Donnerstag, 1. November 2018

Monatsrückblick Oktober 2018


Hallo ihr Lieben,
heute ist der 1. November - ich hoffe ihr hattet ein schönes Halloween gestern? Blicken wir mal auf den Oktober zurück: Es war Buchmesse-Zeit! Leider war ich in Frankfurt nicht vor Ort, daher habe ich mich sehr gefreut, das wieder viele Blogger darüber berichtet haben. Danke, dass ihr uns Daheimgebliebenen so toll auf dem Laufenden gehalten habt!
Ich selbst habe wieder einige schöne Bücher gelesen - besonders gespannt war ich auf Markus Heitz' besonderes Buchprojekt DOORS - die drei Bücher waren meine Ersten im Oktober.


Die unterschiedlichen Geschichten haben mir insgesamt sehr gut gefallen, daher freue ich mich umso mehr, dass es nun eine zweite Staffel im Sommer 2019 geben wird. Es bleibt also spannend!
Dann gab es noch packenden Steampunk von Anja Bagus - ich wollte schon länger die drei Annabelle Rosenherz-Romane aus der Aetherwelt-Reihe lesen. Tolle Geschichten mit einem gelungenen Mix aus Steampunk, Fantasy und Abenteuer.
Anfang des Monats erreichte mich dann noch ein Buch, dass ich bei einer Verlosung von Lovelybooks gewonnen habe: Die Katze und der General von Nino Haratischwili. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle, ich habe mich sehr über den Gewinn gefreut!





Hier kommt nun meine Monatsstatistik:



 Mein Lesemonat in Zahlen

  10 gelesene Bücher
3.881 gelesene Seiten
durchschnittlich 125 gelesene Seiten pro Tag

Bewertungen
5 x 5 Sterne
1 x 4,5 Sterne
  3 x 4 Sterne
1 x 2 Sterne


Gelesene Bücher im Oktober

Markus Heitz - DOORS ? - Kolonie

Markus Heitz - DOORS ! - Blutfeld


Markus Heitz - DOORS X - Dämmerung


Maxim Biller - Sechs Koffer


Anja Bagus - Aetherwelt 1: Aetherhertz


Anja Bagus - Aetherwelt 2: Aetherresonanz


Anja Bagus - Aetherwelt 3: Aethersymphonie

 
Robert Dinsdale - Die kleinen Wunder von Mayfair


Christian Torkler - Der Platz an der Sonne


Ursula Poznanski - Thalamus




Monatshighlights




DOORS X: Dämmerung
Markus Heitz

Aehterwelt 1: Aetherhertz
Anja Bagus

Thalamus
Ursula Poznanski






Lesepläne und Neuerscheinungen

Folgende Bücher möchte ich gern im November lesen:

Sebastian Fitzek - Der Insasse
Christopher Wilson - Guten Morgen, Genosse Elefant 
Jeffrey Archer - Traum des Lebens ~ erscheint am 12.11.2018
Nino Haratischwili - Die Katze und der General
Robin Jarvis - Dancing Jax 1 - Auftakt
Markus Heitz - Die Zwerge 1


Weitere Neuerscheinungen, auf die ich mich freue:
Stephen King - Erhebung ~ erscheint am  12.11.2018
Stephan M. Rother - Die Königschroniken 3: Ein Reif von Silber und Gold ~ erscheint am 20.11.2018
George R.R. Martin - Feuer und Blut: Erstes Buch ~ erscheint am 20.11.2018


Ich wünsche euch nun einen gemütlichen November mit vielen tollen Geschichten!
Liebe Grüße, eure Nicole

Dienstag, 30. Oktober 2018

Rezension zu "Thalamus" von Ursula Poznanski

Zum Buch

Rätselhafte Geschehnisse

Das Leben des 17-jährigen Timo ändert sich in einem einzigen Moment schlagartig: Durch einen Motorradunfall wird er schwer verletzt. Nach einigen Wochen im Krankenhaus kommt er schließlich in die Rehaklinik „Markwaldhof“, wo er sich von seinen Knochenbrüchen und einem Schädelhirntrauma erholen soll. Und Timo erholt sich erstaunlich und ungewöhnlich schnell. Doch schon nach kurzer Zeit merkt er, dass sich in der Klinik, die abgeschieden mitten im Wald liegt, merkwürdige Dinge abspielen, vor allem in der Nacht. Auch an sich bemerkt er Ungewöhnliches – er weiß plötzlich Sachen, die er nicht wissen kann. Timo möchte Hilfe holen – doch dieses erweist sich als unmöglich, da sein Sprachzentrum komplett blockiert ist und er sich daher nur schwer mitteilen kann. Doch die Gefahr ist da – und sie wird immer größer…


