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Ruth, Regen und der Sturm
Ruth mag Wörter, vor allem Homonyme, so wie Ruth und ruht. Ihr alleinerziehender Vater kann damit nichts anfangen. Warum kann Ruth
sich nicht benehmen wie andere Kinder? Die beste Idee, die er je hatte, ist,
Ruth einen Hund mitzubringen. Sie nennt ihn Regen, denn er wurde im Regen
gefunden – und das Wort ist ein Homonym.
Als ein Hurrikan die kleine Stadt heimsucht, geht Regen im Unwetter verloren. Dad hätte den Hund nie raus lassen dürfen. Bei Sturm! Ohne Halsband! Verzweifelt macht sich Ruth auf die Suche. Ein Glück, dass sie noch Onkel Weldon hat, der sie so viel besser versteht.
Als ein Hurrikan die kleine Stadt heimsucht, geht Regen im Unwetter verloren. Dad hätte den Hund nie raus lassen dürfen. Bei Sturm! Ohne Halsband! Verzweifelt macht sich Ruth auf die Suche. Ein Glück, dass sie noch Onkel Weldon hat, der sie so viel besser versteht.
(Quelle: Klappentext)
„Ich bin Ruth Howard, und mein Vorname ist ein Homonym. Um genau zu sein, er ist ein Homophon, also ein Wort, das ausgesprochen wird wie ein anderes, aber nicht so geschrieben. Mein Homophonname ist Ruht.“ – Seite 7
…mit diesem Satz beginnt die Geschichte des zwölfjährigen
Mädchen Ruth, die eine ganz besondere Vorliebe hat: Wörter – insbesondere
Homophone. Dazu mag sie noch Regeln und Zahlen, besonders Primzahlen. Das Buch
ist leicht verständlich in der Ich-Perspektive aus Sicht von Ruth geschrieben, in
der sie uns Lesern ihre Geschichte selbst erzählt. Ruth erzählt über ihren
Alltag und dass sie Autistin ist. In der Schule hat sie es nicht immer leicht,
doch ihr Onkel Weldon versteht sie – und interessiert sich für Homophone. Sie
erzählt über ihren Vater, ihren geliebten Hund und den Hurrikan.
Die Hauptfigur wächst dem Leser schnell ans Herz, genau so
wie ihr Hund, den sie Regen genannt hat. Doch eines Tages gerät ihr so
wohlgeordneter Tagesablauf ins Wanken: Regen geht im Unwetter verloren und Ruth
macht sich auf die abenteuerliche Suche nach ihm.
Das Besondere an dieser Geschichte ist, dass Ruth von ihrer
Diagnose erzählt: Hochfunktionaler Autismus. Sie schildert, was es bedeutet,
wie ihr Alltag aussieht und was sie nur schwer ertragen kann – gleichzeitig
macht sie dadurch die Diagnose für den Leser verständlich. Da ihre Vorliebe ja
bei homophonen Wörtern liegt, wird bei jedem dieser Wörter auch das Gegenstück
in Klammern beigefügt, was dem Buch einen ganz eigenen Charme gibt, der mir
persönlich sehr gut gefällt:
„Zum Nachtisch gab es Eis am Stiel (Stil). Ich war in meine Homophonliste vertieft, als ich Scheinwerferlicht sah, das durch die Küche kreiste, und einen Wagen (Waagen, wagen) in unsere Auffahrt kommen hörte." – Seite 31
Die Geschichte ist oft berührend und entwickelt sich in eine
andere Richtung, als zunächst gedacht. Ruths Hund Regen und auch ihr Onkel
spielen dabei eine zentrale Rolle.
Mein Fazit: Eine sehr berührende Geschichte über ein
besonderes Mädchen, das einem schnell ans Herz wächst. Das Buch lässt sich
leicht lesen und hat durch die eingefügten homophonen Wörter einen ganz eigenen
Charme. Sehr bewegend, wichtig und lesenswert.
Meine Bewertung:
Titel: Die wahre Geschichte von Regen und Sturm
Autorin: Ann M. Martin
Genre: Jugendbuch
Seitenanzahl: 240
Verlag: Carlsen / Königskinder
Erstveröffentlichung: 24. April 2015
Update Februar 2021: Dieses Buch ist mittlerweile nur noch gebraucht erhältlich.





