Freitag, 19. Juli 2019

Rezension zu "Kleine Stadt der großen Träume" von Fredrik Backman

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Björnstadt - Band 1

Björnstadt. Eine kleine schwedische Stadt mitten im Wald, fern von allem, was modern und bedeutsam ist. Das Leben hier ist nicht einfach, doch gerade deshalb halten die Menschen zusammen, und ihre Devise ist: hart arbeiten, nicht beschweren und dem Rest der Welt zeigen, woher wir kommen. Helfen soll dabei der von allen geliebte Björnstädter Eishockeyclub. Bisher nur mäßig erfolgreich, könnte der überragenden Jugendmannschaft in dieser Saison der große Durchbruch gelingen. Da geschieht in einer eiskalten Nacht etwas, das alle Hoffnungen auf Ruhm und Ehre zerstören könnte. Je nachdem, wem man glaubt. Und so muss jeder Einzelne sich entscheiden, auf wessen Seite er steht ... (Quelle: Inhaltsangabe - Goldmann Verlag)




„Sie sind ihm das Wichtigste, und deswegen versucht er, all das zu sein, was sie in ihm suchen. Es ist schlimm. Es ist schlimm, Geheimnisse vor den Menschen zu haben, die man liebt.“ – Seite 215


Der Roman Björnstadt  (erstmals unter den Titeln Kleine Stadt der großen Träume und Stadt der Bären veröffentlicht) erzählt die Geschichte der Bewohner von Björnstadt – einer Kleinstadt, die abseits in den schwedischen Wäldern liegt. Aufgrund von Geschäfts- und Firmenschließungen und der daraus resultierenden Arbeitslosigkeit gerät der Ort aber immer mehr ins Vergessen. Doch was die Menschen dort zusammenhält, ist ihre Liebe für den Eishockey. Und nun hat Björnstadt die Chance, wieder mehr in den Mittelpunkt zu rücken: Die Eishockey-Juniorenmannschaft steht im Halbfinale. Als der große Tag des Spiels endlich da ist, ahnt noch niemand, das es danach nie wieder so sein wird, wie vorher…
Schon im ersten, sehr kurzen Kapitel wird klar, dass alles nicht so idyllisch wird, wie es zunächst scheint.
Es wird berührend, traurig und auch schockierend – denn nach einem schrecklichen Geschehen nimmt die Handlung einen überraschenden Verlauf – sehr erschreckend ist das Verhalten mancher Bewohner nach diesem besagten Abend. Aber es gibt auch gute Menschen in Björnstadt – es ist ein schmaler Grat zwischen Zusammenhalt und Zerrissenheit. Alles regt sehr zum Nachdenken an.


„Im Raum ist es still genug, so dass alle hören können, wie ihm in diesem Augenblick das Herz bricht.“ – Seite 426


Die Handlung beginnt sehr langsam, fast schon etwas schleppend – jedoch lernt man ganz am Anfang viele Charaktere und deren so verschiedene Leben im Einzelnen kennen. Auch der Eishockeysport steht hier sehr im Mittelpunkt: Auch wenn man mit dem Sport nur wenig Berührungspunkte hat (so wie ich), ist doch alles interessant zu verfolgen.
Fredrik Backman ist ja bekannt für seinen sehr speziellen, eigenen Schreibstil (wie in Ein Mann namens Ove oder Britt-Marie war hier)– hier ist dieser aber nicht so ausgeprägt, sondern etwas"ruhiger" und gleichzeitig sprachgewaltiger.


Mein Fazit: Ein lesenswertes Buch, das berührt, oftmals sehr traurig ist und zum Nachdenken anregt. Fredrik Backman zeigt hier das Leben in einer Kleinstadt – Zusammenhalt, aber auch Zerrissenheit nach einer Tragödie. Überwiegend ernst mit gut gezeichneten Charakteren. Anfangs etwas schleppend, ansonsten aber sehr lesenswert und bewegend.


Mein Bewertung: 





Titel: Björnstadt
Vorherige Titel: Kleine Stadt der großen Träume / Stadt der Bären
Autor: Fredrick Backman
Genre: Gegenwartsliteratur / Roman
Seitenanzahl: 512 /689
Verlag: Goldmann
Erstveröffentlichung: 26. Oktober 2017 (FISCHER Krüger)
Neurveröffentlichung: 18. Januar 2023 (Goldmann)

Die Bücher der Björnstadt-Reihe:
Band 1 - Björnstadt / Kleine Stadt der großen Träume
Band 2 - Wir gegen euch
Band 3 - Die Gewinner


Samstag, 13. Juli 2019

Rezension zu "Die wahre Geschichte von Regen und Sturm" von Ann M. Martin

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Ruth, Regen und der Sturm

Ruth mag Wörter, vor allem Homonyme, so wie Ruth und ruht. Ihr alleinerziehender Vater kann damit nichts anfangen. Warum kann Ruth sich nicht benehmen wie andere Kinder? Die beste Idee, die er je hatte, ist, Ruth einen Hund mitzubringen. Sie nennt ihn Regen, denn er wurde im Regen gefunden – und das Wort ist ein Homonym.
Als ein Hurrikan die kleine Stadt heimsucht, geht Regen im Unwetter verloren. Dad hätte den Hund nie raus lassen dürfen. Bei Sturm! Ohne Halsband! Verzweifelt macht sich Ruth auf die Suche. Ein Glück, dass sie noch Onkel Weldon hat, der sie so viel besser versteht.
(Quelle: Klappentext)



„Ich bin Ruth Howard, und mein Vorname ist ein Homonym. Um genau zu sein, er ist ein Homophon, also ein Wort, das ausgesprochen wird wie ein anderes, aber nicht so geschrieben. Mein Homophonname ist Ruht.“ – Seite 7


…mit diesem Satz beginnt die Geschichte des zwölfjährigen Mädchen Ruth, die eine ganz besondere Vorliebe hat: Wörter – insbesondere Homophone. Dazu mag sie noch Regeln und Zahlen, besonders Primzahlen. Das Buch ist leicht verständlich in der Ich-Perspektive aus Sicht von Ruth geschrieben, in der sie uns Lesern ihre Geschichte selbst erzählt. Ruth erzählt über ihren Alltag und dass sie Autistin ist. In der Schule hat sie es nicht immer leicht, doch ihr Onkel Weldon versteht sie – und interessiert sich für Homophone. Sie erzählt über ihren Vater, ihren geliebten Hund und den Hurrikan.
Die Hauptfigur wächst dem Leser schnell ans Herz, genau so wie ihr Hund, den sie Regen genannt hat. Doch eines Tages gerät ihr so wohlgeordneter Tagesablauf ins Wanken: Regen geht im Unwetter verloren und Ruth macht sich auf die abenteuerliche Suche nach ihm.
Das Besondere an dieser Geschichte ist, dass Ruth von ihrer Diagnose erzählt: Hochfunktionaler Autismus. Sie schildert, was es bedeutet, wie ihr Alltag aussieht und was sie nur schwer ertragen kann – gleichzeitig macht sie dadurch die Diagnose für den Leser verständlich. Da ihre Vorliebe ja bei homophonen Wörtern liegt, wird bei jedem dieser Wörter auch das Gegenstück in Klammern beigefügt, was dem Buch einen ganz eigenen Charme gibt, der mir persönlich sehr gut gefällt:


„Zum Nachtisch gab es Eis am Stiel (Stil). Ich war in meine Homophonliste vertieft, als ich Scheinwerferlicht sah, das durch die Küche kreiste, und einen Wagen (Waagen, wagen) in unsere Auffahrt kommen hörte." – Seite 31


Die Geschichte ist oft berührend und entwickelt sich in eine andere Richtung, als zunächst gedacht. Ruths Hund Regen und auch ihr Onkel spielen dabei eine zentrale Rolle.

Mein Fazit: Eine sehr berührende Geschichte über ein besonderes Mädchen, das einem schnell ans Herz wächst. Das Buch lässt sich leicht lesen und hat durch die eingefügten homophonen Wörter einen ganz eigenen Charme. Sehr bewegend, wichtig und lesenswert.


