Mittwoch, 2. September 2020

Rezension zu "Biss zur Mitternachtssonne" von Stephenie Meyer

Zum Buch



Die Twilight-Saga – Band 5

Die Geschichte von Bella und Edward ist weltberühmt! Doch bisher kennen LeserInnen nur Bellas Blick auf diese betörende Liebe gegen jede Vernunft. In „Biss zur Mitternachtssonne“ erzählt nun endlich Edward von ihrer ersten Begegnung, die ihn wie nichts zuvor in seinem Leben auf die Probe stellt, denn Bella ist zugleich Versuchung und Verheißung für ihn. Der Kampf, der in seinem Innern tobt, um sie und ihre Liebe zu retten, verleiht dieser unvergesslichen Geschichte einen neuen, dunkleren Ton. 
(Quelle: Auszug aus dem Klappentext)





Ich habe die Twilight-Saga vor gut zehn Jahren zum ersten Mal gelesen und war sehr begeistert. Daher war ich nun ziemlich neugierig auf Biss zur Mitternachtssonne. Während die vier Bände der Reihe fast vollständig aus Bellas Sicht erzählt werden (im 4. Band gibt es eine Ausnahme), hält der gerade veröffentliche 5. Band etwas Neues bereit: Dieser erzählt die Story des ersten Bandes Biss zum Morgengrauen nochmal neu, diesmal aus Edwards Sicht. Somit erfahren wir LeserInnen nun, wie er die erste Begegnung mit Bella empfunden hat.
Nochmal ein kurzer Einblick, worum es in diesem Band und im Auftakt der Saga geht: Die 17-jährige Isabella „Bella“ Swan zieht aus dem sonnigen Phoenix zu ihrem Vater Charlie ins verregnete Städtchen Forks. Sie ist ein eher schüchternes Mädchen, das nicht gern im Mittelpunkt steht. An ihrer neuen Schule tut sie als neue Schülerin aber genau das. Natürlich bemerkt Bella auch schnell die Familie Cullen – die geheimnisumwobenen Geschwister, alle blass und makellos. Doch besonders Edward erregt ihre Aufmerksamkeit. Noch ahnen weder Bella noch Edward, dass ihre Leben von nun an nicht mehr dieselben sein werden – denn beide verlieben sich ineinander. Doch Edward hat ein Geheimnis, das ihre Liebe eigentlich unmöglich macht…

Wer nun denkt, dass es hier nicht viel Neues zu entdecken gibt, da man den Verlauf schon kennt, wird überrascht sein: Man bekommt einen völlig neuen Einblick in die Geschichte und erfährt  genau das, wovon Bella nichts wusste und auch, was Edward gemacht hat, wenn er keine Zeit mit ihr verbracht hat. Besonders seine Fähigkeit, Gedanken zu lesen tritt hier sehr stark hervor.

„Mein Leben war unendliche, immergleiche Mitternacht. Es musste notwendigerweise immer Mitternacht für mich sein. Wie war es dann möglich, dass mitten in tiefster Nacht die Sonne aufging? (…)
Ich würde dieses zerbrechliche Mädchen ewig lieben, für den Rest meiner unendlichen Existenz.“ (Edward) – Seite 110, eBook

Sehr gut gefallen hat mir, dass man hier viel über Edwards Vergangenheit und auch über das frühere Dasein seiner Familie erfährt, z.B. welches Leben sein Vater Carlisle in den vorigen Jahrhunderten geführt hat. Zudem wird klar, dass Edward besonders zu seiner „Adoptivmutter“ Esme ein enges Verhältnis hat.  Es gibt viel Interessantes zu lesen – im Vordergrund steht natürlich seine Beziehung mit Bella und wie sehr ihn die erste Begegnung aus der Bahn geworfen hat – seine Empfindungen waren, bevor ihm klar wurde dass sie alles für ihn ist, eher grausam und dunkel.
Mir haben damals im ersten Band vor allem die langen Gespräche zwischen Bella und Edward gefallen, die gibt es auch hier. Hier wird nochmal klar, wie respektvoll er mit ihr umgeht.

