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| Zum Buch |
Memphis, im Jahr 1959: Der elfjährige Victor übernimmt in
diesem Sommer für einige Zeit den Job seines Freundes und trägt Zeitungen aus.
Da er ein hervorragender Werfer beim Baseball ist (wenn nicht sogar der beste),
landet auch jede Zeitung perfekt auf der Veranda. Doch dann kommt der Freitag,
vor dem Victor jedes Mal ein mulmiges Gefühl beschleicht - dann ist Zahltag und
er muss von jedem Abonnenten das Geld einsammeln. Das bedeutet auch mit den
Leuten zu sprechen. Für Victor jedes Mal eine Überwindung, da er stottert und
es ihm schwerfällt, mehrere Wörter hintereinander fehlerfrei auszusprechen.
Auch wenn alles andere als leicht ist - Victor stellt sich jeder Situation.
Doch der Sommer hält noch einige Überraschungen bereit und vieles wird anders
als erwartet...
"Ich komme wahrscheinlich schneller als andere Kinder über Sachen weg, die wehtun. Ich habe auch keine andere Wahl, weil mein Stottern mir schließlich an jedem Tag so oft wehtut." -Seite 121
Wörter auf Papier ist ein besonderer Roman - es
gehört zu jenen Büchern, bei denen einem die Hauptfigur sofort ans Herz wächst.
Hier ist es der elfjährige Victor, ein schlauer und hilfsbereiter Junge, dem aber
eine Sache in seinem Leben zu schaffen macht: Das Stottern. Und so fällt es ihm
leichter, Wörter auf Papier zu bringen,
als die auszusprechen. Die Geschichte ist in der Ich-Perspektive geschrieben -
Victor erzählt seine Geschichte selbst und berichtet über die vielen
Geschehnisse im Sommer 1958, in dem Einiges passiert ist.
Bemerkenswert ist, wie er sich immer wieder kleine Hilfen
zurecht legt um seine Sprachbarriere zu überwinden, er kennt jeden noch so
kleinen Trick. Auch wenn es nicht immer funktioniert, bleibt Victor tapfer. Er
beweist hier, wie er alles schaffen kann. Am besten haben mir hier seine
Gespräche mit Mr. Spiro gefallen - schön geschrieben und sehr interessant zu
verfolgen. Zudem gibt es noch einige Überraschungen, die leider nicht immer positiv
für den Jungen ausfallen...
Dieses Buch hat sogar leicht biographische
Züge, wie der der Autor am Ende des Romans
erzählt. Hier berichtet er zudem noch kurz, wie es ihm in seinem Leben mit dem Stottern ergangen ist.
Das Cover ist einfach schön - Buchtitel und Autorenname
werden schlicht mit Schreibmaschinentasten vor schwarzem Hintergrund
dargestellt. Es passt perfekt zur Geschichte.
"Hätte mich jemand stotternder Junge oder stotternder Sechstklässler oder stotternder Pitcher genannt, hätte ich mir wahrscheinlich irgendwas geschnappt und demjenigen über den Schädel gehauen. Aber in Verbindung mit Dichter klang Stottern zum ersten Mal in meinem Leben gut." - Seite 146
Mein Fazit: Wörter auf Papier ist genau das, was
ich erwartet habe - ein besonderes Buch, das eine berührende Geschichte
erzählt. Schön geschrieben mit einer sympathischen Hauptfigur, die einige
Hürden in seinem noch so jungen Leben meistern muss. Die Handlung birgt einige
Überraschungen - mal schön und mal traurig. Mir hat dieses Buch sehr gut
gefallen - ein wirkliches Lesehighlight.
Meine Bewertung:
Titel: Wörter auf Papier
Autor: Vince Vawter
Genre: Jugendbuch / All Age
Seitenanzahl: 288
Verlag: Carlsen / Königskinder
Noch ein Update (Februar 2021): Dieses Buch ist mittlerweile nur noch gebraucht erhältlich.

Huhu Nicole,
AntwortenLöschenkommt auf jeden Fall auf meine WuLi - aber der SuB geht vor.
LieGrü
Elena
Huhu Elena,
Löschenschön! Ja, der liebe SuB... Da wartet bei mir auch noch einiges. :)
Liebe Grüße
Nicole
Liebe Nicole,
AntwortenLöschendas klingt nach einer großen emotionalen Bandbreite!
Viele Grüße, Heike
Liebe Heike,
Löschenauf jeden Fall - ein wirklich lesenwertes Buch!
Viele Grüße
Nicole
Hallo Nicole,
AntwortenLöschen"Wörter auf Papier" ist einfach nur super. Ich habe das Buch auf Englisch gelesen. da heißt es einfach "Paperboy" und es hat mich total begeistert. Kann es jedem nur empfehlen. :)
Viele Grüße
Jay von "Bücher wie Sterne"
Hallo Jay,
Löschen"Paperboy" ist natürlich der perfekte englische Titel.
Ja, ein wirklich wundervolles Buch, das einen festen Platz in meinem Regal hat. :)
Liebe Grüße
Nicole