Donnerstag, 19. September 2019

Rezension zu "Das Institut" von Stephen King

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Das geheimnisvolle Institut

In einer ruhigen Vorortsiedlung von Minneapolis ermorden zwielichtige Eindringlinge lautlos die Eltern von Luke Ellis und verfrachten den betäubten Zwölfjährigen in einen schwarzen SUV. Die ganze Operation dauert keine zwei Minuten. Luke wacht weit entfernt im Institut wieder auf, in einem Zimmer, das wie seines aussieht, nur dass es keine Fenster hat. Und das Institut in Maine beherbergt weitere Kinder, die wie Luke paranormal veranlagt sind: Kalisha, Nick, George, Iris und den zehnjährigen Avery. Sie befinden sich im Vorderbau des Instituts. Luke erfährt, dass andere vor ihnen nach einer Testreihe im „Hinterbau“ verschwanden. Und nie zurückkehrten. Je mehr von Lukes neuen Freunden ausquartiert werden, desto verzweifelter wird sein Gedanke an Flucht, damit er Hilfe holen kann. Noch nie zuvor ist jemand aus dem streng abgeschirmten Institut entkommen. (Quelle: Klappentext)


„Keine Antwort, nur wieder das Lächeln. Jedes Mal wenn Gladys es aufsetzte, kam es ihm ein bisschen gruseliger vor.“ – Seite 143, eBook


Als begeisterte Leserin von Stephen King war ich natürlich sehr gespannt auf das neueste Werk vom Meister des Grauens. Wie man es von King kennt, beginnen seine Geschichten immer in ganz normalen Gegenden, bevor das Grauen beginnt – so auch hier. Tatsächlich ist der Anfang von „Das Institut“ komplett anders, als man zunächst erwartet, doch im Laufe der Handlung wird auch klar,  warum – alles setzt sich zusammen. Hauptfigur hier ist u.a. der zwölfjährige Luke Ellis, der plötzlich aus seinem behüteten Leben herausgerissen wird. Nachdem er betäubt und entführt wurde, wacht er im Institut auf – eine streng geheime und abgeschirmte Einrichtung, die Schreckliches verbirgt. Auch Luke, der hochintelligent und leichte paranormale Fähigkeiten besitzt, wird schnell klar, dass er und die anderen Kinder in großer Gefahr schweben. Uns so wagt er etwas, was noch nie jemand versucht hat: Die Flucht…
Was in dem Institut wirklich mit den Kindern geschieht, bleibt anfangs natürlich noch geheim – nach und nach erfährt man aber das Ausmaß dessen und ein Bild setzt sich zusammen…
Das Buch zieht den Leser schnell in seinen Bann – es ist unheimlich gut und auch atmosphärisch dicht geschrieben mit starken Charakteren. Hier erwartet einen kein brutaler Horror – dennoch ist dieser natürlich da und eher unterschwellig vorhanden – in Kombination mit Mystery- und Thrillerelementen ist King das sehr gut gelungen.


„Sie haben mich verändert, dachte er wieder. Ich weiß nicht, wie, und ich weiß auch nicht, wie stark, aber sie haben mich eindeutig verändert. Etwas Neues ist hinzugekommen.“ – Seite 240, eBook


Mein Fazit: Wieder ein gelungenes Werk aus der Feder von Stephen King. Die Geschichte ist atmosphärisch dicht,  voller dunkler Geheimnisse und gruseligen Abschnitten. Hier erwartet den Leser eine Kombination aus Mystery und Thriller, in dem natürlich auch der Horror nicht fehlt. Dieser ist hier zwar eher unterschwellig vorhanden, aber dennoch sehr unheimlich. Alles in allem ein sehr gutes Buch mit einem Verlauf, der oftmals überrascht. Sehr lesenswert!


Meine Bewertung: 









Titel: Das Institut
Autor: Stephen King
Genre: Horror / Mystery
Seitenanzahl: 768
Verlag: Heyne
Erstveröffentlichung: 10. September 2019 



Vielen Dank an das Bloggerportal  und Heyne für das Rezensionsexemplar! 