Meine Bewertung: 





Titel: Die wahre Geschichte von Regen und Sturm
Autorin: Ann M. Martin
Genre: Jugendbuch
Seitenanzahl: 240
Verlag: Carlsen / Königskinder
Erstveröffentlichung: 24. April 2015

 Update Februar 2021: Dieses Buch ist mittlerweile nur noch gebraucht erhältlich.


Freitag, 12. Juli 2019

Rezension zu "Die Todesfee der Grindlay Street" von Oscar de Muriel

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Ein Fall für Frey und McGray - Band 3

Im Jahr 1889: Nachdem in London die letzte Aufführung von Macbeth stattgefunden hat, wird im Theater eine in Blut geschriebene Botschaft gefunden: In Edinburgh, der nächsten Station der Theatergruppe, wird jemand grausam den Tod finden. Schnell werden der englische Inspector Ian Frey und sein schottischer Kollege Adolphus McGray hinzugezogen. Während Frey die Drohung für reine Publicity hält, ist McGray von einem übernatürlichen Phänomen überzeugt – denn im Theater wurde eine sogenannte Todesfee gesehen. Während die Premierennacht im Theater in der Grindlay Street immer näher rückt, beginnt für das Ermittlerduo ein Wettlauf mit der Zeit. Auch in Edinburgh gibt es inzwischen rätselhafte Vorkommnisse…



„Ich stand im Begriff, dem legendären Henry Irving und danach der Hauptdarstellerin persönlich zu begegnen, und ich würde von der Heimtücke, der Hinterlist und den Tragödien erfahren, die hinter dem Samtvorhang und auf den Brettern, die die Welt bedeuten, ihr Unwesen trieben.“ (Ian Frey) – Seite 116


Auch der dritte Fall für das ungleiche Ermittlerduo Frey und McGray beginnt rätselhaft: Eine Todesfee soll gesichtet worden sein und hat in einer mit Blut geschriebenen Nachricht den Tod einer Person angekündigt. Ist es eine Inszenierung der Theatergruppe oder steckt tatsächlich etwas Übernatürliches dahinter?
Die Ermittlungen der beiden sind spannend zu verfolgen – während Frey immer höflich und eher distanziert ist, nimmt der Schotte McGray kein Blatt vor den Mund, was schon mal etwas amüsant sein kann. Gerade diese großen Unterschiede zwischen den beiden Charakteren machen die historische Krimireihe zu etwas Besonderem. Besonders ist auch, dass hier einige historische Berühmtheiten einen Gastauftritt haben, wie etwa Bram Stoker oder Henry Irving.
Die Geschichte ist überwiegend in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Inspector Frey geschrieben – zwischendurch gibt es aber auch Tagebucheinträge von Bram Stoker und Ausschnitte von rätselhaften Briefen eines Unbekannten. Es bleibt in jedem Fall mysteriös und spannend.


„Ich erkannte nicht die leiseste Spur von Nervosität oder Schuldgefühl oder sonst etwas, das ihn als Lügner entlarvt hätte. Dennoch hatte ich das Gefühl, ihm nicht trauen zu können – er war schließlich einer der begnadetsten Schauspieler unserer Zeit.“ (Ian Frey) - Seite 198


Was ich sehr gut fand: In die Handlung ist ein kurzer Rückblick eingebaut, der nochmal kurz die Vergangenheiten der beiden Hauptfiguren schildert – eine kleine, aber wichtige Erinnerungsstütze, denn auch wenn hauptsächlich die Ermittlungen im Vordergrund stehen, geht es trotzdem auch in den jeweiligen Privatleben der beiden interessant weiter. Sehr interessant und lesenswert ist auch das Nachwort des Autors, in dem er schildert, welche Begebenheiten sich in den Leben der historischen Berühmtheiten tatsächlich zugetragen haben – es ist überraschend!

Mein Fazit: Auch der dritte Fall für das ungleiche Ermittlerduo Frey und McGray ist mysteriös und entwickelt sich spannend. Da im Mittelpunkt ein bekanntes Theaterstück steht, haben hier einige berühmte historische Persönlichkeiten einen Gastauftritt, insbesondere Bram Stoker. Die anfangs lose wirkenden Fäden fügen sich nach und nach zusammen und ergeben ein vollständiges und sehr überraschendes Bild. Ein sehr gelungener historischer Mystery-Krimi! 

