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| Zum Buch |
Eine veränderte Welt und ein rätselhafter Fremder...
Sieben Jahre ist es nun her, als eine Grippeepidemie den
Großteil der Menschheit dahingerafft hat. Die dreiundzwanzigjährige Gwendolynn
„Lynn“ ist damals zusammen mit ihrer
Familie von Alaska in den Yukon gezogen – dort leben sie zurückgezogen, fernab
von Menschenansammlungen. Für Lynn ist das eintönige Leben und der lange Winter
mit den viele Schneemassen eher langweilig. Doch eines Tages kreuzt ein Mann
ihren Weg. Jax ist verletzt und wird von ihnen versorgt. Doch danach ist nichts
mehr so, wie es mal war - denn Jax wird verfolgt. Schon bald tauchen weitere
Menschen auf…
„Ich beobachtete den dahineilenden Fluss und stellte mir wohl zum millionsten Mal vor, wie ich seinem Lauf in östlicher Richtung folgte. Wie ich immer weiterging, das Land erkundete und zahlreiche Entdeckungen machte. Wie ich leben würde, statt immer nur zu überleben.“ – Seite 43, eBook
Auf dieses Buch bin zufällig beim Stöbern aufmerksam
geworden – und es hält auf jeden Fall einige Überraschungen bereit, denn der
Klappentext gibt nur einen ganz kleinen Einblick in die Geschichte. Ich werde
zum Inhalt auch nicht mehr verraten, da es einfach spannend ist, nicht zu wissen,
wo die Geschichte letztendlich hinführt.
Wie schon oben erwähnt, ist die Welt seit sieben Jahren nicht
mehr die, die es mal war – dazu führten mehrere schreckliche Ereignisse,
letztlich hat eine Grippeepidemie den Großteil der Menschen ausgelöscht. Zu den
Überlebenden gehört die junge Frau Lynn, die eines Tages dem mysteriösem Jax
begegnet – er ist verletzt und ihre Familie versorgt ihn, jedoch mit großem
Misstrauen. Doch diese Begegnung hat Folgen und zieht einige Veränderungen mit
sich.
Die Geschichte wird in der Ich-Perspektive aus Lynns Sicht
erzählt. Meist am Anfang der einzelnen Kapitel erzählt sie aus der
Vergangenheit und der Zeit, in der ihr Dad noch gelebt hat – so erfährt man
ziemlich schnell, wie es zu dieser verheerenden Katastrophe kam – und das ist
erschreckend.
Anfangs beginnt die Geschichte eher ruhig. Sie braucht ein
wenig, um in Schwung zu kommen und um Spannung aufzubauen – doch nach einem
Drittel nimmt die Story an Fahrt auf und nimmt einen überraschenden Verlauf.
Das Cover gefällt mir unheimlich gut – schlicht und
geheimnisvoll. Es passt sehr gut zu dieser Dystopie.
„Plötzlich schien sich die Luft zu verändern. Es hatte etwas mit der Stille zu tun und erinnerte mich an den Moment, wenn ein Reh, auf das ich Jagd machte, stehen blieb und die Ohren in meine Richtung drehte. Obwohl ich mucksmäuschenstill blieb, wusste das Tier in diesem Augenblick, dass etwas nicht stimmte. So als ob es mich spüren konnte.“ – Seite 85, eBook
Mein Fazit: Eine Dystopie, die einige Überraschungen
bereithält. Nach und nach entwickelt sich die Geschichte zu einem spannenden
Thriller, der einen interessanten und unvorhersehbaren Verlauf nimmt. Das Buch
lässt sich flüssig lesen, die eher düstere Endzeit-Atmosphäre kommt sehr gut
rüber.
Die Geschichte benötigt zwar etwas Zeit um in Schwung zu
kommen, doch danach kann man das Buch nur noch sehr schlecht aus der Hand
legen. Von mir gibt es vier Sterne – sehr lesenswert!
Meine Bewertung:
Titel: Wie Wölfe im Winter
Autor: Tyrell Johnson
Genre: Dystopie / Thriller
Seitenanzahl: 352
Verlag: HarperCollins
Erstveröffentlichung: 02. Januar 2018
Vielen Dank an HarperCollins und Netgalley für das Rezensionsexemplar!












