Mittwoch, 25. Januar 2023

Rezension zu "Wer die Hölle kennt" von Leigh Bardugo

 

Zum Buch

Alex Stern – Band 2

Seit Jahrhunderten ziehen acht mächtige studentische Verbindungen der Elite-Universität Yale die Fäden hinter Politik und Wirtschaft – das neunte Haus jedoch überwacht die Einhaltung der Regeln. Denn die Macht der Verbindungen beruht auf uralter, dunkler Magie.

Zwar ist es Geisterseherin Alex Stern gelungen, im Auftrag des neunten Hauses eine Verschwörung auf dem Campus aufzuklären, doch dabei wurde ihr Mentor Daniel Arlington entführt. Obwohl Alex' Gefühle für Daniel in zwei sehr unterschiedliche Richtungen tendieren, unternimmt sie alles, um ihn zu retten. Auch wenn sie dafür buchstäblich durch die Hölle gehen muss!
(Quelle: Auszug aus der Inhaltsangabe - Knaur Verlag)




Wer die Hölle kennt ist die mit Spannung erwartete Fortsetzung von Das neunte Haus, das im Februar 2020 erschienen ist. Auch der zweite Band ist ziemlich packend und führt die Geschichte um die Geisterseherin Alex Stern fort.
Der Schauplatz hier ist die Eliteuniversität Yale in New Haven, wo die acht großen Häuser verschiedenste Magie und Rituale ausüben. Da diese die Geister der Toten anziehen, wurde das neunte Haus Lethe geschaffen, um die Aktivitäten von Yales Geheimverbindungen zu überwachen und die Geister fernzuhalten. Ebenfalls versuchen die Mitglieder des neunten Hauses die Mysterien zu enthüllen, die hinter dem Schleier im Jenseits liegen. Auch Galaxy „Alex“ Stern gehört dazu, da sie die Fähigkeit besitzt, die Geister ohne Hilfsmittel zu sehen. Doch bei den letzten Geschehnissen musste sie noch einen Schritt weiter gehen – seitdem ist einiges anders:

„Sie hatte sie zu sich gerufen und ihre Namen genannt. Sie hatten geantwortet. Sie hatten sie gerettet. Und Rettung hatte ihren Preis. Ihr ganzes Leben lang hatte sie die Grauen schon sehen können; nun konnte sie sie auch hören. Sie waren jetzt viel näher, so viel schwerer zu ignorieren.“ – Seite 27, eBook


Bei den letzten dramatischen Ereignissen wurde ihr Mentor Daniel Arlington, auch Darlington genannt, entführt. Während einige ihn schon für tot erklärt haben, ist Alex fest davon überzeugt, dass er noch lebt und gefangen ist – in der Hölle. Alex und Pamela Dawes versuchen alles, um ihn zu retten – mit gefährlichen Folgen für sie alle.
Zudem geht auf dem Campus seltsames vor: Todesfälle, mysteriöse Geschehnisse und undurchsichtige Personen sind nur ein Teil davon. Auch holt Alex ihre Vergangenheit erneut ein…

„Sie hatte eine Falle erwartet, aber eben nicht die, die er für sie aufgestellt hatte. Und sie war einfach hineingelaufen. Wie ein weiser Narr.“
– Seite 97, eBook


Die Fortsetzung ist von der ersten Seite an fesselnd. Zunächst hatte ich Bedenken, ob ich nach gut drei Jahren wieder in die Geschichte reinfinden würde, da diese bereits im ersten Teil komplex war. Doch ich habe mich schnell wieder zurechtgefunden. Es geht los mit einem mysteriösen Prolog, wo Alex eine unheimliche Entdeckung macht. Danach geht es ein paar Wochen zurück. Zusammen mit weiteren Einblicken in die Vergangenheit setzten sich nach und nach die einzelnen Puzzleteile zusammen und ergeben ein düsteres Bild. Zudem machen sich Alex und ihre Verbündeten auf einen – im wahrsten Sinne des Wortes – höllischen Weg.