Donnerstag, 12. September 2019

Rezension zu "Wir gegen euch" von Fredrik Backman

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Björnstadt - Band 2

Das kleine Björnstadt mitten in den skandinavischen Wäldern musste erleben, was es heißt, wenn ein ganzer Ort auseinanderbricht. Nun sieht sich die Stadt einer neuen Herausforderung gegenüber. Denn nicht nur ist der geliebte örtliche Eishockeyverein von der Schließung bedroht – fast noch schlimmer ist, dass der Klub der Nachbarstadt Hed, Erzrivale Björnstadts, als neuer Stern am Himmel des Sports gefeiert wird. Der gemeinsame Feind schweißt viele Björnstädter wieder zusammen, und aus der sportlichen Rivalität zweier Städte wird bald ein verbissener Kampf, der mit allen Mitteln geführt wird. Und in einem dramatischen Finale gipfelt ...
(Quelle: Inhaltsangabe - Goldmann Verlag)




Wir gegen euch ist der 2. Band um die kleine Stadt Björnstadt, die etwas abgeschieden in den schwedischen Wäldern liegt. Dieses Buch führt die Geschichte von „Kleine Stadt der großen Träume“ fort und beginnt nur ein paar Monate nach den letzten Ereignissen. Neben dem aktuellen Verlauf werden aber auch die dramatischen Geschehnisse nochmal aufgegriffen und zeigen nun, wie es mit den betroffenen Figuren weitergeht. Auch werden hier noch einige Fragen beantwortet, die im ersten Band noch offen blieben.  
Im Mittelpunkt der Handlung steht Björnstadt – die kleine Stadt hat schwere Zeiten hinter sich. Doch nun steht das auf dem Spiel, für das die Björnstädter leben: Eishockey. Der Sport nimmt auch hier wieder eine ganz zentrale Rolle ein. Doch die Feindschaft zwischen den Spielern und Fans von Björnstadt Eishockey und den Anhängern der gegnerischen Mannschaft aus dem benachbarten Ort Hed spitzt sich immer mehr zu und nimmt einen dramatischen Verlauf….


„Er will nur, dass alles so bleibt, wie es ist: ein paar Schläger und eine Eisfläche, ein Puck und zwei Tore, der Wille und der Kampf. Wir gegen euch, und zwar mit allem, was wir draufhaben.“ – Seite 295, eBook


Wie schon im ersten Band baut Fredrik Backman die Geschichte langsam auf. In den ersten Kapiteln fasst er nochmal kurz zusammen, was bisher geschehen ist. Es gibt ein Wiedersehen mit schon bekannten Charakteren, dessen Leben sich in den letzten Monaten komplett verändert haben. Sehr gut gefallen hat mir, dass man die Hauptfiguren hier noch besser kennen lernt. Doch während alle noch verarbeiten, was geschehen ist, nehmen neue Schicksale ihren dramatischen Lauf…


„Die Angst. Sie beherrscht, ohne sichtbare Spuren zu hinterlassen.“ – Seite 270, eBook


Das Buch ist überwiegend ernst mit vielen Facetten: Es wird traurig und berührend, aber auch dramatisch und brutal. Gerade diese Szenen, die aus Hass und Gewalt bestehen, waren mir hier etwas zu viel – sie haben in der Geschichte fast schon zu viel Raum eingenommen. Daneben wird aber auch deutlich, was Zusammenhalt und Freundschaft bedeutet.

Fredrik Backman ist ja bekannt für seinen speziellen Schreibstil, den man aus seinen Romanen Ein Mann namens Ove oder Britt-Marie war hier kennt  – in den beiden Büchern über Björnstadt schlägt er einen anderen Ton an: Es wird ernst und  oft sehr ergreifend.

Mein Fazit: Auch der zweite Band um Björnstadt ist sehr lesenswert – er führt die dramatische Geschichte fort. Wir erfahren, wie es mit den bekannten Charakteren weitergeht und lernen diese noch besser kennen. Der Roman ist sehr facettenreich – es wird berührend und traurig, gleichzeitig aber auch dramatisch und oftmals brutal. Jedoch zeigt das Buch auch, was Zusammenhalt bedeutet. Etwas schwächer als der Vorgänger, aber wieder sehr lesenswert.



Meine Bewertung: 




Titel: Wir gegen euch  - Björnstadt 2
Autor: Fredrik Backman
Genre: Gegenwartsliteratur / Roman
Seitenanzahl: 544 / 736
Verlag: Goldmann
Erstveröffentlichung: 28 August 2019 (FISCHER Krüger)
Neurveröffentlichung: 18. Januar 2023 (Goldmann)

Die Bücher der Björnstadt-Reihe:
Band 1 - Björnstadt / Kleine Stadt der großen Träume
Band 2 - Wir gegen euch
Band 3 - Die Gewinner





Vielen Dank an die S. Fischer-Verlage und Netgalley für das Rezensionsexemplar!


