Dienstag, 30. Oktober 2018

Rezension zu "Thalamus" von Ursula Poznanski

Zum Buch

Rätselhafte Geschehnisse

Das Leben des 17-jährigen Timo ändert sich in einem einzigen Moment schlagartig: Durch einen Motorradunfall wird er schwer verletzt. Nach einigen Wochen im Krankenhaus kommt er schließlich in die Rehaklinik „Markwaldhof“, wo er sich von seinen Knochenbrüchen und einem Schädelhirntrauma erholen soll. Und Timo erholt sich erstaunlich und ungewöhnlich schnell. Doch schon nach kurzer Zeit merkt er, dass sich in der Klinik, die abgeschieden mitten im Wald liegt, merkwürdige Dinge abspielen, vor allem in der Nacht. Auch an sich bemerkt er Ungewöhnliches – er weiß plötzlich Sachen, die er nicht wissen kann. Timo möchte Hilfe holen – doch dieses erweist sich als unmöglich, da sein Sprachzentrum komplett blockiert ist und er sich daher nur schwer mitteilen kann. Doch die Gefahr ist da – und sie wird immer größer…


„Er kann Dinge, die er nicht können dürfte. Er weiß Sachen, die er nicht wissen sollte.“ – Klappentext


…schon diese Überschrift des Klappentextes macht ziemlich neugierig auf Ursula Poznanskis neuen Jugendthriller. Der Schauplatz hier ist eine abgeschiedene Rehaklinik mitten im Wald, die von der nächsten Ortschaft viele Kilometer entfernt ist. Und hier scheinen vor allem Traumapatienten sensationelle Fortschritte zu machen. Als Timo nach einem schweren Motorradunfall in die Klinik kommt, ist er schwer eingeschränkt – das Gehen fällt ihm schwer und sein Sprachzentrum ist blockiert. Doch schon in den ersten Nächten bemerkt er ungewöhnliche Ereignisse – besonders bei seinem Bettnachbarn, der ein Wachkomapatient ist und nicht aufstehen kann. Eigentlich.
Als sich die rätselhaften Geschehnisse häufen und er auch selbst davon betroffen ist, macht er sich auf die Suche nach der Lösung und stößt auf etwas, was zunächst unglaublich klingt…
Von Anfang an ist das Buch packend – die Hauptfigur Timo lernt man schnell sehr gut kennen, denn die Geschichte ist aus seiner Sicht geschrieben. Seite um Seite fiebert man mit ihm mit und möchte unbedingt wissen, was hinter den rätselhaften Geschehnissen in dieser Klinik steckt. Der Schauplatz –abgeschieden von der Außenwelt- ist natürlich ein perfekter Ort für diese Geschichte. Die Auflösung ist überraschend – und sehr unheimlich.

Ursula Poznanski schreibt wie immer fesselnd – man möchte das Buch am liebsten in einem Rutsch durchlesen. Auch mit Thalamus ist ihr wieder ein packender Jugendthriller gelungen.
Unbedingt erwähnen möchte ich noch die Buchgestaltung. Die Klappenbroschur ist toll gestaltet und fällt einem mit ihrem besonderen Blau sofort ins Auge. Auch der Titel passt super – was dieser bedeutet, erfährt man im Laufe der Handlung.





„Unwillkürlich stand Timo auf. Etwas fühlte sich merkwürdig an, etwas stimmte hier nicht.“ – Seite 355


Mein Fazit: Ein packender Jugendthriller, den man nur schwer aus der Hand legen kann. Ursula Poznanski erzählt hier die Geschichte von Timo,  der seltsames in der Rehaklinik beobachtet und selbst erlebt. Die Thematik ist sehr interessant, es wird unheimlich, spannend und überraschend. Thalamus ist ein gelungenes Buch mit Sogwirkung!


Meine Bewertung: 




Titel: Thalamus
Autorin: Ursula Poznanksi
Genre: Jugendthriller
Seitenanzahl: 448
Verlag: Loewe
Erstveröffentlichung: 13. August 2018

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