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Der Geisterbaum und sein dunkles Geheimnis
Als die Leichen von zwei Mädchen in der Stadt Smiths Hollow auftauchen, weiß die 14-jährige Lauren, dass die blutige Tat ungesühnt bleiben wird. Schließlich konnte die Polizei auch den Mörder ihres Vaters nicht finden, dessen Leiche ein Jahr zuvor im Wald gefunden wurde: Sein Herz war ihm herausgerissen worden, und zwar unter dem berüchtigten Geisterbaum. Warum musste Laurens Vater sterben? Wieso vergessen die Bewohner von Smiths Hollow, dass aus ihren Reihen immer wieder Mädchen verschwinden? Und welches blutige Geheimnis bewahrt der schreckliche und Lauren doch so vertraute Geisterbaum? Sie ahnt, dass sie in Gefahr ist – und dass sie die nächste ist, die ihr Leben verlieren soll ... (Quelle: Auszug aus der Inhaltsangabe - Penhaligon Verlag)
Die Autorin Christina Henry ist vor allem bekannt für ihre düsteren Neuinterpretationen von Märchenklassikern, die ihr sehr gut gelungen sind. Mit „Der Geisterbaum“ hat die Autorin nun einen Roman geschrieben, in dem sie das Grauen in eine Kleinstadt bringt.
„Die Dunkelheit, die dort lebte, schlug die Augen auf.“ – Seite 125, eBook
Angesiedelt ist die Geschichte im Jahr 1985 in der Kleinstadt Smiths Hollow, die auf den ersten Blick idyllisch und freundlich wirkt. Doch schon bald wird klar, dass der friedliche Schein mehr als trügt.
Hauptfigur ist die vierzehnjährige Lauren, die im letzten Jahr ihren Vater verloren hat – er wurde im nahe gelegen Wald grausam ermordet. Der Fall wurde nie aufgeklärt und schon nach kurzer Zeit zu den Akten gelegt. Plötzlich werden in der Nachbarschaft zwei tote Mädchen gefunden – und wieder scheint diese blutige Tat langsam in Vergessenheit zu geraten. Lauren versucht, dem Rätsel auf den Grund zu gehen – ihr Weg führt sie zum Geisterbaum, der ein dunkles Geheimnis zu verbergen scheint. Auch der neu zugezogene Police-Officer Alex Lopez wundert sich über das Verhalten der Bewohner nach dem grausamen Fund – er beginnt nachzuforschen und stößt in den Archiven auf weitere verschwundene Mädchen…
„In Smiths Hollow geschahen wirklich nicht nennenswert viele Verbrechen. Doch die Verbrechen, die geschahen, waren entsetzlicher, als er es sich je hätte ausmalen können.“ – Seite 228, eBook
Die Handlung beginnt eher ruhig und baut sich langsam auf – sehr gelungen ist hier die unheimliche Atmosphäre, die sich durch den ganzen Roman zieht. Neben Lauren lernen wir noch weitere Figuren kennen und bekommen so einen guten Einblick in die so idyllisch wirkende Kleinstadt, die ein sehr dunkles Geheimnis verbirgt. Es wird überraschend blutig und der Horror nimmt immer mehr Einzug in die Geschichte.
„Es war nicht nur die Atmosphäre des Jahrmarkts, die ihm zu schaffen machte. Es war das Gefühl, dass die Stadt den Atem anhielt und auf einen Schlag wartete. (…)
Er ließ den Blick schweifen. Mit einem Mal war ihm, als ob sich unter dem fröhlichen Äußeren eine hässliche Naht auftat.“ – Seite 292, eBook
Vom Übersinnlichen bis hin zu einer Legende, die weit in die Vergangenheit reicht – es gibt viel zu entdecken. Die gesamte Story bleibt spannend, es gibt einige Überraschungen und rätselhafte Geschehnisse. Was ich hier etwas schade fand: Nach dem guten und detailreichen Aufbau kam das Ende etwas zu abrupt, dieses hätte noch etwas ausführlicher sein können. Die Charaktere – vor allem Lauren, ihr kleiner Bruder David und der Polizist Alex sind sehr gut gezeichnet, dazwischen gab es aber auch etwas anstrengende Nebenfiguren, u.a. Laurens Freundin Miranda, die etwas zu naiv wirkte.
Die Handlung spielt in den 1980er Jahren und die damalige Atmosphäre hat die Autorin sehr gut getroffen – besonders der Abschnitt mit dem Jahrmarkt ist gelungen. Überall erhält das Unheimliche langsam Einzug und nimmt schließlich unaufhaltsam seinen Lauf.
Mein Fazit: Packend, anders und wirklich unheimlich - ein düsterer Roman mit einer guten Portion Horror. Die unheimliche Atmosphäre ist sehr gelungen und zieht sich durch den gesamten Roman – langsam zieht das Grauen in die trügerisch-idyllische Kleinstadt ein und offenbart etwas, was tief in der Vergangenheit liegt. Die Handlung ist detailreich aufgebaut, manchmal auch mit ziemlich blutigen und auch überraschenden Details. Das Ende ist gut gelungen, war jedoch etwas zu abrupt. Dennoch ein sehr lesenswerter Roman, dem ich 4,5 Sterne gebe.
Meine Bewertung:
Titel: Der Geisterbaum
Autorin: Christina Henry
Genre: Horror / Fantasy
Seitenanzahl: 512
Verlag: Penhaligon
Erstveröffentlichung: 15. März 2023
Vielen Dank an das Bloggerportal und Penhaligon für das Rezensionsexemplar!

Hallo Nicole,
AntwortenLöschenfür mich hört es sich wieder sehr vielversprechend an. Christina Henrys Bücher gefallen mir so gut, dass ich mir mittlerweile gar nicht mehr den Klappentext anschaue. Schön, dass auch "Der Geisterbaum" sozusagen ungesehen auf die Leseliste wandern kann. Das 1980er-Flair mag ich in Büchern recht gern.
Ich bin aber erst mit der Meerjungfrau durch. Es wird also noch dauern.
Liebe Grüße
Nicole
Hi Nicole,
Löschenja, die Bücher von Christina Henry sind wirklich besonders, atmosphärisch und oft ziemlich unheimlich. "Der Geisterbaum" kann man nur schwer aus der Hand legen, weil man unbedingt wissen will, wie es ausgeht. Ich bin schon sehr gespannt auf weitere Bücher der Autorin!
Ich wünsche dir ncoh viel Spaß beim Lesen. :)
Liebe Grüße
Nicole
Schönen guten Morgen!
AntwortenLöschenVielen Dank für deine Einblicke! Das hört sich definitiv spannend an und ich werde es mir - mit den anderen Büchern der Autorin - auch auf die Wunschliste setzen. Bisher kenne ich von ihr ja nur den ersten Alice Band...
Ich liebe ja das Cover vom Geisterbaum. Überhaupt sind die Cover ihrer Bücher sehr schön gemacht *.*
Und den Flair der 80er finde ich auch total interessant, ist ja meine Zeit gewesen xD
Liebste Grüße, Aleshanee
Hi Aleshanee,
Löschengerne, ich bin gespannt wie dir die weiteren Bücher von ihr gefallen. :)
Ja, die Cover sind sooo schön! Ich habe die Bücher zwar alle als eBooks, aber die HC habe ich der Buchhandlung schon bewundert. <3
Der 80er-Jahre-Flair kommt hier sehr gut zur Geltung, ähnlich wie in "Stranger Things".
Liebe Grüße
Nicole
Oh ja, in Stranger Things war das echt sehr cool gemacht!
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