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Band 4 aus der Reihe um den Friedhof der
Vergessenen Bücher
Barcelona, im Jahr 1959: An einem grauen
Wintertag im Dezember kehrt die junge Frau Alicia Gris von Madrid in ihre
Heimatstadt Barcelona zurück. Sie hat den Auftrag, dem mysteriösen und plötzlichen
Verschwinden den Ministers Mauricio Valls nachzugehen. Dessen Auto wurde
verlassen in den Straßen Barcelonas gefunden. Bei ihren Recherchen findet sie
in Valls' Besitz ein geheimnisvolles und äußerst seltenes Buch, das dieser sehr
gut versteckt hatte. Um mehr über das besondere Buch zu erfahren, führt ihr Weg
sie unter anderem in die Buchhandlung Sempere & Söhne. Schon beim Betreten
des Ladens kommen bei Alicia Kindheitserinnerungen auf, zuerst nur schemenhaft
- die besondere Atmosphäre und die vielen Bücher nehmen sie sofort gefangen...
Doch nicht nur die Erinnerungen an ihre
Vergangenheit, sondern auch der aktuelle Fall erfordert ihre ganze
Aufmerksamkeit. Noch ahnt sie nicht, dass sie bereits mitten in einer dunkle
Intrige mit noch ungeahntem Ausmaß steckt...
"Ich durchschritt den Gang bis zu einem Bogen, hinter dem sich ein mächtiges Gewölbe auftat, und blieb hier stehen. Vor mir erhob sich das große Labyrinth wie eine unendliche Luftspiegelung. Eine Spirale aus Treppen, Tunneln, Brücken und Bögen verflocht sich zu einer ewigen, aus sämtlichen Büchern der Welt errichteten Stadt und stieg zu einer riesigen Glaskuppel an." -Seite 10
Da mir von Carlos Ruiz Zafón besonders die
Bücher um den Friedhof der Vergessenen Bücher gefallen haben, war ich dementsprechend
gespannt auf den neuen und finalen Band der Reihe. Auch wenn bei mir das Lesen
der drei vorigen Bände schon eine Weile her ist, war der Zauber der Bücher sofort
wieder da. Schon ganz an Anfang wird man (innerhalb eines Traums) schon kurz
wieder an den besonderen Ort mitgenommen: In die Kathedrale, die von oben bis
unten bestückt ist mit alten Büchern.
Das Buch beginnt mit einigen losen
Erzählsträngen, wo man noch nicht genau weiß, wie sie sich später zusammenfügen
werden. Doch danach findet man sich sehr gut zurecht. Man lernt Alicia kennen,
die den Auftrag erhält, einen hochangesehenen Minister zu finden, der vor
kurzem spurlos verschwand. Während ihrer manchmal speziellen und ungewöhnlichen
Ermittlungsmethoden findet sie unglaubliches heraus...
Es wird überraschend spannend mit einigen
Krimi- und Thriller-Elementen - doch trotzdem geht der
"Bücher-Zauber" nicht verloren. Denn auch die Welt der Bücher spielt
hier eine zentrale Rolle - hier steht neben den rätselhaften Verschwinden von
Mauricio Valls (dass noch ungeahnte Ausmaße annehmen wird) auch ein äußerst
seltenes Buch und dessen Autor im Vordergrund, um den sich einige Geheimnisse
ranken. Das hat mir besonders gut gefallen, genauso wie das Ende des Buches,
das noch einige Überraschungen bereithält.
Das Cover finde ich sehr passend - schlicht
und mit dem Jungen, der sich die Nase an dem Schaufester einer Buchhandlung
plattdrückt sehr nostalgisch und sympathisch - passend zum Stil der
Zafón-Bücher.
Der Autor erwähnt am Anfang des Buches, dass
man den Zyklus um den Friedhof der Vergessenen Bücher in beliebiger Reihenfolge
oder auch einzeln lesen kann. Am besten ist natürlich, wenn man die Bände der
Reihe nach liest, da die Bücher alle durch Personen und Handlungen miteinander
verbunden sind, doch das ist kein Muss. Auch wenn vielleicht einige Fragen
auftauchen, kann man Das Labyrinth der Lichter auch ohne
Vorkenntnisse lesen. Es ist trotz Verbindungen schon eine eigene Geschichte.
"Sie eilte die Treppe hinunter und blieb erst stehen, als sie in ihrem Zimmer war. Dort lehnte sie sich an die Tür und rutschte dann auf den Boden; sie spürte, dass ein Fluch die Luft vergiftet hatte und dass diese Nacht die letzte in diesem trüben Märchen war, dass sie allzu lange Jahre inszeniert hatten." -Seite 94
Mein Fazit: Das Finale des Zyklus um den
Friedhof der Vergessenen Bücher ist sehr gelungen. Neben dem wunderbaren
Bücher-Zauber wartet auch ein wirklich spannender Krimi, verbunden mit dem
besonderen Schreibstil Zafóns. Zu Anfang braucht man einen Moment, um die
vielen Fäden der Geschichte zu ordnen, doch im Laufe des Buches fügt sich alles
zusammen. Er schafft es auch hier wieder, einzelne Orte wundervoll zu
beschreiben - man ist sofort gefangen von der Geschichte! Es wird spannend und abenteuerlich
mit einigen überraschenden Wendungen. Mir hat dieser Roman mit seinen vielen
Facetten sehr gut gefallen. Mit einem perfekten Ende ein würdiger Abschluss der
Reihe!
Meine Bewertung:
Titel: Das Labyrinth der Lichter
Autor: Carlos Ruiz Zafón
Genre: Roman
Seitenanzahl: 944
Verlag FISCHER
Die Bücher der Reihe um den Friedhof der Vergessenen Bücher:
Band 1 - Der Shatten des Windes
Band 2 - Das Spiel des Engels
Band 3 - Der Gefangene des Himmels
Band 4 - Das Labyrinth der Lichter
Zum Schluss noch ein Dankeschön an Lovelybooks für das Rezensionsexemplar und die tolle Leserunde zum Buch! :)


Hallo Nicole,,, ich stecke immer noch fest im Buch und komme frühestens morgen zum Weiterlesen,,, tolle Rezi wieder :-) !
AntwortenLöschenLG Angela
Liebe Nicole,
AntwortenLöschendeine Begeisterung kann ich leider nicht teilen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich die Vorgeschichte der Saga nicht kenne. Aber super, dass du so begeistert bist!
Liebe Lesegrüße, Heike
Liebe Heike,
Löschenschade, dass die die Geschichte nicht so zugesagt hat. Stimmt, ich habe auch die Vorgänger mit Begeisterung gelesen. :)
Liebe Grüße
Nicole