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Die Hoffnung auf Freiheit…
Amerika, in den Jahren des Bürgerkriegs: Der 12-jährige
Samuel lebt zusammen mit seinem kleinen Bruder Joshua in einem Waisenheim. Doch
plötzlich wird alles anders: Samuel wird in die Sklaverei verkauft – dort wird
ihm alles genommen, selbst seinen Namen darf er nicht behalten. Von nun an
heißt er Freitag. Fest entschlossen, irgendwann zu seinem kleinen Bruder
zurückzukehren fügt Samuel sich in sein neues Leben auf einer Plantage in
Mississippi ein. Zunächst ist es nicht leicht für den Jungen, denn als Sklave
hat er keine Rechte mehr. Zudem darf niemand wissen, das er lesen und schreiben
kann – und vor allem nicht, dass er den anderen Sklaven von nun an Unterricht
gibt. Schließlich rückt der Bürgerkrieg
näher und die Hoffnung von Gerechtigkeit
und Freiheit rückt in weite Ferne…
Sie nimmt meine Hand und drückt sie fest. „Sie haben dir einen neuen Namen gegeben, bevor sie dich verkauft haben. Oder?“ Ich nicke und sie tätschelt mir den Handrücken, so als hätte sie es schon immer gewusst. „Also, wie ist dein richtiger Name?“„Samuel.“ So, jetzt habe ich es ausgesprochen. Es ist schon lange her, dass ich meinen Namen gehört habe, aber es fühlt sich gut an. – Seite 151
Mein Name ist nicht Freitag ist der zweite Roman des
Autors Jon Walter und spielt im 19. Jahrhundert, zu Zeiten des amerikanischen
Bürgerkriegs. Hauptfigur ist der 12-jährige Samuel, der plötzlich von seinem
kleinen Bruder getrennt und als Sklave verkauft wird. In der Ich-Perspektive
aus Samuels Sicht geschrieben, erfährt man hautnah, wie es ihm ergeht und wie er
bald beschließt, sein Geheimnis mit den anderen Slaven zu teilen – denn er kann
lesen und schreiben und gibt den anderen von nun an Unterricht. Diese Szenen
werden eindrucksvoll beschrieben und man merkt die kleine Freude, die mit dem
neuen Wissen einhergeht. Doch alles in allem ist dieses Buch eher traurig, denn
das zentrale Thema hier ist die damalige Sklaverei. Es ist erschreckend zu
erfahren das diese Menschen keinerlei Rechte hatten und immer nur einen Wunsch
– die Freiheit. Auch mit dem Bürgerkrieg wird Samuel konfrontiert…
Dieses Buch ist sehr gut geschrieben – neben Samuels
aktuellem Leben auf der Plantage gibt es auch immer wieder kleine Rückblicke
von Momenten mit seinem kleinen Bruder. Ob er ihn je wiedersehen wird? Sehr
lesenswert ist auch das Nachwort, in dem Jon Walter beschreibt, wie dieser
Roman entstanden ist und liefert noch einige Fakten zur damaligen Zeit.
„Mit zusammengekniffenen Augen starre ich ihn an und versuche, den Mann wiederzuerkennen, für den ich ihn gehalten habe. Er sieht noch immer stolz aus, aber da ist keine Freundlichkeit, wie ich erst angenommen habe. Keine Freundlichkeit und kein Sinn für Gerechtigkeit.“ – Seite 89
Mein Fazit: Ein sehr berührendes Buch, das die Geschichte
eines Jungen erzählt, der plötzlich als Sklave verkauft wird. Es wird traurig
und ergreifend, aber es gibt auch immer wieder Momente voller Hoffnung und
kleine Erfolgserlebnisse. Doch es wird auch dramatisch, der Handlungsverlauf
hält einige Überraschungen bereit. Ein wichtiges und sehr lesenswertes Buch.
Meine Bewertung:

Titel: Mein Name ist nicht Freitag
Autor: Jon Walter
Genre: Jugendbuch / -drama
Seitenanzahl: 448
Verlag: Carlsen / Königskinder

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