„Er kann Dinge, die er nicht können dürfte. Er weiß Sachen, die er nicht wissen sollte.“ – Klappentext


…schon diese Überschrift des Klappentextes macht ziemlich neugierig auf Ursula Poznanskis neuen Jugendthriller. Der Schauplatz hier ist eine abgeschiedene Rehaklinik mitten im Wald, die von der nächsten Ortschaft viele Kilometer entfernt ist. Und hier scheinen vor allem Traumapatienten sensationelle Fortschritte zu machen. Als Timo nach einem schweren Motorradunfall in die Klinik kommt, ist er schwer eingeschränkt – das Gehen fällt ihm schwer und sein Sprachzentrum ist blockiert. Doch schon in den ersten Nächten bemerkt er ungewöhnliche Ereignisse – besonders bei seinem Bettnachbarn, der ein Wachkomapatient ist und nicht aufstehen kann. Eigentlich.
Als sich die rätselhaften Geschehnisse häufen und er auch selbst davon betroffen ist, macht er sich auf die Suche nach der Lösung und stößt auf etwas, was zunächst unglaublich klingt…
Von Anfang an ist das Buch packend – die Hauptfigur Timo lernt man schnell sehr gut kennen, denn die Geschichte ist aus seiner Sicht geschrieben. Seite um Seite fiebert man mit ihm mit und möchte unbedingt wissen, was hinter den rätselhaften Geschehnissen in dieser Klinik steckt. Der Schauplatz –abgeschieden von der Außenwelt- ist natürlich ein perfekter Ort für diese Geschichte. Die Auflösung ist überraschend – und sehr unheimlich.

Ursula Poznanski schreibt wie immer fesselnd – man möchte das Buch am liebsten in einem Rutsch durchlesen. Auch mit Thalamus ist ihr wieder ein packender Jugendthriller gelungen.
Unbedingt erwähnen möchte ich noch die Buchgestaltung. Die Klappenbroschur ist toll gestaltet und fällt einem mit ihrem besonderen Blau sofort ins Auge. Auch der Titel passt super – was dieser bedeutet, erfährt man im Laufe der Handlung.





„Unwillkürlich stand Timo auf. Etwas fühlte sich merkwürdig an, etwas stimmte hier nicht.“ – Seite 355


Mein Fazit: Ein packender Jugendthriller, den man nur schwer aus der Hand legen kann. Ursula Poznanski erzählt hier die Geschichte von Timo,  der seltsames in der Rehaklinik beobachtet und selbst erlebt. Die Thematik ist sehr interessant, es wird unheimlich, spannend und überraschend. Thalamus ist ein gelungenes Buch mit Sogwirkung!


Meine Bewertung: 




Titel: Thalamus
Autorin: Ursula Poznanksi
Genre: Jugendthriller
Seitenanzahl: 448
Verlag: Loewe
Erstveröffentlichung: 13. August 2018

Sonntag, 28. Oktober 2018

Rezension zu "Aethersymphonie" von Anja Bagus

Zum Buch

Band 3 der Aetherwelt-Reihe

Im Jahr 1912/1913: Nach den dramatischen Geschehnissen rund um die Bader Aether-Werke hat sich in Baden-Baden nochmal einiges verändert. Durch den Aether, der seit der Jahrhundertwende aus den Flüssen und Seen aufsteigt, verändern sich immer mehr Menschen und Tiere, die mit der Substanz in Berührung kommen. Und für diese „Veränderten“ möchte Annabelle neue Lebensräume schaffen – ist sie mit ihrer grünen Hand doch selbst eine Veränderte. Ihre Bemühungen werden aber nicht von allen gern gesehen…
Auch wenn sich die Bevölkerung nach und nach langsam an die sich stetig verändernde Welt durch den Aether gewöhnt, ist Annabelle unglücklich – sie vermisst ihren Vater, der vor zwei Jahren auf rätselhafte Weise verschwunden ist. Doch nun führt eine Spur nach Prag. Annabelle lädt ihre Freunde zu einer Reise auf dem Luftschiff „Delfin“ ein, dass ihr Vater einst entwarf. Während Annabelle zusammen mit ihren Mann Paul in der Goldenen Stadt versucht, die Geheimnisse um ihren Vater zu lüften, sind ihnen Unbekannte auf der Spur. Die Suche wird schließlich zu einer lebensgefährlichen Jagd…


