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Wie alles begann - die Vorgeschichte zu Der Goldene Kompass ...
Der elfjährige Malcolm lebt mit seinen Eltern in
Oxford. Ihr gemütliches Gasthaus liegt
direkt am Ufer der Themse, auf der Malcolm oft mit seinem Kanu unterwegs ist,
das er ‚La Belle Sauvage‘ getauft hat. So besucht er auch oft das Kloster auf
der anderen Flusseite und bietet dort
regelmäßig seine Hilfe an. Eines Tages nehmen die Nonnen dort ein Baby auf, um
das sich schnell einige Geheimnisse ranken. Malcolm schließt das kleine Mädchen
sofort in sein Herz. Doch die Kleine scheint in großer Gefahr zu schweben und
Malcolm tut alles, um die kleine Lyra Belacqua zu beschützen. Doch plötzlich
überschlagen sich die Ereignisse…
„Er lehnte sich zurück und fühlte sich etwas benommen. Der vertraute Raum war warm, der Stuhl gemütlich und ein Teller Kekse stand auf dem Tisch. Wenn er sich in der Küche seiner Mutter in Sicherheit fühlte, dann spürte er hier in diesem kleinen Zimmer, wie groß die Welt sein konnte.“ – Seite 217
Da mir von Philip Pullmans His Dark Materials- Reihe
besonders der erste Band Der Goldene Kompass sehr gefallen hat, war ich unheimlich gespannt auf diese
Vorgeschichte. Hier ist das Mädchen Lyra Belacqua noch ein Baby, doch von ihr
geht schon damals eine Besonderheit aus – und sie schwebt mit ihren wenigen
Monaten schon in großer Gefahr. Doch sie hat in dem Jungen Malcolm einen großen
Beschützer gefunden. Es ist spannend zu verfolgen, wie sich alles entwickelt –
der Schreibstil ist genau so toll und ausführlich wie in der Trilogie. Neben
der kleinen Lyra ist die Hauptfigur hier der elfjährige Malcolm, den man als
Leser sofort ins Herz schließt.
Die Handlung entwickelt sich in einem angenehmen, langsamen
Tempo, was zur gesamten Atmosphäre sehr gut passt. Es gibt zudem noch Geheimnisse,
ein besonderes Gerät und interessante Forschungsansätze.
Welche Besonderheit mir schon in der Trilogie sehr gut
gefallen hat und auch hier vorhanden ist: Jeder Mensch hat einen „Daemon“ – ein
sogenanntes „Seelenwesen“ in Tiergestalt, das mit dem Mensch fest verbunden
ist. Hier lernt man neben Malcolms Daemon Asta auch schon den berühmten Daemon
von Lyra kennen: Pantalaimon.
Um dieses Buch zu verstehen, muss man aber nicht zwingend
die Trilogie gelesen haben – hier wird alles sehr gut erklärt.
Das Cover ist sehr schön gestaltet – das abgebildete Kanu mit
dem Jungen absolut passend gewählt. Denn
gerade das Kanu spielt hier eine sehr zentrale Rolle.
„Es war geschehen. Die Atmosphäre im Raum hatte sich ganz plötzlich verändert. Es herrschte eine Stimmung … sie konnte es nicht begreifen … es war, als würden alle anderen ein Geheimnis teilen, das sie nicht kannte, und ihren Blick geflissentlich meiden.“ – Seite 266
Mein Fazit: Ein wirklich tolles Buch, das mich von der
ersten Seite an begeistert hat. Der Schreibstil ist sehr angenehm, die
Geschichte entwickelt sich langsam und hat eine ganz besondere Atmosphäre. Es
ist unheimlich spannend zu lesen, was sich vor den Geschehnissen in der His
Dark Materials-Trilogie ereignet hat. Hier gibt es einige Überraschungen, tolle
Fantasy-Elemente und interessante Entwicklungen. Mir hat es sehr gut gefallen und
kann dieses Buch nur empfehlen!
Meine Bewertung:
Titel: Über den wilden Fluss
Autor: Philip Pullman
Genre: Fantasy
Seitenanzahl: 560
Verlag: Carlsen
Erstveröffentlichung: November 2017
Die Bücher der His Dark Materials-Reihe
Band 0 - Über den wilden Fluss (Vorgeschichte)
Band 1 - Der Goldene Kompass
Band 2 - Das Magische Messer
Band 3 - Das Bernstein-Teleskop
Band 4 - Ans andere Ende der Welt
Vielen Dank an den Carlsen-Verlag
für das Rezensionsexemplar! :)


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