgeklärt wird, sondern auch so manches Geheimnis gelüftet wird. Nach kurzer Einlesezeit entwickelt sich die Geschichte spannend, überraschend und mit einigen kleinen Abenteuern. Auch der etwas spezielle, aber besondere „Flavia-Stil“ ist hier wieder gelungen. Ein lesenswerter Band der Reihe.



Meine Bewertung:




Titel: Flavia de Luce 11 - Des Henkers letzte Mahlzeit
Autor: Alan Bradley
Übersetzt von: Katharina Orgaß, Gerald Jung
Genre: Krimi
Seitenanzahl: 288
Verlag: Penhaligon
Erstveröffentlichung: 27. November 2024


Die Bücher der Reihe um Flavia de Luce:
Band 1 - Mord im Gurkenbeet
Band 2 - Mord ist kein Kinderspiel
Band 3 - Halunken, Tod und Teufel
Band 4 -Vorhang auf für eine Leiche
Band 5 - Schlussakkord für einen Mord
Band 6 - Tote Vögel singen nicht
Band 9 - Der Tod sitzt mit im Boot
Band 10 - Todeskuss mit Zuckerguss
Band 11 - Des Henkers letzte Mahlzeit

eBook-Short Story - Das Geheimnis des kupferroten Toten 



Vielen Dank an das Bloggerportal  und Penhaligon für das Rezensionsexemplar!