„Paul seufzte und betrachtete Prag von oben. Die Dächer leuchteten rot, es war eine wirklich schöne Stadt mit vielen prachtvollen Häusern. Die Moldau war ein blaues Band und im hellen Sonnenschein sah man keinen Aether in der Luft. Verdammt, dachte Paul. Was ist nur mit der Welt? Das, was er hier sah, war trügerisch. Er bekam immer mehr das Gefühl, dass etwas Schreckliches geschehen würde.“ – Seite 273, eBook


Auch im dritten und letzten Band um Annabelle Rosenherz wird es wieder spannend. Hier steht die Suche nach ihrem Vater im Vordergrund, der vor zwei Jahren plötzlich verschwand. Annabelle, die inzwischen ihre große Liebe Paul geheiratet hat, reist zusammen mit ihren Freunden nach Prag, wo es eine Spur zu geben scheint. Vor Ort kommen sie nach und nach unglaublichen und gefährlichen Geheimnissen auf die Spur…
In Aethersymphonie erfährt man neben der spannenden Suche in Prag auch, wie sich die Welt durch den Aether weiter verändert und das Amt für Aetherangelegenheiten immer mehr zu tun bekommt. Toll beschrieben fand ich hier vor allem das beeindruckende Luftschiff Delfin, mit dem Annabelle und ihre Freunde nach Prag gereist sind. Der Schreibstil ist flüssig und detailreich, die Handlung bleibt interessant und spannend – nach und nach werden die Geheimnisse enthüllt. Einzig im letzten Drittel wurde es mir zeitweise etwas zu wirr und leicht überladen. Das Finale war wieder stimmiger und hat mir gut gefallen.


„Seit sie hier ist, spürte sie so etwas wie Verrat. Es schien ihr nicht gerecht, dass er sie allein gelassen hatte. Dass er so viele Dinge getan hatte, von denen sie nichts wusste und dass er ein Leben ohne sie hatte.“ – Seite 101/102, eBook


Mein Fazit: Ein gelungener dritter Band um Annabelle Rosenherz. Steampunk, Fantasy und Abenteuer sind toll vereint und machen Aethersymphonie zu einem spannenden Finale der Annabelle Rosenherz-Romane. Hier werden einige Geheimnisse gelüftet und einige Veränderungen treten ein. Bis auf Kleinigkeiten hat mir dieses Buch aus der Aetherwelt wieder sehr gut gefallen.


Meine Bewertung:



Titel: Aethersymphonie - Ein Annabelle Rosenherz-Roman
Autorin: Anja Bagus
Genre: Steampunk/Fantasy
Seitenanzahl: 466
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

Die Aetherwelt-Romane

Die Annabelle Rosenherz-Romane:
Band 1 - Aetherhertz
Band 2 - Aetherresonanz
Band 3 - Aethersymphonie

Weitere Romane aus der Aetherwelt:
Band 4 - Waldesruh
Band 5 - Glasberg
Band 6 - Rheingold
Band 7 - Ruhelos

Weitere Infos rund um die Aetherwelt und Neuigkeiten von Anja Bagus findet ihr auf ihrer Homepage: https://www.anja-bagus.de/
Vielen Dank an die Autorin für das Rezensionsexemplar! :)

Mittwoch, 24. Oktober 2018

Rezension zu "Der Platz an der Sonne" von Christian Torkler

Zum Buch

Auf der Suche nach Glück

Berlin, 1978: Die Hauptstadt der Neuen Preußischen Republik liegt in Trümmern, die Kinder klauen Kohlen und in der Politik geben sich die Halunken die Klinke in die Hand. In dieser Welt entfaltet sich die faszinierende Lebensgeschichte von Josua Brenner – ein wagemutiger Tausendsassa, der sich nicht so leicht unterkriegen lässt. Doch als ihn die Ereignisse überrollen, wird der Gedanke an eine Flucht ins reiche Afrika plötzlich real.
Josua Brenner kennt sich aus im Leben der kleinen Leute. Im zerbombten Berlin fährt er Suppe aus, schachert auf dem Schwarzmarkt und holt sich Ratschläge fürs Leben bei Opa Lampbrecht. Eine Zeitlang scheint er die Nase vorn zu haben. Die Umstände sind ihm gewogen, seiner kleinen Familie geht es prächtig und auch die Geschäfte laufen gut. Die Strippenzieher in der Neuen Preußischen Republik versuchen zwar, ihm das Leben schwerzumachen, doch so leicht gibt Josua Brenner nicht auf. Ihn treibt ein unbezwingbarer Wille zum Glück, egal wie oft ihm der Teufel ins Handwerk pfuscht. Erst als es für ihn so richtig knüppeldick kommt, bricht er auf in Richtung Süden. Wie all die anderen vor ihm hat er vor allem ein Ziel: ein besseres Leben in einer besseren Welt. (Quelle: Klappentext vom Verlag)

