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Band 3 der Nebel-Trilogie
Nach dem Tod
ihres Mannes zieht Simone Sauvelle zusammen mit ihren Kindern Irene und Dorian
in das kleine Küstendorf Baie Bleue in die Normandie. Nach schweren Zeiten in
Paris hofft sie mit ihrem neuen Job auf einen guten Neuanfang. Sie arbeitet nun
als Hauswirtschafterin auf dem geheimnisumwobenen Anwesen Cravenmoore - der
Heimat des Erfinders und Spielzeugfabrikanten Lazarus Jann. Dieser lebt
dort sehr zurückgezogen, nur umgeben von seinen vielen Konstruktionen -
hunderte Automaten und mechanische Menschen befinden sich in dem riesigen Haus.
Anfangs sieht es so aus, als retten die Sauvelles den sonderbaren Mann aus
seiner Einsamkeit - doch sie ahnen nicht, das sie schon bald ein lang
gehütetes, düsteres Geheimnis wecken.
Als
schließlich ein Mord geschieht, ist der Sommer, der bisher so strahlend begann,
endgültig vorbei. Besonders Irene, die sich mit dem Jungen Ismael angefreundet
hat, wird Cravenmoore immer unheimlicher. Was verbirgt sich wirklich hinter den
dunklen Mauern? Schließlich versuchen sie, das dunkle Geheimnis aufzudecken und
geraten dabei in große Gefahr...
"Es war Mitternacht. Das Zimmer war in bläuliche Dunkelheit getaucht, und das Wetterleuchten draußen über dem Meer warf gespenstische Schatten rings um sie herum. An der Wand tickte mechanisch eine von Lazarus' sprechenden Uhren, während die Augen in dem Grinsegesicht unablässig von einer Seite zur anderen huschten." - Seite 42, eBook
Der dunkle
Wächter ist ein früherer Roman von Carlos Ruiz Zafón und ist Teil der Nebel-Trilogie,
zu der die Titel Der Fürst des Nebels und Der Mitternachtspalast gehören. Auch
wenn es eine Trilogie ist, können die drei Romane ganz unabhängig voneinander
gelesen werden. Jedes Buch hat eine eigene, abgeschlossene Geschichte.
Der Klappentext
und auch der Anfang der Geschichte versprechen eine spannende Story - was
jedoch nur teilweise erfüllt wird. Was mir sehr gefallen hat, sind die ausführlichen
und leicht poetischen Beschreibungen der Schauplätze: Die geheimnisvolle Insel
mit dem alten Leuchtturm beispielsweise, und natürlich Cravenmoore - das
palastartige Anwesen, umgeben von einem dichten Wald und seinen vielen Räumen, die einige Geheimnisse
verbergen. Damit hat Zafón die perfekte Kulisse für einen unheimlichen Roman
geschaffen. Da ist es sehr schade, das sie Handlung etwas schwach ist. Leider bleiben auch die verschiedenen Charaktere
zu sehr im Hintergrund, sie sind farblos. Einzig den Spielzeugfabrikanten
Lazarus Jann lernt man genauer kennen.
"Sie sah ihm hinterher und seufzte tief. Die Einsamkeit erschuf seltsame Labyrinthe." - Seite 60, eBook
Mein Fazit:
Eine gute Schauergeschichte - leider mit einigen Schwächen. Während die
Schauplätze wunderbar beschrieben werden, bleiben die Figuren sehr blass. Man
lernt sie nicht richtig kennen, was wirklich sehr schade ist. Die Geschichte
selbst verliert zwischendurch immer wieder an Spannung, sie wirkt etwas wirr.
Trotz der gelungenen unheimlichen Atmosphäre konnte mich dieser Roman leider
nicht ganz überzeugen und vergebe daher leider nur 2,5 Sterne.
Kurz gesagt:
Kein schlechter Roman, doch mit den grandiosen Bänden der Reihe Der Friedhof
der vergessenen Bücher kann er leider nicht mithalten. Diese Bücher des Autors kann
ich dagegen wärmstens empfehlen!
Meine Bewertung:
Titel: Der dunkle Wächter
Autor: Carlos Ruiz Zafón
Genre: Schauerroman / Mystery
Seitenanzahl: 304
Verlag: FISCHER Taschenbuch
Die Schauerromane der Nebel-Trilogie:
Band 1 - Der Fürst des Nebels
Band 2 - Der Mitternachtspalast
Band 3 - Der dunkle Wächter

Ui, von mir gabs 5, ich habe das Buch geliebt!! Immer wieder interessant Rezensionen zu lesen, bei denen meine & die zu lesende Eindrücke so auseinander gehen
AntwortenLöschenLiebe Grüße (=
http://kejas-blogbuch.de/
Ich finde es auch wirklich schade, dass mich die Handlung nicht richtig überzeugen konnte. Gerade weil die Schauplätze so gut beschrieben wurden.
LöschenJa, ich finde es auch immer interessant zu lesen, wie unterschiedlich die Eindrücke sind. :)
Liebe Grüße
Nicole