Donnerstag, 16. Dezember 2021

Rezension zu "Ich und der Weihnachtsmann" von Matt Haig

 

Zum Buch



Matt Haigs Weihnachtsbücher – Band 3


Weihnachten in höchster Gefahr.
Aus ist es mit der Ruhe in Wichtelgrund – eine finstere Intrige wird geschmiedet, und zwar vom hinterlistigen Osterhasen. Das Wichtelreich soll untergebuttert und Weihnachten zu einem zweitrangigen Fest zurückgestuft werden! Das können Amelia, das ehemalige Kaminkehrermädchen, und Nikolas alias der Weihnachtsmann nicht zulassen. Sie kämpfen mit allen Mitteln der Fantasie darum, Wichtelgrund und Weihnachten zu erhalten.
(Quelle: Klappentext - dtv-Verlag)





Nach Ein Junge namens Weihnacht und Das Mädchen, das Weihnachten rettete ist Ich und der Weihnachtsmann der das dritte Weihnachtsbuch von Matt Haig. Den zweiten Band, in dem das Mädchen Amelia die Hauptrolle spielt, habe ich bisher nicht gelesen – dennoch kommt man auch ohne Vorkenntnisse sehr gut klar, da hier nochmal kurz die vorherigen Abenteuer von Amelia und dem Weihnachtsmann in London geschildert werden.

Er zeigte auf mich. „Da steht sie, Amelia Wishart. Das Mädchen, das Weihnachten rettete. Ich habe viel von ihr gelernt. Vor allem hat sie mir gezeigt, welche Macht die Hoffnung hat. Wie ihr wisst ist Hoffnung eine Art Magie.“ (Der Weihnachtsmann über Amelia) – Seite 18, eBook


Die inzwischen elfjährige Amelia lebt nun zusammen mit Mary und dem Weihnachtsmann Nikolas in Wichtelgrund. Das Wichteldorf ist inzwischen schon zu einer kleinen Stadt herangewachsen. Die Wichtel sind fleißig und gehen ihrer täglichen Arbeit nach – meistens mit einer Portion Magie.

„Ich sah auf das Hoffnungsbarometer. Das Hoffnungsbarometer maß die Menge an Hoffnungsteilchen in der Luft. Und Wichtelgrund war voller Hoffnung, seit die Wichtel mit den Trollen Frieden geschlossen haben.“ – Seite 32, eBook


Amelia aber fällt das Einleben in Wichtelgrund schwer – sie wird als Mensch nicht richtig akzeptiert, hat keine magischen Fähigkeiten und hat Probleme in der Wichtelschule. Als sie schließlich im Schlittenflugunterricht einen Unfall baut, wird es noch schwerer für sie – nur wenige Wichtel glauben, dass dieses versehentlich geschehen ist.
Als sie schließlich auf eine Verschwörung stößt, an dem der feindliche Osterhase beteiligt zu sein scheint, sieht Amelia ihre Chance, sich zu beweisen – zusammen mit der Wahrheitselfe Pixie gerät sie in ein gefährliches Abenteuer…

Auch hier ist Matt Haig wieder eine schöne Weihnachtsgeschichte gelungen. Es gibt ein Wiedersehen mit schon bekannten Charakteren, wie etwa mit der Wahrheitselfe Pixie, der Nikolas im ersten Band bereits begegnet ist. Das Buch ist in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Amelia geschrieben, die es als einziges Menschenkind unter den vielen Wichteln nicht immer leicht hat. Ihre Erlebnisse sind interessant und sehr gut zu verfolgen.

Die Story ist natürlich wieder schön winterlich-weihnachtlich, jedoch hat sich nicht ganz den gewissen Weihnachtszauber aus dem ersten Band. Dennoch eine schöne Geschichte für zwischendurch, in der mir besonders die Schauplatzbeschreibungen gefallen haben.

„Bücher“, schwärmte der Weihnachtsmann. „Bücher sind das allerbeste Geschenk. Nichts reicht an sie heran.“ – Seite 60, eBook



Auch in dieses Buch enthält wieder die wunderschönen Illustrationen von Chris Mould. Einzelne Szenen sind sehr gut dargestellt und kommen auch bei dem eBook sehr gut zur Geltung.


Mein Fazit: Eine schöne Winter-Weihnachtsgeschichte mit neuen Abenteuern – magisch und wunderschön illustriert. Der Schreibstil ist angenehm leicht und das Wichteldorf ein interessanter Schauplatz. Eine gute Fortsetzung!


Meine Bewertung:





Titel: Ich und der Weihnachtsmann
Autor: Matt Haig
Genre: Weihnachtsmärchen / Kinder-/Jugendbuch
Seitenanzahl: 288
Verlag: dtv
Erstveröffentlichung: 21. September 2018


Die Weihnachtsbücher von Matt Haig:
Band 1 - Ein Junge namens Weihnacht
Band 2 - Das Mädchen, das Weihnachten rettete
Band 3 - Ich und der Weihnachtsmann
Band 4 - Das große Herz der kleinen Elfe

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