Donnerstag, 30. Mai 2019

Rezension zu "Sieben Arten Dunkelheit" von Christian von Aster

Zum Buch

Zwischen Finsternis und Wirklichkeit…

Das Vielnachtamulett schützt seinen Träger vor der Magie der Finsternis. Als Schüler eines Nachtzähmers tragen David und Ayumi diesen Talisman. Doch im Dunkel braut sich etwas zusammen, so finster, dass kein Amulett der Welt dagegen etwas ausrichten kann… 


Sieben Arten Dunkelheit – allein der Titel ist schon großartig. Doch nicht nur das: Dieses Buch enthält auch eine richtig schöne, düstere Fantasygeschichte. Christian von Aster hat hier die Dunkelheit zum Thema gemacht und sie lebendig werden lassen. Denn dort haben viele Kreaturen ihr Zuhause. Schon im ersten Kapitel wird es spannend und dramatisch -  man bekommt einen guten Einblick in den Kern der Geschichte:


„Dann stand er auch schon hinter dem Schattenbolg, streckte die Hand nach dessen Schwanzfedern aus … und stutzte. Etwas stimmte nicht mit der Kreatur. Obwohl er den großen, tumben Vogel, ein Geschöpf der dritten Dunkelheit, das aus reiner Nacht bestand, genau kannte und es deutliche spüren konnte, war da noch etwas anderes. Etwas, das…
Im gleichen Augenblick verdichteten sich die wabernden Konturen des Bolgs und seine Federn verwandelten sich in tiefschwarze Klingen.“ – Seite 11/12, eBook


Eine der Hauptfiguren ist der fünfzehnjährige David, der dank des blinden Mädchen Ayumi seine Angst vor der Dunkelheit überwinden kann. Ihr Großvater ist einer der drei Nachtzähmer  -  die Meister, die das Dunkel in seiner Gesamtheit verstehen und beherrschen. Dieses Wissen geben sie an ihre Schüler weiter, zu denen nun auch David gehört.
Doch das Dunkel und ihre Geschöpfe, so wie die Nachtzähmer und ihre Schüler es kennen, scheint sich zu verändern.  Dieses kann sowohl für die Schattenwelt als auch für die Wirklichkeit zur Gefahr werden. Denn dort verschwinden auf seltsame Art immer mehr Dinge…
Auch den Geschwistern Krigk und R´hee steht ein Abenteuer bevor, von dem sie noch nicht ahnen, wie gefährlich es ist…
Der Schreibstil ist locker und angenehm zu lesen. Man taucht sofort in diese besondere Fantasygeschichte ein. Großartig sind auch die vielen Geschöpfe die in der Dunkelheit leben: Wir lernen  Krummschwanzfinsterlinge, Nachtschattenkeimlinge, Schattenbolgs, Zwielichtwichtel, Schattenhamster und viele mehr kennen – einige gefährlich und giftig, andere harmlos. Die Handlung entwickelt sich spannend und geheimnisvoll, ist gut verständlich und hält einige Überraschungen bereit.


„Er ließ einen kaum sichtbaren, komplett schwarzen Verschluss auf der Vorderseite aufschnappen und öffnete die Schatulle. In ihrem Inneren waren sieben kleine, ebenso vollkommen schwarze Kästchen zu erkennen. Bruder und Schwester wussten genau, was das zu bedeuten hatte: Vor ihnen stand das Ewignachtorakel. Sieben Arten Dunkelheit, auf engstem Raum vereint.“ – Seite 25, eBook


Mein Fazit: Tolle Fantasy mit einer düsterschönen Geschichte. Christian von Aster hat hier das Dunkel zum Leben erweckt und eine ganz eigene Welt in der Finsternis erschaffen. Der Verlauf ist spannend, geheimnisvoll und wahrlich fantastisch. Besonders gefallen haben mir die Geschöpfe, die in der Finsternis leben und wie die sieben Arten der Dunkelheit beschrieben werden –im Dunkel wird es abenteuerlich und spannend. Sehr lesenswert!


Meine Bewertung: 




Titel: Sieben Arten Dunkelheit
Autor: Christian von Aster
Genre: Jugendfantasy / All Age
Seitenanzahl: 336
Verlag: Thienemann-Esslinger
Erstveröffentlichung: 15. August 2019



Vielen Dank an den Thienemann-Esslinger-Verlag und Netgalley für das Rezensionsexemplar!

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