Samstag, 7. September 2019

Rezension zu "Teufelskrone" von Rebecca Gablé

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Die Waringham-Saga - Band 6

England 1193: Als der junge Yvain of Waringham in den Dienst von John Plantagenet tritt, ahnt er nicht, was sie verbindet: Beide stehen in Schatten ihrer ruhmreichen älteren Brüder. Doch während Yvain und Guillaume of Waringham mehr als die Liebe zur selben Frau gemeinsam haben, stehen die Brüder John Plantagenet und Richard Löwenherz auf verschiedenen Seiten - auch dann noch, als John nach Richards Tod die Krone erbt. Denn Richards Schatten scheint so groß, dass er John schon bald zum Fluch zu werden droht ... 




„Yvain konnte den Blick nicht vom Gesicht des Prinzen abwenden. Das unbekümmerte Spötterlächeln war einem grausamen Zug um den Mund gewichen, verschwunden war das amüsierte Funkeln aus den Augen, die mit einem Mal so starr und kalt und ausdruckslos wirkten wie eine Eisschicht auf einem tiefen Brunnen.“ – Seite 53, eBook


Neben Ken Folletts Die Säulen der Erde war Rebecca Gablés Das Lächeln der Fortuna eines der ersten Bücher, die ich aus dem historischen Genre gelesen habe. Die bisher erschienenen fünf Bücher der Waringham-Saga konnten mich alle überzeugen  - auch Teufelskrone steht seinen Vorgängern in nichts nach. Der 6. Band der Waringham-Saga führt allerdings nicht die Geschichte der Waringhams fort, sondern blickt zurück. Sie erzählt die Vorgeschichte der Reihe. Hauptfigur ist hier Yvain of Waringham, der zu Beginn des Buches fünfzehn Jahre alt ist. Er tritt in die Dienste von Prinz John „Ohneland“, der sich mit seinem Bruder König Richard „Löwenherz“, einen erbitterten Machtkampf liefert. Somit erfährt man auch vieles über dessen Leben und seine Wesenszüge, die oftmals grausam waren.
Im Laufe der Jahre erlebt Yvain sowohl die Schatten- als auch die Sonnenseiten des Lebens - er erfährt Freud und Leid, wird Zeuge von Intrigen und Verschwörungen, steht vor schweren Entscheidungen und gerät das ein oder andere Mal in große Gefahr. Auch seine Dienste für John Plantagenet sind oft alles andere als einfach und fordern ihm einiges ab.


„Yvain verschränkte die Arme vor der Brust und hoffte, dass sein Blick nichts als kühle Geringschätzung ausdrückte und nichts von dem lähmenden Schrecken verriet, der seine Beine hinaufkroch.“ – Seite 480, eBook


Teufeskrone ist genau so fesselnd geschrieben wie seine Vorgänger. Wie schon von Rebecca Gablé gewohnt, hat sie  hier wieder meisterhaft recherchiert und kombiniert historische Fakten mit fiktiven Geschehnissen perfekt miteinander. Im Nachwort der Autorin kann man nachlesen, was sich damals wirklich so zugetragen hat. Die detailreichen Schilderungen sowohl aus dem Leben der Waringhams als auch der historischen Geschehnisse aus der Zeit des 12. u. 13. Jahrhunderts sind detailreich und sehr gut verständlich. Es bleibt durchgehend fesselnd und oftmals dramatisch - auch ruhigere Abschnitte sind keineswegs langatmig.

Der umfangreiche, 926 Seite starke Roman umspannt ca. 23 Jahre und spielt im Zeitraum der Jahre 1193 – 1216 und somit ca. 140 Jahre vor den Geschehnissen in Das Lächeln der Fortuna, das im Jahre 1360 beginnt. Dieses Buch kann man sowohl als 6. Band der Waringham-Saga lesen, als auch als Einstieg ohne Vorkenntnisse.

Mein Fazit: Wieder ein historisches Meisterwerk aus der Feder von Rebecca Gablé. Hier erfahren wir die Vorgeschichte der Waringhams, die Ende des 12. Jahrhunderts beginnt. Wieder wurden die Hintergrunde sehr gut recherchiert – die Verknüpfung von historischen Ereignissen und Fiktivem ist der Autorin sehr gut gelungen und den Leser erwartet auf den 926 Seiten einiges: Intrigen Verschwörungen, Kriege und Hinterhalte, aber auch glückliche Momente. Sehr gelungen und daher eine Empfehlung für alle Fans von historischen Romanen!


