Samstag, 27. April 2019

Rezension zu "Niemalswelt" von Marisha Pessl

Zum Buch

Gefangen in der Niemalswelt…

Seit Jims ungeklärtem Tod hat Bee keinen ihrer Freunde mehr gesprochen. Als sich die fünf ein Jahr später in einem noblen Wochenendhaus an der Küste wiedertreffen, entgehen sie nachts nur knapp einem Autounfall. Unter Schock und vom Regen durchnässt kehren sie ins Haus zurück. Doch dann klopft ein geheimnisvoller Unbekannter an die Tür und eröffnet ihnen das Unfassbare: Der Unfall ist wirklich passiert und es gibt nur einen Überlebenden. Die Freunde sind in einer Zeitschleife zwischen Tod und Leben gefangen, in der sie dieselben elf Stunden immer wieder durchlaufen – bis sie sich geeinigt haben, wer von ihnen überlebt. Der Schlüssel zur Entscheidung scheint Jims Tod zu sein – in ihrer Verzweiflung beginnen die Freunde nachzuforschen, was wirklich mit ihm passiert ist, in jener Nacht, in der er in den Steinbruch stürzte. Und langsam wird klar, dass sie alle etwas zu verbergen haben …  (Quelle: Klappentext)


Er hatte keinen Schirm bei sich und es stand kein fremdes Auto in der Einfahrt. Wie war er dann hierher gekommen, ohne auch nur einen Tropfen abzukriegen? Die Frage hing beunruhigend in der Luft wie ein diffuser Gasgeruch.
„Ihre seid alle tot“, sagte er. – Seite 42


Als ich den Klappentext von Niemalswelt gelesen habe war klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen muss. Hauptfigur ist Beatrice „Bee“ Hartley, die sich nach dem Tod ihrer großen Liebe Jim Mason von ihren Freunden zurück gezogen hatte. Nun trifft sie Whitley, Martha, Kipling und Cannon wieder und gerät in mit ihnen in die Niemalswelt – eine Zeitschleife zwischen Leben und Tod. Die Handlung ist in drei Teile aufgeteilt und in der Ich-Perspektive aus Sicht von Bee geschrieben. Die Niemalswelt, die von dem Wächter  -einem geheimnisvollen Mann- bewacht wird, wird mit ihren besonderen Begebenheiten sehr gut geschildert. Auch wenn die Idee der Geschichte mit der Zwischenwelt sehr gut ausgearbeitet ist und es viele spannende Momente gibt, konnte ich mich zunächst mit den Charakteren nicht wirklich anfreunden. Die Freunde von Bee fand ich in der ersten Hälfte des Romans allesamt zu übertrieben skurril und unnahbar. Dieses legt sich zum Glück später. Besonders gefallen hat mir daher die zweite Hälfte des Romans, in dem sich das Rätsel um Jims Tod löst und so manches Geheimnis der Charaktere ans Licht kommt. Es wird überraschend!


„Wir sind alle Anthologien. Wir sind Tausende von Seiten lang, voller Märchen und Poesie, Geheimnisse und Tragödien und vergessener Geschichten ganz am Ende, die nie jemand lesen wird.“ – Seite 374


Unbedingt erwähnenswert ist noch die Buchgestaltung: Neben einem wunderschönen Cover auf dem Buchumschlag ist auch das Buch selbst sehr schön gestaltet. Ein schöner Hingucker! 




 
Mein Fazit: Ein packender Roman, der voller Rätsel und dunkler Geheimnisse steckt. Die Niemalswelt enthält ein spannendes Szenario und die Geschichte entwickelt sich zu einem spannenden Pageturner. Bis auf kleine Schwächen bei den Charakteren in der ersten Hälfte ist es ein gelungenes Buch!


Meine Bewertung: 




Titel: Niemalswelt
Autorin: Marisha Pessl
Genre: Jugendbuch / All Age
Seitenanzahl: 384
Verlag: Carlsen

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen