![]() |
| Zum Buch |
Band 2 der Exkarnation-Dilogie
Der Krieg der alten Seelen geht weiter.
Während eine Seelenwanderin sich mit zwei besonderen Begleitern auf die Suche
nach ihrem entführten Mann begibt und nicht zögern würde, ihre mächtige
Seelengabe gegenüber dem skrupellosen Entführer einzusetzen, begibt sich eine
uralte Vampirin auf eine Rettungsmission, die sie an ungeahnte Ort bringt. Wird
sie ihre Geliebten retten können?
Und auch ein Mann ohne Gedächtnis sucht
weltweit nach den Schuldigen, die im dieses einst angetan haben. Mit dabei hat
ein mächtiges Artefakt und eine Gabe, gegen die jeder Gegner chancenlos ist.
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich
alle begegnen werden...
"Die unerbittlichen, scheinbar dunkelgrauen Augen erfassten ihn, verengten sich für einen Herzschlag; die Farbe um die Pupillen schien ganz sachte aufzuleuchten. Ihr Blick war eine Warnung, ein Versprechen und barg eine uralte Grausamkeit, wie sie die Gegenwart nicht kannte." -Seite 25
Diese kurze Inhaltsangabe ist nur ein
kleiner Einblick in den umfassenden Roman. Auch wenn der erste Band seiner
Exkarnation-Dilogie schon sehr packend war, so hebt Markus Heitz hier im Finale
die Spannungskurve noch einmal ordentlich an. Was im Vorgänger vielleicht noch
etwas geheimnisvoll und unklar ist, wird hier aufgeklärt. So wie die Geschichte
um den geheimnisvollen, mysteriösen Mann, der mit einem speziellen Artefakt
einige Seelenwandere aufsucht und jedem von ihnen bestimmte Fragen stellt. Eine
falsche Antwort hat fatale Folgen. Hier erfahren wir endlich, wer und vor allem
was dahinter steckt. Aber auch die anderen Erzählstränge sind fesselnd, die
Geschichte nicht immer mehr an Tempo auf und schließlich kommt alles zusammen -
wie, das ist sehr überraschend und perfekt gelöst.
Das Besondere hier ist, das Markus Heitz in
diese umfangreiche Geschichte sämtliche Figuren aus seinen früheren Romanen
eingebaut hat und deren jeweiligen Geschichten somit weitererzählt. Für Leser,
die diese Romane bereits gelesen haben, sehr interessant. Aber auch für diejenigen,
die diese älteren Bücher noch nicht kennen (wie mich) ist es unheimlich
spannend, etwas über diese Figuren zu erfahren - dieses hat mich nur umso
neugieriger auf die Bücher gemacht, die ich auf jeden Fall noch lesen werde.
Also für beide "Seiten" gleichermaßen interessant.
Währen ich bei Krieg der alten
Seelen manchmal das Problem hatte, den komplizierten Verstrickungen zu
folgen, war das hier überhaupt nicht mehr der Fall. Alles ist sehr gut
verständlich, detailreich beschrieben und durch kleine Wiederholungen
zwischendurch verliert man nie den Überblick. Das Finale ist schließlich so,
wie es sein soll: Spannend, unvorhersehbar und überraschend.
"Die Schatten schienen sich zu verdichten. Das geringe Licht der Straßenlaternen in der vorgelagerten Straße, das sich in die altertümliche Gasse wagte, wurde verschlungen, als hätte die Moderne darin nichts verloren. Die schwarze Materie ließ nicht zu, dass hineingelangte, was ihr nicht behagte." -Seite 105
Die Covergestaltung ist sehr gelungen -
mysteriös und düster passt diese perfekt zum Inhalt. Hinten im Buch gibt es
sogar noch einen kleinen Bonus: Die Kurzgeschichte Exemplum, die
bereits in Sonja Rüthers Anthologie Aus Dunklen Federn
veröffentlicht wurde. Ebenfalls spannend - und unheimlich.
Mein Fazit: Ein sehr gelungenes Finale, in
dem schließlich alles zusammenkommt. Nach seinem Vorgänger Krieg der
alten Seelen überzeugt auch Seelensterben mit einer
fesselnden Handlung - unheimlich, überraschend und mit vielen besonderen
Figuren und Wesen. Sämtliche losen Fäden werden hier gekonnt zusammengefügt. Die
Mischung aus etwas phantastischem und so manchen Horror-Elementen macht dieses
Buch zu einem sehr lesenswerten Mystery-Thriller. Wirklich empfehlenswert!
Meine Bewertung:
Titel: Exkarnation 2 - Seelensterben
Autor: Markus Heitz
Genre: Mystery-Thriller
Seitenanzahl: 656
Verlag: Droemer Knaur
Die Bücher der Exkarnation-Dilogie:
Band 1 - Krieg der alten Seelen
Band 2 - Seelensterben

Liebe Nicole,
AntwortenLöschenich glaube, diese Dilogie sollte ich mal im Hinterkopf behalten.
Viele Grüße, Heike