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Nach den turbulenten Ereignissen im
Mädcheninternat in Kanada kehrt Flavia de Luce endlich heim nach Buckshaw -
doch leider hat Dogger -Mann für alles auf dem Anwesen und Flavias engster
Vertrauter- traurige Neuigkeiten. Ihr Vater liegt mit einer Lungenentzündung im
Krankenhaus. Auch ihre beiden älteren Schwestern Ophelia und Daphne haben mal
wieder das Kriegsbeil ausgegraben und sind alles andere als einfühlsam. Um der
grauen Stimmung zu entkommen, schwingt Flavia sich auf ihr treues Fahrrad
Gladys und stattet der Pfarrersfrau Cynthia einen Besuch ab. Diese bittet sie,
dem abgeschieden lebenden Holzbildhauer Mr. Sambridge eine Nachricht zu
übermitteln. Als niemand die Tür öffnet, betritt Flavia das Haus und staunt
nicht schlecht: Mr. Sambridge ist tot und hängt kopfüber an der
Schlafzimmertür. Sofort nimmt die begeisterte Hobbydetektivin die Ermittlungen
auf und kommt einigen Geheimnissen auf die Spur...
"Ich stieg ab und lehnte Gladys an die Friedhofsmauer. Hier war sie gut aufgehoben, bis ich sie wieder abholte, um nach Hause zu fahren. Außerdem liebte Gladys Friedhöfe, sodass die Wartezeit trotz des Regens für sie geradezu ein Vergnügen war." -Seite 23, eBook
Nachdem mir die im März 2017
veröffentlichte Kurzgeschichte Das Geheimnis des kupferroten Toten schon sehr
gut gefallen hatte, war ich nun noch gespannter auf den achten Band um Flavia
de Luce - der 12-jährigen charmanten Hobbydetektivin, die eine Vorliebe für
Chemie und Gifte hat. Auch nach ihrer Rückkehr aus Kanada gibt es wieder
einiges zu tun - ein Toter, der kopfüber an seiner Schlafzimmertür hängt.
Flavia ist sofort in ihrem Element und ermittelt - natürlich bevor die Polizei
eintrifft. Bei ihrer Bestandsaufnahme entdeckt sie, dass der Tote auffallend
viele und gut erhaltene Kinderbücher in seiner Sammlung hat - eine Sache, der
sofort nachgegangen werden muss...
"Erstaunlich, was für ein Hochgefühl so ein Leichenfund auslösen kann! Ich leckte meinen geistigen Bleistift an und machte mir ein paar Notizen." -Seite 34, eBook
Auch im achten Band gibt es eine spannende
Story: Eine Hobbydetektivin in ihrem Element und viele interessante
Entwicklungen. Wie bei den vorigen Bänden ist auch dieses Buch wieder in der
Ich-Perspektive geschrieben, was sehr gut passt. Neben ihren cleveren
Gedankengängen lässt Flavia uns Leser hier wieder das ein oder andere Mal
schmunzeln. Genau dieses lockert die Geschichte immer so schön auf. Auch gibt
es hier ein Wiedersehen mit schon bekannten Nebencharakteren: Die Haushälterin
Mrs Mullet, der unersetzbare Dogger und natürlich die etwas fiesen Schwestern
Feely und Daffy - und seit kurzem neu im
Hause Buckshaw: Cousine Undine.
Die Handlung bleibt durchgehend spannend,
lässt sich gut lesen und hält einige Überraschungen bereit - besonders zum Ende
hin.
Das Cover gefällt mir ganz gut - wobei ich
aber sagen muss, das mir die ursprüngliche Covergestaltung (bunt und
wunderschön illustriert mit Flavia auf dem Titelbild) noch etwas besser
gefallen hat. Doch diese Veränderung tut der Reihe inhaltlich natürlich keinen
Abbruch.
Noch kurz zu der Frage, ob man Mord
ist nicht das letzte Wort auch lesen kann, ohne die Vorgänger zu kennen:
Ja. Die Geschichte an sich ist ein abgeschlossener Fall, es tauchen zwar immer
wieder kurze Rückblicke auf vergangene Ereignisse auf, die aber in kurzen
Sätzen schnell erklärt werden. Dennoch würde ich empfehlen, die Reihe von
Anfang an zu lesen - so lernt man die gute Flavia einfach noch etwas besser kennen
und erfährt einfach mehr über die Hintergründe.
Mein Fazit: Wieder ein tolles und
gelungenes Abenteuer mit der inzwischen liebgewonnenen Hobbydetektivin! Ein
interessanter neuer Fall und die spannende, spezielle Ermittlung im Flavia-Stil
machen auch den achten Band wieder zu einem Krimi der etwas anderen Art. Aus
Flavias Sicht geschrieben lässt es sich flüssig lesen, ist sehr gut
verständlich und hält besonders zum Ende hin einige Überraschungen bereit. Mir
hat es sehr gut gefallen und kann die Geschichte allen an Herz legen, die mal
eine ganz besondere Ermittlerin kennen lernen wollen. Sehr lesenswert!
Meine Bewertung:
Titel: Flavia de Luce 8: Mord ist nicht das letzte Wort
Autor: Alan Bradley
Genre: Krimi
Seitenanzahl: 352
Verlag: Penhaligon
Erstveröffentlichung: 25. April 2017
Die Bücher der Reihe um Flavia de Luce:
Band 1 - Mord im Gurkenbeet
Band 2 - Mord ist kein Kinderspiel
Band 3 - Halunken, Tod und Teufel
Band 4 -Vorhang auf für eine Leiche
Band 5 - Schlussakkord für einen Mord
Band 6 - Tote Vögel singen nicht
Band 7 - Eine Leiche wirbelt Staub auf
Band 8 - Mord ist nicht das letzte Wort
Band 9 - Der Tod sitzt mit im Boot
Band 10 - Todeskuss mit Zuckerguss
Band 11 - Des Henkers letzte Mahlzeit
Band 10 - Todeskuss mit Zuckerguss
Band 11 - Des Henkers letzte Mahlzeit
eBook-Short Story - Das Geheimnis des kupferroten Toten
Vielen Dank an das Bloggerportal und Penhaligon für das Rezensionsexemplar!

Liebe Nicole,
AntwortenLöschenich fürchte, das ist eine Reihe, die ich unbedingt noch kennenlernen muss!
Viele Grüße, Heike
Liebe Heike,
Löschenunbedingt! :) Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dir die Reihe gefallen könnte.
Liebe Grüße
Nicole