Samstag, 3. Februar 2018

Rezension zu "Das Original" von John Grisham

Zum Buch


Die Suche nach den gestohlenen Manuskripten…

Seit jeher werden die handgeschriebenen Manuskripte des Autors F. Scott Fitzgerald in der Bibliothek der Universität Princeton aufbewahrt. Diese wertvollen Schriften sind mehrere Millionen Dollar wert und befinden sich gut gesichert in einem Tresorraum. Doch dann geschieht das Unglaubliche: Eine Verbrecherbande schafft es in einem spektakulären Coup, die fünf Originale zu stehlen – doch schon bald darauf werden zwei Täter festgenommen, die Anderen sowie die wertvolle Beute bleiben wie von Erdboden verschluckt.
Nach einiger Zeit gibt es eine heiße Spur: Diese führt nach Florida zu dem erfolgreichen Buchhändler Bruce Cable, der aber bisher völlig unschuldig wirkt. Nun soll die junge Autorin Mercer im Auftrag eines Ermittlungsteams Kontakt zu Cable aufnehmen und sich nach und nach in sein Leben einschleichen. Findet sie tatsächlich die erhofften Hinweise bei ihm? Doch auch Bruce Cable ist längst nicht so ahnungslos, wie das Ermittlerteam glaubt…


„Sämtliche Spuren verliefen im Sand. Hinweise, die man zunächst für todsicher gehalten hatte, stellten sich als Schimären heraus. Das Warten begann. Wer auch immer die Manuskripte hatte, würde Geld dafür wollen.“ – Seite 62, eBook


John Grishams aktueller Roman ist besonders interessant für alle Buchliebhaber, denn es geht um Bücher und das Schreiben. Im Vordergrund stehen natürlich die handgeschriebenen Manuskripte von F. Scott Fitzgerald – diese werden gestohlen. Und damit beginnt das Buch: Mit einem spektakulären und packenden Raubüberfall. Auch danach ist es sehr interessant zu verfolgen, wie sich die Geschichte weiterentwickelt. Man lernt nach und nach die verschiedenen Charaktere kennen, erfährt einiges über deren Leben – man darf gespannt sein, wie sich die Figuren noch entwickeln. Hauptfiguren sind unter anderem der Buchhändler Bruce Cable, den man zwar gut kennenlernt, ihn aber nicht richtig einschätzen kann - gerade das macht es spannend. Auch das Leben der jungen Autorin Mercer ändert sich schlagartig, als sie ein Angebot bekommt, das ihr eine hohe Vergütung verspricht…
Die Handlung bleibt durchgehend interessant, die Geschehnisse schreiten schnell voran. Dass hier das Thema Bücher im Vordergrund steht, gefällt mir besonders gut – es geht um alte Schriften, wertvolle Stücke und natürlich um den Manuskriptraub – auch die Buchhandlung von Bruce Cable wird toll beschrieben. Das Einzige, was etwas schade ist: Die Spannungskurve schwankt zwischendurch immer mal wieder - gerade nach dem Raubüberall am Anfang nimmt diese ab. Doch zum Glück bleibt es weiterhin lesenswert und nach kurzem Tief geht es spannend weiter und nimmt im letzten Drittel wieder an Fahrt auf.


„Als ich in der fünften Klasse war, gab es in meiner Schule einen Lesewettbewerb für die Ferien. In dem Sommer habe ich achtundneunzig Bücher gelesen und den ersten Preis gewonnen. Michael Quon kam mit dreiundfünfzig auf den zweiten Platz. Ich hatte mir fest vorgenommen, hundert zu erreichen.“ (Mercer) – Seite 132, eBook


Mein Fazit: Ein guter Grisham mit einem Thema, das besonders Buchliebhaber begeistern wird.
Der Schreibstil ist flüssig und die Geschichte schreitet schnell voran. Dieser Roman ist etwas anders als Grishams bekannte Justiz-Thriller, doch ebenso lesenswert. Einen Stern ziehe ich ab, da die Spannung zwischendurch immer mal wieder schwankt – jedoch kann ich dieses Buch mit dem so besonderen Thema jedem empfehlen!


