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Anton ist 45
Jahre alt und arbeitet seit vielen Jahren als professioneller Zauberer. Doch er
merkt, dass es mit seiner Karriere immer weiter bergab geht. Ganz anders sieht
es da bei seinem ehemaligen Jugendfreund und inzwischen Erzfeind Sebastian aus
- er tourt mit Antons Ex-Freundin Charlotta als Zauberer-Duo erfolgreich durchs
ganze Land.
Noch ahnt er
nicht, dass sich an seinem 45. Geburtstag einiges in seinem Leben ändern wird:
Nach einer kurzen, einsamen Feier mit sich selbst auf einem Rastplatz und einem
eher mäßigen Auftritt in einem Altenheim beschließt er, noch in der Nacht nach
Hause zu fahren. Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse: Er kommt vom Weg
ab, wandert auf der Suche nach Hilfe durch einen dichten Wald und begegnet dort
einem Mädchen, das ihn bittet, sieben Blumen für sie zu pflücken. Anton lehnt
entnervt ab und wird danach plötzlich vom Pech verfolgt. Ein freundliches Paar,
das am Waldrand lebt, klärt ihn schließlich auf: Das Mädchen ist eine Waldfee und
hat Anton nun mit einem Todesfluch belegt. Anton will das alles nicht so recht
glauben: Er als professioneller Zauberer glaubt er schließlich nicht an
Magie...
"Nachdem ich mir die Seerosen unters Kinn geklemmt hatte, schwamm ich ans Ufer. Schließlich entstieg ich mit schwankenden Schritten dem See und sank ermattet auf einen Baumstumpf. Ich sammelte mich ein paar Minuten, bis ich merkte, dass der Stumpf Teil eines gigantischen Ameisenhaufens war." -Seite 120
Eine
ereignisreiche Begegnung mit einem roten Chesterfield-Sofa bringt Antons Leben gehörig
durcheinander. Ein kleines Mädchen entpuppt sich als Waldfee, die ihm seine
Ablehnung sehr übelnimmt und den armen Anton verflucht. Doch es besteht die
Möglichkeit, den Fluch aufheben zu lassen - was aber gar nicht so einfach
ist...
Dieses Buch
fällt einem schon aufgrund des besonderen Cover ins Auge: Der schwarze Umriss
eines Mannes vor einem leuchtend grünen Wald - es passt perfekt zum Inhalt.
Diese Geschichte ist gespickt mit einigem Humor und einer guten Portion Magie. Der
etwas grummelige Anton ist mit seiner speziellen Art eine interessante Figur. Doch
auch wenn er mir anfangs noch ganz sympathisch war, entwickelt er sich
zwischenzeitlich auch mal zu einem etwas anstrengenden Protagonisten.
Was hier
aber sehr gut gelungen ist, sind die magischen Elemente, die sehr schön in die
Geschichte eingebracht wurden. Es tauchen viele interessante, skurrile Figuren
auf und auch die Schauplätze sind schön beschrieben. Besonders im Wald Tiveden
gibt es einigen Zauber zu entdecken.
"Wir wohnen seit sieben Monaten hier, sagte Janine. Der Spiegel hängt schon seit unserem Einzug dort, doch der Großvater hat erst vor einigen Wochen angefangen zu spuken" - Seite 225
Mein Fazit:
Ein herrliche, leicht verrückte Geschichte um einen schwedischen Zauberer, der
Magie bisher für unmöglich gehalten hat. Aus Sicht der Hauptfigur Anton
geschrieben, gibt es immer mal wieder etwas zum schmunzeln. Kleine Schwächen
gab es im Mittelteil, wo sich ein bestimmter Abschnitt etwas zog und Anton
etwas anstrengend wird. Zum Glück ändert sich das zum Finale wieder, das Ende
hat mir sehr gut gefallen. Eine wirklich interessante Story mit besonderem
Charme!
Meine Bewertung:
Titel: Anton hat kein Glück (HC) / Holla die Waldfee! (TB)
Autor: Lars Vasa Johansson
Genre: Roman / Humor
Seitenanzahl: 416
Verlag: Rowohlt / Wunderlich
Eine kleine Anmerkung: Das Hardcover ist 2016 unter dem Titel Anton hat kein Glück erschieben - mit der Taschenbuchausgabe, die im Februar 2018 erschien wurde der Titel in Holla die Waldfee! geändert.
Vielen Dank an Lovelybooks und Wunderlich für das Leseexemplar und die tolle Leserunde zum Buch! :)

Ahoy Nicole,
AntwortenLöschenentgegen meiner Hoffnungen hat mir dieses Buch leider gar nicht gefallen, angefangen bei den Charakteren und auch auf Grund der langweiligen Handlung...
Ich lasse liebste Wochenendsgrüße und frech auch meinen Link da, Mary <3
http://marys-buecherwelten.blogspot.de/2016/12/anton-hat-kein-gluck.html