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Die abenteuerliche Suche nach der goldenen
Stadt
Peru im 19. Jahrhundert: Seit seiner
Kindheit hat der Deutsche Augusto R. Berns einen Traum: Er möchte die
sagenumwobene Inkastadt Machu Picchu finden. Als junger Erwachsener wagt er
schließlich die Überfahrt nach Peru, wo er ihn erst die Schrecken des
Spanisch-Südamerikanischen Krieges erwarten. Nach einer schweren Zeit wird Berns
schließlich Ingenieur bei der Eisenbahn, wo er vielversprechende Informationen
für seine Expedition sammelt. Eines Tages ist es schließlich soweit: Zusammen mit
dem Amerikaner Harry Singer macht er sich auf den Weg in den tiefsten Dschungel,
mit der großen Hoffnung, die verlorene Stadt der Inka zu finden - El Dorado.
Doch was wird nach dieser phantastischen Entdeckung geschehen? Das gesamte
Leben von Augusto Berns hält viele Überraschungen bereit...
"Viel passte nicht hinein in eine Seekiste, das wusste Rudolph, aber die Aufnahmefähigkeit seines Kopfes schien unbegrenzt. Eines jedenfalls hatte er begriffen: Man durfte sich keine Zeit lassen. All das Gute, was einem widerfuhr, war nichts als eine Leihgabe, nur das Schlechte war einem auf ewig sicher." - Seite 117
Schon der Klappentext lässt eine spannende
Abenteuergeschichte erwarten - und genau das ist Die goldene Stadt
auch. Sabrina Janesch erzählt die Geschichte von Rudolph August Berns, der sich
später Augusto Rodolfo Berns nennt - ein Deutscher, der sich in Peru auf die
Suche nach Machu Picchu macht - die verlorene Stadt der Inka. Bevor es mit dem
Roman losgeht, berichtet die Autorin ausführlich, wie sie auf die Idee zu
diesem Buch kam, wie ihre Recherchen verlaufen sind und was genau auf
historischen Fakten beruht. Dazu sind einige schwarz-weiß-Bilder abgebildet. Dieses
ist sehr informativ und interessant zu lesen.
Die Handlung beginnt schließlich im Jahr
1942 - dem Geburtsjahr von Berns. Ausführlich und mit vielen kleinen, wichtigen
Details wird hier dessen Lebensgeschichte erzählt - bis hin ins
Erwachsenenalter. Der Schreibstil ist klar, schön detailreich und packt den
Leser sehr schnell. Auch die vielen Schauplätze - ob verschiedene Orte in
Deutschland und Amerika, oder auch in den peruanischen Anden- alle sind
wunderbar beschrieben, man kann sich alles genau vorstellen. Auf Berns warten
Niederlagen, Erfolge und in jedem Fall viele Abenteuer. Der gesamte Verlauf der
Handlung ist unheimlich spannend zu verfolgen.
Auch wenn man nur wenig oder keine Vorkennisse
der Thematik hat - alles Wissenswerte über die Inka und El Dorado wird sehr gut
erklärt, besonders im oben erwähnten Vorwort der Autorin.
Das Cover ist schlicht und schön - sehr
passend zu einer Abenteuergeschichte, die mitten im 19. Jahrhundert spielt.
"Glückseligkeit übermannte ihn. Zum ersten Mal in seinem Leben hatte er das unbestimmte Gefühl, dass die Dinge sich am rechten Platz befanden. Er war wirklich in Peru, und nichts konnte ihn jetzt noch daran hindern, sich vorbehaltlos und unwiderruflich diesem Land zu verschreiben." - Seite 161
Mein Fazit: Ein spannender, historischer
Abenteuerroman, der mir unheimlich gut gefallen hat! Neben einer abenteuerlichen
Handlung mit besonderen Charakteren gibt es wunderbare Schauplätze, die von der
Autorin sehr detailreich beschrieben werden. Auch die Mischung aus
historischem, abenteuerlichem und einer Lebensgeschichte ist gelungen und hat
mir sehr gut gefallen. Ein besonderes Buch, bei dem man während des Lesens die
Zeit vergisst. Sehr lesenswert!
Meine Bewertung:
Autorin: Sabrina Janesch
Genre: Historischer Abenteuerroman
Seitenanzahl: 544
Verlag: Rowohlt Berlin
Vielen Dank an den Rowohlt-Verlag für das Rezensionsexemplar! :)