„Du hast immer ausgesehen, als würdest du vor dem Ärger davonlaufen.“
Alex drückte den Knopf zum Schließen der Tür. „Und?“
„Jetzt siehst du aus, als hätte er dich erwischt.“
– Seite 87, eBook


Leigh Bardugo hat hier die Universität Yale zu einem spannenden Schauplatz gemacht – mit Bibliotheken, die uralte Geheimnisse hüten, mysteriösen Geheimbünden, dunkler Magie und Ritualen, die unheimlicher nicht sein können – es wird spannend, magisch und schön düster. Vorne im Buch findet man eine Karte des weitläufigen Gebiets der Yale Universität. Wie schon bei dem ersten Band sollte man sich hier wieder etwas Zeit nehmen – die Story ist komplex mit vielen Details. Aber es lohnt sich.

Mein Fazit: Magisch, ziemlich düster und unheimlich spannend – eine gelungene Fortsetzung. Tolle und detailreich beschriebene Schauplätze, interessante Charaktere und ein Verlauf, der die Figuren an ihre Grenzen bringt – alles umhüllt von einer gelungenen dunklen Atmosphäre. Tolle Fantasy!



Meine Bewertung:




Titel: Wer die Hölle kennt
Autorin: Leigh Bardugo
Genre: Fantasy
Seitenanzahl: 576
Verlag: Knaur
Erstveröffentlichung: 13. Januar 2023



Alex Stern - Die Bücher:
Band 1 - Das neunte Haus
Band 2 - Wer die Hölle kennt


Vielen Dank an Droemer Knaur für das Rezensionsexemplar!

7 Kommentare:

  1. Hallo Nicole,

    darauf wäre ich auch neugierig und deine Rezension stachelt schon mein Interesse an. Ich weiß aber nicht so recht, ob das wieder klappt. Denn bei mir ist der erste Band auch schon lang her. Hast du etwas gebraucht oder warst du gleich wieder in der Handlung drin? Ich wüsste nicht mal mehr, wie der letzte Band ausgegangen ist. Dabei hat es mir damals gut gefallen.

    Liebe Grüße
    Nicole

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    1. Hallo Nicole,

      mir ging es auch so, ich konnte mich nur noch dunkel an die Handlung im ersten Band erinnern, da es ja schon drei Jahre her ist. Ich hatte mir vorgenommen, dass ich den ersten Band nochmal lese, falls ich nicht klarkommen konnte. Aber so nach und nach kam ich wieder rein und es hat sehr gut geklappt.

      Du kannst ja einfach mal schauen, ob es klappt - wenn nicht, dann ist ein re-read natürlich am besten. Es lohnt sich auf jeden Fall. :)

      Liebe Grüße
      Nicole

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  2. Hi Nicole!

    Also ich weiß ganz sicher, dass ich hier nicht so schnell reinfinden würde. Ich hab überhaupt keine Erinnerungen mehr daran. Das was du schreibst, da kommt natürlich ein bisschen Erinnerung, aber das reicht mir nicht. Ich muss den ersten schon nochmal lesen. Aber das mache ich erst wenn - ja, kommt überhaupt noch eine Fortsetzung? Was hattest du für einen Eindruck - geht es noch weiter?

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Hallo Aleshanee,
      ich war mir auch unsicher, ob ich wieder reinfinden würde, da die Geschichte ja schon komplex ist. Es hat überraschend gut geklappt und die Erinnerung kam nach und nach. Aber nach drei Jahren ist ein re-read sinnvoll, den hatte ich für den Notfall auch eingeplant.
      Ob es eine Dilogie ist oder noch weitergeht, das weiß ich auch nicht, ich habe keine Infos dazu gefunden. Mein Eindruck ist, dass es durchaus noch weitergehen könnte - das Potential ist da. :)
      Liebe Grüße
      Nicole

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    2. Also bei mir wären da zwar vielleicht auch Erinnerung hochgekommen, aber ich weiß noch, dass ich es damals schon sehr komplex fand und ich hätte das dann schon gerne "frisch im Kopf" :D
      Hm, also kein richtiger Abschluss? Aber auch kein offenes Ende?

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    3. Ja, die Story ist sehr komplex und ein re-read sinnvoll, gerade damit man wieder alle Geschehnisse "frisch im Kopf" hat. :)
      Doch, darum wo es geht und auch verschiedene Geheimnisse werden aufgelöst, zudem erfährt man noch einiges über die Hauptcharaktere, was ich sehr spannend fand.
      Ich würde sagen, dass es kein offenes Ende ist, aber doch so, dass es durchaus noch weitere Abenteuer geben könnte.

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    4. Tja ok, dann werde ich auf jeden Fall noch warten ... danke :)

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