Meine Bewertung: 




Titel: Teufelskrone
Autorin: Rebecca Gablé
Genre: Historischer Roman
Seitenanzahl: 926
Verlag: Bastei Lübbe
Erstveröffentlichung: 30. August 2019


Die Bücher der Waringham-Saga:
Band 1 - Das Lächeln der Fortuna
Band 2 - Die Hüter der Rose
Band 3 - Das Spiel der Könige
Band 4 - Der dunkle Thron
Band 5 - Der Palast der Meere
Band 6 - Teufelskrone (Vorgeschichte)
Band 7 - Drachenbanner (Vorgeschichte)


 Vielen Dank an Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar!

Sonntag, 1. September 2019

Monatsrückblick August 2019


Hallo ihr Lieben,

heute ist der 1. September - das bedeutet (neben einem neuen Lesemonat) auch der Beginn des neuen Schuljahres in Hogwarts. Ich hoffe, ihr wart alle pünktlich um 11 Uhr auf Gleis 9 3/4? #BacktoHowarts #Harry Potter ❤

Mein Lesemonat August hat mit den Büchern der 2. Staffel von DOORS begonnen - das besondere Buchprojekt von Markus Heitz. Wieder drei großartige Abenteuer - am besten hat mir das Buch Wächter gefallen.




Dann war ich noch unterwegs im Grishaverse von Leigh Bardugo - am 20. August ist ihr neues Buch King of Scars erschienen, der Auftakt von Thron aus Gold und Asche, einer geplanten Dilogie. Das Buch konnte mich, wie bereits die Krähen-Saga, sehr begeistern. Und da ich gerade in dieser beonderen Fantasywelt unterwegs war, habe ich noch Die Sprache der Dornen gelesen. Das Buch enthält sechs düsterschöne Märchen und fällt besonders durch die wunderschöne Gestaltung auf:


















Auch spannende Krimis gab es diesen Monat: Eine Handvoll Asche ist der 3. Band der Sam Wyndham-Reihe von Abir Mukherjee und hat mir sehr gut gefallen. Genau so wie das Debüt von Stuart Turton: Die sieben Tode der Evelyn Hardcastle ist ein ganz außergewöhnlicher Krimi, der überrascht!


Hier noch die aktuellen News zu #19für2019: Im August habe ich ein weiteres Buch von meiner Liste gelesen: Heilige und andere Tote von Jess Kidd. Aktueller Stand: 11/19 Büchern. Meine Liste und die Updates findet ihr hier: #19für2019 - Meine Leseliste 



  Hier kommt nun meine Monatsstatistik für den August:

Mein Lesemonat in Zahlen

  8 gelesene Bücher
3.131 gelesene Seiten
durchschnittlich 101 gelesene Seiten pro Tag

Bewertungen
  5 x 5 Sterne
  3 x 4 Sterne 

Gelesene Bücher im August

Markus Heitz - DOORS 2: Energija

Markus Heitz - DOORS 2: Wächter

Markus Heitz - DOORS 2: Vorsehung

Leigh Bardugo - Die Sprache der Dornen



Monatshighlights





DOORS 2 - Wächter
Markus Heitz

Thron aus Gold und Asche 1: King of Scars
Leigh Bardugo







 Sam Wyndham 3: Eine Handvoll Asche
Abir Mukherjee


Die sieben Tode der Evelyn Hardcsatle
Stuart Turton






Lesepläne und Neuerscheinungen

Folgende Bücher möchte ich im September lesen:

Rebecca Gablè - Die Waringham-Saga 6: Teufelskrone
Fredrik Backman - Björnstadt 2: Wir gegen euch
Holly Goldberg Sloan - Glück ist eine Gleichung mit 7
Leigh Bardugo - Legenden der Grisha 1: Goldene Flammen
Mervyn Peake - Gormenghast 1: Der junge Titus

ansonsten entscheide ich wie immer spontan. :) 

Neuerscheinungen, auf die ich mich freue:

Jeffrey Archer - Die Warwick-Saga 1: Schicksal und Gerechtigkeit  ~ erscheint am 09.09.2019
Stephen King - Das Institut  ~ erscheint am 10.09.2019 
Jenn Lyons - A Chorus of Dragons 1: Der Untergang der Könige  ~ erscheint am 21.09.2019
Sarah Perry - Melmoth ~ erscheint am 30.09.2019


Ich wünsche euch einen schönen neuen Lesemonat!
Liebste Grüße, eure Nicole