Montag, 7. Januar 2019

Rezension zu "Das Schicksal der Zwerge" von Markus Heitz

Zum Buch

Die Zwergen Saga - Band 4

Seit den großen Kämpfen an der schwarzen Schlucht im Jenseitigen Land sind viele Jahre vergangen. Von dem Zwerg Tungdil, der seit der Schlacht damals verschollen ist, fehlt weiterhin jede Spur. Inzwischen hat sich die Lage im Geborgenen Land dramatisch verändert: Drachen, Magier und Albae haben die Herrschaft großer Teile des Reiches an sich gerissen und liefern sich einen erbitterten Krieg untereinander. Die Zwerge kämpfen unterdessen einzig um ihr Überleben.
Währenddessen leben der Zwerg Boindil Zweiklinge und seine Frau Goda weiterhin im Jenseitigen Land. Tungdils bester Freund und Weggefährte sichert mit vielen anderen die Schwarze Schlucht, in der sich weiterhin die bösartigsten Kreaturen und Monster sammeln.
Eines Tages geschieht das Unfassbare: Gefolgt von einer Armee des Grauens taucht ein schwer gerüsteter Zwergenkrieger aus der Schwarzen Schlucht auf – er behauptet, Tungdil Goldhand zu sein. Sein Freund Boindil ist außer sich vor Freude und nimmt Tungdil sofort herzlich auf. Doch einige Zweifel bleiben bestehen – will der Zwerg dem Geborgenen Land wirklich helfen oder verfolgt er eigene, finstere Pläne?


„Dann trat ein Zwerg nach vorne, von Kopf bis Fuß in eine düstere Rüstung aus Tionium gehüllt; schimmernde Intarsien glommen eine nach der anderen auf. Die Kreaturen wichen ehrfürchtig vor ihm zurück. In der rechten Hand hielt er eine Waffe, die sowohl im Geborgenen als auch im Jenseitigen Land eine Legende war: Sie war schwarz wie die schwärzesten Schatten.“ – Seite 24


 Das Schicksal der Zwerge ist der vierte Band um die Zwerge und hält ein ganz neues, anderes Abenteuer bereit. Nachdem Band eins und zwei nahtlos ineinander übergingen und zwischen Teil zwei und drei eine Zeitspanne von ca. fünf Jahren lagen, gibt es hier nun einen riesigen Zeitsprung: Seit den dramatischen Ereignissen am Ende des dritten Bandes sind 250 Jahre (im Buch als Sonnenzyklen benannt) vergangen. Seitdem ist nichts mehr so, wie es in den vergangenen Bänden war – im Geborgenen Land hat sich die Lange dramatisch verändert – man erfährt nach und nach, was in den vielen Jahren geschehen ist und wie es schließlich dazu gekommen ist. Auch an der Schwarzen Schlucht – einem tiefen Spalt im Jenseitigen Land, aus dem die furchtbarsten Kreaturen aufsteigen- tut sich einiges: Der einstige Zwergenheld Tungdil Goldhand kehrt zurück - jedoch komplett verändert. Was hat es damit auf sich? Manche Zwerge wittern Betrug….





Man kann sehr gut verfolgen wie sich alles entwickelt und welche Pläne nun anstehen, um die Reiche zu retten – es bleibt spannend, es wird düster und abenteuerlich. Neben neuen Charakteren sind nach so vielen Jahren auch noch alte Bekannte dabei – besonders Boindal (auch Ingrimmsch genannt), der oft an Tungdils Seite kämpfte, wächst dem Leser immer mehr ans Herz und rückt in den Mittelpunkt, was mir sehr gut gefallen hat.
In diesem Buch begegnet man auch vielen furchterregenden Kreaturen, über die man manchmal einfach nur schockierend staunen kann – der Einfallsreichtum von Markus Heitz ist klasse.
Auch unheimliche alte Bekannte sind wieder zahlreich vertreten – die Albae:


„Die Gesichter der Albae sagten ihm nichts; sie waren hübsch, vollkommen, schmal, bartlos – und grausam. Wie alle ihrer Art. Ihre Augenhöhlen schienen leer zu sein. Daran unterschied man die Albae von ihren freundlichen Verwandten, den Elben. Bei Tageslicht färbte sich das Augenweiß schwarz wie die finsterste Nacht. Das konnten sie nicht verbergen.“ – Seite 51


Mein Fazit: Der vierte Band nimmt sofort an Fahrt auf – schon der Prolog ist packend und sehr unheimlich. Hier warten neue Abenteuer auf die Zwerge, dessen Leben sich inzwischen sehr verändert hat. Als Leser bekommt man hier wieder High-Fantasy vom Feinsten: Beeindruckende Schauplätze, furchterregende Kreaturen, packende Schlachten und gefährliche Abenteuer. Wieder etwas stärker als der dritte Band, bei dem ich einen Stern abgezogen hatte. Packend, überraschend und sehr lesenswert!


Meine Bewertung: 




Titel: Das Schicksal der Zwerge
Autor: Markus Heitz
Genre: High-Fantasy
Seitenanzahl: 624
Verlag: Piper
Erstveröffentlichung: 2008


 

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