Meine Bewertung: 



Titel: Das Original
Autor: John Grisham
Genre: Roman / Krimi
Seitenanzahl: 368
Verlag: Heyne
Erstveröffentlichung: 21. August 2017
  

Die Bücher um Buchhändler Bruce Cable:
Band 1 - Das Original
Band 2 -  Das Manuskript




Vielen Dank an das Bloggerportal  und Heyne für das Rezensionsexemplar! :)

Donnerstag, 1. Februar 2018

Monatsrückblick Januar 2018


Hallo ihr Lieben,

ich hoffe, ihr seid alle gut in das neue Jahr gestartet und habt schon viele schöne Bücher gelesen? Bei mir hat der Monat begonnen, indem ich mich entschlossen habe, bei der Aktion #18für2018 mitzumachen. Unter diesem Hashtag erstellt man eine Bücherliste mit 18 Büchern, die man in diesem Jahr lesen möchte. Da der SuB (Stapel ungelesener Bücher) bei uns Buchliebhabern ja bekanntlich immer sehr hoch ist, ist das eine gute Gelegenheit, die Liste mit diesen Büchern zu füllen. Ich habe mich für 14 Bücher vom SuB und für 4 Neuerscheinungen entschieden. Meine Liste findet ihr hier:


Ansonsten gab es am Monatsanfang noch meinen Jahresrückblick auf das Lesejahr 2017, in dem ich die Monate nochmal Revue passieren lassen habe und aus 107 gelesenen Büchern meine Top 10 der Buchhighlights erstellt habe. Wenn ihr nochmal stöbern wollt:


Aber nun zu den Büchern, die ich Januar gelesen habe. Insgesamt waren es 10 Bücher - eine bunte Mischung aus verschiedenen Genres. Es waren mehrere Bücher dabei, die mich besonders begeistert haben. Das waren unter anderem diese drei "Königskinder": Der Koffer, Salz für die See und der 13. Stuhl. Mit December Park wurde es unheimlich - ein Buch das mich positiv überrascht hat!
Auch Ein Gentleman in Moskau hat mir sehr gut gefallen.
Dann habe ich endlich die Ulldart-Reihe Die Dunkle Zeit zuende gelesen - großartige High-Fantasy von Markus Heitz. Die Nachfolge-Trilogie Zeit des Neuen wird bald folgen, ich bin gespannt.

Hier findet ihr nun meine Monatsstatistik:


Mein Lesemonat in Zahlen

10 gelesene Bücher
 4.808 gelesene Seiten
duchschnittlich 155 gelesene Seiten pro Tag

Bewertungen
 6 x 5 Sterne
2 x 4,5 Sterne
  2 x 4 Sterne

Gelesene Bücher im Januar
 
Elisabeth Herrmann - Die Mühle

Tyrell Johnson - Wie Wölfe im Winter

Ronald Malfi - December Park

Robin Roe - Der Koffer

Dave Shelton - Der 13. Stuhl 

Ruta Sepetys - Salz für die See



Monatshighlights



Der Koffer
Robin Roe

Ein Gentleman in Moskau
Amor Towles



December Park
Ronald Malfi



Ulldart - Die Dunkle Zeit 6: Die Quellen des Bösen
Markus Heitz






Ausblick auf den Lesemonat Februar

Lesepläne und Neuerscheinungen

Folgende Bücher möchte ich gern im Februar lesen:
John Grisham - Das Original (bereits begonnen)
Jojo Moyes - Mein Herz in zwei Welten
Jodi Picoult - Kleine große Schritte
Graham Moore - Die letzten Tage der Nacht
Markus Heitz - Ulldart: Zeit des Neuen 1: Trügerischer Friede

Fortsetzung folgt und Änderungen sind nicht ausgeschlossen. Ihr kennt das ja. :)


Neuerscheinungen, auf die ich mich freue:

Tom Hanks - Schräge Typen ~ erscheint am 01.02.2018
Kristin Hannah - Die andere Schwester ~ erscheint am 16.02.2018
Kai Meyer - Die Krone der Sterne 2: Hexenmacht ~ erscheint am 22.02.2018 


 Ich wünsche euch nun einen schönen neuen Lesemonat mit vielen tollen Büchern!
Liebe Grüße, eure Nicole

Dienstag, 30. Januar 2018

Rezension zu "Ulldart - Die Dunkle Zeit 6: Die Quellen des Bösen" von Markus Heitz

