Montag, 23. Juli 2018

Rezension zu "Die Schatten von Edinburgh" von Oscar de Muriel

Zum Buch

Ein Fall für Frey und McGray - Band 1

Im Jahr 1888: Der Londoner Inspector Ian Frey wurde nach Schottland zwangsversetzt – nicht unbedingt der sehnlichste Wunsch des kultivierten Engländers. Kurz nach seiner Ankunft in Edinburgh lernt er seinen neuen Vorgesetzten Inspector McGray kennen, mit dem er sich anfangs etwas schwer tut – der Schotte hat seine ganz eigene Art: Er ist bärbeißig, abergläubisch und nimmt kein Blatt vor den Mund. Doch schließlich bringt ein Fall die beiden so grundverschiedenen Männer zusammen: Der Violinist Guilleum Fontaine wurde in seinem Musikzimmer brutal ermordet. Das Dienstmädchen schwört, dass sie in der Nacht drei Geiger in dem Zimmer gehört hat – jedoch ist der Raum von innen verschlossen, die einzigen Schlüssel liegen bei der Leiche des Hausherrn im Raum. Für Frey und McGray beginnt die gefährliche Jagd nach dem Täter…


„Sie sagte die Wahrheit. Es sind diese kleinen, scheinbar banalen Details, die die Ehrlichkeit eines Menschen bestätigen oder widerlegen. Dennoch war da etwas, das im Widerspruch zur Vorgeschichte von Mr. Fontaine stand.“ – Seite 118/119


Da ich gerne diese Art von historischen Krimis lese, war ich sehr gespannt auf den ersten Band um die beiden Ermittler, die unterschiedlicher nicht sein können: Ian McFrey kommt aus London und legt viel Wert auf sein Äußeres und höfliche Umgangsformen, der Schotte Adolphus McGray sagt das, was er denkt, ist oft ungehobelt und sehr abergläubisch. Doch genau diese Mischung macht die beiden zu einem sehr interessanten Ermittlerduo. Besonders ihr erster gemeinsamer Fall hat es in sich und entwickelt sich in eine Richtung, mit der so niemand gerechnet hat…
Die Geschichte beginnt aber zunächst erstmal sehr ruhig: Wir lernen Ian Frey und seine Lebensumstände kennen und die Gründe, warum er von London nach Schottland versetzt wird. Richtig Spannung kommt dann in der zweiten Hälfte auf wo nach und nach das mysteriöse Rätsel um den toten Violinist gelöst wird. Hier wird es oft auch so manches mal überraschend gruselig, was aber sehr gut in die ganze, eher düstere Atmosphäre passt. Das Interessante hier: Man weiß lange nicht, ob hinter alldem nicht doch etwas Übernatürliches steckt. Man kann fleißig miträtseln.


„Als die Kutsche anfuhr, hatte ich ein sonderbares Gefühl. Neben den offenkundigen Fragen, die sich stellten, war in diesem Zimmer irgendetwas Deplatziertes gewesen, etwas, das nicht so recht hineinpasste…aber ich vermochte nicht zu sagen, was es war. Ich wusste, dass mir irgendein Detail entging, und diese Tatsache würde mich für den Rest meines Lebens quälen.“ – Seite 123/124


Mein Fazit: Ein packender historischer Krimi mit einem interessanten Ermittlerteam und einer guten Portion Grusel. Die Geschichte nimmt langsam Fahrt auf und besonders in der zweiten Hälfte wird es sehr mysteriös und spannend und endet in einem spannenden Finale. Mir hat das gesamte Setting sehr gut gefallen und bin gespannt auf den zweiten Fall. Sehr lesenswert!

Meine Bewertung: 




Titel: Die Schatten von Edinburgh: Ein Fall für Frey und Mc Gray (1)
Autor: Oscar de Muriel
Genre: Historischer Krimi
Seitenanzahl: 480
Verlag: Goldmann
Erstveröffentlichung: 20. Februar 2017

Die Bücher der Reihe um Frey und McGray:
Die Bücher der Reihe um Frey und McGray:
Band 1 - Die Schatten von Edinburgh
Band 2 - Der Fluch von Pendle Hill
Band 3 - Die Todesfee der Grindlay Street
Band 4 - Im Bann der Fledermausinsel
Band 5 - Die Totenfrau von Edinburgh
Band 6 - Das Geheimnis von Windsor Castle

eBook-Only-Kurzgeschichte - Die Hirschjagd: Weihnachten für Frey und McGray


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen