Samstag, 1. Dezember 2018

Rezension zu "Friedhof der Kuscheltiere" von Stephen King

Zum Buch
Der Tierfriedhof und das dunkle Geheimnis dahinter

Aufgrund einer neuen Arbeitsstelle zieht Louis Creed zusammen mit seiner Frau Rachel und den beiden Kindern Ellie und Gage von Chicago nach Ludlow, Maine. Schnell ist die junge Familie von der Gegend beeindruckt: Direkt hinter dem Haus mit seinem großen Garten erstrecken sich weitläufige Wälder, die noch im Besitz der Micmac-Indianer sind. Einzig die Schnellstraße direkt vor dem Haus macht den Creeds Sorgen. Und schon bald darauf wird die Idylle erstmals zerstört, denn Church, der geliebte Kater der 5-jährigen Ellie, wird überfahren. Auf Anraten seines Nachbars Jud Crandall, mit dem Louis sich angefreundet hat, begräbt er den Kater seiner Tochter nicht auf dem nahegelegenen, liebevoll von den Kindern angelegten Tierfriedhof, sondern auf einer verborgenen, geheimnisvollen Grabstätte. Schnell wird ihm klar, dass mehr hinter dem unheimlichen Ort steckt – denn am nächsten Tag kehrt der Kater lebendig zurück – jedoch ist er ein anderer als vorher. Doch damit nicht genug: Das Schicksal schlägt erneut zu und verwandelt das Leben der Beteiligten in ein unsagbares Grauen…


„Der Tod war eine verschwommene Vorstellung; der Haustier-Fritof war Wirklichkeit. Auf seinen unbeholfenen Grabinschriften standen Wahrheiten, die sogar Kinderhände greifen konnten.“ – Seite 74


Kaum zu glauben, aber Friedhof der Kuscheltiere ist schon einige Jahre alt – im Jahr 1985 erschien der Roman erstmals in deutscher Übersetzung, 1983 im Original. Doch das Alter spielt bei den Romanen von Stephen King absolut keine Rolle. Nach wie vor hat Pet Sematary, wie das Buch im Original heißt, nichts von seinem Grauen verloren. Vor vielen Jahren habe ich diese Geschichte zum ersten Mal gelesen und nun beim re-read, war der Horrorroman genau so fesselnd wie damals.


Ich habe nun die überarbeitete Neuauflage gelesen, mit einem Vorwort von Stephen King - dieses stammt aus dem Jahr 2000. Hier schildert er nochmal, wie es zu der Entstehung des Romans gekommen ist und warum er gerade dieses Buch vom ihm selbst als am furchtbarsten empfindet.
Wie oben beschrieben, beginnt die Geschichte erst ganz normal und leicht idyllisch – das Grauen schleicht sich nach und nach ein und nimmt gerade zum Ende in einen furchtbaren Verlauf. Die Handlung ist sehr gut zu verfolgen, die Charaktere lernt man sehr gut kennen und die unheimliche Atmosphäre wird mit jeder Seite mehr spürbar.
Besonders gefallen hat mir die Beschreibung des Tierfriedhofs, als der Nachbar Jud die Familie Creed zum ersten Mal dorthin führt. Es wirkt alles sehr geheimnisvoll und etwas unheimlich. Man merkt schnell, dass noch viel mehr dahinter steckt. Doch das ist natürlich nur der Anfang….
Das aktuelle Cover gefällt mir sehr gut – ich finde den Stil und den besonderen Schriftzug der Neuauflagen sehr gelungen.





„Sie erreichten die Lichtung, und der Mond glitt wieder hinter seinem Wolkenriff hervor und tauchte den Friedhof in gespenstisches Licht. Die schiefen Grabmale – Kistenbretter und Dosen, mit Vaters Blechschere geschnitten und dann zu groben Rechtecken flach gehämmert, angeschlagenen Schieferplatten - ragten mit dreidimensionaler Deutlichkeit auf und warfen scharf begrenzte, schwarze Schatten.“ – Seite 125


Mein Fazit: Auch nach weit über 30 Jahren immer noch lesenswert – Friedhof der Kuscheltiere gehört nach wie vor zu den besten und unheimlichsten Romanen von Stephen King. Geheimnisvoll, düster und grausam – nach und nach zieht der typische Stephen King-Horror in die Geschichte ein und überrascht mit einem Verlauf, wie er unheimlicher nicht sein kann. Sehr lesenswert!


Meine Bewertung: 






Titel: Friedhof der Kuscheltiere
Autor: Stephen King
Genre: Horror
Seitenanzahl: 608
Verlag: Heyne
Erstveröffentlichung: 1985
Neuveröffentlichung: 08. Februar 2011



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