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Von der Suche nach Hoffnung und Glück
Dies ist die Geschichte der fünf Dunbar-Brüder. Nach dem Tod
der geliebten Mutter und dem Weggang ihres Vaters leben sie nach ihren ganz
eigenen Regeln. Sie trauern, sie lieben, sie hassen, sie hoffen und sie suchen.
Nach einem Weg, mit ihrer Vergangenheit klarzukommen, nach der Wahrheit und
nach Vergebung. Schließlich ist es Clay – angetrieben von den Erinnerungen an
ihren tragischen Verlust –, der beschließt, eine Brücke zu bauen. Eine Brücke,
die Vergangenheit zu überwinden und so sich selbst und seine Familie zu retten.
Dafür verlangt er sich alles ab, was er geben kann, und mehr: nichts weniger
als ein Wunder. (Quelle: Klappentext vom Verlag)
„Die Brücke nahm in vielen Momenten ihren Anfang, aber an diesem Morgen, hier auf dem Umfeld, lag ihr Anfang in der vergangenen Nacht.“ – Seite 61, eBook
Nichts weniger als ein Wunder ist der neue Roman von
Markus Zusak und für mich gleichzeitig das erste Buch von ihm. Schon am Anfang
der Geschichte merkt man, das diese besonders ist: Zum Einen ist da der spezielle
Schreibstil, an den ich mich zwar erst gewöhnen musste, mich aber dann sehr
begeistert hat. Und dann ist da zum Anderen natürlich die Geschichte der fünf
Dunbar-Brüder: Matthew ist der Älteste, danach folgen Rory, Henry, Clay und Tommy.
Die Handlung selbst wird von Matthew erzählt, gleichzeitig spielt aber der
zweitjüngste Bruder Clay die Hauptrolle. Die Brüder haben viel durchgemacht –
in einem raffinierten Mix aus Zeitsprüngen erfährt man nach und nach mehr.
Besonders was am Anfang des Romans zunächst rätselhaft erscheint, bekommt im
Laufe der Handlung ein Gesicht. Auch die Lebenswege der Eltern werden
detailreich geschildert und so erfährt man schließlich, wie es dazu kam, dass
nach dem schrecklichen Tod der Mutter auch der Vater die Jungs verlassen hat. Im
Vordergrund steht Clays Weg - der Bau der Brücke und viele interessante
Entwicklungen werden geschildert.
Markus Zusak hat einen sehr einnehmenden Schreibstil, mit
dem er die Geschichte zum Leben erweckt, besonders diese außergewöhnliche Art hat
mir sehr gut gefallen. Jeden der Charaktere lernt man sehr gut kennen – jeder
der fünf Dunbar-Jungs ist anders und versucht auf eigene Weise, mit dem
Erlebten umzugehen. Es wird oft berührend und traurig. Auch der schnelle
Wechsel der Blickwinkel ist perfekt gewählt und gut zu verfolgen.
„Für ihn war es leichter, sich zurückzuziehen. Er war da, aber niemals anwesend. Er saß in der leeren Garage, mit einem Glas in der Hand, das er niemals anrührte. (…) Ein Mann verschwand, langsam Stück für Stück. Er ließ uns stufenweise allein. Einfach so.“ – Seite 220, eBook
Mein Fazit: Eine besondere Geschichte, die den Leser schon
nach wenigen Seiten in ihren Bann zieht. Besonders der einnehmende und
lebendige Schreibstil von Markus Zusak hat mir sehr gut gefallen und macht die berührende
Geschichte zu etwas ganz Besonderem. Ein Lesehighlight!
Meine Bewertung:
Titel: Nichts weniger als ein Wunder
Autor: Markus Zusak
Genre: Gegenwartsliteratur / Drama
Seitenanzahl: 640
Verlag: Limes
Vielen Dank an das Bloggerportal
und Limes für das Rezensionsexemplar! :)

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