Meine Bewertung: 





Titel: Die Todesfee der Grindlay Street: Ein Fall für Frey und Mc Gray (3)
Autor: Oscar de Muriel
Genre: Historischer Krimi
Seitenanzahl: 576
Verlag: Goldmann
Erstveröffentlichung: 17. Dezember 2018

Die Bücher der Reihe um Frey und McGray:
Die Bücher der Reihe um Frey und McGray:
Band 1 - Die Schatten von Edinburgh
Band 2 - Der Fluch von Pendle Hill
Band 3 - Die Todesfee der Grindlay Street
Band 4 - Im Bann der Fledermausinsel
Band 5 - Die Totenfrau von Edinburgh
Band 6 - Das Geheimnis von Windsor Castle

eBook-Only-Kurzgeschichte - Die Hirschjagd: Weihnachten für Frey und McGray



Montag, 8. Juli 2019

Rezension zu "Das Schloss in den Wolken" von Lucy Maud Montgomery

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Liebe und ein selbstbestimmtes Leben

Kanada, in den 1920er Jahren: Valancy Stirling ist gerade neunundzwanzig Jahre alt geworden, wohnt im Haus ihrer Mutter und wird von der gesamten Verwandtschaft verspottet: Sie ist noch immer unverheiratet! Auch einen Verehrer hat sie nicht. Valancy fühlt sich immer unwohler in Gegenwart ihrer Familie. Doch dann passiert etwas, was ihr Leben von gleich auf radikal verändert – daraufhin befreit sie sich von allen Konventionen. Sie zieht von zu Hause aus und sucht sich eine Anstellung. Valancy blüht in ihrer neu gewonnenen Freiheit auf und verliebt sich sogar.
Und sie findet endlich ihr Blaues Schloss, den Zufluchtsort ihrer Tagträume, im richtigen Leben. Doch dann erreichen sie weitere Neuigkeiten, die wiederum alles auf den Kopf stellen…



„Die Ferienhäuser in Muskoka mochten ihren Reiz haben, aber dort, am flammenden Firmament, zwischen den Tannenwipfeln, ragte ihr Blaues Schloss in die Höhe. Valancy streifte die alten Jahre, Gewohnheiten und Hemmungen von sich ab wie tote Blätter. Sie wahren Ballast, die sie nicht brauchte.“ – Seite 141


Das Schloss in den Wolken ist erstmals im Jahre 1926 erschienen und stammt von Lucy Maud Montgomery, aus deren Feder auch die Anne auf Green Gables – Bücher stammen. Mit Valancy Stirling hat die Autorin eine tolle Hauptfigur erschaffen, die sich von allen Zwängen der damaligen Zeit befreit und ein ihrem neuen, selbstbestimmten Leben ihr Glück findet.


„Nach dem Essen saßen sie beieinander und unterhielten sich stundenlang, oder sie saßen da und schwiegen in allen Sprachen der Welt.“ – Seite 250


Das Buch ist schön geschrieben mit detailreichen Schilderungen der Schauplätze. Die Handlung an sich ist eher ruhig und auch wenn man schnell ahnt, wie es ausgeht, ist es dennoch interessant und packend zu verfolgen. Besonders zum Ende hin bekommt die Geschichte nochmal einen neuen Schwung.

Mein Fazit: Ein schöner zeitloser Klassiker der sich wunderbar und leicht lesen lässt. Die Hauptfigur macht eine große Entwicklung durch und diese ist interessant zu verfolgen. Auch die detailreichen Schilderungen der Schauplätze im Kanada der 1920er Jahre sind sehr gelungen. Ein schönes Buch für zwischendurch, dem ich 4,5 Sterne gebe.


