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Der Tierfriedhof und das dunkle Geheimnis dahinter
Aufgrund einer neuen Arbeitsstelle zieht Louis Creed
zusammen mit seiner Frau Rachel und den beiden Kindern Ellie und Gage von
Chicago nach Ludlow, Maine. Schnell ist die junge Familie von der Gegend beeindruckt:
Direkt hinter dem Haus mit seinem großen Garten erstrecken sich weitläufige
Wälder, die noch im Besitz der Micmac-Indianer sind. Einzig die Schnellstraße
direkt vor dem Haus macht den Creeds Sorgen. Und schon bald darauf wird die
Idylle erstmals zerstört, denn Church, der geliebte Kater der 5-jährigen Ellie,
wird überfahren. Auf Anraten seines Nachbars Jud Crandall, mit dem Louis sich
angefreundet hat, begräbt er den Kater seiner Tochter nicht auf dem
nahegelegenen, liebevoll von den Kindern angelegten Tierfriedhof, sondern auf
einer verborgenen, geheimnisvollen Grabstätte. Schnell wird ihm klar, dass mehr
hinter dem unheimlichen Ort steckt – denn am nächsten Tag kehrt der Kater
lebendig zurück – jedoch ist er ein anderer als vorher. Doch damit nicht genug:
Das Schicksal schlägt erneut zu und verwandelt das Leben der Beteiligten in ein
unsagbares Grauen…
„Der Tod war eine verschwommene Vorstellung; der Haustier-Fritof war Wirklichkeit. Auf seinen unbeholfenen Grabinschriften standen Wahrheiten, die sogar Kinderhände greifen konnten.“ – Seite 74
Kaum zu glauben, aber Friedhof der Kuscheltiere ist schon
einige Jahre alt – im Jahr 1985 erschien der Roman erstmals in deutscher
Übersetzung, 1983 im Original. Doch das Alter spielt bei den Romanen von
Stephen King absolut keine Rolle. Nach wie vor hat Pet Sematary, wie das Buch
im Original heißt, nichts von seinem Grauen verloren. Vor vielen Jahren habe
ich diese Geschichte zum ersten Mal gelesen und nun beim re-read, war der
Horrorroman genau so fesselnd wie damals.
Ich habe nun die überarbeitete Neuauflage gelesen, mit einem Vorwort von Stephen King - dieses stammt aus dem Jahr 2000. Hier schildert er nochmal, wie es zu der Entstehung des Romans gekommen ist und warum er gerade dieses Buch vom ihm selbst als am furchtbarsten empfindet.
Ich habe nun die überarbeitete Neuauflage gelesen, mit einem Vorwort von Stephen King - dieses stammt aus dem Jahr 2000. Hier schildert er nochmal, wie es zu der Entstehung des Romans gekommen ist und warum er gerade dieses Buch vom ihm selbst als am furchtbarsten empfindet.
Wie oben beschrieben, beginnt die Geschichte erst ganz
normal und leicht idyllisch – das Grauen schleicht sich nach und nach ein und
nimmt gerade zum Ende in einen furchtbaren Verlauf. Die Handlung ist sehr gut
zu verfolgen, die Charaktere lernt man sehr gut kennen und die unheimliche
Atmosphäre wird mit jeder Seite mehr spürbar.
Besonders gefallen hat mir die Beschreibung des
Tierfriedhofs, als der Nachbar Jud die Familie Creed zum ersten Mal dorthin
führt. Es wirkt alles sehr geheimnisvoll und etwas unheimlich. Man merkt
schnell, dass noch viel mehr dahinter steckt. Doch das ist natürlich nur der
Anfang….
Das aktuelle Cover gefällt mir sehr gut – ich finde den Stil
und den besonderen Schriftzug der Neuauflagen sehr gelungen.
„Sie erreichten die Lichtung, und der Mond glitt wieder hinter seinem Wolkenriff hervor und tauchte den Friedhof in gespenstisches Licht. Die schiefen Grabmale – Kistenbretter und Dosen, mit Vaters Blechschere geschnitten und dann zu groben Rechtecken flach gehämmert, angeschlagenen Schieferplatten - ragten mit dreidimensionaler Deutlichkeit auf und warfen scharf begrenzte, schwarze Schatten.“ – Seite 125
Mein Fazit: Auch nach weit über 30 Jahren immer noch lesenswert
– Friedhof der Kuscheltiere gehört nach wie vor zu den besten und
unheimlichsten Romanen von Stephen King. Geheimnisvoll, düster und grausam –
nach und nach zieht der typische Stephen King-Horror in die Geschichte ein und
überrascht mit einem Verlauf, wie er unheimlicher nicht sein kann. Sehr
lesenswert!
Meine Bewertung:
Titel: Friedhof der Kuscheltiere
Autor: Stephen King
Genre: Horror
Seitenanzahl: 608
Verlag: Heyne
Erstveröffentlichung: 1985
Neuveröffentlichung: 08. Februar 2011


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