„Die größte Freude dieses Lebens.“
Ich spürte keinen Zweifel mehr. Ich kannte jetzt die wahre Bedeutung dieser Formulierung. Die größte Freude meines Lebens war dieses zerbrechliche, tapfere, warme, einfühlsame Mädchen, das gerade so friedlich in meiner Nähe schlief. Bella. Die allergrößte Freude, die das Leben mir zu bieten hatte, und der größte Schmerz, wenn ich sie wieder verlor. (Edward) – Seite 319, eBook

Es ist alles sehr detailreich und ausführlich – das Buch hat einen Umfang knapp 850 Seiten. Doch ich finde, es ist genau richtig. Wem also damals die Bücher sehr gefallen haben und nochmal zurück nach Forks reisen möchte, dem kann ich „Biss zur Mitternachtssonne“ wärmstens empfehlen.
Wer die Saga noch nicht kennt, dem würde ich empfehlen, zumindest den ersten Band  „Biss zum Morgengrauen“ vorher zu lesen – da wird die Handlung noch klarer erläutert und man versteht vieles, was hier auftaucht noch besser. Zum Ende hin wird es, wie bekannt,  nochmal richtig dramatisch – auch auf diese Geschehnisse bekommt man einen völlig neuen Blick.

Das Einzige was mir an diesem Buch leider überhaupt nicht gefällt,  ist das Cover. Der Granatapfel wird natürlich erwähnt, aber die Geschichte hat einfach ein viel schöneres Cover verdient – die verschiedenen Covergestaltungen der Vorgänger haben mir dagegen sehr gefallen.

Mein Fazit: Großartig! Stephenie Meyer lässt uns erneut in die Welt von Bella & Edward eintauchen – diesmal aus Edwards Sicht. Man bekommt einen völlig neuen Einblick in die Geschichte und erfährt viel Neues.  Man lernt die Charaktere noch besser kennen und auch über die Cullens  wird so manches Geheimnis gelüftet.  Auch dieses Buch hat die gleiche Faszination wie bereits die Vorgänger und kann es jedem, der die Twilight-Saga mag, wärmstens empfehlen. Lesehighlight!


Meine Bewertung: 




Titel: Biss zur Mitternachtssonne
Autorin: Stephenie Meyer
Genre: Jugendfantasy / All Age
Seitenanzahl: 848
Verlag: Carlsen
Erstveröffentlichung: 04. August 2020


Die Bücher der Twilight-Saga / Bella & Edward:
Band 1 - Biss zum Morgengrauen (ET: 2006)
Band 2 - Biss zur Mittagsstunde (ET: 2007)
Band 3 - Biss zum Abendrot (ET: 2008)
Band 4 - Biss zum Ende der Nacht (ET: 2009)
Band 5 - Biss zur Mitternachtssonne (Edwards Sicht) (ET: 2020)

Biss zum ersten Sonnenstrahl: Das kurze zweite Leben der Bree Tanner (Eine kurze Novelle zu Biss zum Abendrot) (ET: 2010)

Meine BISS-Sammlung 


Noch ein Nachtrag zu den beiden Büchern Biss zum Morgengrauen (Bellas Sicht) und Biss zur Mitternachtssonne (Edwards Sicht): Ich habe nun beide Bücher hintereinander gelesen und kann sagen, dass beide Romane perfekt ineinander greifen, sich gut ergänzen und jeweilige Lücken schließen. Besonders aus Edwards Sicht erfahren wir noch viele Details über die Cullens.
Viel Spaß beim Lesen!

2 Kommentare:

  1. aaaaaaaaaaaah, ich hadere so mit mir :-) ich habe auch alle Biss-Bücher gelesen und fand sie echt klasse. Tatsächlich hadere ich schon die ganze Zeit mit mir, ob ich dieses Buch lesen soll oder nicht. Deine Rezi macht mich doch seeehr neugierig. Dankeschön!

    Liebe Grüße, Kerstin

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    1. Liebe Kerstin,
      erstmal vielen lieben Dan für deine Kommentare bei mir! Ich komme in den nächsten Tagen auf deinem Blog mal zum Stöbern vorbei. :)

      Ich habe auch lange überlegt, ab ich dieses Buch lesen soll oder nicht. Aber ich war schließlich so neugierig und hatte große Lust noch einmal in die BISS-Welt einzutauchen. Mir hat es sehr gut gefallen :)
      Danke, ich bin gespannt, ob du es lesen wirst!

      Liebe Grüße
      Nicole

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