Dienstag, 7. Mai 2019

Rezension zu "Ein wirklich erstaunliches Ding" von Hank Green

Zum Buch

Rätselhafte Roboterskulpturen und die Suche nach der Wahrheit

Die 23-jährige April May lebt in New York. Als sie nach einem stressigen Arbeitstag  in der Nacht vom Büro auf den Weg nach Hause ist, macht sie eine unglaubliche Entdeckung: Mitten auf der Straße steht eine drei Meter große Roboter-Skulptur. Zusammen mit ihrem besten Freund  Andy dreht sie einen Clip über „Carl“ und stellt ihn ins Netz – nichtsahnend, dass das Video ihr ganzes Leben verändert. Denn dieses wird in kurzer Zeit millionenfach angeklickt, April steht plötzlich im Zentrum der Aufmerksamkeit und wird schlagartig berühmt.
Noch rätselhafter wird es, als in der Nacht noch weitere dieser Roboter-Skulpturen auftauchen – in verschiedenen Städten auf der ganzen Welt.
Ein großer Hype um die „Carls“ entstehen: Faszination, Neugier und auch Angst mischen sich untereinander - schon bald melden sich Verschwörungstheoretiker, die in den Skulpturen eine außerirdische Bedrohung sehen…
Doch was hat es wirklich mit den mysteriösen und erstaunlichen Figuren auf sich? Die Suche nach der Wahrheit beginnt…


„Irgendwann hörte ich auf zu analysieren und begann das Kunstwerk auf mich wirken zu lassen. Ich fand es umwerfend. Nicht nur als schöpferische Leistung. (…) Diese Skulptur war allerdings noch in anderer Hinsicht bemerkenswert. Sie hatte etwas schwer fassbar Andersartiges, das ich so noch in keinem Kontext erlebt hatte.“ – Seite 12,eBook


Mit Ein wirklich erstaunliches Ding hat Hank Green (der jüngere Bruder des bekannten Autors John Green) ein sehr schräges, aber gelungenes Debüt hingelegt. Mittelpunkt in diesem Roman sind vierundsechzig große Roboterskulpturen, die plötzlich über Nacht an verschiedensten Plätzen auf der ganzen Welt auftauchen. Die junge Frau April ist eine der Ersten, die diese Figur entdeckt und die Allererste, die ein Video darüber ins Netzt stellt. Dieses verändert ihr Leben schlagartig. Doch das Auftauchen der „Carls“ (wie die Figuren genannt werden) zieht noch weitere Rätsel nach sich…
Dieses ist erst der Anfang der Geschichte und sie wird – kaum zu glauben – noch um einiges skurriler. Doch genau dieses ist dem Autor sehr gut gelungen. Gerade das Mysteriöse, was diese Figuren umgibt, macht diese Geschichte sehr spannend.
Die Handlung mit seiner schrägen Art hat mir sehr gut gefallen – nur an zwei Stellen lässt die Spannung mal nach, die Geschichte dreht sich an bestimmten Punkten etwas im Kreis. Doch danach geht es umso interessanter weiter. Abgesehen von der außergewöhnlichen Geschichte ist es auch ein informatives Buch mit dem sehr aktuellen Thema Social-Media. Es zeigt, wie schnell und lawinenartig sich ein Clip online verbreitet und millionenmal angeklickt wird. Dieses zieht in dieser Story natürlich auch Verschwörungstheoretiker auf den Plan, die mehr über Carl wissen wollen  – die Entwicklung ist mehr als überraschend!


„Wir waren alle ein bisschen überdreht und irgendwann begann jemand zu kichern und im nächsten Moment lachten wir alle schallend über die komplette Absurdität dieses Tagens, dieses Abends, der zurückliegenden Woche und der Tatsache, dass das alles ausgerechnet uns passierte.“ – Seite 99, eBook


Mein Fazit: Ein wirklich schräges, aber gelungenes Debüt von Hank Green. Die Story entwickelt sich schnell und wird – kaum zu glauben – immer skurriler. Doch genau dieses ist dem Autor sehr gut gelungen – die Geschichte hat einen spannenden Verlauf, dessen Entwicklung mehr als überrascht. Bis auf kleine Schwächen ein sehr interessantes und mehr als außergewöhnliches Buch.  Lesenswert!


Meine Bewertung: 




Titel: Ein wirklich erstaunliches Ding
Autor: Hank Green
Genre: Roman
Seitenanzahl: 448
Verlag: dtv / bold
Erstveröffentlichung: 28. Februar 2019

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen