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Das dunkle Geheimnis der Mühle
Neugier lockt Krabat zur Mühle am Koselbruch, vor der alle warnen, weil es dort nicht ganz geheuer sei. Ein leichtes und schönes Leben wird Krabat hier versprochen. Doch der Preis dafür ist hoch. Und aus der Verstrickung mit dem Bösen kann ihn nur die bedingungslose Liebe eines Mädchens retten.
Meisterhaft erzählt, unheimlich, spannend, sein bestes Buch: So äußern sich Presse und Leser über Krabat von Otfried Preußler, der Geschichte vom magischen Spiel um die Freiheit des Menschen. Da verwundert es nicht, dass dieses Werk mit vielen bedeutenden Preisen ausgezeichnet wurde und noch heute zu den Büchern gehört, die lange nachklingen, egal wie alt man ist.
(Quelle: Klappentext - Thienemann-Esslinger Verlag)
In diesem Jahr wird das Buch KRABAT von Otfried Preußler 50 Jahre alt. Hauptfigur hier ist der vierzehnjährige Waisenjunge Krabat, der eines Nachts einen mysteriösen Traum von einer Mühle hat. Neugierig geworden, macht sich der Junge auf den Weg zurunheimlichen Mühle am Koselbruch – schon bei seiner Ankunft haftet dem Ort Dunkles an:
„Jetzt sah Krabat die Mühle.
Da lag sie vor ihm, in den Schnee geduckt, dunkel, bedrohlich, ein mächtiges, böses Tier, das auf Beute lauert.“ – Seite 9, eBook
Schnell lernt er den Meister kennen, der seinen Mühlknappen neben dem Müllern auch noch ganz andere Sachen lehrt. Schnell merkt Krabat, dass hier Dunkles und Mysteriöses vorgeht – auch die Raben, die ihm im Traum erschienen sind, haben eine zentrale Bedeutung. Nach und nach wird er immer mehr in die Schwarzen Künste hineingezogen und muss schließlich eine Entscheidung fällen, die ihn alles kosten könnte…
Schon lange wollte ich diesen Klassiker lesen und das Buch hat mir mit seinem etwas düsteren Stil sehr gut gefallen. Basierend auf einer sorbischen Sage und angesiedelt im 17./ 18. Jahrhundert hat Otfried Preußler hier einen lesenswerten Roman erschaffen. Sowohl Krabats Lehrjahre als auch die mysteriösen Geschehnisse und Bräuche werden sehr gut dargestellt. Nach und nach lüftet sich für den Jungen so manches finstere Geheimnis…
Die anderen stolperten in die Mahlstubenschütteten Korn auf und ließen die Mühle anlaufen. Als sie in Fahrt kam, mich Ächzen und Stampfen und dumpfen Gedröhne, wurde es den Gesellen leicht ums Herz.
„Sie mahlt wieder!“, dachte Krabat. „Die Zeit geht weiter.“ – Seite 73, eBook
Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt, die die drei Lehrjahre von Krabat wiedergeben. Die besondere Atmosphäre, die Beschreibung der Schauplätze und der etwas spezielle Schreibstil dieser Geschichte sind gut gelungen. Gerne hätte es noch ausführlicher sein können. Von Anfang an ist es mysteriös und interessant – einzig das Ende war etwas zu abrupt.
Mein Fazit: Ein besonderer Klassiker mit einer gelungenen düster-magischen Atmosphäre. Es ist spannend zu verfolgen, wie Krabats Weg verläuft und was hinter den finsteren Mächten steckt. Mysteriös, besonders und lesenswert!
Meine Bewertung:
Titel: Krabat
Autor: Otfried Preußler
Genre: Jugendfantasy / Klassiker
Seitenanzahl: 272
Verlag: Thienemann-Esslinger
Erstveröffentlichung: 1971
Veröffentlichung der Jubiläumsausgabe: 21. September 2021

Hi Nicole!
AntwortenLöschenFreut mich dass es dir gefallen hat! Ich hab das Buch ja auch kürzlich als re-read nochmal gelesen in einer kleinen Leserunde. Für die "Neu" Leser war es oft zu kurz gehalten, aber ich kann dazu raten, die Krabat Sage mal zu lesen, von der Otfried Preußler sich seine Geschichte zusammen gebastelt hat. In meiner Ausgabe stand die hinten mit drin. ;)
Dadurch wird einiges vielleicht klarer und ich fand es faszinierend, wie er die verschiedenen Teile der Sage in seiner Geschichte integriert hat.
Liebste Grüße, Aleshanee
Hi Aleshanee,
Löschenich wollte das Buch schon sooo lange lesen. Erst deine tolle Rezension hat mich wieder an das Buch erinnert. :)
Danke für den Tipp mit der Sage, das ist eine gute Idee. Auch als Ergänzung.
Insgesamt hat mir die Geschichte aber schon sehr gut gefallen und habe auch die Neuinterpretation /Fortsetzung "Sanguis Corvi - Das Blut des Raben" von Jess A. Loup auf meinem Merkzettel.
Liebe Grüße
Nicole
Ich hoffe, du findest die Sage ... ich hab die im Netz tatsächlich nicht gefunden, die ist ja nicht sehr lang, wie ein Märchen. Bei mir stand sie im Buch drin, ich hab aber auch eine "Schul-Ausgabe"
LöschenSanguis Corvi fand ich auch toll :)