Auf dieses Buch bin ich zum einen durch das wunderschön gestaltete Cover und zum anderen natürlich durch die außergewöhnliche Inhaltangabe aufmerksam geworden. Der Klappentext des Buches beschreibt die Geschichte sehr gut - denn der Autor hat hier in seinem Debütroman ein unheimliches Szenario erschaffen und die Weltgeschichte ziemlich verändert: Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gab es weitere Ereignisse und die Zukunft Deutschlands hat sich anders entwickelt als bekannt. Das Land ist in mehrere Staaten aufgeteilt, es gibt strenge Grenzkontrollen, überall herrscht Armut und viele Städte liegen weiterhin in Trümmern. So auch Berlin, die Hauptstadt der „Neuen Preußischen Republik“.  Hauptfigur hier ist Josua Brenner, der sich wagemutig durchs Leben schlägt und von einem besseren Leben träumt. Als junger Erwachsener scheint er es tatsächlich geschafft zu haben – das Glück steht auf seiner Seite.


„Man braucht nicht die weite Welt, um sein Glück zu finden. Die Welt kann klein sein, wenn man nur darin zuhause ist. Jeder von uns hatte seinen Teil zu machen und gemeinsam haben wir alles geschafft.“ – Seite 111, eBook


 Doch nach einer turbulenten Zeit, vielen Auf und Abs verlässt ihn das Glück und er beschließt, zu fliehen – in den Süden, nach Afrika, wo stabile politische Verhältnisse herrschen. Eine abenteuerliche und gefährliche Reise beginnt…
Überrascht hat mich hier zunächst der Schreibstil: Dieser ist mit seiner eher lässigen und fast schon zu lockeren Art zunächst gewöhnungsbedürftig. Jedoch legt nach einigen Seiten das Extreme etwas und es liest sich angenehmer. Nachdem ich mich eingelesen hatte, habe ich den Lebensweg von Josua Brenner mit Spannung verfolgt. Denn dieser erzählt seine Geschichte selbst – vom Jahr seiner Geburt bis hin ins Erwachsenenalter. Diese Lebensgeschichte hat einiges zu bieten und steht hier auch im Vordergrund – die Entwicklung der Weltgeschichte und wie es dazu gekommen ist, erfährt man eher so nebenbei.
Ab und an gibt es kleine Längen in der Geschichte, doch insgesamt ist die Handlung spannend zu verfolgen und hat mich mit ihrer Detailliertheit überrascht. Josua erlebt sehr viel – oft wird es auch dramatisch.


„Zuerst blieb das im Hintergrund. Da lauerte etwas, aber ich hab es nicht ernst genommen, wollte es nicht ernst nehmen. Doch mit jedem Tag rückte es ein Stückchen näher. Eines Tages setzte es zum Sprung an und in dem Moment wusste ich, was es war: Angst!“ – Seite 123, eBook


Mein Fazit: Ein außergewöhnliches Buch mit einer starken Hauptfigur in einem erschreckenden Szenario, das nachdenklich macht. Der Schreibstil ist zunächst gewöhnungsbedürftig, doch schon nach einigen Seiten konnte ich das Buch nur noch schwer aus der Hand legen. Gerade die vielen Details sind hier sehr gut eingearbeitet. Josuas Lebensweg ist spannend zu verfolgen und hat viele Höhen und Tiefen. Ein spezielles, aber sehr lesenswertes Buch, das ich gern weiterempfehle.


Meine Bewertung: 




Titel: Der Platz an der Sonne
Autor: Christian Torkler
Genre: Roman / Gegenwartsliteratur
Seitenanzahl: 592
Verlag: Klett-Cotta


Vielen Dank an Klett-Cotta und Netgalley für das Rezensionsexemplar! :)