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Ein Fall für Frey und McGray - Band 1
Im Jahr 1888: Der Londoner Inspector Ian Frey wurde nach
Schottland zwangsversetzt – nicht unbedingt der sehnlichste Wunsch des
kultivierten Engländers. Kurz nach seiner Ankunft in Edinburgh lernt er seinen
neuen Vorgesetzten Inspector McGray kennen, mit dem er sich anfangs etwas
schwer tut – der Schotte hat seine ganz eigene Art: Er ist bärbeißig,
abergläubisch und nimmt kein Blatt vor den Mund. Doch schließlich bringt ein
Fall die beiden so grundverschiedenen Männer zusammen: Der Violinist Guilleum
Fontaine wurde in seinem Musikzimmer brutal ermordet. Das Dienstmädchen schwört,
dass sie in der Nacht drei Geiger in dem Zimmer gehört hat – jedoch ist der
Raum von innen verschlossen, die einzigen Schlüssel liegen bei der Leiche des
Hausherrn im Raum. Für Frey und McGray beginnt die gefährliche Jagd nach dem
Täter…
„Sie sagte die Wahrheit. Es sind diese kleinen, scheinbar banalen Details, die die Ehrlichkeit eines Menschen bestätigen oder widerlegen. Dennoch war da etwas, das im Widerspruch zur Vorgeschichte von Mr. Fontaine stand.“ – Seite 118/119
Da ich gerne diese Art von historischen Krimis lese, war ich
sehr gespannt auf den ersten Band um die beiden Ermittler, die
unterschiedlicher nicht sein können: Ian McFrey kommt aus London und legt viel
Wert auf sein Äußeres und höfliche Umgangsformen, der Schotte Adolphus McGray
sagt das, was er denkt, ist oft ungehobelt und sehr abergläubisch. Doch genau
diese Mischung macht die beiden zu einem sehr interessanten Ermittlerduo.
Besonders ihr erster gemeinsamer Fall hat es in sich und entwickelt sich in
eine Richtung, mit der so niemand gerechnet hat…
Die Geschichte beginnt aber zunächst erstmal sehr ruhig: Wir
lernen Ian Frey und seine Lebensumstände kennen und die Gründe, warum er von
London nach Schottland versetzt wird. Richtig Spannung kommt dann in der
zweiten Hälfte auf wo nach und nach das mysteriöse Rätsel um den toten
Violinist gelöst wird. Hier wird es oft auch so manches mal überraschend
gruselig, was aber sehr gut in die ganze, eher düstere Atmosphäre passt. Das Interessante hier: Man weiß lange nicht, ob hinter alldem nicht doch etwas Übernatürliches steckt. Man kann fleißig miträtseln.
„Als die Kutsche anfuhr, hatte ich ein sonderbares Gefühl. Neben den offenkundigen Fragen, die sich stellten, war in diesem Zimmer irgendetwas Deplatziertes gewesen, etwas, das nicht so recht hineinpasste…aber ich vermochte nicht zu sagen, was es war. Ich wusste, dass mir irgendein Detail entging, und diese Tatsache würde mich für den Rest meines Lebens quälen.“ – Seite 123/124
Mein Fazit: Ein packender historischer Krimi mit einem
interessanten Ermittlerteam und einer guten Portion Grusel. Die Geschichte
nimmt langsam Fahrt auf und besonders in der zweiten Hälfte wird es sehr
mysteriös und spannend und endet in einem spannenden Finale. Mir hat das
gesamte Setting sehr gut gefallen und bin gespannt auf den zweiten Fall. Sehr
lesenswert!
Meine Bewertung:
Titel: Die Schatten von Edinburgh: Ein Fall für Frey und Mc Gray (1)
Autor: Oscar de Muriel
Genre: Historischer Krimi
Seitenanzahl: 480
Verlag: Goldmann
Erstveröffentlichung: 20. Februar 2017
Die Bücher der Reihe um Frey und McGray:
Die Bücher der Reihe um Frey und McGray:
Band 1 - Die Schatten von Edinburgh
Band 2 - Der Fluch von Pendle Hill
Band 3 - Die Todesfee der Grindlay Street
Band 4 - Im Bann der Fledermausinsel
Band 5 - Die Totenfrau von Edinburgh
Band 6 - Das Geheimnis von Windsor Castle
eBook-Only-Kurzgeschichte - Die Hirschjagd: Weihnachten für Frey und McGray

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