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Das Böse geht um…
Im Stadtpark von Flint City ist ein grausames Verbrechen
geschehen: Dort wurde die Leiche eines 11-jährigen Jungen gefunden. Anhand von
Augenzeugenberichten und eindeutigen Spuren am Tatort kann die Polizei schnell
einen Täter ausmachen, der bisher ein unbescholtener Bürger war: Terry Maitland, verheiratet, Familienvater,
ein beliebter Englischlehrer und zudem noch der Couch der
Jugend-Baseballmannschaft. Auch wenn Detective Ralph Anderson, dessen Sohn
Derek ebenfalls von Maitland trainiert wurde, es kaum glauben kann, ordnet er die
sofortige Festnahme an – öffentlich, während eines Spiels vor großem Publikum. Doch
kurz darauf tauchen Unstimmigkeiten auf, denn Terry kann ein wasserfestes Alibi
vorweisen. Dagegen spricht, dass Detective Anderson und der Staatsanwalt
Samuels eindeutige DNA-Beweise für das Verbrechen haben.
Ist der Fall damit klar oder doch nicht so wasserdicht, wie
anfangs geglaubt? Anderson lässt der Fall keine Ruhe und ermittelt weiter – mit
ungeahnten und düsteren Folgen…
„Wenn man das Sinnbildliche weglässt, dann bleibt das Unerklärliche übrig, hatte Jeannie gesagt. Das Übernatürliche.Allerdings war das nicht möglich. In Büchern und Filmen mochte das Übernatürliche existieren, in der realen Welt tat es das nicht.“ – Seite 305/306, eBook
Mit Spannung habe ich auf den neuen Roman von Stephen King
gewartet und Der Outsider hält einige Überraschungen bereit: Die
Inhaltsangabe gibt nur einen kleinen Einblick in die Geschichte, die noch ein
viel größeres Ausmaß annimmt. Zuerst klingt alles nach einem soliden Thriller: Eine
Leiche wird gefunden - aufgrund von Augenzeugen und eindeutigen DNA-Spuren wird
der Täter schnell ausfindig gemacht. Doch der vermeintliche Täter ist ein
unbescholtener Bürger, ein beliebter Trainer und kann dazu noch ein Alibi
aufweisen, an dem nicht zu rütteln ist. Eigentlich.
Diese Geschichte nimmt einiger Zeit einen überraschenden
Verlauf und der für Stephen King so typische Stil kommt zum Vorschein: Er setzt das Grauen mitten in eine zunächst völlig
normal wirkende Gegend. Der Schreibstil ist, wie vom Autor gewohnt sehr
ausführlich, detailreich und mit gut ausgearbeiteten Figuren. Hier stehen nicht
nur Terry Maitland und Ralph Anderson im Vordergrund, sondern auch viele
Charaktere, die man im ersten Augenblick vielleicht nur als Nebenfiguren
wahrnimmt. Und für alle, die die Bill Hodges-Reihe (Mr. Mercedes / Finderlohn /
Mind Control) gelesen haben, gibt es hier ein besonderes Wiedersehen.
Die Story ist spannend zu verfolgen: Es gibt viele lose
Fäden, die King nach und nach perfekt miteinander verbindet – es entsteht ein
klares Bild. Das ist ihm hier gut gelungen. Gerade das Ausführliche, was man auch
aus Romanen wie Es oder The Stand kennt, hat mir hier wieder sehr gut gefallen.
„Hinter ihm stand jemand, und das war keine Sinnestäuschung. Er konnte den Schatten sehen, lang und schmal. Und … waren das Atemgeräusche?“ – Seite 323, eBook
Mein Fazit: Stephen King, wie man ihn kennt – mit Der
Outsider ist ihm wieder ein sehr gutes Werk gelungen. Es wird spannend und
überraschend und auch die Horrorelemente kommen nicht zu kurz. Nach und nach
werden die losen Fäden miteinander verbunden und ergeben ein erschreckendes
Bild. Ein packender Thriller, der zwar nicht rasant, aber sehr gut
ausgearbeitet ist. Von mir gibt es eine Leseempfehlung!
Meine Bewertung:
Titel: Der Outsider
Autor: Stephen King
Genre: Thriller/Horror
Seitenanzahl: 752
Verlag: Heyne
Erstveröffentlichung: 27. August 2018
Vielen Dank an das Bloggerportal und Heyne für das Rezensionsexemplar!

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