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Die Hoffnung auf ein Wunder
Die vierzehnjährige Jemma ist ein aufmerksames Mädchen, dem
nichts entgeht. Sie ist wissbegierig und hätte so viel zu erzählen - doch sie
kann sich anderen Menschen nicht mitteilen. Denn Jemma ist vollständig gelähmt
und kann sich weder bewegen, noch sprechen. Doch die Leute erzählen ihr oft Dinge,
manchmal auch Geheimnisse – denn die kann ja nichts weitersagen. Schließlich
wird sie mit einem furchtbaren Geheimnis konfrontiert: In ihrer Nachbarschaft
ist vor kurzem ein Mord passiert und Jemma weiß, wer der Täter ist. Doch sie
ist völlig hilflos und wünscht sich nicht sehnlicher, als sich anderen mitteilen
zu können. Sie weiß, dass ihr nur ein kleines Wunder helfen kann und ist fest
entschlossen, alles dafür zu tun…
„Ich kann mich nicht bewegen und ich kann nicht sprechen. So ist es schon mein Leben lang. Ich kann allerdings sehen, und ich höre gut – was die Leute manchmal vergessen; ihnen ist nicht klar, dass mein Gehirn ganz normal funktioniert. Manche reden über mich, als sei ich gar nicht da. Das hasse ich.“ – Seite 13
Ich bin auf dieses besondere Buch durch das wunderschöne
Cover aufmerksam geworden – als ich dann noch den Klappentext gelesen habe,
stand fest, dass ich diese Geschichte unbedingt lesen muss. Und es hat sich
gelohnt: Hauptfigur ist das vierzehnjährige Mädchen Jemma, die schon fast ihr
ganzes Leben bei liebevollen Pflegeeltern lebt. Ihr sehnlichster Wunsch ist es,
sich den Menschen mitzuteilen – denn Jemma ist vollständig gelähmt. Doch ihr
entgeht nichts – und so erfährt sie schließlich ein furchtbares Geheimnis…
Die Geschichte ist in der Ich-Perspektive aus der Sicht von
Jemma geschrieben, was unheimlich gut gelungen ist. So bekommt der Leser einen
sehr guten Einblick in ihr Leben – von ihren Sorgen und Nöten und natürlich von
ihrem gesundheitlichen Zustand. Jemma und auch ihre Pflegeeltern wachsen dem
Leser schnell ans Herz. Die Handlung ist packend geschrieben – neben starken
Nebenfiguren gibt es auch das ein oder andere Krimi-Element. In der zweiten
Hälfte wird es auch etwas dramatisch…
Doch daneben spielt auch ein ganz bestimmtes Thema eine
Rolle, auf das die Autorin in einem kurzen, aber wichtigen Nachwort nochmal
eingeht: Die Möglichkeit, dass sich stark behinderte Menschen mitteilen können
und wie wichtig die Forschungen in dem Bereich der unterstützen Kommunikation
sind.
„Wenn Mum doch nur in meinen Kopf schauen und erkennen könnte, wie sich die Gedanken darin drehen. Ich weiß, dass ich nach außen hin genauso aussehe wie immer. Man merkt nichts. Niemand weiß Bescheid.“ – Seite 29
Mein Fazit: Ein wundervoller Roman mit einer starken
Hauptfigur, die dem Leser sofort ans Herz wächst. Die Handlung ist einerseits
sehr berührend und andererseits sehr packend, da es um ein dunkles Geheimnis
geht, das nur Jemma kennt. Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut
verständlich – ich bin sehr begeistert von diesem Buch, das mich wirklich
berührt hat. Sehr lesenswert!
Meine Bewertung:
Titel: Ein kleines Wunder würde reichen
Autorin: Penny Joelson
Genre: Jugendbuch /-drama / All Age
Seitenanzahl: 320
Verlag: Fischer FJB


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