Zum Buch


Band 6 der Ulldart-Reihe Die Dunkle Zeit

Nach den dramatischen Geschehnissen im Steinbruch ist auf dem Kontinent Ulldart nichts mehr so, wie es mal war. Alle Pläne von einem geeinten und friedlichen Reich die der Kapcar von Tarpol, Lodrik Badric, ausgearbeitet hatte, scheinen nun hinfällig geworden zu sein.
Stattdessen planen seine Kinder, allem voran Govan, der Erstgeborene seiner Drillinge, eine Herrschaft, die unaufhaltsam die seit langem gefürchtete „Dunkle Zeit“ zurückbringen könnte. Das Böse hält immer mehr Einzug – auch Mortva Nesreca verfolgt weiter seine eigenen Pläne.
Auf der Insel Kalisstron macht sich Lorin derweil einen Namen – der inzwischen junge Mann hat ein gutes Gemüt  und ist bei vielen beliebt. Wird er vielleicht derjenige sein, der Ulldart vor der Dunklen Zeit bewahren kann? Dramatische Zeiten brechen an, die alles verändern…


„Die Ulsarer wurden mutiger, sie drängten sich heran, jeder schien Nesreca nun seine eigene Erklärungsvariante für die merkwürdige Begebenheit anbieten zu wollen. Der aber ahnte die unwahrscheinliche, ungeheuerliche Wahrheit.“ – Seite 104, eBook


Nachdem der 5. Band ein sehr überraschendes Ende hatte, musste ich unbedingt erfahren, wie es in der Fortsetzung weitergeht. Die Quellen des Bösen ist der sechste und finale Band der ersten Ulldart-Reihe Die Dunkle Zeit und schließt nahtlos an seinen Vorgänger an. Mit 832 Seiten ist der Roman etwas umfangreicher als die ersten fünf Bände und hält zudem ein großes Finale bereit. Auch bleibt es durchgehend spannend – besonders packend wird es im letzten Drittel. Ohne zuviel verraten zu wollen: Es wird noch einmal spektakulär.
Alle bekannten Charaktere sind wieder mit dabei – die Guten, sowie die Bösen. Insbesondere Govans Aktivitäten kann man hier verfolgen und diese sind mehr als erschreckend. Doch es gibt auch eine große Überraschung…
Sehr gut gelungen ist Markus Heitz auch die Zusammenführung der vielen einzelnen Fäden der Geschichte, die zwar umfangreich, aber immer sehr gut verständlich ist. Die einzelen Charaktere sind gut ausgearbeitet, die phantastischen Elemente perfekt eingebracht und die vielen Schauplätze werden detailreich beschrieben.


„Er betrachtete die düsteren Fassaden der Gebäude und blickte verliebt zur Kathedrale, das abgründig böse Herz der Dunkelheit, die sich über Ulsar ausgebreitet hatte.“ – Seite 457, eBook


Mein Fazit: Ein gelungener Abschluss der Ulldart-Reihe Die Dunkle Zeit. Im finalen Band wird es nochmal packend, sehr düster und spektakulär. Viele einzelne Fäden laufen hier zusammen – Gut trifft auf Böse – die Entwicklung der Handlung hält auch hier einige Überraschungen bereit.  Und gerade dieser Abschluss macht sehr neugierig auf die zweite Reihe Zeit des Neuen, die ich demnächst lesen werde.
Meiner Meinung nach kann es die Ulldart-Saga locker mit George R.R. Martins Das Lied von Eis und Feuer aufnehmen. Ich kann sie allen Fans der High-Fantasy wärmstens empfehlen!


Meine Bewertung: 



Titel: Ulldart - Die Dunkle Zeit 6: Die Quellen des Bösen
Autor: Markus Heitz
Genre: High Fantasy
Seitenanzahl: 832
Verlag: Piper



Die Sammelbände der Ulldart-Saga
Ulldart - Die komplette Saga 2
Ulldart - Die komplette Saga 3

Die Einzelbände der Ulldart-Saga
Reihe 1
Die Dunkle Zeit 1 - Schatten über Ulldart
Die Dunkle Zeit 2 - Der Orden der Schwerter             
Die Dunkle Zeit 3 - Das Zeichen des dunklen Gottes
(Rezension zu Band 1-3: siehe Sammelband) 

Die Dunkle Zeit 6 - Die Quellen des Bösen

Reihe 2
Zeit des Neuen 1 - Trügerischer Friede
Zeit des Neuen 2 - Brennende Kontinente
Zeit des Neuen 3 - Fatales Vermächtnis

Donnerstag, 25. Januar 2018

Rezension zu "Ulldart - Die Dunkle Zeit 5: Die Magie des Herrschers" von Markus Heitz

Zum Buch


Band 5 der Ulldart-Reihe Die Dunkle Zeit

Nach den vielen Jahren des Krieges sehnt sich Lodrik, der mächtige Kabcar von Tarpol, nach Frieden – er hält weiter an den Plänen von einem geeinten Reich fest. Widerstand leisten ihm jedoch noch das Inselreich Rogogard und die Kensustrianer, die ihr Reich im Südwesten des Kontinents haben. Doch Lodriks engster Berater, der undurchsichtige Mortva Nesreca verfolgt hinter dem Rücken des Kabcars  eigene Pläne und dafür ist ihm jedes Mittel recht. Er schmiedet gefahrvolle Ränke und bald darauf gerät Lodrik in einen Hinterhalt, den so niemand erwartet hat…
Fernab von Ulldart wächst Lorin, Lodriks unehelicher Sohn heran – wird er sich den finsteren Mächten, die unaufhaltsam auf Ulldart zusteuern, eines Tages entgegentreten können?


„Als spürte er die Anwesenheit des Turiten, hob er den Kopf. Seine unterschiedlich farbigen Augen funkelten belustigt, und das ansprechende Gesicht war eine Maske falscher Freundlichkeit.“ – Seite 37, eBook


Auch im 5. Band der Ulldart-Saga entwickelt sich die Geschichte interessant und spannend weiter – die Inhaltsangabe oben ist nur ein ganz kleiner Einblick in die aktuellen Geschehnisse. Die Intrigen von Mortva Nesreca nehmen erschreckende Ausmaße an, dafür zieht er unaufhaltsam die Kinder des Kabcar auf seine Seite. Dieser sehnt sich indes nach Frieden und überdenkt so manchen Schritt. Auch Lorin rückt immer mehr in den Vordergrund und man darf gespannt sein, wie sich sein Lebensweg weiter entwickelt. Auch gibt es ein Wiedersehen mit vielen, schon bekannten Charakteren.
Die Hauptfiguren sind mittlerweile im ganzen Reich verteilt, was einen sehr guten Überblick in die einzelnen Geschehen an den vielen unterschiedlichen Orten gibt. Und über allem schwebt die Dunkle Zeit, die unaufhaltsam näher zu kommen scheint – auch hier bleibt es weiterhin spannend.
Der Schreibstil ist weiterhin locker, sehr gut verständlich und detailliert – die Handlung selbst hat besonders zum Ende hin einige Überraschungen zu bieten.


„Eine Welle der Angst schlug bei diesem Anblick über ihr zusammen, spülte sie fort. Ohne sich um die Etikette zu scheren, ließ sie sich diesmal von ihren Instinken mitreißen, drehte sich auf dem Absatz um und rannte los.“ – Seite 193, eBook


Mein Fazit: Die Ulldart-Saga hat nach wie vor einiges zu bieten. Ob es dunkle Intrigen oder geheimnisvolle Verschwörungen sind  - es bleibt spannend. Im Laufe der Handlung werden einige Geheimnisse gelüftet und am Ende geschieht etwas, mit dem man so nicht gerechnet hat. Weiterhin sehr gut geschrieben in einer detaillierten, großartigen Fantasy-Welt. Der 6. Band wartet schon – denn gerade das Ende macht sehr neugrierig auf den Nachfolger. Sehr empfehlenswert!


Meine Bewertung: 




Titel: Ulldart - Die Dunkle Zeit 5: Die Magie des Herrschers
Autor: Markus Heitz
Genre: High Fantasy
Seitenanzahl: 544
Verlag: Piper


Die Sammelbände der Ulldart-Saga
Ulldart - Die komplette Saga 2 ~ erscheint am 01.03.2018 
Ulldart - Die komplette Saga 3 ~ erscheint am 03.07.2018 

Die Einzelbände der Ulldart-Saga
Reihe 1
Die Dunkle Zeit 1 - Schatten über Ulldart
Die Dunkle Zeit 2 - Der Orden der Schwerter             
Die Dunkle Zeit 3 - Das Zeichen des dunklen Gottes
(Rezension zu Band 1-3: siehe Sammelband) 