Meine Bewertung:



Titel: Das Schloss in den Wolken
Autorin: Lucy Maud Montgomery
Genre: Klassiker
Seitenanzahl: 368
Verlag: Carlsen / Königskinder

Freitag, 5. Juli 2019

Rezension zu "Eine Geschichte der Zitrone" von Jo Cotterill

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Bücher und beste Freundinnen

Wie gern hätte Calypso eine richtige Freundin! Vielleicht wird es ja Mae, die Neue in der Klasse? Die ist genauso ein Bücherwurm wie sie. Auch wenn für Mae ein Buch nur gut ist, wenn sie am Ende richtig heulen muss. Aber Calypsos Dad findet, man soll sich nicht auf andere einlassen. Er hat ohnehin keine Zeit für so was – er schreibt sein Meisterwerk über die Geschichte der Zitrone. Und scheint darüber oft zu vergessen, dass er eine Tochter hat. Je mehr Zeit Calypso bei Mae und ihrer herzlichen Familie verbringt, desto klarer wird ihr, wie seltsam, staubig und leer ihr eigenes Zuhause ist…
(Quelle: Klappentext)



„Lesen ist für alles gut. Man kann an Orte reisen, zu denen man im echten Leben nie käme. Man kann ein Mensch sein, der Man nicht ist. Man kann Dinge tun, die man sonst nicht tun dürfte.“ – Seite 154


Eine Geschichte der Zitrone ist eine wundervolle Geschichte über Freundschaft und Bücher, aber auch über Einsamkeit und Krankheit. Hauptfigur ist das elfjährige Mädchen Calypso, die schon früh den Tod ihrer Mutter verkraften musste. Sie lebt zusammen mit ihrem vielbeschäftigten Vater in einem alten Haus, das das Sonnenlicht irgendwie nie ganz erreicht. Calypso ist ein echter Bücherwurm und flüchtet sich am liebsten in Geschichten. Doch dann lernt sie Mae kennen, die neu in ihrer Klasse ist. Auch Mae liest für ihr Leben gern und zwischen den beiden entwickelt sich eine enge Freundschaft. Zum ersten Mal fühlt Calypso sich nicht mehr so einsam. Doch schon bald macht sie eine traurige Entdeckung, die weitere Ereignisse nach sich ziehen – in dieser Zeit braucht sie mehr denn je die Unterstützung ihrer besten Freundin…

Die Handlung lässt sich angenehm leicht lesen und ist in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Calypso geschrieben. Was mir sehr gut gefallen hat, dass hier auch einige Buchtitel genannt werden und diese in die Geschichte mit einbezogen werden – z.B. Anne auf Green Gables oder auch über  Das Tagebuch der Anne Frank wird gesprochen.
Neben Büchern und Freundschaft spielen natürlich auch die Zitronen eine gewisse Rolle, wenn auch anders als zunächst gedacht. Doch die Geschichte hat noch viele weitere Facetten, es wird traurig und berührend. Calypso macht keine leichte Zeit durch, aber sie bleibt stark.


„Eine Reise besteht aus lauter kleinen Schritten, oder? Und manchmal muss man sich hinsetzen oder ein Stück zurückgehen, weil das, was vor einem liegt, zu beängstigend ist oder man zuerst etwas anderes zu erledigen hat. Aber ohne kleine Schritte wird es niemals zu einer Reise.“ – Seite 236


 Passend zum Titel ist auch die gebundene Ausgabe in zitronengelb gehalten mit einem schönen Schutzumschlag. Wie alle Königskinder-Bücher ist auch diese Geschichte besonders.



Mein Fazit: Wieder ein wundervolles Buch aus dem Königskinder Verlag. Die Geschichte hat viele Facetten:  Es geht um Bücher, Freudschaft, Einsamkeit und auch Krankheit. Auch wenn es mal traurig wird, verliert das Buch nie seine Leichtigkeit. Es ist angenehm geschrieben, berührt und ist wirklich lesenswert.


Meine Bewertung: 




Titel: Eine Geschichte der Zitrone
Autorin: Jo Cotterill
Genre: Jugendbuch / All Age
Seitenanzahl: 256
Verlag: Carlsen / Königskinder



Noch ein Update (Februar 2021): Dieses Buch ist mittlerweile nur noch gebraucht erhältlich.