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Violet und Bones ermitteln…
Violet möchte nichts lieber, als ernst genommen zu werden und als Lehrling im Beerdigungsinstitut ihres Vaters zu arbeiten. Aber im England des 19. Jahrhunderts sah man Mädchen lieber am Stickrahmen. Unbeirrt zieht Violet auf eigene Faust los, immer begleitet von ihrem Windhund Bones. Denn es gibt einen Fall zu lösen: Der Junge Oliver, der eigentlich mausetot auf dem Leichentisch ihres Vaters lag, wandert plötzlich patschnass und erinnerungslos zwischen den Gräbern herum. Was ist da passiert? Wird Violet seiner Erinnerung auf die Sprünge helfen können und mit Oliver zusammen seinen eigenen Mordfall aufklären können?
(Quelle: Klappentext - mixtvision - Verlag)
Mit der dreizehnjährigen Violet Veil hat die Autorin Sophie Cleverly eine sympathische, mutige und clevere Detektivin erschaffen – zusammen mit ihrem schwarzen Windhund namens Bones bildet sie ein unschlagbares Team.
„Meist sind die Toten nicht sehr gesprächig. Doch schon bald sollte ich einem Toten begegnen, der viel mehr zu sagen hatte als all die anderen.“ (Violet) – Seite 7, eBook
Violet ist die Tochter des örtlichen Bestattungsunternehmers und lebt zusammen mit ihrer Familie direkt an den Toren des Seven Gates-Friedhofs. Ihr Wunsch ist es, im Beerdigungsinstitut mitzuhelfen und selbst einmal eine ausgebildete Bestatterin zu werden. Nur ist das in England im 19. Jahrhundert leider noch so gut wie unmöglich.
Doch eines Tages ändert sich einiges: Ein Junge namens Oliver wird für die Beerdigung vorbereitet – doch in der Nacht darauf ist sein Sarg plötzlich leer. Violet folgt verdächtigen Geräuschen und findet Oliver völlig orientierungslos auf dem Friedhof – er kann sich an nichts erinnern. Zusammen mit ihrem Hund Bones und Olivers Hilfe geht sie den mysteriösen Geschehnissen der letzten Wochen auf den Grund. Denn Oliver war nicht der einzige junge Mann, der bei ihnen im Beerdigungsinstitut gelandet ist…
Die Handlung ist spannend und lässt sich angenehm leicht lesen – schnell lernt man Violet und Bones kennen und auch, dass es für ein Mädchen im 19. Jahrhundert alles andere als leicht ist. Als dann plötzlich ein Totgeglaubter quicklebendig vor ihr steht und sich eine mysteriöse schwarzgekleidete Frau auf dem Friedhof rumtreibt, versucht Violet den Geschehnissen auf den Grund zu gehen.
Doch plötzlich überschlagen sich die Ereignisse…
„Ich aber konnte den Blick nicht vom Fenster abwenden. Denn mir war etwas aufgefallen, etwas, das den anderen entgangen war.
Ein Aufblitzen von weißen Augen in der Dunkelheit und ein Schatten, der in der Nacht verschwand.“ (Violet) – Seite 13, eBook
Das Besondere ist hier, das Violet über eine spezielle Gabe verfügt. Hier hätte ich mir gewünscht, dass diese noch mehr in den Vordergrund rückt. Dieses interessante Detail geht leider etwas unter und hätte gern noch zentraler sein können.
Die Geschichte nimmt einige überraschende Wendungen – fremde Personen, mysteriöse Tagebucheinträge und ungelöste Mordfälle sind nur einige Themen. Gleichzeitig ist alles in einem leichten Stil geschrieben (in der Ich Perspektive aus Violets Sicht) und daher auch gut geeignet für etwas ältere Kinder.
„In der Luft lag das leise Lachen der alten Geister. Für einen Moment war die Welt in Ordnung.“ (Violet) – Seite 164, eBook
Mein Fazit: Eine gelungene Detektivgeschichte mit einer sympathischen und cleveren Hauptfigur. Angesiedelt im viktorianischen England erlebt Violet zusammen mit ihrem Hund Bones und dem totgeglaubten Oliver einige Abenteuer – seltsame Vorkommnisse häufen sich…
Spannend und in leichtem Stil erzählt – ein schönes Jugendbuch mit einem Hauch Mystery.
Meine Bewertung:
Titel: Violet und Bones - Der lebende Tote von Seven Gates
Autorin: Sophie Cleverly
Genre: Kinder- / Jugendbuch
Seitenanzahl: 288
Verlag: mixtvision
Erstveröffentlichung: 09. März 2022
Vielen Dank an den mixtvision-Verlag
und Netgalley
für das Rezensionsexemplar!

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