Die Dunkle Zeit 5 - Die Magie des Herrschers
Die Dunkle Zeit 6 - Die Quellen des Bösen

Reihe 2
Zeit des Neuen 1 - Trügerische Friede
Zeit des Neuen 2 - Brennende Kontinente
Zeit des Neuen 3 - Fatales Vermächtnis

Samstag, 20. Januar 2018

Rezension zu "Salz für die See" von Ruta Sepetys

Zum Buch


Die Flucht über das Meer…

Im Jahr 1945: In den letzten Kriegstagen flüchten tausende Menschen aus Angst vor der Roten Armee nach Westen. Unter den vielen Flüchtlingen sind auch der deutsche Deserteur Florian, die litauische Krankenschwester Joana und die junge Polin Emilia. Zusammen mit anderen reisen sie in einer Notgemeinschaft – so verschieden sie auch sind, haben sie doch eine Gemeinsamkeit: Jeder von ihnen hütet ein Geheimnis, das niemand erfahren soll – das Misstrauen ist groß. 
Die Reiseroute der Gemeinschaft ist lebensgefährlich: Über das zugefrorene Haff wollen sie nach Gotenhafen gelangen, um dort an Bord der „William Gustloff“ zu gelangen – das Schiff soll sie sicher in den Westen bringen. Doch in Sicherheit sind sie auch an Bord noch lange nicht – dramatische Stunden beginnen…


„Per aspera ad astra, Papa, hatte ich geflüstert. Durch Mühsal zu den Sternen. Diese lateinische Redewendung hatte er immer benutzt, wenn ich mich über Schwierigkeiten beklagt hatte. Wo mochte er jetzt sein? Ich sah zu Himmel auf, fragte mich, ob die Sterne hier über Ostpreußen genauso schön waren wie zu Hause.“ - Seite 124


Schon lange wollte ich dieses Buch aus dem Königskinder-Verlag lesen. Und es hat mich von der ersten Seite an mitgerissen und erschüttert. Die Handlung spielt in den letzten Kriegstagen im Januar 1945, als tausende Menschen versuchen, vor der Roten Armee in den Westen zu flüchten und erzählt die dramatische Evakuierungsfahrt der „William Gustloff“.  Der Roman beruht auf historische Fakten, die von der Autorin meisterhaft recherchiert  und hier sehr detailreich wiedergegeben wurden. Die Hauptcharaktere sind drei junge Menschen, die wie viele andere auch nach Westen fliehen wollen. Das Spannende hier: Jeder hat seine eigene Geschichte und hütet ein Geheimnis, das um jeden Preis geheim bleiben soll. Worum es sich handelt und wie sich die Figuren entwickeln erfährt man nach und nach. Noch ahnt niemand, dass sich noch eine ganz andere Katastrophe anbahnt…
Das Buch ist aus vier Blickwinkeln geschrieben – jeweils in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Florian, Joana, Emilia und Alfred, einem Matrosen.  
Die Story ist fesselnd, sehr erschütternd und zeigt einmal mehr, welches Leid die Menschen im Zweiten Weltkrieg erleiden mussten.


„Die Verzweiflung war so greifbar, dass ich sie vom Kai hätte schaufeln können.“ – Seite 169


Das Cover ist düster gehalten und gibt genau das wieder, was den Leser im Roman erwartet. Sehr gelungen. Vorn und hinten im Buch findet man noch Karten der Länderaufteilung – zum Vergleich aus dem Jahr 1945 und heute. Sehr lesenswert und informativ ist auch das Nachwort, in dem die Autorin die erschreckenden historischen Tatsachen der damaligen Zeit schildert.

Mein Fazit: Ein Roman, der fesselnd, dramatisch und erschütternd ist. Ruta Sepetys schafft es, mit ihrem besonderen und klaren Schreibstil die schrecklichen Geschehnisse aus vier Perspektiven zu schildern. Die Hintergründe sind meisterhaft recherchiert, die Handlung ist zwar packend, aber auch  zutiefst erschütternd und berührend – ich hätte das Buch am liebsten in einem Rutsch durchgelesen. Sehr hochwertig, anspruchsvoll und lesenswert. 


Meine Bewertung: 





Titel: Salz für die See
Autorin: Ruta Sepetys
Genre: Historisches Drama / All Age
Seitenanzahl: 416
Verlag: Carlsen / Königskinder