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Die Waringham-Saga - Band 6
England 1193: Als der junge Yvain of Waringham in den Dienst
von John Plantagenet tritt, ahnt er nicht, was sie verbindet: Beide stehen in
Schatten ihrer ruhmreichen älteren Brüder. Doch während Yvain und Guillaume of
Waringham mehr als die Liebe zur selben Frau gemeinsam haben, stehen die Brüder
John Plantagenet und Richard Löwenherz auf verschiedenen Seiten - auch dann
noch, als John nach Richards Tod die Krone erbt. Denn Richards Schatten scheint
so groß, dass er John schon bald zum Fluch zu werden droht ...
(Quelle: Inhaltsangabe - Bastei Lübbe)
„Yvain konnte den Blick nicht vom Gesicht des Prinzen abwenden. Das unbekümmerte Spötterlächeln war einem grausamen Zug um den Mund gewichen, verschwunden war das amüsierte Funkeln aus den Augen, die mit einem Mal so starr und kalt und ausdruckslos wirkten wie eine Eisschicht auf einem tiefen Brunnen.“ – Seite 53, eBook
Neben Ken Folletts Die Säulen der Erde war Rebecca Gablés Das Lächeln der Fortuna eines der ersten Bücher, die ich aus dem historischen
Genre gelesen habe. Die bisher erschienenen fünf Bücher der Waringham-Saga
konnten mich alle überzeugen - auch Teufelskrone steht seinen Vorgängern in nichts nach. Der 6. Band der
Waringham-Saga führt allerdings nicht die Geschichte der Waringhams fort,
sondern blickt zurück. Sie erzählt die Vorgeschichte der Reihe. Hauptfigur ist
hier Yvain of Waringham, der zu Beginn des Buches fünfzehn Jahre alt ist. Er
tritt in die Dienste von Prinz John „Ohneland“, der sich mit seinem Bruder
König Richard „Löwenherz“, einen erbitterten Machtkampf liefert. Somit erfährt
man auch vieles über dessen Leben und seine Wesenszüge, die oftmals grausam waren.
Im Laufe der Jahre erlebt Yvain sowohl die Schatten- als
auch die Sonnenseiten des Lebens - er erfährt Freud und Leid, wird Zeuge von
Intrigen und Verschwörungen, steht vor schweren Entscheidungen und gerät das
ein oder andere Mal in große Gefahr. Auch seine Dienste für John Plantagenet
sind oft alles andere als einfach und fordern ihm einiges ab.
„Yvain verschränkte die Arme vor der Brust und hoffte, dass sein Blick nichts als kühle Geringschätzung ausdrückte und nichts von dem lähmenden Schrecken verriet, der seine Beine hinaufkroch.“ – Seite 480, eBook
Teufeskrone ist genau so fesselnd geschrieben wie seine
Vorgänger. Wie schon von Rebecca Gablé gewohnt, hat sie hier wieder meisterhaft recherchiert und
kombiniert historische Fakten mit fiktiven Geschehnissen perfekt miteinander.
Im Nachwort der Autorin kann man nachlesen, was sich damals wirklich so
zugetragen hat. Die detailreichen Schilderungen sowohl aus dem Leben der
Waringhams als auch der historischen Geschehnisse aus der Zeit des 12. u. 13. Jahrhunderts
sind detailreich und sehr gut verständlich. Es bleibt durchgehend fesselnd und
oftmals dramatisch - auch ruhigere Abschnitte sind keineswegs langatmig.
Der umfangreiche, 926 Seite starke Roman umspannt ca. 23
Jahre und spielt im Zeitraum der Jahre 1193 – 1216 und somit ca. 140 Jahre vor
den Geschehnissen in Das Lächeln der Fortuna, das im Jahre 1360 beginnt. Dieses
Buch kann man sowohl als 6. Band der Waringham-Saga lesen, als auch als
Einstieg ohne Vorkenntnisse.
Mein Fazit: Wieder ein historisches Meisterwerk aus der
Feder von Rebecca Gablé. Hier erfahren wir die Vorgeschichte der Waringhams,
die Ende des 12. Jahrhunderts beginnt. Wieder wurden die Hintergrunde sehr gut
recherchiert – die Verknüpfung von historischen Ereignissen und Fiktivem ist
der Autorin sehr gut gelungen und den Leser erwartet auf den 926 Seiten einiges:
Intrigen Verschwörungen, Kriege und Hinterhalte, aber auch glückliche Momente. Sehr
gelungen und daher eine Empfehlung für alle Fans von historischen Romanen!
Meine Bewertung:
Titel: Teufelskrone
Autorin: Rebecca Gablé
Genre: Historischer Roman
Seitenanzahl: 926
Verlag: Bastei Lübbe
Erstveröffentlichung: 30. August 2019
Die Bücher der Waringham-Saga:
Band 1 - Das Lächeln der Fortuna
Band 2 - Die Hüter der Rose
Band 3 - Das Spiel der Könige
Band 4 - Der dunkle Thron
Band 5 - Der Palast der Meere
Band 6 - Teufelskrone (Vorgeschichte)
Band 7 - Drachenbanner (Vorgeschichte)
Vielen Dank an Bastei Lübbe für das Rezensionsexemplar!

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